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agent.seven

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  1. Da hast Du Recht. Man muss halt dann Mehrteilige Formen machen, weil die allermeisten alltagsüblich zugänglichen Drucker bei solch komplexen Teilen mit vielen Stützstrukturen arbeiten müssen. Bei dem hier an einem Stück dann vermutlich auch im Innenraum, an den man nicht mehr herankommt und die Stützen zu entfernen. Also muss wohl sowas wie einen Baukasten her. Ich könnte mir zudem gut vorstellen, dass man sowas aus leicht flexiblerem Material macht, sodass man aus starrem Material nicht wieder einen Resonanzkörper baut, der durch Eigenschwingungen des Gegenteil des Gewünschten ergibt. Ich fahre seit zwei Jahren an meinem 30er Dello einen selbst gedruckten Ansaugstutzen aus TPU. Der hält erstaunliche gut und außer einer Verfärbung kann ich nichts an Alterung erkennen (hab farbloses Material verwendet), oder gar dass im Benzin oder Öl etwas anhaben konnten. Durch die leichte Flexibilität des Materials, bei dennoch 50% Füllung lässt sich das Teil prima mit Schlauchschellen fixieren. Minimal Untermaß hält ihn schon gut von alleine auf dem Gaser und dem Stutzen. Wäre also mein Material der Wahl. Allerdings weiß ich nicht wie ich einzelne TPU Stücke Benzin und Öl fest miteinander verkleben kann und das wäre ja bei TPU und einem Baukasten das Kernthema.
  2. Wenn es nur darum geht, dann nimm das Gitter hier als Teil zum Einsetzen gerne. Vent-Cover.zip
  3. Ich denke ja immer das Schall sich brechen und verlaufen muss um leiser zu werden. Die Pyramidenflächen in der Elbphilharmonie oder in Tonstudios gibt es nicht ganz ohne Grund. Deshalb würde ich versuchen nicht nur einen gelochten Deckel auf das Teil zu machen sondern sowas wie einen "Rauschfilter" der eine Form von Widerstand für den Schall darstellt. Deshalb so pyramidale Kanäle in einem etwas dickeren Deckel, so etwa.
  4. Das habe ich schon verstanden, aber das dortige Forum wie auch hier ist keine Handelsplattform und darauf stellt man halt ab. Zitat: "Wir sind ein Forum, keine Handelsplattform". Und genau das trifft hier zu. Wir bieten hier nichts an, wir dulden keine gewerblichen Händler (aus gutem Grund...), wir leiten keine Zahlungen weiter oder sind in irgendeiner Form an der Abwicklung beteiligt. Selbst der erzielte Preis ist reine Sache der privaten Handelspartner, wir haben ja gar keine Infos darüber" Zitat Ende. Also eine Sichtweise wie man damit umgehen kann.
  5. und auf dem hattest Du Deinen kompletten Warenbestand wenn ich mich richtig erinnern kann. Wo heute, oder läuft das Nokia noch?
  6. Ich habe dieses Thema auch in einem Forum für Armbanduhren gelesen und dort, da geht es ja teilweise um Teile die mehrere (10) Tausender kosten, ist man komplett entspannt. Die Rechtsauffassung zum Gesetz stellt darauf ab, dass es nur für gewerbliche Anbieter einschlägig ist und man seitens des Forums keine Meldungen o.ä. macht. Eben weil auf dem Forum keine gewerblichen Anbieter geduldet werden bzw. dort nicht anbieten dürfen. Das manche der Jungs oft deutlich mehr als die Maximalzahl der Verkäufe, geschweige die Summen deutlich übersteigen ist dort egal. Vielleicht auch eine Form um damit umzugehen.
