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GSFwA: Maschinenbau Ingeneure, heute suche ich: Richtige Beschichtung von Stahlteilen

Featured Replies

Geschrieben

Mit der Feile drüber, wenn hart dann sehr wahrscheinlich nitriert da in den schlitzen die Kreuzgelenke angreifen und mit Staub und Sand die Oberfläche eine hohe Härte braucht.

 

Rlg

Christian 

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  • So liebe Leute. Wollte Euch mal präsentieren, wo mein Focus die letzten drei Jahre war und warum ich hier diesen Thread benötige und eben Eure Hilfe. Danke an alle hier die mir immer weiter helfen mit

  • Diese spec. ist Dein Freund:  https://de.misumi-ec.com/pdf/fa/2014/P1_2287-2288_F80_DE.pdf    

  • Ich "flüstere" mal mit meinem "Richtmegaphon" in diesen Thread, dass der Jimmy eigentlich Skinner "Skinny" Norris heißt. Und sich die Stimme mit Morton, dem Chauffeur teilte. Zurück zum Thema

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Geschrieben

Für mich sieht das nach (Plasma-)nitriert aus.

Materialempfehlung 1.7132 "EC80" Einsatzstahl. 

Geschrieben
  • Autor

Danke Leute. Ja ich bin mir auch sicher, dass die Oberfläche einfach technischer Natur ist und nichts mit einem "look" zu tun hat. Hab noch Originalteile aus der Zeit, die haben sich nicht verändert was Farbe betrifft.

 

Feile werde ich an einem verschlissenen Teil ausprobieren. Die Chromfabrik wede ich anschreiben. Da geb ich dann bescheid was die meinen. Einen weiteren Oberlächenspezialisten bei unseren Nachbarn in CZ habe ich bereits kontaktiert, mal sehen was da kommt.

 

 

Geschrieben
  • Autor

@Yamawudri Eben in der Altteilebox nachgesehen. Am Bruch deutlicher Flugrost zu sehen, mit der dünnen Schlüsselfeile drei mal drüber und Material ist weg.

 

IMG_20251016_121826.thumb.jpg.599dbe09693494bcb58375361c85b7dd.jpg

Geschrieben

Nun gut, damit hast Du Dir (als Kompliment) selber die Antwort gegeben.

Butterweich dh net gehärtet noch nitriert, dh entweder brüniert oder phosphatviert (eher net da net schwarz genug).

Ich persönlich würde die Dinger aus C45 machen und nitrieren. Relativ billig und zum nitrieren gibt's in Wien genug connections.

Auf materialanalysen würde ich bei diesen Kleinteilen net gehen, mEa overkill.

 

Rlg Christian 

Geschrieben

Wir verwenden mittlerweile gerne gasox, wenns um Oberflächenhärte und Korrosion geht. Das ist gasnitrieren mit anschließender Oxidation. Wird schön schwarz matt und ist dann relativ gut Korrosionsbeständig. 

Günstig ist das aber nicht.

Geschrieben
  • Autor
vor 4 Stunden schrieb ösirally200:

Wir verwenden mittlerweile gerne gasox, wenns um Oberflächenhärte und Korrosion geht. Das ist gasnitrieren mit anschließender Oxidation. Wird schön schwarz matt und ist dann relativ gut Korrosionsbeständig. 

Günstig ist das aber nicht.


Grüß Dich. Schön Schwarz ist dann aber leider auch nicht, was ich suche. Eben so grau wie die Originalteile waren.

Geschrieben

kurzzeitgasnitrieren hab ich immer gemacht.

mittelgrau und rostet kaum.

Werkstoffe EC80 1.7131  oder 1.7225 oder auch Werzeugstahl 1.2510 etc.

wird rel hart, ändert sich masslich wenig. und sieht dauerhaft seriös aus.

kannst auch plasmanitrieren. dann Angabe wo unten sein soll. oder hängen.

Geschrieben
  • Autor
Am 17.10.2025 um 21:28 schrieb BerntStein:

kurzzeitgasnitrieren hab ich immer gemacht.

mittelgrau und rostet kaum.

