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kuchenfreund

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  1. Du brauchst mir nicht erklären, was Demokratie ist, das habe ich - so wie alle erwachsenen Menschen hierzulande - durchaus durchschaut. Wenn das Problem Lärm tatsächlich so gravierend ist (was ich ehrlich gesagt arg bezweifle), muss natürlich etwas dagegen getan werden. Aber bitte mit VERNÜNFTIGEN Mitteln. Vordere Kennzeichen machen ein Motorrad nicht leiser. Und Sonntagsfahrverbote dürften für die einen ein gravierender Einschnitt sein, ob sie für die anderen jetzt wirklich etwas bringen, ist fraglich. Das muss anders gehen.
  2. Ich denke nicht, dass die Mehrwertsteuersenkung beschlossen wurde, um beim Verbraucher anzukommen. Dabei dürfte es eher darum gehen, den Unternehmen einen kleinen Ausgleich für die Mindereinnahmen der vergangenen Wochen/Monate zukommen zu lassen. Wenn eine Stunde Tretboot fahren auf dem örtlichen Badesee bei 19% Mehrwertsteuer 10 Euro gekostet hat, dann wird sie das auch weiterhin kosten, aber der Tretbootvermieter verdient halt etwas mehr. Und das kann er ganz gut gebrauchen, schließlich konnte er monatelang nicht arbeiten.
  3. Es gibt natürlich immer den einen Fall, in dem jemand seit Jahrzehnten in seinem Kaff lebt, und plötzlich damit leben muss, dass das kleine Landsträßchen vor seinem Haus zur viel befahrenen Hauptverkehrsader wird. Aber ich denke, die meisten haben sich ganz bewusst für ein bestimmtes Wohnen entschieden. Wenn man sich ein Haus kauft/mietet, weiß man ja meist von Anfang an, was da lärmmäßig so los ist und hat die Wahl, ob man die Gegebenheiten akzeptiert, oder weiter sucht. Und auch, wenn einem ein Haus durch ein Erbe in die Hände fällt, steht einem frei, ob man dort einzieht, oder nicht. Im Übrigen hat man auch kein Recht darauf, dass das Dorf bzw. die Stadt, in der man lebt, für immer und ewig so bleibt, wie sie ist. Wenn Ortsumgehungsstraßen gebaut werden oder der Verkehr irgendwo zunimmt, ist das für die betroffenen Anwohner natürlich doof. Aber ob selektive Fahrverbote das Problem lösen? Da sind dann vielleicht eher bestimmte lokalpolitische Entscheidungen im Bereich Straßenbau das Problem, und nicht so sehr eine fest umrissene Gruppe von Verkehrsteilnehmern. Wenn man Motorradfahrer sonntags an die Kette legt, wird die Bundesstraße nicht zum ruhigen Feldweg.
  4. Hier wird ja immer viel mit dem Schutz der Allgemeinheit vorm Egoismus Einzelner argumentiert. Das kann man allerdings so oder so sehen. Wenn man in eine lärmbelastete Straße zieht, und darauf pocht, dass die Straßenverkehrsordnung umgestrickt wird, damit dem persönlichen Ruhebedürfnis Rechnung getragen wird, ist das natürlich ebenfalls hochgradig egoistisch. Warum sollen alle eingeschränkt werden, damit der Eine ungestört im Garten sitzen kann? Wenn man seine Ruhe will, könnte man ja auch in eine etwas ruhigere Gegend ziehen. Warum macht man das nicht? Weil es dort für das Budget, das anderswo für ein Reihenendhaus gereicht hätte, eventuell nur ein Reihenmittelhaus gibt? Also soll die Allgemeinheit mit Verboten überzogen werden? Es gibt ja die These, dass die Überalterung der Gesellschaft zu einer Gerontokratie/"Rentnerdemokratie" führen kann. Die Alten sind in der Mehrheit und haben das Sagen, Gesetze werden so gestaltet, dass sie den Senioren ein ruhiges und komfortables Leben ermöglichen. Wer noch keine weißen Haare hat, bleibt auf der Strecke. Fraglich, ob das in Deutschland bereits der Fall ist...
