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Birnen brennen durch bei SS180

Featured Replies

Geschrieben

Hallo zusammen,

Die Birnen meiner SS180 brennen immer durch :-( Ich messe etwa 60V am Lampenhalter... Ich weiss das es eine selbstregelnde Lichtmachine ist, aber kann mann dieses Problem vielleicht auch endgultig losen?

Kann man vielleicht eine Spannungsregler einbauen und so die Spannung auf 6V bringen? Oder wird dadurch die Wattage zu wenig?

Hab leider von Elektrik gar keine Ahnung aber du vielleicht wohl ??

Grusse aus Holland,

Erik

:-D

Geschrieben

Hi Erik,

genau das gleiche Problem hatte ich auch bei meiner SS180.

Ich hab dann festgestellt daß es nur an der Batterie liegt!

Es muß eine Batterie eingebaut sein und diese sollte auch gut funktionieren.

Ich hab zum Test mal eine alte eingebaut, und sofort sind alle Birnen durchgebrannt.

Ich vermute, daß der relativ geringe Innenwiederstand der Batterie die Lichtmaschine belastet und so die Spannung absinkt. Die 60V sind normal wenn keine Verbraucher eingeschaltet sind (d.h. Leerlaufspannung)

Ich hoffe das löst Dein Problem!

Grüße,

Jan

Geschrieben
  • Autor

Hey Jan,

Leider hab ich eine SS ohne Batterie.... (auch ohne Zundschloss)...

Also, wann Du noch andere Tips weisst..... :-(:-(

Grusse aus Holland,

Erik

:-D

Geschrieben

Hmm,

schade! So war es auf jeden Fall bei mir...

Mehr fällt mir grade leider nicht ein.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Kabelbaum überprüfen,wenn alle Kabel gelöst sind, ob irgendwo ein Bruch ist oder ein Masseschluß nicht mehr korrekt ist.

Geschrieben

also ich hab bei allen meinen vespas einen spannungsregler eingebaut. der kostet nicht viel und du kannst dir erst mal das gefi.cke mit dem kabelbaum sparen. wahrscheinlich ist das pick auf deiner zündung defekt und liefert einfach zuviel strohm. was du auch auf jeden fall beachten solltest ist das alle birnen in ordnung sind. wenn z.b. das rücklich defekt ist ist die wahrscheinlichkeit sehr groß das die anderen birnen auch kaputt gehen. also versuch mal mit nem spannungsregler

Geschrieben

also bei meiner sprint 150 ohne batterie hatte ich auch das problem, sobald ein birnchen kaputt geht folgen sofort die anderen. also alle birnen austauschen, das hat bei mir gefunzt.

Geschrieben

Tja Erik, auch das ist ein altbekanntes 180SS-Syndrom. Insb. bei längeren Vollgasfahrten kann es dann schon mal passieren, dass sich erst das eine Birnchen (fängt meist mit Tachobeleuchtung an und geht weiter bis zum Tod sämtlicher Birnen) verabschiedet. Auch meine SS ist eine Version ohne Batterie, wobei ich schon mal 2 SSen mit Batterie in der Werkstatt stehen hatte: Beide das gleiche Problem.

Geschrieben

das ist recht normal,wenn eine birne drauf geht, brennen die anderen auch durch, das ist bei diesem selbstregelndem system so!

es müssen einfach alle birnen gut sein, dann geht es!

brennt eine durch, dann gehen die anderen auch kaputt.

entweder aufpassen, dass alle birnen gut sind, oder wirklich einen spannungsregler rein, wobei das meiner meinung nach blödsinn ist, denn es ist nunmal selbstregelnd.

  • 22 Jahre später...
Geschrieben

Sorry, wenn ich das noch einmal hochhole und vielleicht blöde frag. Aber ich würde gerne mehr von dem Elektronikkram verstehen und hab nichts mich Erhellendes gefunden: Wieso brennen die anderen Birnen durch, wenn beispielsweise nur das Tachobirnchen kaputt ist, aber nicht, wenn man mit Stadtlicht (3W statt 25W) fährt?

Bearbeitet von klausio
P.S.: oder ist das ein Mythos und mein Beitrag muss verschoben werden … ?