Werkstoffe EC80 1.7131  oder 1.7225 oder auch Werzeugstahl 1.2510 etc.

wird rel hart, ändert sich masslich wenig. und sieht dauerhaft seriös aus.

kannst auch plasmanitrieren. dann Angabe wo unten sein soll. oder hängen.

 

Grüß Dich und danke auch für deine Expertise. Ich hab diese Materialien und wie @Yamawudri meinte auch C45 beim Fertiger angefragt. Mal sehen was die anbieten.

Geschrieben
  • Autor

So, nachein wenig hin und her und den hier genannten Stahllegierungen bietet mir der Fertiger P20 (1.2311) an. So weit ich sehe lässt es sich nitrieren. Spricht hier irgend was dagegen von eurer Sicht?
 

Geschrieben

1.2311 hat ne gewisse Grundfestigkeit und wird wohl auch eine nette OberflächenHärte vom Nitrieren kriegen. Weil er auch nicht zuviel Chrom für Härtetiefe hat.

Machen mMn !

Geschrieben
  • Autor
Am 17.10.2025 um 21:28 schrieb BerntStein:

kannst auch plasmanitrieren. dann Angabe wo unten sein soll. oder hängen.


Grüß Dich. Ist die Teileausrichtung auch bei Gasnitrieren relevant? Stehend wäre dann bei den Bauteilen so, dass die verzahnung nach oben schaut. Wie soll das denn bei zB den Wellen gehen? Werden die dann eingeklemmt? ICh möchte unschöne Spuren an den Sichtseiten vermeiden.

Geschrieben

Gasnitrieren geht mMn schöner überallhin und in Bohrungen.

Plasma ist gerichteter

Aber wie eine Welle komplett gleichmäßig wird ?

werden gerne gestellt oder gehängt .

  • 2 Monate später...
Geschrieben
  • Autor


Grüß Euch. Dass hier ist gekommen und geht auch wieder retour an den Fertiger. Dass ich Musterteile mitgeschickt hatte, wurde irgend wie schlicht ignoriert. Jetzt aber meine Frage an Euch spezialisten.

Innen sind die Teile ja Mausgrau und matt wie ich es erwartet habe (Originalteile als Beispiel mit am Bild). Aussen aber wie poliert. Bestellt wr nitrieren wie hier mit Euch besprochen. Bevor die Antwort vom Fertiger kommt, kann man so was noch mal in den Nitrierofen legen und dann ist das Mausgrau wieder drauf? Ich denke mir halt, noch so eine Behandlung wirkt sich nicht umbeding positiv auf den Werkstoff aus, oder?

Danke wieder mal euch: @BerntStein @JOB @ösirally200 @Yamawudri


surface_01.jpgsurface_04.jpg

surface_02.jpgsurface_03.jpg

Bearbeitet von Scumandy

Geschrieben

Komisch. Hat das vielleicht was mit der Oberflächenrauheit zu tun? Vielleicht hat es der Fertiger gut gemeint und die Außenseiten poliert? Ich fürchte dass Du mit der Anforderung "mausgrau wie Muster" die meisten Industriebetriebe in den Wahnsinn treibst, die brauchen halt technische, messbare Spezifikationen. Noch mal "drübernitrieren" wird jedenfalls vermutlich nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Und ist hier Optik wirklich wichtiger als Funktion?? Oxidieren werden die Teile von allein, und dadurch matter. Man kann anscheinend auch nachträglich zusätzlich oxidieren lassen, google mal ein bisschen dazu!

Bearbeitet von JOB

Geschrieben

ansich kannst nitrieren, so oft du willst, es wird sich aber nix ändern, weil du ja außen schon die harte Schicht hast und da nix mehr zum umwandeln ist.

Ich glaub auch, dass das mit der Oberflächenqualität zu tun hat. Du hast auf den Außenflächen wahrscheinlich eine Passung, darum wurden die geschliffen. Je feiner, umso weniger Lichtbrechung, umso mehr glänzen.

