auch wenn das Jahr für mich eher ruhiger war, so waren die wenigen Ausfahrten doch intensiver als sonst üblich getreu dem motto Qualität statt Quantität. Diesmal wird das in besonders geiler Erinnerung bleiben - Wetter gut, Strassen schlecht, Fahrzeuge top, Essen gut und natürlich die Gruppe perfekt - was man sich so alles wohinschieben kann und neuartige Kraftausdrücke inklusive, gepaart mit altmännerweisheiten über die Gegensprechanlagen
Hinzu kam natürlich der imense Druck noch vor Abfahrt, also was packe ich ein oder auch nicht (Stichwort Reserveunterhosen wenn man ein geschixxxen hat oder Regenklamotten aus china die nicht ankamen) für mich eines meiner größten Probleme, wohin mit dem 2. liter öl (welchen ich natürlich nicht benötigt habe als verkappter Schwabe beim mischen)...also kurzerhand noch einwenig Alublech mit wig verklebt um einen ÖL in Benzintank zu bauen - hätte ich geringfügig anders auslegen können, ging aber schlicht nicht mehr, also wurde verbraten was noch da war - Resultat 1,2 liter Öl und 1,5l Benzin gehen da jetzt rein und ich kann es auch einfüllen bzw umfüllen und habe etwas mehr Platz unter der Backe für Warnweste, Verbandszeug, Regenzeug ...
um es kurz zum machen, wir hatten es also geschafft, ein Wochenende zu fixieren, das ist bei einer gefühlt fast Ü50 Gruppe @PXMax garnicht mehr so einfach.... das Wochenende beinhaltete eine Routenplanung welche ein paar Highlights für mich hatte.
Die Route:
München - Bad Tölz - Jachenau - Leutasch - (Namlostal / Hahntenjoch - mussten wir weglassen) -Wenns (Tirol) -Trafoi - Stilfster Joch - Bormio - Mortirolo Pass - Passo del Vivione (den mußten wir aufgrund ausserplanmäßiger Zangelei dann doch auslassen - steht also auf der Todo liste...) Bienno
-> Abgestiegen sind wir hier wie es sich für Altherren der Keuschheitsfraktion gehört in einem klosterlichen Anwesen, das sicher einen Teil in die Purpurnen Flüsse gespielt hat - fürs Frühstück wurden wir separiert und der Fernseher war eine Italienische Bibel Ein Ort übrigens in Italien wo einen Pizza noch 8-9€ kostet, das Cola in 1l Glasflaschen Serviert wird und um 22uhr die Familie noch mit Kleinkindern beim Abendessen sitzt.... die Welt war für uns i.o
Tag1 -> 437km, 6535 Höhenmeter, 8h29min Fahrzeit mit einem 51,4er Schnitt
Am 2. Tag in die Planung über einen Strecke, die mich in in Google Maps fast zur Weißglut getrieben hätte und auch das Internet ist da nicht oft eine Hilfe. Erstens, weil die Routenpanung aufgrund von Streckensperrungen immer wieder in Frage gestellt wurde, 2. weil man zu diesen Sperrungen im Internet alles an aussagen findet von ist offen von bis, ist Einbahnstraße, ist gar nicht befahrbar oder da kommt man schon irgendwie durch. Hinzu kommt, das so manche Strecke zur Wintersperre jetzt schon gesperrt wurde oder wir zumindest auf Kettenpflicht hingewiesen wurden durch die Beschilderung oder aber die Strecke mittlerweile nur noch wenn befahrbar, mit Ausnahmegenehmigung zu befahren wäre....
Also Bienno - Crocedomini -Gaver - wäre geplant gewesen über Grapa di vaia - die Strasse ist aber mittlerweile nicht mehr freigegeben, nochdazu ist die Anfahrt dermaßen spektakulär und holprig, das selbst der Landroverfahrer, welcher uns entgegen kam doch etwas seltsam gekuckt hat. Weiter dann und jetzt kam für mich das Highlight Maniva Pass mit abzweig auf die Militärstrasse Richtung Idrosee (Dosso Alto, Della Spina) - weiter zum Gardasee und mit dem Schifferl von Toscolano nach Torri und auf Achse weiter über den Monte Bondone nach liveco Therme. (Capovalle - Vesone wäre eigentlich der Plan gewesen aber auch hier Vesone vollsperre)
Neben einem Kupplungsschaden hatten wir keinen weitere Schäden..halt doch, ein loses Scheinwerferglas (ich war fast verwundert, weil die Strecken haben dermaßen im Gebälk gerüttelt das man die Eier aus der Hose oder die Plomben aus den Zähnen locker verlieren hätte können. Kein Auspuff abgerissen, keine Feder verloren diesmal... viel unbefestigt, Schlaglöcher im Format 10Zoll Strassenbreiten Ape oder Fiat Panda niveau maximal, Randabsicherung keine, passieren hätte nix dürfen sonst hätte man sich garantiert einen Namen gemacht bei Bergung
Tag2 -> 253km 5759 Höhenmeter, 6:10 Fahrzeit 41er Schnitt
Abgestiegen in Levico Therme - natürlich von den Motorradwanderen mit grossen Augen betrachtet, wenn sie P80X auf der Seitenhaube als Motorisierung wahrnehmen :-). Preise, auch hier schon etwas teurer nahe der Dolomiten, was das Essen anbelangt, aber auch wieder ein Genuss - aber wer sich nicht gönnt an dieser Stelle hat was falsch verstanden
Start in den Tag3: Levico Therme war die Planung etwas anders, als gedacht, da die Route durch die Dolomiten durch eben einen sperre (vollsperre) in Vago die Fassa zum Ausarten hätte beigetragen, daher haben wir uns dazu entschieden die kürzerer Route anzutreten und dann über den Menghenpass (was für ein geiler Pass!!) weiter auf den Karrer pass zum Nigerpass über Tiers dann nach Klausen - Leutasch -Garmisch -München
Tag3 -> 438km 6183 Höhenmeter, 60er Schnitt
In Summe waren es insgesamt 1250km (leider die App vergessen zu Starten) aber der Tacho hats ja schön mitgezählt
Defekte gab es nur einen, da wurden allerdings gute 600km der Tour die Backen zusammengekniffen und mitgefahren, auch wenn es die neue Kupplung nun ganz hinter sich hat und das Getriebe vermutlich auch nicht unbeschadet überstanden hat. Sonst ausser Tanken und Ölmischdiskussionen rein garnichts... die Quattrinis (252, 252, 250, 265) sind wie uhrwerke maschiert... alles Landstrasse, ca. 300km Autobahn um zumindest Garmisch - München ein bisschen Zeit reinzufahren.
Fazit 62l sprit/Nase und beim Öl scheiden sich die Geister, ich hab so mit 1:40 gemischt während andere 1:33 oder 1:30 gemischt haben - was sich in Öl von 2,1l- 1,4L verbrauch bemerkbar gemacht hat
Wetter Top, Mensch und Maschinen auf Achse wieder zurück, Erlebnisse, die man heute im Büro schön nachvollziehen kann
12000km hat sie nun geritten die Blaue und nach Kroatien und Italien ist nun ein neuer Reifen fällig (3700km und er is durch)
PS. Ja gehört ja eigentlich in Reisen mit dem Roller, aber wer meinen Topics kennt, wird verstehen das ich hier gerne die Geschichte zum Roller festhalte.