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amazombi

Moderator a.D.
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Alle Inhalte von amazombi

  1. Das gab's schon ein paar mal. Bringt dich aber ja nicht voran wenn du nicht genau zu dem TÜV eiern willst. Einfach mal bei dir anrufen, schildern was du vor hast, Unbedenktlichkeitsbescheinigung von Piaggio bringen (damit ist dann schon mal geklärt, dass es von der Seite keine grundsätzlichen Einwände gibt gegen die Aufrüstung) und halt erläutern, dass die Unterschiede sich auf Kurbelwelle, Zylinder, Primärübersetzung und Vergaser beschränken, im Zweifelsfall anbieten, mit den Teilen auch mal vorzutanzen, dann weißte doch Bescheid. Bei uns hier funktioniert so was, je nach Prüfer, ganz gut.
  2. Das hängt wesentlich vom TÜV Prüfer ab. Wenn man dem plausibel machen kann dass sich der 50er Motor entsprechend upgraden lässt geht das wohl schon. Sollte man aber vielleicht vorab klären bevor man da angreift.
  3. 6stellig wären eher grob 100 000. Das sind einige Logans.
  4. Der ist als gerades Rohr schon vor Ort. Hoffe ich.
  5. Und selbst an dem hat dann unter Umständen noch ein 6stelliges Preisschild gehangen, könnte ich mir vorstellen.
  6. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Ich glaub' das mit dem "besser" oder "schlechter" ist nicht so klar zu beantworten. Von daher ist das vielleicht auch eine Frage von subjektiven Vorlieben.
  7. Eben, das iss kein Fiesta oder so was, bei den Dingern gibt's keinen Totalschaden. Bei 'nem Fahrzeugwert von anscheinend 650 000 kann man auch mal für 200 000 Blecharbeiten versenken, und dafür kriegst du die Bleche im Zweifelsfall auch mundgelutscht und von nackten Jungfrauen eingeschweißt. Wenn 'ne Karre so viel wert ist gibt's de facto, glaube ich, keinen Totalschaden mehr. Zumal das Meiste ja wohl wirklich noch gut ist. Ich mein' Motor/Getriebe haben wohl eher nix, Innenraum, Armaturen, Lenkrad, Sitze, Pedallerie sollte auch ok sein. Da ist schon noch einiges zu verwenden. Kollege von mir hat mal 'nen Porsche Convertible D für damals 10 000 Mark aus Amiland geholt. Da war seiner Aussage nach die Fahrgestellnummer, der Instrumententräger und Teile von den Türen noch zu verwenden, der Rest war Schrott. Klar hat er da dann 7 Jahre dran gehangen, aber am Ende lief die Karre wieder. Und das Ding ist seltener als ein Flügeltürer.
  8. Irgendwas muss es ja sein. Wechsel doch einfach mal, wenn du da hast, Teile aus. Also Grundplatte, dann CDI, dann Polrad und halt so weiter. Vergaser hast du ja schon.
  9. Warum? Originalzustand war das ja wohl eh' keiner mehr, und noch mal renovieren kann man immer. Ich hab' irgendwo mal eine Bildstrecke gesehen wo jemand auf der Rennstrecke so einen Ferrari von denen kurz vorher bei Sotheby einer für 20 Mio oder was Exorbitantes in der Art über's Dach gewickelt hat. Der sah' richtig scheiße aus, dagegen ist bei dem SL noch das meiste am richtigen Platz. Der wurde dann auch wieder frisch gemacht.
  10. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Laufradsteifigkeit ist kein Problem. Wie sagte Tom Ritchey: "Light, Stiff, Cheap. Choose two". Ich hatte bei mir kurzzeitig AX Lightness Schlauchreifenräder mit 'ner Tune Prototypennabe (a la Decibel) drin. Knappe 1050g, Bocksteif. Die 2700,- die als VK geplant waren bevor sie die Nabe wegen zu viel Krach auf Eis gelegt haben sind aber halt eine Ansage. Wenn man mit etwas Mehrgewicht leben kann ist das eigentlich kein Problem. Ansonsten gibt's ja mittlerweile diverse Carbon-Clincher zur Auswahl mit denen leicht, steif und nicht ganz so fies teuer geht. Seit zwei Jahren meinetwegen in Deutschland oder Österreich. Als ich vor etwas über 3 Jahren zum letzten mal mit dem Rad in USA war konntest du 26" dort schon mit der Lupe suchen. Wie gesagt, führender Amigroßhändler hat neulich 'ne Rundmail rausgetan in der er alles was er an 26" rumliegen hat mehr oder minder verschenkt weil sich seiner Einschätzung nach die Lagerung keinen Tag mehr länger lohnt.