Wenn die Farbe so wichtig ist, dann würd ich die Teile ja an den berührungsfreien Flächen lackieren. Oder eventuell mikrostrahlen. Da hast dann halt eine "rauhe" Oberfläche, die nicht so reflektiert und entsprechend matt ist.

Geschrieben
  • Autor

Ja das mit der Rauigkeit macht Sinn, verstehe. Die Teile müssen so aussehen wie die Musterstücke, das steht ganz oben im Pflichtenheft.

Der schmälere Durchmesser ist in der Tat ein Lagersitz, ob es deshalb noch geschliffen wurde weiß ich nicht, sollte aber vom Fertiger beantwortet werden.

Lackieren ist keine Option aber vorsichtig aufrauhen durch Sandstrahlen. Nur wie ich das verstanden habe kommt die graue Oberfläche vom Umwandlungsprozess und wenns nichts mehr zum Umwandeln gibt wird auch nichts mehr grau. Blöde Sache...

Ach ja, vor dem nitrieren wurden die Teile trovaliert. Das dürfte aber nicht für die glatte Oberfläche ausschlaggebend sein, oder?

Danke für Eure expertise, mal sehen was der Fertgier rückmeldet.

Bearbeitet von Scumandy

Geschrieben

Klar ist das Trowalisieren für die glatte Oberfläche und den Glanz verantwortlich

Geschrieben
  • Autor

Ok, das erklärt dann einiges. Die Stahl bzw VA Teile die ich bisher trovalisieren ließ hatten sich eigentlich nur an den Kanten "weniger scharf" angefühlt aber flächig eigentlich nicht viel verändert. Danke.


Dann wundert mich aber, dass an den abgeschrägten Flächen nach Innen hin alles matt und rauh ist, da hätten die Schleifsteinchen ja auch geschliffen. dontgetit

Bearbeitet von Scumandy

Geschrieben

kommt ganz drauf an mit was für einem Material beim "Trowalisieren" bearbeitet wird. Wir haben hier zB. oft Federstahlbleche oder VA-Blech die im Werkzeugmaschienenbau ein Haltefunktion haben, die sind alle mit Stahlkugeln bearbeitet.. Hier sieht man flächig die Einwirkung. Evtl. finde ich auf die schnelle ein Foto auf dem Handy.

Geschrieben
  • Autor
vor 25 Minuten schrieb vnb1t:

kommt ganz drauf an mit was für einem Material beim "Trowalisieren" bearbeitet wird. Wir haben hier zB. oft Federstahlbleche oder VA-Blech die im Werkzeugmaschienenbau ein Haltefunktion haben, die sind alle mit Stahlkugeln bearbeitet.. Hier sieht man flächig die Einwirkung. Evtl. finde ich auf die schnelle ein Foto auf dem Handy.

Ich kenne ja nur diese kleinen "pyramidenförmigen" Schleifsteine. Trotzdem wundert mich, dass die Innenseite dann aber auch gar keine Spuren vom trovalisieren aufweist. Das wird ja kein so grobes Schleifgut sein, dass das da gar ned rein geht?

Geschrieben

Haben oft Lagersitze wo ein Gummi Schlauch drauf kommt oder Bohrungen in die ein Gummikegel kommt…

Geschrieben

Ich glaube nicht, dass das vom Trovalisieren kommt. Selbst wenn das ohne Schleifkörper trovalsiert wäre, würde man an den konischen Innenbereichen ja zumindest Stellen der anderen Teile sehen. Auch wäre dann nicht der Bereich zwischen der Verzahnung und dem Durchmesser-Sprung so glatt.

Geschrieben
  • Autor

@AAAB507 Eben so dachte ich mir das auch.

Danke dass ihr eure Meinung mit mir teilt. Jetzt muss ich eh bis kommende Woche warten, bis die Teile wieder beim Fertiger sind und von deren Seite ein Einschätzung der Situation kommt. Ich melde mich dann wieder mit neuen Informationen.

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