Geschrieben

6V ist ein selbstregelndes System, die Wattzahl aller birnen zusammen=Wattzahl der Limaspule für den Lichtbereich; in Blümchensprache, raucht Dir jetzt eine Birne ab, steigt die angelieferte Wattzahl, die Spannung steigt und peng
Die Elektroniker werden das alles in Formeln erklären können
Marcel 

Geschrieben

Naja, ich fahre manchmal ohne Licht, wenn ich dann Bremse, müsste das Bremslicht ja nach dieser Theorie direkt durchbrennen, ist aber mMn noch nicht einmal heller als mit Fahrllicht.

Geschrieben

Ist das bei der SS mit Batterie nicht noch ein wenig komplizierter mit je nach Schalterstellung die div.Verbraucher mit AC oder DC versorgt werden.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb klausio:

Naja, ich fahre manchmal ohne Licht, wenn ich dann Bremse, müsste das Bremslicht ja nach dieser Theorie direkt durchbrennen, ist aber mMn noch nicht einmal heller als mit Fahrllicht.

 

Wenn du ohne Licht fährst, dann ist fliesst der Strom direkt über den Schalter auf Masse (Karosserie) ab. Deshalb sind die Schalter ja „Öffner“, wenn sie geöffnet werden, dann fliesst der Strom nicht mehr direkt auf Masse, sondern eben über die jeweilige Birne, die Schnarre…. und die leuchten dann, bzw. die Schnarre schnarrt…..

 

Es brennen nicht immer sofort alle Birnchen durch, weil,

1. es meist 2 Stromkreise gibt und nur der betroffen ist, bei dem ein Birnchen plötzlich durchbrennt,

2. die Spannung drehzahlabhängig ist und die Birnchen schon spannungstolerant sind, nur eben nicht unbegrenzt.

Aber wenn der Strom nicht mehr über den Verbraucher verbraten wird und auch nicht mehr auf Masse abfließt, dann fließt er eben dort ab, wo es noch geht. Und das sind die übrigen Verbraucher. Bis dort auch zuviel anliegt und es noch eine Birne durchhaut usw. ….

Ich hoffe, alle Klarheiten restlos beseitigt zu haben und bedanke mich für die geteilte Unaufmerksamkeit :zzz::-D

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb ptuser:

Wenn du ohne Licht fährst, dann ist fliesst der Strom direkt über den Schalter auf Masse (Karosserie) ab. Deshalb sind die Schalter ja „Öffner“, wenn sie geöffnet werden, dann fliesst der Strom nicht mehr direkt auf Masse, sondern eben über die jeweilige Birne, die Schnarre…. und die leuchten dann, bzw. die Schnarre schnarrt…..

So hab ich mir das auch immer vorgestellt, erlesen und gedacht. Aber nochmal blöd gefragt (und ich würde mich da auch gerne richtig einlesen (Literatur-Tipp?). Beispiel fahren ohne Licht und Bremsen: woher „weiß“ denn der Schalter, wie viel Strom direkt auf Masse fließen muss und wie viel ins Bremslicht und warum fließt nicht alles dahin? Was „passiert“ eigentlich mit dem auf Masse abfließenden Strom, wird die Karosse „erhitzt“?

 

P.S.: ich kann schon mit Schaltplänen „umgehen“, bastle meine Kabelbäume und verkable dann meine Kisten auch selbst, aber die Theorie dahinter hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen.

Bearbeitet von klausio

Geschrieben

Bin nicht im SS Thema, aber wenn es wirklich mehrere Stromkreise geben sollte, dann müssen auch (neben dem Massekabel) mindestens 2 stromführende Drähte im Kabelkästchen vorhanden sein.
Durch den Lichtschalter ist durchaus denkbar, dass in dem Fall nicht alle Kreise auf Masse liegen.
Macht ja auch Sinn, da Bremslicht immer benötigt wird.

 

Wenn ein stromführendes Kabel auf Masse liegt, fliesst kein Strom mehr. Da ist dann einfach das Potential = Massepotential -> kein Stromfluss.

Dieser Kurzschluß macht der Spule (auf der ZGP) nichts aus, da sie ja nur durch Magnetismus erregt wird.
Das Magnetfeld existiert zwar, aber den Elektronen bietet sich kein Potentialunterschied, daher kein Stromfluß.

Das sieht allerdings bei Gleichstrom völlig anders aus. Bitte nicht analog dorthin übertragen.

Bearbeitet von sucram70

Geschrieben

Bin mir nicht sicher, ob klausio sich nur generell erkundigt oder ob er sich speziell auf die 180ss bezieht?

Lesetipp hab ich keinen, leider.

