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Tuningartikel kaufen?
Herr Dokma, ich danke Ihnen für die unterstützung bezüglich der Reparatur meiner Alltagshure. Andre und ich werden unser bestes tun. Versprochen. Gruß Dirk.
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Tuningartikel kaufen?
Geht's noch? :heul: Ich denke nicht, das meinem Schreibdrang abbruch durch einen funktionierenden Roller getan wäre. Bis Do
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Tuningartikel kaufen?
hmmm Vergaserinnenbeleuchtung? Keine schlechte Idee. Aber noch nicht ganz das richtige Thema...ich suche aber immer noch Bin für Vorschläge immer dankbar. @alle: Wem der Schuh drückt darf gerne Fragen...neue Themen, neue Storys. Ach ja, danke Euch allen. Euer Lob bewegt mich zum weiterschreiben. Gruß Dirk.
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Tuningartikel kaufen?
Also erstens dürfte es verflucht schwer werden, einen Verlag zu finden, der Bücher in so kleinen Auflagen überhaupt herausgibt. Zweitens schreibe ich zwar gerne, aber nur wenn ich eine Idee, Lust und Laune habe Und drittens: Sind mir schon viele viele andere Titel für das Buch eingefallen. Und viertens: Danke Alrik
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Tuningartikel kaufen?
Um es gleich vorweg zu sagen: ich werde keine Ersatzteile mehr kaufen! Sogar meine Freundin stimmt mir zu, wenn ich feststelle, dass der Kauf von Vespateilen böse Löcher reißt, nicht nur in die Geldbörse, nein auch in mein Nervenkostüm. Ihr kennt es alle, dieses Gefühl: leere schwarze Kassen, ausgebeulte Taschen, in denen man das Schmuggelgut zwischen die älteren Teile schummelt und wenn die Bessere Hälfte gerade schlecht gelaunt ist, muss man die neu erworbenen Sahnestückchen dann auch noch mühsam mit Altöl abreiben, und dann das Gefühl, wenn man erwischt wird (letztens musste ich hundert mal schreiben: "Ich darf keine Ersatzteile mehr kaufen!"). Aber ich darf Euch mitteilen, dass ich beschlossen habe unser Hobby nicht aufzugeben. Im Gegenteil, ich werde aktiver sein denn jemals zuvor, denn ich habe mich dazu entschlossen, ab sofort meine Tuning- und Ersatzteile selbst zu bauen. Kann ja auch nicht so schwer sein, denn wozu habe ich schon fünf lange Semester Maschinenbaustudiums hinter mir ?nur um dann erfolgreich abbrechen zu müssen? Nö. Wer mich kennt weiß, dass ich ein handwerklich ausgesprochen begabter und ungeheuer kreativer Mensch bin. Ein "geht nicht" wird nicht akzeptiert, "zu schwer" oder "unmöglich" kommt in meinem Wortschatz nicht vor, ich kenne keine Probleme, sondern nur Herausforderungen. A propos Herausforderungen, ich brauche noch einen neuen Zylinder, Alu wäre besonders vorteilhaft - Bei Licht betrachtet: was kann schon dabei sein, einen Zylinder zu machen? Man nimmt ein paar entsprechend geformte Löcher und schnitzt darum herum die Laufbahn und die Kühlrippen. Fertig. Ein Bekannter, mit dem ich mich beraten habe, meinte, ich solle doch erst mal eine technische Zeichnung erstellen und meinen ersten Zylinder daraufhin fertigen lassen. Wofür hält dieser Mensch mich? Womöglich für einen Anfänger? Ich strafe ihn mit eisigem Schweigen. Nach einigen Stunden beschließt er dann zu gehen, endlich. Im Gespräch mit meiner Hausordnung versuche ich auszuloten, welche Vorgehensweise die geeignetste ist. Sie gibt zu Bedenken, dass ich noch nie einen Zylinder gemacht habe und vielleicht als erstes mit etwas einfachem beginnen sollte, etwa einem hübschen Salatbesteck... Ich ziehe mich in mein Arbeitszimmer zurück. Kraft meiner geistigen Fähigkeiten werde ich das Problem analysieren und einer Lösung zuführen. Mein Blick fällt in den Garten; dort steht der Sonnenschirmständer, den ich im Sommer gekauft habe. Fester