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Batterie entlädt sich nur beim Fahren

Featured Replies

Geschrieben

Hallo miteinander, ich habe eine Cosa 2 200 bei der sich andauernd nur beim fahren die Batterie entlädt.

die Spannung an der Batterie bleibt bei laufenden Motor und ausgeschaltetem Motor gleich. Ca. 12,8 V. 
Wenn ich die Batterie abklemme messe ich am Batterieanschluss bei laufendem Motor nur 3 V . Das sollte doch bei ca. 14 V sein. Habe das gleiche auch mit einem zweitem Spannungsregler gemessen. Ich finde den Fehler nicht. Kennt jemand dieses Problem und hat es Erfolgreich gelöst. Ich bräuchte einen Rat von jemandem der das weiß. 
Dankeschön und viel Spaß mit euren VESPA 

Geschrieben

Du kannst zum Testen die Batterie nicht abklemmen, denn von der Batterie führt über das Zündschloss ein Kabel zu C am Regler. Wenn dort nicht um die 12 V anliegen, dann gibt der Regler die Ladespannung für die Batterie an B+ nicht frei. 

Da die Batterie offensichtlich ok ist mit 12,8V,  diese aber -während der Motor läuft- nicht auf die Ladespannung von 13,5 ansteigt, liegt der Fehler irgendwo zwischen Pluspol der Batterie und Eingang C des Reglers. Vorausgesetzt, du hast nicht zwei defekte Regler getestet. Möglicherweise ein Fehler am Zündschloss. 

Ich würde mal von Batterie-Pluspol auf C am Regler überbrücken und dann bei laufendem Motor an der Batterie messen, ob dann Ladespannung anliegt. Dann kannst Du die Ladefunktion des Reglers als Fehler ausschließen.

 

Kommt denn grundsätzlich ordentlich Spannung von der Lima am Regler an? So 30 V AC gegen Masse? Weißt Du, wo du das messen kannst?

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo, danke für deine gute Antwort, aber ich komme irgendwie nicht weiter. Ich messe nirgendwo mehr Spannung als die Batterie hergibt, egal wo ich messe. Ausgang Stator, an der CDI oder am Spannungsregler .

Geschrieben

Als erstes mal alle Lichter ausschalten, Stecker für die Neutralanzeige an der Schaltraste trennen, Blinker auch aus . Falls beim Messen was schief läuft, bleiben wenigstens die Birnen ganz.

Die CDI hat mit Deinem Problem gar nichts zu tun. Kannst Du ignorieren.

Hast Du das Multimeter auf Wechselspannung eingestellt? Das Wellen-Symbol. 

Der Regler hat ja die Anschlüsse GGBCM.

Trenn beide Kabel von G und messe das Blaue gegen Masse, erst im Leerlauf, dann bei Halbgas. 

Das sollte ca. 10 bzw 35 V haben. Dann liefert die Lima grundsätzlich ausreichend Strom.

Stecke dann blau wieder an einen der beiden G. Jetzt misst du das freie G gegen Masse. Dort sollen 10 bis 14 V anliegen, je nach Drehzahl. Dann funktioniert die Spannungsbegrenzung des Reglers. Das graue Kabel wieder an das freie G stecken.

Jetzt das Multimeter auf DC stellen (Strich mit 3 Punkten drunter). Motor aus, Batterie trennen und messen (+ gegen -) Wieviel V?

Batterie wieder anschließen, starten, Halbgas, Batterie messen (+ gegen -).

Check das mal und dann meldest Du Dich wieder mit den Messwerten. Dann sehen wir weiter. 

Wo wohnst Du ungefähr?

 

 

Bearbeitet von DocMed

Geschrieben

Spannungsregler ist mein Tipp. Das hatte ich bei der GTS. Nach 30 km Autobahn liegen geblieben. Bei hoher Drehzahl geringer Ladestrom. Nach dem Wechsel des Spannungreglers ist das Thema erledigt. Würde mit einer GTS dennoch nie auf Weltreise gehen.

LG

Geschrieben

mach mal Bild vom Spannungsregler und dessen Anschlüssen

 

wäre ja net der erste Roller, in den wer nen falschen Regler eingebaut hat

 

Rita

Geschrieben

sieht soweit erstmal korrekt aus.....

allerdings kann fahren ohne angeschlossene Batterie den Regler killen...

 

hast Du ne h4 Birne vom Auto zur Hand ?

da sind ja wenn du draufguckst 3 anschlüsse bei 9uhr 12uhr und 3 uhr

blaues Kabel an 12 uhr graues kabel an 3 uhr und dann mal vorsichtig gas geben

es sollten beide Fäden der Birne ab mittlerer Drehzahl ordentlich hell leuchten....

dann ist schonmal sichergestelllt, daß die Lima vernünftig liefert...