  5. Scomadi hat halt einfach die Kurve nicht gekriegt. Da wurden ja so einige Sachen präsentiert, die - wenn man jetzt nicht grundsätzlich 'nen Klemmer mit retro hat - recht vielversprechend waren. Aber irgendwie ist es denen nicht gelungen, davon mal was umzusetzen, geschweige denn, ein brauchbares Händlernetz aufzubauen. Vor zwei Jahren habe ich mich mal für die 200er interessiert. Damals gab es auf der Homepage eine Händlerübersicht. Der erste, den ich angerufen habe, meinte, er mache "schon lange" nichts mehr mit Scomadi und ärgerte sich, dass sein Betrieb dort immer noch geführt wurde. Der nächste sagte, dass die 200er zumindest in Deutschland nicht verfügbar wäre, und er nicht wisse, wann, bzw. ob sie überhaupt kommt. Er meinte, auf der Homepage würden Motorisierungen und Farbvarianten stehen, die nicht erhältlich seien, er habe Scomadi auch schon darum gebeten, dass zu ändern, aber die würden darauf nicht reagieren. Er konnte lediglich 50er und 125er bekommen, letztere würde allerdings auf Sonderwunsch verbindlich bestellt werden, eine Probefahrt war nicht möglich. Er hat mir insgesamt von Scomadi abgeraten, hat auch gemeint, dass die Ersatzteilversorgung nicht optimal sei. Das war, wie gesagt, vor zwei Jahren. Seitdem ist es eher schlechter als besser geworden. Ich denke, da ist wirklich die Luft raus.
  6. Ich bin auch schon mit dem Motorrad geblitzt worden. Das war eine mobile Messung, aber auch stationäre Anlagen können, wenn sie entsprechend ausgerüstet sind, hintere Kennzeichen aufnehmen. Und wenn der Fahrer nicht gerade das schwärzeste Visier hat und wohlmöglich noch eine Sturmhaube unterm Helm trägt, ist auch das Gesicht auf dem Foto zu erkennen.
  7. Ach komm, die "faktisch basierte Sachdiskussion" war zu dem Zeitpunkt doch schon längst vorüber. Alles, was da noch kam, waren Rechthaberei und pseudosarkastisches Rumgezicke. Nein, das meine ich überhaupt nicht ironisch. Jetzt mal im Ernst: Du hast dir das Bild eines Mannes, der von einer schweren Krankheit gezeichnet ist, als Avatar hochgeladen. Weil du seine grauenhaft deformierten Genitalien für "voll die dicken Eier" hältst. Das ist schon ziemlich daneben...
  8. Auch wenn man die Diskussionskultur in einem Thread problematisch findet, ist das noch kein persönlicher Angriff. Aber wer sich das Foto eines schwer an Elephantiasis Erkrankten als Avatar hochlädt, hat wohl eine etwas eigene Sicht auf die Dinge. Schon klar, "dicke Eier, voll geil ey". Aber hast du eigentlich mal darüber nachgedacht, wie sehr der Typ gelitten haben mag?
  9. Das war jetzt auch nicht nur an dich gerichtet. Gibt ja hier so einige Spezialisten, die die Diskussion nutzen, um einfach mal so'n bisschen Dampf abzulassen. Wer aus eurer Vierer- oder Fünfergruppe, die sich hier gegenseitig die Likes zuschießt, im einzelnen was gesagt hat, hm, das aufzudröseln ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend. Aber wenn du den Thread jetzt echt nochmal durchgegangen bist, dann wird dir ja nicht entgangen sein, dass ich die eine oder andere dämliche Bemerkung abbekommen habe. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch okay, wer austeilt, muss auch einstecken. Aber irgendwann nervt es einfach nur noch. Und da frage ich mich halt auch, was das Ziel dieses Spielchens ist. Den Thread zumüllen, weil er euch nicht in den Kram passt? Einfach mal ein bisschen stänkern? Um die Wette klugscheißern? Naja, mir egal, ich habe die Petition unterzeichnet und lasse euch jetzt in Ruhe spielen...
  10. Ließ dir nochmal den Eröffnungspost durch. Da wurde nicht gefragt: "Was haltet ihr von Fahrverboten im Allgemeinen?" Da hat jemand seine Hobby-Kollegen darum gebeten, eine Petition zu unterzeichnen. Da könnte man ja, wenn man so'n kleines Fahrverbötchen gar nicht mal so verkehrt fände, theoretisch auch einfach GAR NICHTS tun. Aber nein, da wird diskutiert und argumentiert, und wer die eigene Position nicht teilt, wird beleidigt und ausgelacht. Und wenn man selbst damit nicht weiter kommt, kommen irgendwelche selbstverliebten Belehrungen oder sonstige Nonsens-Posts. Hauptsache, man gibt sich redlich Mühe, den Thread kaputt zu spammen. Was versprecht ihr euch davon eigentlich? Glaubt ihr, so kann man andere überzeugen? Werbung für den eigenen Standpunkt machen? Nicht wirklich, merkst du selber, oder?