Stahl, ausreichend groß ist er auch und wenn ich nun also dieses Rohr da herausziehe, muss eigentlich nur noch die Löcher bohren und vielleicht ein wenig mit dem Aldi-Drehmehl-Verschnitt....Ein Mann - ein Wort! Ich gehe in den Garten und greife mit starker Hand zum Rohr, stelle mich auf den Korpus des Sonnenschirmständers. Und überhaupt, mir hat das Ding noch nie gefallen, nächstes Jahr spieße ich den Schirm wieder direkt in den Boden. Das belüftet dann auch gleich den Rasen. Ich rüttle verzweifelt an dem Ding, stelle aber sofort mit meinen gut trainierten Sinnen fest, dass das so nicht funktionieren kann. Ich hole die Säge und setze etwa 2cm oberhalb des eigentlichen Ständers an. Ratschend frisst sich die Säge in den kalten Stahl und meinen Zeigefinger. Ach was. Nichts geht über einen Aluminiumzylinder mit Nicasil-beschichteter Laufbahn. Aus den Augenwinkeln beobachte ich, wie mich meine Freundin am Küchenfenster beobachtet. Wenn sie jetzt lacht, werde ich sie verlassen. Aber nein, ich habe sie unterschätzt. Sie kommt in den Garten, in der Hand den Erste-Hilfe-Kasten aus der Zeit, als ich unsere Küche gebaut habe. Ich bin verletzt, getroffen und verwundet, aber nicht geschlagen. Was ich mir einmal vorgenommen habe, führe ich zu Ende, ich kenne keine Schonung. Wo andere vielleicht aufgeben, liegt für mich der Reiz des Ungewissen. Längst habe ich entdeckt, womit ich mir einen Zylinder herstellen werde. Dort liegt sie schon , in jungfräulicher Unversehrtheit, darauf wartend, dass ich die Form aus ihr heraushole, die Vollaluminiumversandbox in Europalettengröße (von meiner letzten Rollerteilebestellung) mit massiven Klötzen, die als Füße dienen. Einer davon wird die Metamorphose zum DirkEvolution1-Zylinder erleben. Kraftvoll reiße ich an dem fast würfelförmigen Block vom Rest der Kiste, mit der er vernietet ist, heraus. Sitzt verflucht fest... Soll ich jetzt aufgeben, so kurz vor der Vollendung? Manchmal muss man auch brutal sein können. Mit einem fürchterlichen Karateschlag meines rechten Fußes trete ich gegen den Klotz... und humpele in Garage, um das Kehrblech für das Terrassenfenster zu holen. Der Lärm hat meine Nachbarin aufgeschreckt. "Was ist passiert? Einbrecher? Erdbeben?" - "Nichts weiter", beruhigt meine Freundin die arme Frau, "Dirk bastelt sich nur einen Tuningzylinder für einen von seinen Rollern!" Beruhigt zieht sie sich wieder zu ihrem Kaffeekränzchen zurück. Wie gesagt, ich genieße als Rollerfahrer und Handwerker großes Ansehen in unserem Ort. Ich setze mich an den Küchentisch und drehe und wende den Aluminiumblock, suche den in ihm verborgenen Zylinder. Wo ist der Anfang zu machen? Entschlossen stehe ich auf und greife mir das japanische Tranchiermesser aus dem Tele-Shop, das mir als einziges die nötiger Schärfe zu haben scheint. "Meinst Du nicht, es wäre besser, wenn Du zuerst eine Skizze machst?", meldet sich meine BessereHälfte. "Wofür hältst Du mich, für einen Anfänger?" Entschlossen und mit voller Konzentration bearbeite ich das Material, stelle dabei fest, dass es sehr schwer ist, das Holzstück mit nur einer Hand festzuhalten und mit der anderen zu schnitzen, besonders wenn man sich nur Minuten zuvor in den Zeigefinger gesägt hat. "Kannst Du mal diesen Würfel halten, während ich mit dem Messer arbeite?", bitte ich meine Frau. Sie wird kreidebleich, schüttelt den Kopf und murmelt etwas von 'dringend in die Stadt müssen...'