Hier ein paar Einträge von wikipedia und bikerszene Österreich: Kutte: unter Motorradfahrern eine ärmellose und meist kragenlose Jeansweste bzw. eine geschnürte oder genähte Lederweste zum Tragen der Abzeichen eines Rockerclubs. Hier rührt der Begriff jedoch von der phonetischen Ähnlichkeit des amerikanischen cut-off (der Ärmel) mit Kutte. Heavy Metal- und Fußballfans tragen diese Variante ebenfalls unter der Bezeichnung Kutte (dabei wird bei letzteren häufig nicht nur das Kleidungsstück als solches, sondern auch der kuttentragende Anhänger selbst mit diesem Begriff bezeichnet, vgl. pars pro toto. In Frankreich wird der mit den diversesten Devotionalien "seines" Vereines wie Vereinstrikot und oft mehreren Schals ausgestattete Fußballfan "Mastre" genannt), wobei die Abzeichen, vornehmlich Aufnäher, die Lieblingsbands bzw. Logos des favorisierten Vereins (oder auch gegen verhasste gegnerische Clubs gerichtete Aufnäher) abbilden. Colour: Als wichtigstes Zeichen der Zusammengehörigkeit gilt das so genannte "Colour" (das im englischen jedoch "backpatch" genannt wird) und das auf der Rückseite der "Kutte" getragen wird. Es besteht üblicherweise aus einem zentralen Bild (Center Crest) und darüber sowie darunterliegenden Schriftzügen (Toprocker, Bottomrocker), die Namen und geographische Herkunft des MC angeben. Zur Abgrenzung gegen ähnliche Abzeichen anderer Motorradfahrerclubs, die sich nicht in der obigen Tradition sehen, fügen MCs mitunter die Buchstaben "MC" oder ein "1%" ein. Das Abzeichen gilt als unantastbar, es darf keinesfalls anderen (außer unter Umständen anderen Mitgliedern) überlassen werden. Mitglieder auf Probe ("Prospects") erhalten zunächst nur ein unvollständiges Abzeichen, im Allgemeinen nur die Schriftzüge. Kleinere Abzeichen auf der Vorderseite der Kutte geben Auskunft über Stellung im Club, wie etwa die oben genannten Ämter, und dienen der Selbstdarstellung. Zum Beispiel gibt es auch hier "1%" Abzeichen, die Zahl "74" für Besitzer einer Harley-Davidson mit 74 cubic-inches Hubraum und ähnliches. Freundschaftspatch: Viele MCs haben Freundschafts-, Erinnerungs- und Gedenkabzeichen, die zum Beispiel das Clubabzeichen im Kleinformat (unter 10 cm) wiederholen, so genannte "Patches", die auch von Nichtmitgliedern getragen werden können. Es ist jedoch bei großen Clubs nicht üblich, Abzeichen anderer MCs zu tragen, seien sie auch noch so klein. Gebietsansprüche: Die Heimat eines MCs endet nicht an der Grenze seines Clubareals, sondern geht noch ein gutes Stück darüber hinaus. Oft ist daher vom "Gebietsanspruch" die Rede. Vergleichen wir es mit einem Kleingärtner, der im Kleingartenverein eine Parzelle belegt hat. Damit erfreut sich der Mann nicht nur, in seinem eigenen kleinen Reich in der Sonne liegen zu können, er hat sich damit auch eine Menge Arbeit aufgehalst. Es muss gepflanzt und gepflegt werden, er hilft den Bäumen gerade zu wachsen, bringt seine Rosen zum Blühen und sorgt dafür, dass seine Pflanzenpracht nicht von Schädlingen vernichtet oder vom Unkraut überwuchert wird. Kümmert er sich nicht um seinen Garten, wird sich alsbald der Vorstand des Kleingartenvereins bei ihm einstellen und ihn zur Arbeit auffordern oder ihm nahe legen, seine verkommene Parzelle an jemanden anderen abzugeben. Genauso verhält es sich beim MC. Wie beim Kleingärtner sind ihr Gebiet und ihre Arbeit darin nicht durch staatliche