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Reparatur Rost am PX Rahmentunnel

Featured Replies

Geschrieben

Guten Abend,

ich war schon ewig nicht mehr hier aktiv. Ich habe vorgestern die PX welche ich seit über zwanzig Jahren besitze mal wieder vom Dachboden eines Freundes geholt.
Bevor sie auf den Dachboden kam Stand sie fünf Jahre unbeachtet ohne Motor im Regenlookaround. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich nur den Motor neu aufbauen muss allerdings hat sich das im Regen stehen lassen nicht so positiv auf die Substanz ausgewirkt.

1.jpg

Stand aktuell:

  • 2 Blasen am rechten Rahmentunnel → beim Öffnen leider Durchrostungen

0.jpg

  • Innenblech angerostet, aber noch stabil

  • Tunnel innen weitgehend rostfrei (damals mit Fluid Film geflutet – Falze hätte ich auch machen sollen…)

  • Bin gerade dabei, Schweißpunkte aufzubohren und mich Stück für Stück Richtung „gesundes“ Material vorzuarbeiten

  • Im Randbereich des aktuellen freigelegten Bereich ist Korrosion sichtbar, aber beide Bleche noch recht dick (innen dicker als Außen).

3.jpg

2.jpg

Fragen:

  • Oben zwischen Zugdurchführung und Backenloch ist ein Riss (Siehe Pfeil). Da würde ich einfach ein paar Schweißpunkte setzen und verschleifen. Passt das so?

  • Würdet ihr noch weiter Richtung Motoraufhängung aufmachen bzw. das Blech dort auch tauschen?

  • Hat das schon mal jemand gemacht und evtl. Bilder vom Aufbau mit der Verstärkungsschbeibe für die Motoraufhängung?

Würde wenn entschieden wie weit rausgetrennt wir wie folgt vorgehen:

  • Rost mechanisch entfernen (Fächerscheibe oder kleine Strahlpistole mit Rückführung und Gummitülle)

  • Schweißprimer drauf

  • Reparaturblech anfertigen (ist aktuell noch ein recht einfaches Teil) und punktweise einschweißen

  • Falze am gesamten Tunnelübergang freilegen (evtl. sogar punktuell Strahlen)

  • Mit Coroless grundieren

  • Beilackieren

  • Zum Schluss Owatrol, Fluidfilm und oder Mike Sanders rein

Mir geht’s primär um Substanzerhalt und wieder auf die Straße bringen, Aussehen ist zweitrangig. Die Seite würde ich aber ungern bei einer späteren Restauration nochmal anfassen müssen.


Einwände / Tipps?

Grüße
Jan

4.jpg

Geschrieben

Klingt plausibel, aber ich bin da auch eher rustikal unterwegs... -D

Die PX-alt Rahmen mit Innenverschluss neigen dazu, vom Loch des Backenhakens an einzureißen.

Lussos hatten dann eine Verstärkung innen.

Man kann da Verstärkungsbleche innen einsetzen (oder theoretisch auch außen drauf). Ich meine, die gibt es sogar fertig...

Edit:

Die Dinger meinte ich...

No image preview

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Bearbeitet von AAAB507

Geschrieben
  • Autor

Das ist ne 1982 er PX. Das mit den Backenhaken hatte ich nicht auf dem Schirm, wenn ich da sowieso beigehe werde ich von Innen wie von Piaggio vorgeschlagen Verstärkungsbleche rein punkten: https://www.germanscooterforum.de/topic/408168-riss-im-rahmen-px-alt-backenverschluss/page/3/#findComment-1069536654
Bisher hat der Rahmen ja gehalten, obwohl ich den in meiner Sturm & Drang Phase ein paar Jahre nicht geschohnt habe.

Würdet ihr da jetzt noch mehr rausschneiden oder erstmal wie oben zu sehen lassen?

Wie bzw. wo wird das Verstärkungblech von PLC Corse denn eingeschweißt? Habe da keine Bilder finden können

Beste Grüße

Jan

Geschrieben

Die große Bohrung im Verstärkungsblech dürfte für den Traversenbolzen sein. Damit erklärt sich dann auch die Einbauposition. Sinnvoll einschweißen lässt dich das wohl nur bei offenem Tunnel.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Moin,

hatte die Tage etwas Zeit und habe die Stelle nun etwas gestrahlt und mechanisch entrostet (oben gibt es ein Paar Rostnarben aber sonst sieht das ganz gut aus):

gestrahlt.jpg

Verwendet habe ich dazu die "Buran" Sandtrahlpistole mit Sandrückführung vom Korrossionsschutzdepot. Es hat sich trotz Rückführung einiges an Strahlgut auf dem Trittblech gesammelt aber der Großteil des Saubs und Strahlgutes landet im Sammelbeutel, sodass das echt machbar ist von der Sauerrei her. Der Kompressor muss halt gut Leistung haben, sonst macht es keinen Spaß.