. ? Verbissen arbeite ich weiter. Interessierten kann ich übrigens nur vom Kauf japanischer Tranchiermesser abraten. Sie sind zwar recht scharf, aber wenn man einmal damit abrutscht...Ich hoffe meine Liebste wird mir diesen tiefen Kratzer im Küchentisch verzeihen. Der Schweiß der Gerechten steht auf meiner Stirn. Mit gezielten Schnitten und Messerschläge bearbeite ich das Holz; hin und wieder setze ich ab, um es mit verklärtem Blick zu betrachten. Ich beschließe: es wird ein etwas unorthodoxer quadratischer Zylinder, dies kommt der Grundform es Rohmaterials am ehesten entgegen; ich brauche eigentlich gar nichts mehr dran zu verändern. Lediglich die Zylinderbohrung muss gebohrt und die Kanäle müssen gefräst werden, danach polieren und Nicasil-beschichten. Mit verträumtem Blick überlege ich schon, welch edler englischer Auspuff wohl die beste Leistungskurve bringt. Mit der großzügigen Weitsicht, die mir bekanntermaßen zu eigen ist, beschließe ich, dass dies die Form und Größe ist, die mein Zylinder haben soll. Die Ecken des Würfels sind jetzt hübsch abgerundet, die Kanten begradigt, wobei meine künstlerische Ader sich irgendwie gegen eine gerade Linie sträubt. Es wird einen wunderbarer Zylinder werden. Nun die Bohrung. Leider ist die einzige Bohrspitze, die ich auftreiben kann, ein Forstnerbohrer mit 35mm Durchmesser eine Winzigkeit zu klein. Was soll's - muss man halt mehrmals bohren. Ich spanne den Bohrer in, meinen Akkubohrschrauber, drücke ihn auf den Zylinder, schalte die Maschine ein und beobachte eine Zeitlang, wie sich das Aluminiumstück immer schneller mit der Maschine dreht. Irgendwie muss ich an den Schalter für Schlagbohren gekommen sein und der Drucktaster für die Drehzahlregelung scheint auch defekt zu sein. Die Maschine wird mir aus der Hand gerissen, einige Kacheln platzen ab, fallen auf das Cerankochfeld, das ein interessantes Spinnwebenmuster erhält, der Bohrer prallt gegen den großen Hängeschrank, den ich morgen noch richtig festschrauben wollte...24V sind vielleicht zuviel gewesen? Danach muss ich die Kontrolle verloren haben. Ich rapple mich auf und sehe durch die neue Durchreiche in unser Wohnzimmer. Mit bebenden Händen und zitternden Knien greife ich nach dem DirkEvolution1 - hoffentlich ist alles gut gegangen. Und dann sehe ich es: ein Materialfehler: ein Riss zieht sich durch das Material. Was soll ich nun machen? Kaltmetall lehne ich als Profi ab. Grundsätzlich! - Andererseits, jetzt, wo ich so weit bin, kann ich doch nicht einfach aufgeben. Wie stehe ich den vor meiner Familie da? Kurz entschlossen werfe ich diesen lächerlichen Klotz in den Müllcontainer vor dem Hochhaus drei Straßen weiter. Es war sowieso minderwertiges Material. Vielleicht sollte ich den dafür verantwortlichen Zubehörlieferanten verklagen. Ich ziehe die Jacke an, suche das Scheckheft, die Autoschlüssel und mache mich auf den Weg in die Stadt. Als ich nach einigen Stunden zurückkomme, hat meine BH die schlimmsten Schäden schon behoben. "Hättest Du mir gleich geholfen und festgehalten, wäre das nicht passiert", stelle ich richtig und komme jedem Vorwurf zuvor. Ich bin ihr nicht böse, dazu habe ich zu gute Laune. Vergnügt hole ich den fertigen Zylinder aus dem Auto. "Ist er nicht toll geworden?", sage ich und reiche ihr mein Meisterwerk, damit sie meine Kunstfertigkeit und das Ergebnis meiner handwerklichen Fähigkeiten begutachten kann. Erstaunt, bewundernd und liebevoll nimmt sie das Tuningteil in die Hand und dreht es immer wieder hin und her. "Also, um ehrlich zu sein, so was hätte ich Dir nie zugetraut! Ich bin stolz auf Dich! Und was steht hier? - Malos..." - Schnell nehme ich ihr den Zylinder aus den Händen. "Ach nichts, da ist mir das Messer ausgerutscht...". Manchmal ist meine Freundin einfach zu neugierig. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen: wenn irgend jemand Bedarf haben sollte, komme ich gerne ins Haus und schnitze ihm in seiner Küche eine Zylinder nach eigenen Wünschen und Vorstellungen. Gruß Dirk
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Hat wer den PxPower gesehen...?