Gesetzgebung geregelt, sondern durch die Regeln der MC-Szene. Einen MC gründet "man" nicht einfach. Die Gruppe Biker, die den Status eines MCs anstreben, haben eine je nach Region unterschiedliche Probezeit zu absolvieren. Klar, dass sie dann, wenn sie - ev. nach mehreren Jahren - als MC anerkannt wurden und mit Stolz das dreiteilige Colour auf ihrem Rücken tragen, darauf achten, dass sich in ihrer Umgebung nicht ein Grüppchen Motorradfahrer einfach als MC bezeichnet, ohne den mühsamen Weg beschritten zu haben. Zu den Aufgaben eines MCs gehört auch, guten Kontakt zur umliegenden nicht-Motorrad-fahrenden Bevölkerung aufzubauen und ihnen klarzumachen, dass "die Wülden mit ihrer Maschin" heutzutage nicht mehr "die Bösen" sind. Immerhin stammen 44 % der Motorradfahrer in Österreich aus der höchsten Einkommensklasse. Es ist also gut möglich, dass dein Hausarzt, ein Prominenter, der Direktor deiner Bank oder der Chef des Supermarktes Member eines MCs (oder eines Biker-Clubs) ist. MCs sind anderen Motorradfahrern, die fortan unter gemeinsamen Namen und/oder Logo fahren wollen, gerne behilflich, ihre Fahrgemeinschaft szenekonform zu gründen. MCs wissen gerne, wer sich gerade in ihrem Gebiet aufhält (Gilt nicht für Freebiker!) Es ist eine Tatsache unserer Gesellschaft - und das ist ganz generell gemeint - dass sich viele Menschen dort, wo sie nicht zu Hause sind, anders, oftmals zügelloser benehmen als in ihrer Heimat. Oft gehört: "Wir fahren gemeinsam auf Urlaub und dann lassen wir 14 Tage die Sau raus!" Manche Ferienorte (z.B. der berühmte Ballermann) haben sich auf solche "Säue" spezialisiert - manche Gebiete bevorzugen ruhigere Gäste. Ist die Sau - egal wo - erst einmal losgelassen, kann sie leicht ein ungewollt unkontrolliertes Eigenleben entwickeln, was oft ungute Folgen nach sich zieht. Auch Kuttenträger sind nur Menschen und nicht vor der "wild gewordenen Sau" gefeit. Für die breite Bevölkerung waren es dann "die verrückten Biker mit dem Rückenabzeichen". - "Was für eines?" - Das kann später keiner mehr genau beschreiben. Die Exekutive klopft natürlich erst einmal bei den regional ansässigen "Abzeichen-auf-dem-Rücken-Trägern" an und verdächtigt diese. Klar, dass die lokalen MCs deshalb gerne wissen möchten, welche anderen mit bunten Bildern am Rücken in ihrem Gebiet unterwegs waren und sind und wer ihren mühsam aufgebauten guten Ruf mit Hilfe der "entkommenen Sau" zunichte gemacht hat. Das "Anmelden" eines Aufenthaltes bei einem MC ist für MCs und andere Fahrgemeinschaften in Österreich kein Problem, ja sogar manche in der Szene gut bekannte Freebiker kündigen gerne ihren Aufenthalt beim "zuständigen" MC des Zielgebietes an. Mit einer herzlichen Einladung zum nächsten Clubabend ist zu rechnen. Je nach Möglichkeit und persönlicher Sympathie erweitert sich die Einladung im Clubhaus zu nächtigen oder bei der Quartiersuche behilflich zu sein bzw. eine gemeinsame Landschaftsbesichtigung auf Insiderstrecken zu unternehmen. Es ist wie bei einer großen Familie, in der sich alle gut verstehen und in der Gastfreundschaft groß geschrieben wird - nach den Berichten, die in der Tagespresse über MCs erscheinen, für einen Außenstehenden wohl unverständlich. Sollte es dich interessieren, wer für welches Gebiet zuständig ist und hättest du gerne die Landkarte, auf der das eingezeichnet ist ? die gibt es nicht! Ich hoffe, Dir ist jetzt geholfen