  11. Die Kiste unterm Trittbrett rockt. Da kann sich der Bertone warm anziehen, so von wegen Formensprache und so.
  12. amazombi antwortete auf Schrottpresse's Thema in Blabla
    Jetzt nur mal der Vollständigkeit halber: Echt? Gab's irgendwo Kommunismus? So richtig mit Diktatur des Proletariats und jeder nach seinen Möglichkeiten, jeder nach seinen Fähigkeiten, klassenlos und all' so was? Ist mir dann entgangen. Ich hab' nur vielerorts den real existierenden Sozialismus zur Kenntnis genommen.
  13. amazombi antwortete auf schlu's Thema in Blabla
    Ich kenn' hier jemand dessen Opa wegen hartlebiger Gesinnungsrudimente mehr oder weniger durchgehend bis grob 1999 regelmäßig den Kübelwagen durch's Land des Erbfeinds chauffiert hat. Quasi um in Übung zu bleiben. Von daher kann so was schon mal passieren.
  14. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Mittlerweile isses doch schon bin in den AM Bereich gekommen, das hätte ich auch nicht erwartet. Mal ganz ehrlich: Ich hab' mir recht früh ein 29er gebaut und fand's ziemlich scheiße. Allerdings lag das, wie ich mittlerweile sagen kann, weniger an der Radgröße als vielmehr an der Geometrie. Bei 26" hat sich das im HT Bereich alles ziemlich eingepegelt so von wegen Geometrie. Was ich da als Maßrahmenbauer mache ist letzten Endes halt "nur" eine ordentliche Größenanpassung. Bei 29" gibt's aber gerade bei Kettenstrebenlänge und Steuerrohrwinkel ganz erhebliche Unterschiede, da wird (noch?) ganz schön viel experimentiert. Da ist es dann auch wirklich so, dass ich mit den Leuten ziemlich lange rede, am liebsten mit ihnen fahre, und dann den Rahmen genau auf ihren Fahrstil baue. Ich hab' hier gerade für mich selbst was gebaut mit brutal steilem Steuerrohrwinkel und superkurzen Kettenstreben, dass dann noch mit recht tiefem Tretlager. Bei meinem ersten Rahmen musste man quasi 'ne Woche vorher einen Antrag auf anheben des Vorderrads stellen, dafür war da immer Traktion da und man musste nie Gewicht verlagern sondern immer einfach nur treten. Für technisch einfache Marathons top. Sauschnell, aber davon abgesehen eher nicht sehr spaßig. Mein Aktueller ist quasi genau das Gegenteil, Manuals sind echt unstressig und beim Bunny Hop über 'ne querliegenden Baum landet das Ding von selbst auf beiden Rädern und schlägt nicht eher mit dem Vorderrad ein. Ich hab' da auch ein paar Leute auf Testkarren mit komischen Geometrielösungen unterwegs, und ganz ehrlich bin ich mittlerweile (mit 'ner ganzen Reihe von anfänglich nur mäßig Begeisterten aus meinem Umfeld) der Meinung, dass die Kisten nix schlechter machen als ein 26er, aber einfach besser rollen und mehr Komfort bringen. Und Komfort macht auf langen Strecken einfach schnell. Das Argument mit dem Gewicht find' ich jetzt auch so lala. Ich bin, trotz Titan, bekennender Weighweenie (Rennrad fahrfertig 5,1, mehr muss man da, glaube ich, nicht sagen). Wenn ich da von Leuten auf'm 11kg Hardtail (denen's also offensichtlich komplett egal ist) den Gewichtsnachteil vorgeführt kriege weiß ich meistens nicht, was ich davon halten soll.