@HDK: Traust Du Dich etwa wieder Kurzposts mit Smilies zu schreiben?
- ICQ...
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Tuning an der Lampe Unten
Also ich, gesetzt den Fall ich hätte eine LampeUnten übrig, würde so etwas wie Orginalzylinderbearbeitung zur Leistungsoptimierung. Also einfach mit möglichst originalen Teilen möglichst viel erreichen. Zumindest würde ich mir da gedanken drüber machen. Hab halt keine. Leider. Gruß Dirk
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Protokoll eines aufopfernden Hobbyreporters...
...jeder, der mich kennt weiß, was für ein willensstarker und charakterlich gefestigter Mensch ich bin. Körperlich zwar eher klein und zierlich gebaut, besitze ich jedoch im Übermaß die Tugenden, aus denen Helden gemacht werden. Aus diesem Grund scheue ich mich nicht, auch anstrengende oder gar unangenehme Situationen zu suchen und zu meistern. Manche behaupten sogar, ich strahle ein nahezu beängstigendes Durchsetzungsvermögen aus. ? Leider hat meine BH davon noch nichts gehört. "Kannst Du mal kommen! Der Rasen muss dringend geschnitten werden!" ? "Natürlich, Schatz. Ich schraub? hier nur noch schnell den Motor in die Fuffi...." - "Die Fuffi kannst Du auch nach dem Rasenmähen fertig machen. Und wenn Du schon dabei bist, die Hecke muss gestutzt und das Gartenhaus könnte auch noch mal gestrichen werden..." Ich versuche geduldig zu erklären, dass sich der wirkliche Superheld nicht mit solchen körperlichen Anstrengungen verträgt... Zu meinem Glück ist die Prügelstrafe abgeschafft - allerdings, nach einem Blick auf meine Freundin bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Sanftmütig und geduldig begebe ich mich in den Garten. "Hast Du gestern Getränke gesorgt, wie ich Dir das gesagt habe?" - "Nein, ich konnte nicht! Du hast mir kein Geld mitgegeben..." Schon in meiner Jugend war ich ein ausgesprochen guter Sprinter und in den Jahren meine Ehe konnte ich meine Geschwindigkeit auf kurzen und mittleren Distanzen erheblich steigern. Ein Mann zeichnet sich dadurch aus, dass er eisern an einem einmal gefassten Entschluss festhält und sich durch nichts beirren lässt. Ich bin ein Mann. Ich fasse Entschlüsse und setze sie durch. So hatte ich letzte Woche beschlossen mir eine neue Vespa zuzulegen. Wie es meiner Gewohnheit entspricht, bespreche ich diese Investition zuvor mit meiner Frau: "Morgen will ich mir eine neue Pfeife ka..." "Nein!" - Das liebe ich an ihr: klare Aussagen, keine Missverständnisse und immer zu einem Scherz aufgelegt. Mancher könnte meinen, sie sei hartherzig, aber das ist wohl so nicht richtig. Aber davon wollte ich jetzt überhaupt nicht berichten. Es geht um einen ?selbst für jemanden wie mich - waghalsigen Versuch. Viele Rollerfahrer vermuteten es schon lange, ich wollte beweisen, dass Petrus Autofahrer ist. Was wohl läge Näher, als den Kerl einfach aufzusuchen und ihn mal zu interviewen. Wie schon bereits geschrieben, wer mich kennt weiß, dass ich vor nichts zurückschrecke. Am frühen Abend habe ich alle meine Angelegenheiten geregelt. Ich kläre den Hund und meine Freunde auf, was im Falle meines Verschwindens zu tun sei...und dass ich einen wichtigen Termin in meinem Arbeitszimmer hätte und das man dieses doch bitte meiden möge. So ich heil