Wenn es sich um eine Vespa mit Batterie handelt, dann kann man das was ich geschrieben hab getrost vergessen (kann man vielleicht sowieso…)

Geschrieben

Vielen Dank für den Input! Eure folgenden Schlagworte waren sehr hilfreich! Mir ging es in der Tat ums Grundsätzliche. Hab mir daraufhin mal einige Grundlagen und die Schaltpläne vergegenwärtigt und denke, dass ich es jetzt ansatzweise gerallt habt.

 

Am 13.8.2025 um 22:06 schrieb ptuser:

2 Stromkreise

 

vor 14 Stunden schrieb sucram70:

Potentialunterschied

 

Geschrieben

In erster Linie ist es am wichtigsten, dass man permanenterregte Wechselstromgeneratoren als dauerkurzschlußfeste Konstantstromquellen versteht. Das wird leider in keiner Berufsschule erklärt, weil die allermeisten Pädagegogen auch keine praktischen Bezug zu dieser Materie haben. Kann man stattdessen auf einen geeigneten Messplatz und Prüfantrieb mit frei einstellbarer Drehzahlsteuerung zurückgreifen, dann ist es nicht mehr schwer die möglichen Grenzen von diversen Permanentmagnet Wechselstromgeneratoren aufzuzeichen. Beginnen wir mit einem alten 12 poligen Generator in Sternform, welcher 3 verschiedene Generatorwicklungen in phasengleicher Wicklungsverlegung besitzt. Dort gibt es beispielsweise eine 6V 16 Watt Wicklung für den Scheinwerfer und Tachobeleuchtung, enie 6V 10 Watt Wicklung für das Bremslicht und eine 6V 11 Watt Wicklung als Ladegenerator. Für die folgenden Messungen wäre es dann auch sinnvoll mehrere true-RMS Multimeter zu besitzen, damit man mehrere Generatorwicklungen gleichzeitig messen kann, sonst benötigt man abhängig von der komplexität des jeweiligen Stromerzeugers die doppelte oder dreifache Zeit für die nötigen dynamischen Aufzeichnungen.

 

https://motelek.net/bosch/licht/zuendapp/12stern/6v16-4-10-11w-typ2/6v16w_typ2.png

 

https://motelek.net/bosch/licht/zuendapp/12stern/6v16-4-10-11w-typ2/6v10w_typ2.png

 

https://motelek.net/bosch/licht/zuendapp/12stern/6v16-4-10-11w-typ2/6v11w_typ2.png

 

Wenn man für unbekannte Generatoren nicht über ausreichend Messtechnik verfügt, dann ist der wichtigste Schritt immer die Erfassung der möglichen Kurzschlußströme im mittleren Drehzahlbereich. So erkennt man sofort was die jeweilige Generatorspule an Strom erzeugen könnte und welche Glühlampe danan nicht bei hohen Drehzahlen durchbrennt! Die Unterscheidung zwischen 6 oder 12 Volt Generatoren ist dagegen weitgehend technischer "Dünnschiss", weil mit ausreichend hohen Leerlaufspannungen in vielen Fällen problemlos auch 12 Volt Glühlampen daran zu versorgen sind. An den Aufzeichnungen der drei unterschiedlichen Generatorspulen erkennt man trotz überdurchschnittlich hohen Leerlaufspannungen sehr schnell, dass das Polrad schon deutlich schwächer magnetisiert ist und erst ab hohen Drehzahlen die erforderliche Nennspannung an den werksseitig vorgesehenen Glühlampen anliegt.

 

Unverscbesserliche "Orschinoool Alteisentreiber" fahren aus solchen Gründen, häufig mit sehr schwacher Beleuchtung durch die Gegend. Investiert man allerdings etwas Kleingeld in einen geeigneten AC/DC Spannungs/Ladereglern und schaltet phasengleiche Generatorspulen parallel, dann geht im wahrsten Sinne die Sonne auf.

 

https://motelek.net/bosch/12v60w_schema.png

 

Folgende Messungen der Summenleistung zeigen eindrucksvoll was auch mit deutlich zu schwach magnetisierten Polrädern aus dem Drehzakeller und vor allem mit handelsüblichen 12 Volt Glühlampen alles möglich wird!

 

https://motelek.net/bosch/licht/zuendapp/12stern/6v16-4-10-11w-typ2/12v56w_typ2.png

 

PS: Bei häufig weitgehend belanglosen "Benzingesprächen", kann man derartige technische Erkenntnisse wahrscheinlich nie gewinnen! 

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