  15. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Ich persönlich find' vom Rahmen her das Bergamont besser. Bin auch beide schon gefahren. Kann aber theoretisch sein, dass die Dame mit dem Ghost besser klar kommt. Das dürfte einen Tick komfortabler (längere Kettenstreben, 27,2er Sattelstütze) mit unter Umständen anspruchsloserem Berghoch und -runterverhalten (berghoch wieder wegen der Kettenstreben. Das hilft traktionsmäßig spürbar ohne dass man dafür auf dem Rad was Anderes als Treten machen muss. Bergrunter bringt der superflache Steuerrohrwinkel den Schwerpunkt ziemlich deutlich zwischen die Räder. Damit fühlt sich manch einer sicherer) sein, also so für die Einsteigerin jetzt. Vom Fahrspaß, also so in Sachen Ägilität oder vielleicht auch mal 'nen Pumptrack fahren oder mal an 'ner Kante einen Bunnyhop machen wäre das Bergamont cooler. Realistisch betrachtet sind das allerdings Nutzungsbedingungen die selbst in meinem radsportaffinen Umfeld bei Damen wenig bis gar nicht vorkommen.
  16. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Würde ich jetzt auch nicht ausschließen, Intense und Santa Cruz sind ja jetzt keine Hinterhofschlosser. Und die vorgebrachten Bedenken wegen des hohen Tretlagers und der versauten Geo sind einfach nicht haltbar. Nur um's klar zu stellen: Die neueren XT Dinger sind jetzt auch nicht meine erste Wahl (für mich ist Shimano in Tutto nicht erste Wahl. Das kann ich aber nicht wirklich rational begründen). Die hatten auch mal 'ne Serie, bei der sich die Konen hinten am Freilauf gelockert haben. Wenn man das dann einmal adäquat justiert hat war das aber in der Regel für den Normalgebrauch vom Tisch. Bei 'ner Dame mit MTB Erstkontakt würde ich aber nicht von einem ansonsten guten Rad abraten weil da 'ne XT Nabe drin ist. Zumal das Problem mittlerweile auch wieder weitestgehend vom Tisch zu sein scheint. Unäbhängig davon ging's aber ja um die Wartbarkeit von Konuslagern im Gegensatz zu Industrielagern. Und die ist einfach gegeben. Industrielager dagegen kannst du eigentlich nicht mal sinnvoll abschmieren sondern nur tauschen wenn sie am Arsch sind.
  17. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Intense hat's angekündig. Warum verhunzt das die Geometrie? Was ändert sich denn mit 29" gegenüber 26" in Punkto Geometrie was durch das Rahmendesign nicht gelöst werden könnte? Steuerrohrwinkel? Oberrohrlänge? Kettenstrebenlänge? Tretlagerhöhe? Wenn überhaupt Kettenstrebenlänge, und die grob 430mm von 'nem 26er sind auch mit 29 machbar. Vorteil wäre einfach das leichtere Überrollen von Kleinkram. Mittlerweile ist das ja zudem nicht mehr nur Vorderrad Richtung Tal und dann rollen lassen, wenn man da was reißen will ist ernsthaftes Radtraining angesagt neben der Technik. Deutlich ein Hinweis, dass gut Rollen auch da kein Schaden ist. Ausgangspunkt war übrigens die Frage, welches Rad für die Freundin des Fragestellers in Frage kommt. Von Weltcupdownhill war da erst mal nicht die Rede. Meine Anmerkung die Frage betreffend, nur um's noch mal zu nennen, dass ich bei kleineren Leuten generell eher zu 26" rate. Die Ansage 29" habe im Gelände nix zu suchen ist aber, nachdem damit Olympia, Weltmeisterschaften und Weltcuprennen gewonnen wurden und werden und Greti und Plethi damit unterwegs sind, meiner Meinung nach totaler Blödsinn und einfach an der Realität der Verkaufszahlen vorbei. Ich baue auf Maß, von daher mag das nicht maßgeblich sein, aber die Reihenfolge ist 29-26-650b. Von der Entwicklung würde ich sagen 650b überholt bei mir zumindest demnächst 26". Ich ganz persönlich jetzt bin nicht unbedingt Shimano Fan. Ändert aber nix an der Tatsache, dass Konusnaben nicht, wie hier postuliert, nicht zu warten sind und das sie dauernd kaputt sind. Nochmal mein Tip (der sich unter Umständen nicht mit Downhillgepflogenheiten verträgt): Ich würde verschiedene Räder bei verschiedenen Händlern probefahren und mir überlegen wo ich mich (radmäßig und händlermäßig) am Besten aufgehoben fühle. Dort würde ich dann kaufen. Und dabei das Hauptaugenmerk darauf legen, ob ich mich auf dem Rad wohl fühle, und nicht darauf, ob da XT, LX oder XO oder Mavic oder sonst was dran, oder 26 oder 29" Laufräder dran hängen. Wenn die Freundin allerdings im Downhillworldcup unterwegs ist soll sie's halt so machen wie die anderen auch und einfach das Material ihres Sponsors fahren.