  7. Dann versteh ich es nicht. Muss aber auch nicht alles kapieren.
  8. Insgesamt ist es halt schon nicht ohne Grund, warum der Polsterer einen Zweifach oder gar Dreifachtransport an der Maschine hat. Selbst wenn die Nähmaschine Zuhause viel Kraft hat um Jeans oder Planen zu Nähen ist es dennoch immer noch anders. Die Profimaschinen haben in der Regel auch einen Umlaufgreifer, der mit den dicken 2er und 3er Fäden klar kommt und Stichweiten bis 12 möglich macht. Wer das nicht hat, ich habe einen Juki Schnellnäher der zwar einen Umlaufgreifer hat und 6er Stiche kann, muss an der Vorbereitung der Materialien arbeiten. Ich hab es Oben schon geschrieben. Sauberer Schnitt mit maßhaltigen Zugaben zusammen mit einer ordentlichen Fixierung der Lagen und ein zur Situation angepasster Fuß bzw. Fuß/Anschlag-Kombi machen da dann die halbe Miete. Bei störrischen Materialien ist Schmierung auch immer gut. Manche Leder und Kunstleder haben eine leicht klebrige Lackierung auf der Oberfläche die das Material quasi auf der Maschine oder am Fuß kleben lässt. Da hilft Silikonspray immer gut. Kann man am Ende auch leicht wieder mit Waschbenzin abnehmen. Zu viel auf der neuen Bank davon ist auch witzig, weil man dann bei einem Kavalierstart schnell mit dem Hintern von der Bank rutscht. Ich hab mir für meinen Schiebetisch eine billige Dauerbackfolie von Aldi besorgt, die kann ich unterlegen bei größeren Stücken und meine Stichplatte hat ein Kumpel aus POM gefräst, die kann ich ebenfalls bei schweren Teilen zum besseren Gleiten Einsetzen. Zusammen mit den PE, POM oder Teflon-Füßchen geht es dann doch ganz gut. Die haben den Vorteil wie GelbStich schon schreibt, dass sie nicht viel kosten und schnell anzupassen sind. Fäden. Keine Naturmaterialien verwenden, die halten das UV Licht nicht aus und brechen nach der zweiten Saison. Dann was alle Mühe umsonst. Immer die guten Polyesterfäden nehmen. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit den überall auf Amazon, Ebay und Co. zu bekommenden Polsterfäden aus China. Die sind oft nicht hart genug verdrillt oder die Fasern selbst sind nicht lang genug sodass sie sich im Auge der Nadel aufribbeln oder gar reißen und man nach wenigen Stichen neu ansetzen muss. Auch wenn die Rolle einen 5er mehr kostet bleibe ich bei Gutermann oder Amann, die sind durchweg gut und sehr robust. Keder. Wenn man keinen PVC Keder nutzen möchte oder was ganz besonderes haben will, kann man den auch selber machen. Lederstreifen in der passenden Länge schneiden und in der Mitte ein ne kleine Litze oder einen sehr dicken Angelfaden einlegen, alles Umklappen, Fixieren und mit einem Kederfuß absteppen. Dann die Fahne sauber auf die Nahtzugabe schneiden und verarbeiten wie den aus PVC. Vorteil ist, dass man Farblich alles machen kann und dieser Keder nicht so störrisch ist wie mancher aus PVC. Das legen um Kurben oder Beulen geht hier auch noch einfacher, weil das hintere Einschneiden der Radien durch das weichere Material besser funktioniert. Solche Kederfüße gibt es in unterschiedlichen Seiten und sogar abgestuft mit einer hohen und einer Flachen Seite, jeweils gefedert. Auch okay für sehr unterschiedlich ziehende und schiebende Materialien sind solche Rollenfüße. Da ist der Verzug bei großen Stücken nicht mehr so groß.
  9. Ich kann das mit dem Keder auch nicht so dolle, deshalb nähe ich den immer an einer Seite schon mal solo fest, hab ich ja geschrieben. Wenn Du dann beim Zuschnitt sauber auf die Nahtzugabe achtest, die am Besten so breit ist wie die Kederfahne und alles sauber zusammenliegt, wird es aber. Aber davon ab. Kedernähen ist schon was für Fortgeschrittene, also Hut ab
  10. Noch was, hab gerade Deine Bilder und den Text nochmal gelesen bzw. angesehen. Besorg Dir eine Silbermine oder einen Silberstift von der Firma Schneider Minen, damit kann man auch auf der Lederseite Markierungen machen oder schreiben. Das lässt sich dann ganz leicht mit einem Reiniger, Alkohol oder Waschbenzin rückstandslos entfernen. Leder solltest Du auch mit einer Ledernadel nähen, weil die leicht schräggestellt ist und deshalb schöne Löcher macht die in der sich der Faden gut hineinlegt. Sauber eingestellt, also die Schlaufe der beiden Fäden liegen in der Mitte vom Nähgut, ist solch eine Naht dann auch dichter als eine mit runden Löchern. Hier mal das Prinzip vom Rollfuß Der zusammen mit einem Anschlag rechts macht es einfach gerade und gleichmäßig zu nähen. Mit sowas hier, bzw. mit der Seitenverkehrten Version kommst Du nahe an den Kederwulst heran und kannst entsprechend den Abstand klein halten. Auf Deinen Bildern bis Du noch sehr weit weg, was die Naht dann aufschlagen lässt. So ein magnetischer Anschlag oder halt was in der Art selbstgebasteltes hilft beim Abstandhalten. Das kommt aber mit der Zeit auch von alleine. Wegen der Längen der Seitenteile. Passt Dein Schnitt den insgesamt von der Länge, also sowohl mit wie auch ohne Nahtzugabe? Wenn nein, muss Du das anpassen ansonsten ist das wie Skawoogie schreibt, erst der Rand, dann der Deckel. Dabei Vordere und Rückseite ausmitteln, fixieren und darum herum zusammennähen.