  11. Da ihr ja so auf Wortklaubereien steht: Mit Sozialstaatlichkeit hat so etwas nicht allzu viel zu tun. Dabei geht es eher um wirtschaftliche Sicherheit Die Frage bei den von dir genannten Verboten/Einschränkungen ist ja immer: Muss das sein, oder geht das eventuell zu weit? Das Tempo-30-Schild vor der Grundschule ist wohl selbst für den fiesesten Heizer voll okay. Aber dass in Zukunft jeder Kleinstadtbürgermeister, sobald er Bock drauf hat, ein Sonntagsfahrverbot verhängen können soll... Naja, ich schätze mal, meine Meinung dazu kennst du inzwischen... Hier wurden alles in allem doch ziemlich vernünftige Ansichten vertreten. Bescheuert, dass eine Diskussion trotzdem so ausarten muss. Niemand hat geschrieben: "Ich will amtlich angasen, und brauch den krass-fetten Powersound! Gönnt euch Hörsturz!" Ich z.B. hatte noch nie einen Sportauspuff an Auto oder Motorrad. Und wenn ich mir mal eine Tröte für den Roller gekauft habe, habe ich mich vorher informiert, ob die auch einigermaßen leise ist. Nicht, weil ich Angst vor Kontrollen hätte, so etwas interessiert hier auf dem Land eh niemanden. Sondern, weil ich "Schalldruckantrieb" einfach unnötig und peinlich finde. Fahrverbote und vordere Kennzeichen kann ich trotzdem nicht gutheißen. Gewöhn dich einfach mal daran, dass nicht jeder deine Ansichten teilen will!
  12. Den Gedanken hatte ich auch schon. Fraglich, ob das wirklich so ist, oder ob die alten Säcke einfach die sind, die zu "ihren Themen" am meisten posten. In den Threads zu E-Autos, Tempolimits, Fahrverboten etc. sind es doch immer dieselben, die einen Beitrag nach dem anderen raushauen...
  13. Ich glaube, da geht's um den Ironhead-Motor, und nicht um die Sportster Iron. Das ist gaaanz alte Schule mit Zylinderköpfen aus Grauguss.
  14. Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus.
  15. Den Punkt sehe ich ebenso. Mit Verboten ist es nunmal wie mit Zahnpasta: Wenn Sie erstmal draußen sind, bekommt man sie schwerlich wieder zurück. Man kann sich doch leicht ausmalen, wie das ganze laufen wird: Der eine Landkreis erlässt ein Fahrverbot, der nächste und übernächste zieht nach, und irgendwann heißt es: Hey, wieso eigentlich nur sonntags? @pötpöt Deine süffisanten Bemerkungen und ständigen Belehrungen sind wirklich mehr als unnötig. Mag ja sein, dass dich das ganze nicht sonderlich anficht, weil du dir irgendwann in den 90ern mal ein Moped gekauft hast, es um der alten Zeiten willen behalten hast, aber eigentlich kaum mehr fährst. Aber manch einer macht sich angesichts derartiger Entwicklungen zurecht Sorgen, wie es mit seinem Hobby weitergeht. Dass man in einem Rollerforum ausgelacht wird, weil man Zweiradfahrverbote ablehnt, das ist eigentlich unfassbar...
  16. Okay, okay, es ist kein Gesetzesentwurf. Der Bundesrat fordert (u.a.) eine umfassende Veränderung von Straßenverkehrsordnung und Straßenverkehrzulassungsordnung, die für Motorradfahrer zahlreiche Nachteile mit sich bringen würde. Schön, dass wir das nochmal en détail geklärt haben. Teilweise finde ich diese Forderungen ja sogar ganz okay. Niemand sollte seinen Mitmenschen mit vermeidbarem Krach auf die Nerven gehen. Kennfeldgesteuerte Lärmerzeuger müssen nicht sein. Aber teilweise geht mir das halt entschieden zu weit. Wie sieht es denn bei euch aus? Findet ihr das gut? Ich meine auch Typen wie Klausio und PK-HD. Würdet ihr Wochenendfahrverbote und ein vorderes Kennzeichen (möglichst noch in der hinteren Standardgröße 20x22) begrüßen? So etwas kann man als Motorrad-/Rollerfahrer doch gar nicht wollen.