herauskäme würde ich darüber berichten. Meine Frau meinte, dass ich aufpassen solle, sie findet auch kleine Papierschnipsel und wenn ich fertig sei, sollte ich gefälligst für sie einen Kaffee kochen und ihr beim Bügeln helfen. - Zärtlich sehe ich sie an. So müssen die Frauen der alten Wikinger gewesen sein: heldenhaft verleugnen sie ihre Angst um den Liebsten; die Tränen können nur durch harte Worte unterdrückt werden. Ich drücke sie an mich und gebe ihr eine zärtlichen Kuß. "Du stinkst schon wieder nach Sprit!"... Nur zu gut kann ich sie verstehen; Angst hat sie um mich, möchte mich aber dennoch nicht beunruhigen. Womit habe ich dieses Glück verdient? Ich ziehe mich nach einem kräftigenden Imbiss in mein Arbeitszimmer zurück. Dort steht alles bereit, was ich brauche: Der Computer, eine Schachtel Zigaretten, ein frisch gefülltes Feuerzeug, Streichhölzer (für den Fall, dass das Feuerzeug ausfällt), ein Ersatzfeuerzeug (für den Fall, dass die Streichhölzer nass werden), ein Eimer mit Wasser, ein Kasten Bier, eine Schachtel Kekse (als Proviant) zweiunddreißig jungfräuliche CD-Rohlinge (könnte ja ein längeres Interview werden und da ich zwar unerschrocken, aber dennoch nicht blöd bin, sichere ich meinen Mitschrieb lieber gleich ? schließlich läuft hier auf dem Computer ja Windows) Vorsichtig schalte ich die Kiste ein und verbinde mich mit dem I-Net. Die E-Mail-Adresse habe ich als geübter User natürlich schnell herausgefunden, ich riskiere es und schreibe eine kleine Interview-Anfrage. Prompt bekomme ich auch eine Antwort. Petrus scheint gewillt. Ich entzünde schnell noch eine Zigarette...es könnte ja meine letzte sein...es gibt kein zurück mehr. Ich sehe mich noch einmal in dem liebgewordenen Raum um: dort stehen die Bücher, die ich gelesen habe, hier der Schreibtisch, den ich einst von meinem Vater erbte, dort der Blutfleck, als ich damals auf der Flucht vor meiner Frau die Nase an der Schreibtischkante... ? Ich wittere zwar die Gefahr wie ein gut trainiertes Rotwild, aber dennoch mache ich mich auf den Weg in die Garage, wo ich mich mit ihm treffen will. Aufgrund der Kälte schließe ich das Tor hinter mir als mich auch schon grelles Xenonlicht durch die Geschlossenen Flügel des Holztores blendet. Ich habe es ja gesagt. Petrus fährt Auto. Doch ich habe mich, trotz meiner Kombinationsgabe leicht geirrt, um das Ergebnis dieser Erfahrung vorweg zu nehmen. Das Gefährt, das da zu meinem Garagentor hereingefahren kommt ist kein Auto...Das Ding hat nur zwei Räder. Ungern gebe ich mich geschlagen, aber es ist war. Nur zwei Räder. Ein älterer, unmöglich gekleideter (er trägt eine Art weiße Toga und eine Pudelmütze) Herr steigt von seinem Fahrzeug ab und schüttelt mir die Hand. Die große Überraschung für mich: Seine Hand ist warm, ja deutet fast schon auf Fieber hin. Erst jetzt sehe ich mir sein Fahrzeug genauer an. Petrus fährt BMW C1!!! Mit Scheibenwischer, Heizgriffen und Heißluftgebläse. Es scheint ihm wohl Spaß zu machen auf arme durchfrorene und pudelnasse Vespafahrer herabzublicken. Ich merke wie mir leicht schwindelig wird und ich rette mich mit einem beherzten Sprung aus dem Garagenfenster. Leider konnte ich das Interview nicht weiterführen, ich hoffe ihr verzeiht mir. Gruß Dirk
