Ich fang dann auch gleich mal an: NACHRÜSTUNG EINER KABINENHEIZUNG: Leider fehlte beim Kauf die Bauteile für die Heizung. In der Sitzbank war an der Vorderseite zwar der ovale Lüftungsschlitz und eine kleine rechteckige Öffnung (ca. 5 cm lang und 2 cm hoch) vorhanden, aber die Luftleitbleche und die Regelkulisse fehlten. Ersatz war nicht zu bekommen, so dass ich gezwungen war, mir meine eigenen Gedanken über die Funktion der Heizung zu machen. Ein erster Versuch, die Luft direkt hinter dem Lüfterrad möglichst nahe an der Öffnung in der Sitzbank abzunehmen, war vom Staudruck her gesehen sehr erfolgreich. Es kam ordentlich Luftzug an, allerdings blieb die Luft kalt. Also nahm ich das hintere Lüfterleitblech ab und prüfte bei laufendem Motor, an welcher Stelle hinter dem Zylinder die wärmste Luft austritt. Diese Stelle war genau mittig in der ovalen Luft- Austrittsöffnung der Zylinderhutze. Dort war es allerdings sehr schwierig, einen Trichter- oder Rohranschluß anzubringen, weil diese Stelle durch den Luftausschnitt und einen darunterliegenden Einschnitt (der zur Montage der Hutze erforderlich ist) sehr instabil ist. Darüber hinaus mußte ein Rohr an dieser Stelle sehr flach angebracht werden, damit später das hintere Lüfterleitblech wieder montiert werden konnte. Für die Konstruktion benötigt man folgende Bauteile, wobei es sich um Circa-Angaben handelt, da eine individuelle Anpassung durch die unterschiedlichen Ape- Modelle erforderlich ist: · 6 cm Stahlrohr (Durchmesser 45, Wandstärke 2,5) · 4 cm Stahlrohr (Durchmesser 40, Wandstärke 2,5) · 70 cm Stahlrohr ( V2A, Durchmesser 35, Wandstärke 1,5) · 1 Flachstahl von 7 cm Länge · 1 Meter flexible Warmluftleitung aus Aluminium (Durchmesser 40); kann man im Kfz-Zubehörhandel bekommen. Das 6 cm- Stahlrohr wird auf einer Länge von 4 cm angeschrägt. Nach Verschleifen der Grate wird es oben und unten an der ovalen Luft- Austrittsöffnung angeschweißt (zuerst nur leicht anheften, damit ggfs. noch Korrekturen möglich sind). Dann wird das 4 cm- Stahlrohr auf der gesamten Länge angeschrägt und mit dem 6 cm- Stahlrohr verschweißt. Darauf achten, daß keine Kanten den Luftfluß behindern können. Anschließend kann das dünnwandige Edelstahlrohr angebracht werden, wobei darauf geachtet werden sollte, daß es möglich nahe am Krümmer angebracht wird, damit dessen Abwärme ebenfalls noch für die Aufheizung der Luft genutzt werden kann Zur Stabilisierung des Leitrohres sollte an dessen Ende möglichst noch ein Halter angebracht werden. Mit einer 8 mm Bohrung versehen, kann ein Haltebolzen der Getriebeflansch genutzt werden: Nun wird die flexible Warmluftleitung mit einer Schlauchschelle am Ende des Edelstahlrohres befestigt und zum ovalen Lüftungsschlitz in der Sitzbank zurückgeführt. An der Zylinderhutze bringt man eine weitere Schlauchschelle in der Nähe des Lüftungsschlitzes an. Die Warmluftleitung wird dort befestigt und ausgerichtet, so daß sie ihre Warmluft durch den Lüftungsschlitz in die Fahrerkabine abgibt. Im Praxistest hat sich die Heizleistung als absolut ausreichend herausgestellt. Für die Sommermonate muß die flexible Warmluftleitung wieder vom Edelstahlrohr gelöst werden. Eine Regelung bzw. ein Verschließen des Rohrleitungssystem sollte man besser sein lassen, da durch den Wärmestau eventuell die Kühlleistung der Motorluftkühlung herabsetzt werden kann. Viel Spaß beim Nachbauen. Andreas