  11. agent.seven antwortete auf Gartenkrallegold's Thema in Blabla
  12. und am Ende immer der Moment wo man man links abbiegen sollte und sich kurz darauf herausstellt, dass das andere Links gemeint war.
  13. und noch was. Weniger Sauerei beim Formen der Schaumstoffpolster macht ein Elektrisches Küchenmesser wie Mutti das früher für den Sonntagsbraten hatte. Dann genügt es oft nur noch mal mit der Hand und 80er Papier die Spitzen weg zu nehmen. Hat man mal zu viel weggenommen hilft das großzügige Einsetzzen eines Keiles (also Kleben) des selben Materiales um dann nochmal zu kürzen. So kann man auch gerissene oder aufgeplatzte Sitzpolster retten, wenn man das Geld für eine neue Schaumstoffmatte nicht ausgeben will. Ich hebe deshalb die größeren Stücke auch schon mal auf. Poröse Schaumstoffpolster kann man auch retten, sofern noch nicht zerrissen, in dem man ein dünnes Kunststoff-Vlies aufbügelt. Bügeln ist auch ein gutes Stichwort zum Abnehmen von Schnittmustern von alten Bezügen. Einfach den alten Bezug von Hinten mit einem Lappen dazwischen mit dem Dampf Bügler glätten und dann auf Schnittpapier übertragen. Den Schnitt dann auf Karton zeichnen und zum Angleichen der Kurven etc. mit dem Schneiderlineal nacharbeiten. IMMER die Nahtzugabe mit dazu schreiben und IMMER die Passermarken, dass sind die kleine Keile oder Einschnitte an den Nahtzugaben mit übertragen. Die machen Sinn und helfen bei Rundungen und der Passform.
  14. Noch was zu eben. Wenn Du vorne an der Spitze und hinten um die Ecken herum mit einer Verstärkung arbeitest, macht das die Ecken "runder/geschmeidiger". So wie man das halt auch bei den originalen Bezügen kennt, wo oft Gummi eingeklebt oder eingenäht ist. Wenn Du zu viel Faltenbildung hast wie hier, dann ist Dein Material im inneren der Naht zu stramm. Das löst der Polsterer mit kleinen Schnitten in den Radius der Biegung von der Nahtzugabe. Dann spannt es nicht mehr und die Rundung liegt schön an. Wenn man einen auf den ersten Griff weichen Moment haben möchte, kann man eine dünne Lage Polsterwatte zwischen Bezug und Schaumstoff legen. Das macht diesen Sofaeffekt. Wichtiger ist aber das Absperren zum Schaumstoff, wenn Dein Obermaterial nicht zu 100% Wasserdicht ist und das ist es schon wegen der Nahtlöcher nicht Steht ja auch schon lange in Deiner Signatur, der Teufel ist ein Eichhörnchen. Wenn ich die nächste Bank mache, denke ich mal daran das in Bildern festzuhalten. Ansonsten die Videos aus dem Link oben von dem Herren aus Mexiko sagen eigentlich alles.