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Rollerreime
Aufgrund der augenblicklichen, unwahrscheinlich traurigen weltpolitischen Gesamtsituation (mein Roller geht doch bestimmt immernoch nicht, oder Andre?) ist es mir in dieser schwarzen Stunde nicht nach Lachen zu Mute. Und nach reimen schon gar nicht. WER soll den jetzt meinen Roller reparieren wenn wir uns beide unseren kranken literarischen Ideen hingeben? Aber damit's nicht ganz OT wird: Es rauscht die gelben Blätter fliegen, Der Motor fängt schon an zu schrei'n Du schauerst leis und drückst dich fester, Machst dich hinter'm Lenker klein Was nun von Helm zu Helme wandelt, Was nach den letzten Blumen greift Hat heimlich im Vorüberfahr'n Auch dein geliebtes Haupt gestreift Doch reißen auch die warmen Fäden Die warme Nacht auf Autobahnen spann - Es ist der Sommer nur, der scheidet; Laß die Vespa noch mal an! Du legst die Hand an deinen Gasgriff Und schaust noch prüfend auf den Tacho Auf deinem kalten Helmvisier Bricht gar zu melancholisch Licht O schaud're nicht! Ob auch unmerklich Der schönste Sonnenschein verrann - Es ist der Sommer nur der scheidet. Laß die Vespa noch mal an! (Frei nach Th. Storm) Gruß Dirk
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Psychosoziale Betrachtung über das Phänomen...
Hier ist jetzt also in 100% der Antworten deutlich geworden wie tiefgreifend meine wissenschaftlichen Untersuchungen doch geworden sind. Denke für diese Bestätigung Euch, Gumminupsi und Sedor. Gruß Dirk
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Psychosoziale Betrachtung über das Phänomen...
Also parat nicht unbedingt, aber wer weiß...wenn mir was passendes einfällt, werd' ich auch noch darüber philosophieren, ob Petrus vielleicht leidenschaftlicher Autofahrer ist. Ich hab doch gesagt, daß ... Gruß Dirk.
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Psychosoziale Betrachtung über das Phänomen...
heute möchte ich mich an einem für mich völlig neuen Genre versuchen und hoffe, Ihr seht mir eine stellenweise vielleicht zu hohe Wissenschaftlichkeit nach. ..................................................................... Inhalt: 1. Der Vespa-Fan an sich 2. Das Märchen vom Schützer technischen Kulturgutes 3. Erotik und Sexualität des Blechrollerfreundes 4. Schlussfolgerung: der Autismus des Vespafahrers ....................................................................... 1 Der Vespa-Fan an sich Dem Vespafahrer an sich sagt man üblicherweise eine Reihe von durchaus positiven Eigenschaften zu. Style, handwerkliche Fähigkeiten, Individualität ... Wie sieht es nun wirklich aus: Fahre ich mit meiner Vespa im näheren Umkreis spazieren, stürmen meine Fans - meist weiblichen Geschlechts - von allen Seiten auf mich zu, versuchen mich zu berühren, umgarnen und mir die Luft abzuschnüren. Dies zieht mir, wiewohl ich völlig unschuldig bin, regelmäßig den Unmut meiner B(esseren) H(älfte) zu. Unternehme ich das gleiche mit dem Auto, vorzugsweise mit meinem schlichten, unauffälligen Peugeot 106, ändert sich das Szenario wie folgt. Meine Fans sehen mich nicht einmal und strömen, was ja auch für jedermann einleuchtend erscheinen muss, nicht mehr kreischend zusammen. Ich kann mich nun vollkommen frei mit diesem Fahrzeug bewegen, meine BH, seit dem sie die