 

kennst Du wen in der nähe der ne PX Lusso /  Cosa / PK mit Elestart hat?? und Dir vielleicht mal seinen Regler für nen Tag leiht??

ACHTUNG Elestart Modelle 84-86 haben einen anderen Regler, der net kompatibel ist

 

Rita

Geschrieben
  • Autor

habe die Anweisung von DocMed durchgeführt und kam zu einem Ergebnis.Es ist soweit alles in Ordnung bis das der Spannungsregler nicht ausreichend Spannung an die Batterie liefert.Die Spannung sollte bei ca. 14V liegen, bei meinen Spannungsreglern (ich habe 3 Spannungsregler ausprobiert,(alle 3 Gebrauchte))lieferten sie nur bei Vollgas max. 5V. Werde mir einen neuen Spannungsregler kaufen, einbauen und weiterberichten.

 

Geschrieben

Wenn Du 3 Spannungsregler getestet hast kannst Du Dir den vierten sparen, dsnn kriegen die vermutlich vom Generator gar nicht genug Spannung um überhaupt regeln zu können. Erst mal da messen, da müssen schon über 30 Volt ankommen. 

Geschrieben
  • Autor

Die Spannung vom Generator hatte ich gemessen und die war in Ordnung. 
Ich habe alles durchgemessen wie mir DocMed beschrieben hat.

Generator zu Regler OK

Regler zu Zündschloss und wieder zurück OK

Regler zu Batterie ist nicht OK 

Geschrieben

O.k. dann kann es natürlich wirklich nur der Regler sein, wobei 3 kaputte Regler schon seltsam sind... 

Geschrieben

Ich habe mit @vespaduecentopx telefoniert. Keiner der drei Regler war neu. Deshalb halte ich es für gut möglich,dass alle drei einen defekten DC-Teil haben. Es sei denn, @Rita hat noch eine andere Erklärung für das Phänomen. 

Geschrieben
  • Autor

Der neue Spannungsregler ist gestern angekommen, ich habe ihn natürlich gleich eingebaut und die Batterie bekommt endlich wieder ihren Ladestrom .Dann hatte ich doch tatsächlich 3 defekte Spannungsregler zum testen, so eine Sch... .

Ich danke Euch für eure Kommentare und Mithilfe.

Gruß und immer eine gute Fahrt, vespaduecentopx

  • 10 Monate später...
Geschrieben

Hallo erstmal, bin neu hier und sehr froh, dieses kompetente Forum gefunden zu haben.

Habe seit kurzem eine Cosa 200 E und genau das oben beschriebene Problem.

Ersteinmal vielen Dank an DocMed und Rita für die guten Tips. Alle Messungen gemacht.

Abweichung zum Soll: es liegen bis zu 48 V an blau. Wenn man es wieder an G steckt, kommen aus dem andern G nur 5Volt.

 

Wir haben schon einen neuen Regler eingebaut. Allerdings erst dann gemerkt. dass der Benzinhahn einen ordentlichen Kurzschluss macht. Das war wohl auch der Grund, weshalb der Vorbesitzer eine 30 A-Sicherung fuhr...

Nach dem Austausch des Benzinhahns bin ich dann schön gefahren, bis die Batterie auf einmal leer war, also immer noch keine Ladespannung.

 

Jetzt vermutet Gehirn: entweder hat der Kurzschluss im Benzinhahn den neuen Regler gleich wieder geschrottet. Oder die 48 Volt aus der Lima schrotten die Regler immer wieder.

 

Soll ich wohl noch einen neuen Regler riskieren? Oder kann man den Regler messen?


Wäre dankbar für alle Tips und Ideen.

 

Liebe Grüße von unterm Hermannsdenkmal

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Detmolder:

Hallo erstmal, bin neu hier und sehr froh, dieses kompetente Forum gefunden zu haben.

Habe seit kurzem eine Cosa 200 E und genau das oben beschriebene Problem.

Hallo!

Rita können wir leider nicht mehr fragen....

 

Ich habe gestern wg. einer anderen Elektriksache die KI gefragt. Die sagte, dass durchaus 40-80 V von der Zündung kommen können. Deshalb würde ich mir bei 48V persönlich keine Sorgen machen, andererseits ist das nur ein Gefühl und nicht fundiert.

 

Ich glaube, es gibt keine Anleitung zum Durchmessen des Reglers. Ist mir in all den Jahren nie untergekommen. Wenn es jemand wissen kann, dann @Ewald-Rvon www.motelek.de 

 

Ich würde jetzt die Batterie extern laden, alles vorschriftsmäßig mit dem neuen Regler verkabeln (ohne kurzgeschlossenen Benzinhahn, also trennen oder ersetzen) und dann wieder messen.