  18. amazombi antwortete auf schlu's Thema in Blabla
    @Champ: Das Ergebniss meiner Rechnung, wenn sie denn stimmt, gibt dir übrigens recht. Selbst wenn man einen unrealitische Lücke von 300m zugrunde legt.
  19. amazombi antwortete auf schlu's Thema in Blabla
    Nur mal so: Wenn mich mein Gedächniss nicht trügt war Reaktionsweg Geschwindigkeit durch 10 mal 3, also bei 200 dann 60m. Bremsweg war Geschwindigkeit durch 10 mal Geschwindigkeit durch 10, also 400m bei 200km/h. Bei 120 km/h sind's dann entsprechen 12 mal 12, also 144m. Die Differenz wäre das, was gebraucht wird um von 200 auf 120 runter zu kommen. Also 256m. Plus 60m Reaktionsweg. Also 316m. Lupfen reicht da nicht bei 300m Abstand, das wird im Zweifelsfall auch mal ein richtig knappes Höschen. Halte ich persönlich aber eher für ein Argument für eine Geschwindigkeitsbeschränkung also für was anderes.
  20. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Intense hat, Santa Cruz und Commencal sind dran. Und was hat die Tretlagerhöhe mit der Radgröße zu tun? Und wieso ist 29" ein Marketinggag der letzten Jahre? Ich mein' man kann davon halten was man will, aber die Dinger gibt's seit 20 Jahren Minimum, das hat nur Jahrelang die Industrie geblockt. Wie gesagt, in Nordamerika ist 26" komplett tot. Ich persönlich denke alle drei Radgrößen haben ihre Daseinsberechtigung, es ist aber einfach eine Tatsache. Zu den XT Naben, oder zu Konusnaben allgemein: Die müssen entsprechend justiert werden, dann sind die komplett unproblematisch. Iss einfach so. Wenn das nicht hinhaut läuft da was ganz entscheidend schief.
  21. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Wenn man sich mal Weltcupstrecken und so was anschaut sieht man recht schnell, dass das in der Regel keine Rennradkurse sind. Da ist durchaus Fahrtechnik gefragt und es wird nicht mit 40er Schnitt im Windschatten längs gepflügt. Trotzdem sprechen die Ergebnislisten bei den Rennen der letzten Jahre eine deutliche Sprache, und zwar von der Tendenz her eher gegen 26". Da wird ja nicht bei dem Kram und bei 5000Hm Marathons drauf gewonnen weil sie schlechter berghoch kommen. Das iss einfach so nicht haltbar.
  22. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Du meinst rotierende Masse. Wenn die beschleunigt, also negativ oder positv, werden muss, dann ist es negativ, wenn die hoch und weit von der Rotationsmitte entfernt ist. Wenn sie aber mal am rotieren ist (der normalzustand beim Radfahren eigentlich, wenn auch nicht unbedingt gleichförmig) ist das ja eher ein Vorteil. Wenn sie denn signifikant höher ist als mit 'nem 26er. Tatsache ist aber halt, dass in letzter Zeit so ziemlich alle großen Rennen im CC Bereich auf 29" gefahren und im Zweifelsfall auch gewonnen werden. Kann also nicht so schlimm sein. Konuslager in den Naben sind der Normalfall. Industrielager sind eine relativ neue Erfindung. Und die sind von der Idee null wartbar sondern müssen einfach getauscht werden. Was in dem Sinn keine Wartung ist. Konuslager hingegen haben bei