  15. Der Polsterer zwickt sich an mehreren Stellen kleine Schlitze in den Schnitt und/oder Markierungen ins Polster und achtet peinlichst genau, dass die immer aufeinandertreffen. Der Polsterer hat aber auch eine Maschine mit Zweifach- oder Dreifachtransport. Bei einer normalen Maschine mit nur einem Transportgreifer unter dem Nähfuß schiebt der das untere Material immer etwas weiter als der Fuß mitgeht. Dadurch hast Du immer einen Versatz. Alternativ kann man mit einem Rollfuß arbeiten, der keinen so großen Widerstand hat. Die gibt es in der Regel aber nur für Industriemaschinen. Alternativ kann man auch einen PE bzw. Teflon-fuß nehmen und das obere Material mit Silikonspray zum gleiten bringen. Wenn Du Kantenfüße nimmst und dann auch noch sehr exakt zuschneidest, kann man damit auch sehr sauberer Stoßkanten mit dem Keder produzieren. Ich nähe dem Keder immer separat mit einem sehr schmal geschliffenen Fuß einmal solo um ein Teil. Meist die Sitzfläche um so Dicht wie möglich an der Wulst zu sein und dann beim Kippen zum Beziehen nicht die Stiche sehen zu müssen. Je nach Bezug, Optik oder Wunsch mache ich auch gerne noch eine "falsche Kappnaht" von einer Seite auf den Keder, dann steht der immer fest auf einer Seite. Zum Zusehen und Lernen gibt es hier jede Menge zu sehen. https://www.youtube.com/user/Cechaflo?app=desktop Mir fällt auch noch ein, dass man die Stofflagen auch mit einem Tacker zusammendrücken kann, dann schiebt da auch nichts mehr. Nachteil, man muss die hinterher auch wieder finden und herausholen. Die Methode ist aber deutlich besser als Nadeln, die fallen oft schon wegen den Löchern im material flach und einfachen Klammern. Mein Tipp, besorg Dir zum Beziehen jede Menge kräftige Klammern wie die hier und lege Dünne Lederstreifen zwischen. Achte auch auf den Kleber, nix gegen Pattex oder Uhu aber nur gute Textil oder Lederkleber, die auch fast trocken und mit viel Druck auf der Klebestelle verarbeitet werden müssen, halten auch mal zwei, drei Jahre in der Sonne, Wind und Wetter aus. Pack Dir unter den Bezug auf den Schaumstoff eine Membranfolie oder meinetwegen eine zurechtgebastelte Mülltüte. Nix ist schlimmer als im Regen auf einem Schwamm zu fahren (und noch Tage später). Zudem macht es das Beziehen einfacher. Bezug Spannen macht der Polsterer in der Regel auch mit leichtem Druck auf das gesamte Polster, der wenn er weggenommen wird und die Klebung, Halterung, Tackernadeln etc. ordentlich halten, den gesamten Bezug dann schön stramm und glatt auf er Bank halten.
  16. Wenn man das hier so mitliest, scheint Dir nicht so ganz klar zu sein wo du gerade mit Deinem Setup stehst und wo Du hin willst. Komplex, wäre ich Du, würde ich nochmal jede Menge Input lesen: Zündung. Die Flytech tut es genauso wie die Vape. Fahre beide und beide tun was sie sollen. Die Flytech ist vielleicht im Standgas nicht die stärkste, aber das hat sich nach ein paar Metern.
  17. agent.seven antwortete auf Gartenkrallegold's Thema in Blabla
  18. Hatte ich auch schon, hab denn einfach kurz vor Feierabend meinen Wagen davor gestellt und bin dann in Ruhe zum Einkaufen, Eisessen und zur Apotheke. Die Nachbarn meinten, dass der Besitzer des Wagens im Haus Sturm geklingelt haben muss und dann sogar mit der Polizei ankam. Ein Nachbar hatte mich dann angerufen. Vor allem die Diskussion mit der Polizei war bemerkenswert, weil die auch der Meinung waren, dass die drei Plätze hinterm Haus öffentlich seien und nicht als privat gekennzeichnet waren. Hab dann sogar den Mietvertrag herausgekramt, um das Gegenteil zu belegen. Danach wurde es witzig, weil nun der Parker sich entschuldigen musste und die zwei Herren in Grün so gar nicht mehr nett zu ihm waren. Deshalb Augen auf im Straßenverkehr
  19. Was soll da eine Strafanzeige bringen? Dein Geld bekommst Du über diesen Weg nicht. Hast Du schon den formellen Weg beschreiben also schriftlich in Verzug gesetzt usw.? Wenn nein, dürfte jeder Staatsanwalt das vermutlich sehr schnell beerdigen, weil stand jetzt nur nicht erfüllter Liefer- und Leistungsvertrag. Nichts gegen Deinen Anwalt aber das dürfte ins Leere gehen.