Geschrieben

Eine KI wird Dir in diesem Zusammenhang überwiegend sinnlose Antworten präsentieren, weil dort überwiegend alle technischen Grundlagen für Moped und Motorradelektrik fehlen. Das wäre ungefähr vergleichbar mit belanglosen Benzingesprächen!

 

Es gibt Permanentmagnet Wechselstromgeneratoren welche beispielsweise bei 5000 Upm Motordrehzahl unter 20 Volt AC Leerlaufspannung erzeugen und andere können bei der gleichen Motordrehzahl bis zu 100 Volt Leerlaufspannung abgeben!

 

Kleinere Magnetzündergeneratoren unter 100 Watt Nennleistung arbeiten überwiegend als kombinierte AC/DC Systeme, wo das Fahrlicht direkt mit Wechselstrom vom Generator versorgt wird. Nicht permanent benötigte elektrische Verbraucher wie Blinker, Bremslicht und Hupe werden mit Gleichstrom vom Bordakku versorgt, dessen Ladeleistung häufig nur ca. 10% der möglichen AC Generator Spitzenleistung bei ausreichend großem Bleiakku beträgt. Solche kombinierten AC/DC Systeme bringen unterm Strich den bestmöglichen Gesamtwirkungsgrad.

 

Um die mögliche Ladeleistung am DC Ausgang von diversen Ladereglern zu messen, muss man anstelle des Bordakkus einen großen Elko mit mehreren tausend Mirkrofarad und ausreichend hoher Spannungsfestigkeit anschließen. Es gibt leider zahlreiche Billigstexemplare in optisch gleichen Gehäusen, welche anstelle eines richtigen Ladereglers, nur eine simple Gleichrichterdiode integriert haben!

 

Schaltet man zum Elko noch einen kleines 12V 2 Watt Glühlämpchen parallel, kann man sehr einfach ermitteln ab welcher Motordrehzahl eine brauchbare Ladeschlußspannung von 14,xx Volt erreicht wird und diese auch bei zunehmender Motordrehzahl nicht weiter ansteigt. Will man zusätzlich die höchstmögliche Ladeleistung feststellen, dann einfach nacheinander mehrere Glühlampen parallelschalten, bis die benötigte Ladeschlußspannung gerade noch erreicht wird. Die Wattleistung aller parallelgeschalteten Glühlampen entspricht dann der höchstmöglichen Ladeleistung in Watt. In diesem Zusammenhang aber unbedingt beachten, dass verwahrloste bzw. bereits mehrmals tiefentladene Bleiakkus häufig nur noch homeopatische Ladeströme aufnehmen können. Auch größere PKW Starterbatterien nehmen bei gutem Ladezustand >80%, nur noch sehr niedrige Ladeströme auf.

 

https://motelek.net/allgemein/akkus/bleiakkus/bsa_12v80ah-test.png

 

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Vielen Dank für die prompten Antworten, auch für die sehr ausführliche Theorie von Ewald. Ungeheuer, wie tief man eintauchen kann. Benzinhahn neu, Batterie neu.

Heute kam der zweite neue Regler an. Auch er liefert an (von der Batterie getrenntem) rot nur 5Volt, die Batteriespannung lässt also bei laufendem Motor von 12,8 (Ruhespannung der neuen Batterie) auf 12,7 Volt nach, wenn rot am Regler ist.

An grau liegen aber schöne 13 Volt Wechselspannung an.

Auch das weiße Kabel liefert schöne Batteriespannung an den Regler.

Muss an rot eine ordentliche Ladespannung rauskommen, wenn man das rote Kabel vom Regler abzieht?

Mir fehlen weitere Ideen...

Danke für Eure Mühe!

 

 

Geschrieben

Lass rot an der Batterie und vergleiche die Ruhespannung der Batterie (Motor aus) mit der Spannung bei mittlerer Drehzahl (Batterie plus gg. minus). Dann siehst du, ob sie ausreichend geladen wird. 

Habe auch gerade die Erfahrung gemacht, dass diese Regler die Ladespannung erst liefern -bzw. die Spannung vernünftig messbar ist- wenn die Batterie angeschlossen ist. (Oder eben ein Elko 47000mikroF und 35V, wie Ewald in einem anderen Thread erklärte). Ansonsten sind Deine Messwerte ja jetzt alle im Soll.

Geschrieben

Danke für die prompte Antwort.

Batteriespannung Ruhe: 12,8V

Baterriespannung bei laufendem Motor ohne Licht, bei Leerlauf und mittlerer Drehzahl 12,7V

Müsste doch eigentlich mehr werden, oder?