  17. Ich habe den Text bereits vor Tagen gelesen, und muss sagen, mein Verständnis für diese Maßnahmen ist dadurch nicht gewachsen. Ganz im Gegenteil. Ob "zeitlich beschränkt" jetzt im konkreten Fall von 8:00 - 20:00 Uhr, oder von März bis Oktober heißen könnte, wird dort nicht näher erläutert. Aber besser wird es dadurch natürlich nicht. Ist ja schön, wenn ich im Dezember um 23:00 Uhr auch weiterhin sonntags fahren darf. Aber will ich das? Eine Sperrung bei "besonderen Konfliktfällen" kann heißen, dass touristisch besonders interessante Strecken, oder auch komplette Regionen nicht mehr befahren werden dürfen. Darüber hinaus kann in Zukunft wohl jeder Kleinstadtbürgermeister sagen "nicht in meinem Kaff." Viel Spaß bei der Tourenplanung... Das sind aber auch noch andere Klopfer drin. So wird unter anderem ein vorderes Kennzeichen (!) gefordert, das sieht sich super aus, und verbessert die Aerodynamik deutlich. Außerdem verlangt man eine Abkehr vom Schuldprinzip. Wenn der Fahrer eines Fahrzeugs nicht ermittelt werden kann, soll in Zukunft stattdessen der Halter bestraft werden. Ich bin mir sicher, die GSF-Oberökos finden selbst das super, aber aus rechtsphilosophischer Sicht ist das eigentlich ein ziemlicher Hammer. Im Ernst: Ich verstehe nicht, wie man diese Gesetzesentwürfe NICHT zum kotzen finden kann.
  18. Und deshalb wirft er mit linguistischen Fachbegriffen um sich? Ich glaube, da ging es eher darum, ein wenig zu ärgern, und zu zeigen, was man für ein witziges Kerlchen ist, als um eine ernstgemeinte Argumentation. Und ich habe es ja bereits geschrieben: Jeder weiß, was der Unterschied zwischen einem Verbot und einer Strafe ist. Das braucht man nicht von oben herab und mit albernen Beispielen zu erklären. Wenn ein WE-Fahrverbot in dieser Form und mit dieser Begründung kommen sollte, hätte es aber durchaus den Charakter einer Kollektivstrafe ("Ihr dürft ALLE nicht mehr fahren, weil sich einige/wenige falsch verhalten...").
  19. Ich muss sagen, ein Stück weit verstehe ich die Problematik natürlich, teilweise hält sich meine Sympathie für die "Lärmgeplagten" allerdings in Grenzen. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland muss man nunmal damit leben, dass man von seinen Mitmenschen auch mal etwas mitkriegt. Warum zieht man in das günstige Haus an der Landstraße, wenn einen Verkehrslärm dermaßen stört? Warum zieht man ins hippe Univiertel, um sich über die - natürlich viel zu viel, eh klar - feiernden Studenten aufzuregen? Warum kauft man sich ein Haus, dass direkt an einen Acker grenzt und nölt dann über den gelegentlichen Güllegeruch? Was den Motorradlärm angeht, mag es sicher einige ungute Entwicklungen gegeben haben. Andererseits ist Deutschland kein Land, in dem sonderlich viel Motorrad gefahren wird. Die Anzahl derer, die einen A-Führerschein haben, ist verhältnismäßig gering, und die durschnittlichen Jahresfahrleistungen liegen im unteren vierstelligen Bereich. Ich denke, hier wird auch die zunehmende Empfindlichkeit einer rasant alternden Gesellschaft deutlich.
  20. Ich denke, erstmal müsste es für die Lärmemissionen bei Neufahrzeuge ein Prüfverfahren geben, dass sich nicht durch irgendwelche elektronischen Spielereien austricksen lässt. Für die Sache mit den illegalen Umbauten würden vermutlich gelegentliche stichprobenartige Kontrollen an den Hotspots ausreichen. Das ganze ist ja jetzt schon verboten, da gibt es auch derzeit bereits Bußgeld und Punkte für. Wenn man davon ausgehen muss, für eine Fahrt mit offenem Rohr einen Punkt, eine Mängelkarte und 80 Euro Geldbuße zu kassieren, dann bleibt die Serientröte halt dran. Wenn Deutschland eins kann, dann Kontrolle
  21. Ich glaube ja eher, du wolltest ein wenig mit deiner Bildung angeben. Der Unterschied zwischen Verbot und Strafe ist sicher jedem erwachsenen Menschen klar. Wenn aber ein Sonntagsfahrverbot erlassen wird, weil sich einzelne nicht an die Regeln halten, hat das für mich, als davon möglicherweise Betroffenen, durchaus den Charakter einer Kollektivstrafe. Einzelne Motorradhersteller nutzen Gesetzeslücken aus, um Fahrzeuge zu bauen, die unnötigen Lärm verursachen, daher soll das Motorradfahren am Sonntag verboten werden. Das ist so, wie damals auf Klassenfahrt: Weil Flori und Benny heimlich gekifft haben, wird der Ausflug in den Freizeitpark gecancelt. Wäre es da nicht fairer, die Gesetzeslücken zu schließen, bzw. Flori und Benny vorzeitig nach Hause zu schicken? Was kann ich denn dafür, wenn die HoYamaKaSuki GSXRYZZ mit ihrem Klappenauspuff zu viel Krach macht? Ich habe so ein Motorrad nicht, und finde übertriebenes Sound-Engineering ohnehin eher peinlich. Aber nein, anstatt das Problem ernsthaft anzugehen, wird der einfache Weg gewählt, und dafür gesorgt, dass jeder leiden muss. Und zu allem Überfluss wird das dann noch als zeitgeistige Umweltschutzmaßnahme vermarktet.
