Wieder mal ein Scheisstag, nicht nur weils Montag sondern weil mich die Doitsche Bahn wieder mal unzählige Nerven gekostet hat. Ich hatte heute gute Lust erst um 7:44 von Hochzoll in die Bayernmetropole zu pendeln. Aufgrund unerklärlichen Eifers nahm ich heute jedoch den Zug um 7:12 und wollte die Woche aufstrebend beginnen. Ich radelte also auf schneeverwehten Strassen in normalen Tempo, um etwas "CrossCountry"-Feeling aufkommen zu lassen. Das beschleunigt den Puls in der Frühe und gestaltet das Aufwachen etwas leichter. Tempuswechsel: Nun ja, da steh ich also am Hochzoller Bhf. und der Zug kommt die obligatorischen 5min zu spät. Man redet darüber ja gar nicht mehr. Ich stelle mich an meinen Stammplatz, weil ich als Vielfahrer ja schon weiss wo sich genau die Tür befinden wird. Beim Einsteigen denke ich mir aber, wo denn die ganzen Leute herkommen. Die stehen ja schon in den Gängen. Ich sprinte zur Tür hinaus, denke mir "Ihr Deppen, hinten ist doch massig Platz" und versuche mein Glück einen Waggon weiter. Pustekuchen, auch voll. Also wieder raus und zur Standardtür wieder rein. Bis München stehen, denke ich mir, super. Dabei dachte ich noch gar nicht an die Leute, die noch in den nächsten Haltestellen einsteigen werden. Es kam wie es kommen musste, und in Kissing pressten sich die Leute bereits rein, wie die Irren. Die Krönung war neben den anderen keifenden Frauen eine kleine "ostblockdeutsch" sprechende Landpomeranze, die schon beim Öffnen der Tür zu hören war. Man muss sich das mal reintun. Die Spasten pressten sich wie die Bekloppten in den eh schon hoffnungslos überfüllten Zug und beleidigen einen, warum man nicht "weiter" in den Gang reingeht. Es wird nun immer doller. Man merkt den Leuten richtiggehend den Hass an und ich war auch schon etwas genervt. Nächster Stop, Mering St. Afra. Gleiches Szenario, müssig es zu wiederholen. Nun murmelt ein Mittvierziger immer lauter werdend was von "in den Gang reingehen" und sieht mir dabei in die Augen, richtig aggressiv könnte man meinen. Er fordert mich nun etwas lautstark auf, die Leute in den Gang zu pressen, damit er mehr Platz haben kann. Ich schaue etwas ungläubig zurück und sage: "Das interessiert mich nicht". Jetzt wird er zornig. Ob mich das interessieren würde, wenn er mir auf die Füße spucken würde. Ich entgegne, dass er das ja gerne probieren könne. Mittlerweile schwillt auch wieder Pegel der Ostblockpomeranze an. Der Zug und auch ich sind nun an der Belastungsgrenze und ich beschliesse in Mering auszusteigen und mit dem nachfolgenden Zug zu fahren, der übrigens laut Fahrplan nur 10min später fährt, dafür aber in jedem Kuhdorf hält. Ich denke mir, was das für Mongos sein müssen, die sich lieber einpferchen lassen wie Vieh, anstatt 10min später zu fahren. Halt, für Vieh gibts Transportvorschriften. Der Mittvierziger Muschibartträger applaudiert mir beim Verlassen des Zuges, komischerweise verlässt auch die Ostblocktussi nun den Zug. Da erfahre ich von ähnlich wenig begeisterten Mitfahrern, dass wohl der Zug vorher, also der 6:45 ausgefallen sei, die Bahn es auch nicht für nötig hielt, Bescheid zu geben. Aus unendlicher Fürsorge muss dann wohl auch der Entschluss gefallen sein, die Menge an Personen von 2 Zügen in nur einem 1/3 großen Zug zu befördern. Ja, da leck mich doch einer. Aber was solls, ich bereite mich auf eine längere Wartezeit vor, da die Anzeige nun die nächste Verbindung nach München in ca. 30 Min anzeigt. War leider ein Fehler, aber diesmal zu meinen Gunsten. Denn der 10min später Zug kam dann wirklich nur 15min zu spät, war nur mäßig überfüllt und ich war einem Kopfschuss nahe in München angekommen. Dass an solchen Tagen auch die U-Bahnen überfüllt sind und zu spät kommen, brauche ich nicht extra zu erwähnen oder?