regelmäßiger Wartung (also Reinigen/Schmieren/Einstellen) sowohl in den Naben als auch in Tretlagern mehr oder weniger das ewige Leben. Mit ein Grund warum etwa Shimano und Campa bei den Naben immer noch auf die Bauform setzen. Die im Übrigen auch ungewartet ohne Dampfstrahlereinsatz ganz schön lange halten. Und jetzt sag' mir mal wie du bei 'nem gedichteten Rillenkugellager abschmierst, also wartest. Das iss jetzt kein Plädoyer gegen Industrielager, nur eine Richtigstellung. Wenn Fußfreiheit fehlt ist das in aller Regel eine Frage der Oberrohrlänge. Bei kleinen Fahrern lässt sich das nicht vermeiden, im Zweifelsfall auch mit 26" nicht. Und? Wo ist da das Problem? Ich hab' so was mehrfach selbst im Einsatz, und in der Realität stört das null. Vielleicht fahr' ich aber mit meinem mittlerweile nur noch 12 000 km pro Jahr zu wenig um das merken. Das mit der Übersetzung iss Unfug. Wenn du in einer bestimmten Situation eine bestimmte Übersetzung haben willst ist das komplett Scheißegal ob du neben dem Gang, den du dann gekettet hast noch 2 Kettenblätter ungenutzt rum hängen hast. Relevant ist einfach ob du die Übersetzung die du brauchst dabei hast. Und das ist mit meinetwegen Zweifach 25 auf 36er Ritzel im Vergleich zu den klassisch üblichen 24-32 bei Dreifach einfach gegeben. Das ist nämlich de Fakto sogar kürzer übersetzt. Google mal "Tretlagerabsenkung", oder auch "Tretlagerhöhe", und dann denk noch mal über die Schwerpunktgeschichte nach. ein 26" hat üblicherweise grob 40mm Tretlagerabsenkung, ein 29er 65mm. So als Hausnummer plusminus ein wenig. D.h. der Fahrer (und der ist für den Schwerpunkt des Systems entscheidend) sitzt genau so hoch oder tief wie auf dem 26er. Der Rest ist einen sinnvolle Geometrieauslegung auf den Fahrer. In der Spitze ist es weniger als ein Kilo, bei vergleichbarem finanziellen Einsatz im Einstiegsbereich kommt das aber hin. Ein im Zweifelsfall gut investiertes Kilo, je nachdem, wie man sich darauf fühlt. Wenn man auf's Gewicht wert legt kann man aber schon beim Kauf Weichen stellen. In der Realität stehen aber ja in den meisten Radläden immer noch irgendwelche Kackfässer mit 26" und 10 Kg ohne Pedale als "leicht" rum, und wenn ich mich an dein Rad mit der komisch montierten Thomson-Stütze erinnere ist dir ja zum Beispiel Gewicht komplett egal. Das Ding hatte doch locker 11kg. Ich hab' neulich von 'nem Amigroßhändler in dessen Mailverteiler ich bin 'ne Mail gekriegt. Da stand drin, dass sie 'n Blowout-Sale für 26" Reifen, Felgen und Laufräder zum Schleuderpreis (50% unter normalem EK) machen weil 26" unverkäuflich sei. Iss in Amiland so. Ich persönlich halte das für übertrieben, es sagt aber einiges über so'n Spruch wie "29er gehören nicht in's Gelände". Ich mein' mittlerweile etablieren die sich ja sogar im Downhillbereich. Das muss man vielleicht auch mal in 'nem Radladen zur Kenntnis nehmen. Es gibt übrigens mit 650B mittlerweile noch ein drittes Maß mit klarer Daseinsberechtigung. Und mit 32" auch noch einen Schritt über 29" raus.