  22. Boah Leute, müsst ihr wirklich JEDEN Thread vermüllen? War da nicht mal irgendwas mit einem Test-Topic, oder so? Tobt euch da aus...
  23. Also angenommen, du hast mit Vespa so gar nichts zu tun, aber irgendwie noch ne alte PX im Schuppen stehen. Und du setzt sie für 800 Euro bei Ebay-Kleinanzeigen rein, weil du das - unkundig wie du bist - für einen realistischen Preis hältst. Und plötzlich melden sich innerhalb von zwei Stunden 100 Leute, die alle dein Moped kaufen wollen. Dann könnte man ja auf die Idee kommen, dass man den Kaufpreis eventuell etwas arg niedrig angesetzt hat. Was macht man dann? Sie für den ursprünglich verlangten Preis weggeben, damit irgendwer das Schnäppchen des Jahres macht und sie ne Woche später fürs Doppelte oder Dreifache verbimmelt? Oder schauen, dass man eventuell ne Mark mehr bekommt?
  24. Das Problem bei diesen Retorten-Marken - davon gibt es im Zweiradbereich ja einige - ist, dass da halt wirklich nur der Name vom Original stammt. Den hat sich irgendwann mal jemand günstig gesichert, und an ein Start-Up verhökert, dass ein positiv konnotiertes Label für sein neues Moped gesucht hat. Das Teil hat weder optisch, technisch noch historisch irgendwas mit den alten Modellen zu tun. Das Ding ist genauso sehr "Lambretta", wie das Elektrofahrrad, das im Baumarkt zwischen Schubkarren und Farbeimern steht, echt Zündapp ist. Wenn dein nächster Roller unbedingt ein Retro-Automat sein soll, dann kauf dir halt eine Vespa GTS. Die ist zwar auch nur so semi-authentisch, hat aber wenigstens ein Service-Netz und eine geregelte Ersatztelversorgung.
  25. Was mich an dieser E-Auto-Sache wirklich ankotzt, ist die Ausschließlichkeit, mit der das ganze gefordert wird. Die Grünen verlangen mit nahezu religiös anmutendem Eifer einen "Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor", und unsere Regierung versucht krampfhaft, das E-Auto zur wirtschaftlicheren Alternative zu machen, koste es was es wolle. Andere vielversprechende Möglichkeiten, wie z.B. synthetische Kraftstoffe, finden kaum Beachtung, "die Zukunft fährt elektrisch". Fertig. Aus. Punkt. Ich könnte mir ja vorstellen, dass ein E-Auto für Leute, die vorwiegend auf Kurzstrecken unterwegs sind, eine interessante Alternative zu Benzin und Diesel wäre. Aber viele wollen offensichtlich keine Alternative, sondern, dass demnächst jeder elektrisch unterwegs ist, ob er will, oder nicht. Und ich will das nicht. Absolut nicht. Und ja, ich bin auch schon mit Renault Zoe und BMW I3 gefahren. Hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt... Bei der Umweltdiskussion sollte man vielleicht auch mal bedenken, dass längst nicht jedes Elektro-Auto so richtig "öko" ist. Hier wurde ja mal wieder auf Deppen im SUV mit 3-Liter-Schummeldiesel geschimpft. Aber ich sag mal, es gibt z.B. von Tesla einen 2,5 Tonnen schweren Elektro-SUV mit 770 PS. Im Prinzip ein typisches Bigger-is-better-US-Car, nur halt nicht mit V8, sondern mit Akku. Beeindruckend, dass so ein Panzer in unter 3,5 Sekunden von null auf hundert beschleunigt. Der Porsche Taycan mit dem albernen Beinamen Turbo S kriegt das sogar in 2,8 Sekunden hin. Uns so etwas wird als umweltfreundliche Mobilität gefördert..

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