Auf Basis der Reparaturanleitung von Piaggio habe ich das Verstärkungsblech für den Backenhaken gefertigt und etwas nach unten verlängert, sodass ich unten das Deckblech anbinden kann.

blech_aussen.jpg

Das Blech habe ich mit der Blechschere geschnitten, mittels einer Papierschablone die Position im Rahmen ermittelt. Dann das Blech mit Zwingen am Rahmen fixiert und mit einem Karosseriehammer in die Grundform des Rahmens gedengelt. Das Langloch für die Backe habe ich erst nach dem es Innen passte vom Rahmen übertragen und eingefräst.

blech_montiert.jpg

Das Teil sitzt nun nach etwas zurechtbiegen ganz gut.

blech_innen.jpg

Ich denke ich werde das Verstärkungsblech in etwa so am Tunnel mit eine paar Schweißpunkten anbinden fixieren und dann das Reparaturblech darüber legen und auf Stoß zusammenpunkten sowie unten am Tunnel mit Punkschweißungen fixieren und vielleicht noch etwas kürzen, sodass ich das Deckblech später besser an den Tunnel drücken kann.

blech_montiert_punkte.png

Um das sauber schweißen zu können habe ich mich gegen Grundieren entschieden sondern werde wenn alles verschweißt ist wie folgt vorgehen:

  • Rahmen anwärmen, Falze mit Owatrol fluten bis es unten raus kommt.

  • Owatrol aushärten lassen

  • Karosseriedichtmasse von außen auftragen.

  • Grundieren mit Brunox

  • Spachteln

  • Fillern

  • Beilackieren

  • Mike Sanders Fettpackung von Innen in den Übergang zwischen Tunnel und Heck.

Kann man so machen, oder?

Beste Grüße

Jan

Bearbeitet von peter hat spaß denkt susi

Geschrieben
  • Autor

Weite geht es mit dem Monolog. Ich habe das Reparaturblech welches oben drauf kommt nun zum zweiten mal geferitigt. Die jetzige Variante sitzt schon ganz gut:

blech.jpg

Lediglich im Bereich wo es mit dem Backenhakenblech hinterfüttert ist, ist es gute 2 mm zu kurz geraten.

spaltmass.jpg

Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob das so schlecht ist, weil dann die drei Bleche sicherer miteinander verschweißt werden.

Ein ähnlich geschweißtes Probeteil ist nach etlichen hin und herbiegen neben der Schweißnaht gebrochen:

probeteil.jpg

Wie seht ihr das nochmal machen oder so lassen?

Beste Grüße

Jan

Geschrieben

Da wo das Blech hinter ist würd ich überall ne Lücke lassen und alle drei Bleche verschweißen. Seh ich schon so als richtig an. Da wo nur zwei Bleche auf Stoß sind möglichst Spaltfrei.

Punkte setzen im Abstand 5-10mm.

Unten, da wo die Dopplung ist (bzw.die 3 Lagen) im Abstand von circa 2cm mittig 6mm Löcher bohren (in der obersten Lage) und durch diese dann Schweißen, also wie Punktschweißungen.

Im Bereich der Fläche genauso verfahren, in etwa so punkten wie es vom Werk her mal war.

Alle offenen Falze und die geschweißten Stöße nach dem egalisieren Zinnen.

Mit Karosseriedichtmasse würde ich da nicht Arbeiten. Hab die Falze bei mir alle gezinnt und auch die Werkseitigen Schweißpunkte zum einebnen. Geht aber natürlich nur bei Komplettlackierung. Spachtel zum Schluß nur die Feinheiten, kann man sich auch Sparen wenn man richtig Zinnen kann. Von innen dann nach dem Beilackieren Hohlraumversiegeln.

Bearbeitet von tobsi

Geschrieben

schaut doch super aus, würd ich so schweissen - zu erst punkten und dann stück für stück durcharbeiten . lochpunkten so wie oben mit deinen grünen punkten um das flächig sicher zu verbinden. mit zinn am falz halte ich wenig, auch wenn die flussmittel mittlerweile teils als säurefrei angegeben werden - ein einseitig offener falz wird probleme machen.

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb tobsi:

Zinnen

Kann man sich auch sparen es gibt ja schon lange Produkte die einfacher zu verarbeiten sind und das gleiche leisten.

Schwemmzinnersatz .

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