  23. amazombi antwortete auf Werner Amort's Thema in Blabla
    Ich glaub' das ist so alles nicht voll haltbar. Offen gestanden weiß ich nicht mal, was du mit Fliehkräften meinst. Ich fahr' seit etwa 12 Jahren 2x9, mittlerweile 2x10, und das hat gegenüber 3fach eigentlich nur Vorteile. Oder was sind die Vorteile von 3 Fach? Das Fahrverhalten was du als 29er spezifisch beschreibst mag eventuell ein paar Details des jeweiligen Rahmens geschuldet sein. Der Schwerpunkt hängt wesentlich von der Tretlagerabsenkung ab. Die bestimmt der Rahmenhersteller. Wendigkeit und Agilität haben was mit Radstand, und da vor allem Kettenstrebenlänge zu tun, und mit Steuerrohrwinkel. Auch das sind Details die der Rahmenhersteller in der Hand hat. Da gibt's dann halt unterschiedliche Ausrichtungen, also meinetwegen CC Racer mit Hauptaugenmerk auf Traktion, oder vielleicht was Agileres, oder meinetwegen auch eine reine Bergabausrichtung. Wenn du jetzt zum Beispiel 428er Kettenstreben mit (aktuell noch unüblichen) 72° Lenkrohrwinkel kombinierst, dann kommt da was raus, bei dem viele erst absteigen müssen um zu merken, dass es große Räder hat. Abgesehen von der Geschichte mit dem besseren Überrollen von Hindernissen, die bleibt dann nämlich immer noch bestehen. Und wenn du so was baust, dann streiten sich auf einmal Kettenblätter, Reifen, Umwerfer und Kettenstreben um Bauraum, und spätestens dann fallen einem spontan 3 Zentner Vorteile von sogar 1 x 11 ein. Was ich im übrigen total geil finde, je nachdem, was man damit macht halt. Gewicht: Mittlerweile sind die Komponenten so leicht geworden, dass man sich schon beinahe Mühe geben muss ein 29er mit einem Titanrahmen von mir auf über 10kg fahrfertig mit Pedalen und Flaschenhalter zu treiben. Ich bleib' da selbst bei Schwerbau mit Ansage, also Rohloff, 140mm Gabel und Gedöns bei 'nem 1,90 Mann unter 12 kg, und meine eigene Feile wiegt im Renntrimm ziemlich genau 8kg glatt. Klar wären 26 Zoll noch 'nen Tick leichter, aber irgendwann isses dann auch schon wurschd. Die Bauform "Konuslager" als gegenüber Industrielager schlechter wartbar zu bezeichnen ist doch hoffentlich ein Scherz, oder? Ich für meinen Teil würde jedem raten sich bei 'ner Anschaffung dieser Größenordnung in verschiedenen Läden auf verschieden Räder zu setzen und einfach für sich selbst zu probieren womit man sich wohl fühlt. Ganz ehrlich kann ich als Rahmenbauer aber vielleicht generell den Rat geben, dass das Wesentliche bei 'nem Rad der Rahmen ist. Der muss zu einem selbst, zur Größe und zur Nutzung, passen und man muss sich drauf wohlfühlen. Aktuell sind viele auf dem Standpunkt ein Fahrrad sei nur die Ausstattung. Man kauft sich eher "komplett XT mit Mavic" zum Hammerpreis als ein Rad, auf dem man sich wohlfühlt und das einem passt.
  24. amazombi antwortete auf Schrottpresse's Thema in Blabla
    Ich glaub' ich hab' von dir schon mal irgendwo gelesen, dass du den Euro wegen der Preissteigerung die du damit einhergehend siehst nicht magst. Ich für meinen Teil glaub' aber einfach, dass man, wenn du die 2150,- Mark von vor 18 Jahren in Euro umrechnet und das den 1200 von heute gegenüber stellt sehen kann, dass da unter Umständen eher auf der Einkommensseite was schief läuft als auf der Kostenseite. Und darauf läuft ja auch Sukrams Kritik, wenn ich sie richtig verstehe, raus. Meine tut's auf jeden Fall. Ich persönlich glaube einfach, dass es scheiße ist, wenn Gewinne von Einzelnen abgeschöpft werden, Verluste aber von allen getragen. Genau das scheint aber meiner Wahrnehmung nach an "den Märkten" zu passieren. Und in den Betrieben, so weit ich das wahrnehme, halt auch mal gerne. Ich mein' wenn man sich mal die Gewinn- und Umsatzentwicklung der Automobilkonzerne anschaut, warum stagnieren dann ausgerechnet die niedrigeren Gehälter in der Branche auf dem Niveau von vor 20 Jahren? Es gibt einen amerikanischen Philosophen, John Rawls, der hat sich irgendwann mal so'n Leitermodell ausgedacht. Wenn der auf der obersten Sprosse mehr Kohle kriegt müssen entsprechend die auf den Sprossen darunter auch mit hoch gehoben werden. Wenn das nicht passiert, so seine Analyse, gefährdet das über kurz oder lang den sozialen Frieden. Ich für meinen Teil glaube, dass er da recht hat. Deshalb machen mir die vollkommen von der realen Wertschöpfung abgekoppelten "Märkte" mit ihrer stellenweise grenzenlos assozialen Möglichkeiten für Wenige so Angst. Bei immer weiter auseinanderklaffenden Vermögen (und es ist ja nicht mehr so, dass es denen, den's schlecht geht eigentlich immer noch voll gut geht) reicht dann vielleicht irgendwann auch ein Besänftigungsmythos in der Art von "vom Tellerwäscher zum Millionär" nicht mehr.

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