  20. Von der Form her ja nur das Garn war anders. Irgend ein Baumwollfaden der sowas wie einen Gummi-Kunststoff Überzug hatte. Wenn man dran gerochen hat, roch es auch leicht süßlich. Vermutlich die Weichmacher die heute in die Kategorie Kriegswaffe/Nervengift usw. fällt.
  21. Um es korrekt beschreiben zu können müsste ich nachlesen. Ich meine im Pschyrembel steht dazu was. Vermutlich aber auch in jedem Sachkundebuch für Metzger und Köche Aber ich probiere es mal, zu irgendwas muss die Ausbildung im ersten Leben ja mal gut gewesen sein. Der Muskel besteht ja aus Fasern die quer und längs liegen. Damit die funktionieren, als kontrahiert werden können gibt es sowas wie ein Schmiermittel, welches nach dem Tot nicht mehr produziert wird. Nicht zu verwechseln mit den Faszien, welche die Muskeln per se voneinander trennen. Das Schmiermittel, dessen Namen ich gerade nicht weiß ist was aus der Körperchemie. Nun aufgrund der fehlenden Produktion desselben beginnen die Muskelfasern zu verhärten, in Gänze wird der Muskel also hart und somit unbeweglich und verkrampft. Das folgt einer Gesetzmäßigkeit, die Abhängigkeit der Umstände von Pathologen unter anderem auch zu Bestimmung des Todeszeitpunktes, wie im übrigen bei kurz und gewaltsam verstorbenen auch die Lebertemperatur (die hat etwas um 40° wenn ich nicht irre) zur Bestimmung des Todeszeitpunktes herangezogen wird. Mit Abbau und Zerfall löst sich das wieder und die Totenstarre verschwindet wieder. Auch wenn es jetzt komisch klingt, aber im Prinzip sind das auch die Abläufe die man für eine Fleischreife nach der Schlachtung beachtet. Aktuell ja sogar mit einen Hype in manchen Restaurants oder in Grillforen, wenn es um Dry Age Fleisch geht. Frisch geschlachtet ist Muskelfleisch und darum geht es ja, egal welches auch immer zäh und hat viel Wasser eingelagert uns säuerliches Kollagen. Erst die Reifung (in manchen Kulturen das Gammeln, wir erinnern und an die Szene mit den Fasan in der Serie Shogun) macht das harte Fleisch genießbar und schmackhaft. BTW, müsste ich wohl "im schon weg Topic" posten aber ich kann mich noch daran erinnern, dass man Tote im Haus/Bett aufbahrt und die Klageweiber aus dem Dorf kommen um dann drei Tage Totenwache zu halten. Liegt vielleicht daran das ich vom Land bin, aber bei der Generation meiner Großeltern war das noch.