Oder ist die Ruhespannung schon zu hoch, so dass erst nachgeladen wird, wenn sie an die 12,0V runtergeht?

Geschrieben

Nee, das sollte schon mehr sein, > 13,5.

Ist der Regler nagelneu oder lediglich ein anderer?

Geschrieben

Jetzt wird's schwierig. Kontrollier die Spannung mal eine Weile, ob sie ansteigt. Das habe ich beim BGM Regler 6690 beobachtet. Hat über eine Minute gedauert, bis genug Spannung da war. Beim Piaggio GGBCM kenne ich das so nicht, aber wer weiß. Dann bin ich aber auch mit meinem Latein am Ende.

Geschrieben

Die ordnungsgemäße Funktion eines Ladereglers bei kombinierter AC/DC Betriebsart an gemeinsamen Generatorspulen, kann man nur mit einem Elko und parallelgeschalteter Last in Form von Glühlampen in kurzer Zeit überprüfen! Wer stattdessen denkt mit einem angeschlossenen Akku funktioniert das auch, der braucht dazu jede Menge Geduld!

 

PS: In diesem Zusammenhang beträgt die Ladeleistung durchschnittlich 10% der AC Spitzenleistung vom Generator, deshalb keinesfalls das Rücklicht/Instrumentenbeleuchtung mit Gleichstrom vom Akku versorgen!

Geschrieben

Okay, danke für den Tip, dass das eine Weile dauern kann, bzw. den Hinweis mit jeder Menge Geduld. So lange wollten wir die leckere Zweitaktgemisch-Inhalation dann doch nicht genießen und haben die Messung immer recht flott beendet.

Der Versuchsaufbau mit dem Elko und den Glühlampen scheint meine Elektroniker-Fähigkeiten an die Grenze zu bringen, vielleicht fahre ich erstmal und schaue, ob die Betterie wieder leer geht.

Falls ja, besorge ich mir einen Elko und versuche den Test.

Wie doll müssen die Lämpchen leuchten, um eine ausreichende Ladespannung zu erkennen?

Gut auch der Hinweis mit den Billigprodukten, ich habe zwar bei zwei verschiedenen Händlern gekauft, auch einen teureren und einen günstigen, aber die beiden Regler sehen identisch aus. Muss man Original nehmen?

 

Geschrieben

Ich habe keine Studie dazu gemacht und das Problem ist auch, dass viele Teile aus der gleichen Produktion kommen und in unterschiedlichen Tütchen zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden. Das Piaggio-Produkt ist leider nicht mehr so, wie es früher war. Dennoch kaufe ich persönlich nur den Piaggio-Regler, wenn ich den austauschen muss, und eine Batterie im Spiel ist. Also bei AABGM und GGCBM. Geht es nur um Wechselspannung, ist mir das egal.

 

Hilfreich für die Messung am Roller ist ein Set Kabel mit Krokodilklemmen.

https://amzn.eu/d/6JskMg3

Es darf halt nicht viel Strom durch, sonst schmoren sie. Also als Starthilfekabel, selbst am Roller, eignen sie sich nicht. Aber man kann gut provisorisch verkabeln, parallel, in Reihe, und hat auch mal die Hände frei.

Geschrieben

Zum testen des Ladereglers reicht jeder billige 4700µF 35 Volt Elko für unter 1.- Euro Einkaufspreis!

 

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_4700_f_35_v_85_rm_7_5-359251

 

Idealerweise beginnt man mit einem 12V 2 Watt Lämpchen als Last und kontrolliert die höchstmögliche Ladeschlußspannung vom Laderegler. Dann steigert man die Belastung auf beispielsweis 12V 5 Watt, 7 Watt usw. Wird die Ladeschlußspannung im mittleren Drehzahlbereich gerade noch oder nicht mehr erreicht, dann kennt man auch die höchstmögliche Grenze der Ladeleistung zum Akku. Leider werden auch viele AC/DC Spannungs-Laderegler (welche als China Massenprodukte für 2 Euro hergestellt werden) als Kokusan oder Typ Kokusan um vielfach höhere Preise in Deutschland verhökert. Dieser minderwertige Typ hat anstelle eines richtigen DC Ladereglers nur eine simple Gleichrichterdiode integriert.

 

https://de.aliexpress.com/item/1005007091622544.html?

 

An den meisten Ladereglern müsste man erst einen Leichenöffnung durchführen, um deren Innenleben zu erkennen. Mit einem Elko und parallelgeschalteten Glühlämpchen erkannt man allerdings sofort ob die Ladeschlußspannung richtig begrenzt wird, oder mit zunehmender Motordrehzahl allmählich bis auf über 20 Volt ansteigt!

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