  22. Blut gerinnt nicht im Körper, es wird zwar zäher und eine Verletzung führt nicht mehr dazu das eine Leiche aktiv blutet, das liegt aber nur am fehlenden Blutdruck. Das Blut setzt sich über die Dauer ab, es trennt sich also festes vom Flüssigen, kennt man vom Test der Blutsenkung beim Arzt. Das flüssige sickert aus, hatten wir schon und das Feste zerfällt. Leichenstarre ist ein Verkrampfen der Muskulatur, die sich über ein paar Tage hinweg wieder legt. Sie tritt auch nicht schlagartig ein sondern bildet sich über einen gewissen Zeitraum hinweg. Das ist auch der Grund, warum viele frisch verstorbene eine Binde oder ein Tuch um den Kopf gelegt bekommen um den Kiefer geschlossen zu halten. Bis die Leichenstarre in den Kiefermuskeln wieder weg geht dauert. Das macht man, um im Falle einer Aufbahrung nicht in den geöffneten Rachen des Toten blicken zu müssen. Wenn wir so weiter machen, haben wir dann doch den Prozess bald zusammen. Fehlt noch die Frage nach dem Wachsen der Haare und der Fingernägel und dem aufgeblähten Bauch
  23. agent.seven antwortete auf Gartenkrallegold's Thema in Blabla
  24. Es gibt ja den als Dr. Tod bezeichneten Pathologen Benecke, der darüber u. a. ein Buch geschrieben hat, wie Verwesung abläuft. Meine Mom hat das, muss ich mir mal ausleihen. Ich habe nicht gegoogelt, ist ja auch verboten aber ich meine mich erinnern zu können, dass er einen Blog schreibt in dem es auch rund um das Thema geht, primär aber eher Mord und Verbrechen. Als Junger hab ich auch mal zwei Bücher über die Entstehung der Kriminologie gelesen, irgendwas vom Opa aus der Readers Digest Serie. Der Titel war "Das Jahrhundert der Detektive", in dem es auch ein paar kleine Ausflüge in die Pathologie gab. Mit 16 sehr spannend und hätte ich es noch, würde ich es glatt wieder lesen. Zum Thema Geruch denke ich, dass es an der eher geschlossenen Verwesung liegt. Will sagen, dass offen daliegendes Fleisch eine größere Angriffsfläche für Bakterien gibt, als eine unversehrte Leiche, wo zuerst die Hautbarriere überwunden werden muss um hinein zu kommen bzw. alles im inneren unter wenig Sauerstoff stattfindet. Das Organe schneller und heftiger verwesen als der Rest, ist wohl klar. Bei Tieren, hab mal ein verendetes Schaf gefunden, ist ja Fell usw. außenherum und da ist deutlich mehr und schneller was los als bei glatter Haut. Zudem sind es nach meiner Meinung dann wieder die Organe, die irgendwann von innen nach außen riechen und das dann eher süßlich. Je mehr ich hier schreibe umso größer wird der Drang das zu googlen. Mal sehen wie lange ich das aushalte.
  25. Es ist ja bis zu von Hagens Plastinaten in den Körperwelten Ausstellungen Stand der Wissenschaft gewesen, Leichname mit einer Mischung aus Alkohol und Formaldehyd mittels Austausch über die Blutbahnen zu konservieren. Ich war in den 90ern einmal in Moskau und auch im Lenin Mausoleum und durfte in einer langen Reihe mit anderen Touristen an den Resten des kleinen Mannes vorbeigehen. Optisch fand ich ihn eher gelblich und irgendwie wächsern. Auf keinen Fall aber imposant oder so. Damals sagte man uns, dass wir Glück hätten, weil Wladimir Iljitsch ab der kommenden Woche erst einmal für einen Monat nicht zu sehen wäre, weil er eine Schönheitskur bekommen sollte. Ich denke einfach, dass die Konservierung erneuert werden sollte. Angeblich, so stand das im Reiseführer, sei das Gehirn von Lenin auch nicht mehr im Körper sondern zur Untersuchung seiner Genialität in einen Moskauer Institut und das schon seit den 1920ern. Vermutlich sind auch alle Organe in der Zwischenzeit nicht mehr im Körper, weil die ähnlich wie bei den Ägyptischen Mumien den Zerfallprozess der Leiche beschleunigen würden. Wobei es bei günstigen Bedingungen auch natürliche Mumifizierungen gibt. Bei vielen frühgeschichtlichen Stämmen in Südamerika, die ihre Toten in hockender Stellung in kleinen, zugingen Höhlen bestattet haben ist das nicht selten der Fall aber auch in meiner Heimat in Bayern gibt es z. B. im Schloss Sommersdorf bei Ansbach Mumien die aufgrund der luftigen Aufstellung ihrer Särge von alleine mumifiziert sind. Witzigerweise war gestern noch ein Bericht im TV wie man Tatortreiniger wird und worauf man sich einstellen muss, wenn man mal eine Wohnung reinigen muss wo ein Mensch schon seit ein paar Tagen lag. Details gehören aber nicht hier her. Edita meint gerade noch: Mir fiel auch gerade noch ein, dass auf der Rechnung des Bestatters für meinen Vater eine Position mit Hopfen-Bläh-Chips zu finden war, die ich zunächst nicht einordnen konnte. Da mein Vater auf eigenen Wusch auch zwei Tage aufgebahrt war, waren die notwendig um das "Safteln" aus dem Sarg heraus zu verhindern.

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