Idee hatte, eine Sonnenbrille aufzusetzen um nicht erkannt zu werden sitzt völlig ungerührt neben mir. Hin und wieder macht sie mich während der Unterhaltung auf ein besonders attraktives Exemplar der Gattung "Fan" aufmerksam. Mittlerweile fahre ich immer öfter mit dem Auto. Inzwischen wissen zwar einige der hartnäckigen Fans, dass ich auch ab und zu im Auto unterwegs bin, aber ich bin gleichwohl lernfähig und fahre immer mal wieder zur Abwechslung mit dem Auto meiner Freundin. Wir folgern aus diesen Beobachtungen, dass der Vespafahrer an sich einer eher kontaktscheuen Spezies zuzuordnen ist. Er nutzt das Auto immer öfter als Instrument zur Verteidigung seiner Sphäre der Privatheit und zum Schutz seiner Persönlichkeit. Andererseits ist es natürlich ebenso möglich, dass es dem Vespafahrer eigentlich gut gefällt, im Mittelpunkt zu stehen, er sich aber aufgrund mangelnder Qualität italienischer Zweiräder immer wieder gezwungen sieht auf das Auto als Fortbewegungsmittel umzusteigen. 2 Das Märchen vom Schützer technischen Kulturgutes Gerne behauptet der Blechrollerfahrer von sich, er schütze erhaltenswertes technisches Kulturgut und somit vielleicht sogar einen nicht unerheblichen Teil der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Hierdurch setzt er sich natürlich von der Masse der Rollerfahrer ab. ?Ich fahre doch kein Plastik ? Ich habe schließlich Stil". Was ist von einer solchen Einstellung zu halten? Betrachten wir exemplarisch den (Leidens-)Weg eines typischen Blechfanatikers. Meist wird der gemeine Bordsteinschrauber schon in jungen Jahren mit einer wenig verbreiteten Krankheit infiziert. Der Verlauf der, von den hierauf spezialisierten Fachleuten und Ärzten "Psychosis Eisenoxidhydratis? genannten, Krankheit ist noch nicht eindeutig bis zum Moment der Infektion zurückverfolgt, doch man kann sich in der Zwischenzeit in erster Näherung ungefähr genau sicher sein, dass zumindest ein Teil der krankheitsbegünstigenden Faktoren schon im Erbgut zu finden sein muss. Spätestens jedoch sollte in dem Moment, in dem der Junior seinem Vater den zu flickenden Fahrradschlauch abnimmt drastisch gegengesteuert werden, um eine Infektion zu vermeiden. Eltern sollten in diesem Falle keinesfalls den Fahrradschlauch dem Junior überlassen. Wächst nun im Laufe der Zeit der Schraubernachwuchs heran und versucht er schließlich seine Eltern zu überreden ihm doch bitte eine Vespa zu kaufen ist alle Hoffnung verloren. Einmal mit dieser Krankheit infiziert kann nur der Kreditrahmen der suchtartigen Rostliebe Einhalt geboten werden. Die Krankheit beginnt nun also mit der ersten Vespa, die sich der Blechrollerfreund zulegt. Spätestens im darauffolgenden Monat wird er sein neues Gefährt mit stolz geschwellter Brust 15 lange Kilometer weit, laut fluchend (meist ohne sich ein einziges Mal zu Wiederhohlen) nach Hause schieben, um am nächsten Tag in der Garage zu verschwinden. Neueste Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass der Vespafahrer an sich eher latent masochistisch veranlagt ist. Er muss nicht schrauben, er tut's aber. Von Ehefrauen wird häufig berichtet, dass es zu Schwierigkeiten kommt, wenn der Rollerfahrer nach durchschraubter Nacht trotz heftigen Katers seine Fingernägel in einen bürotauglichen Zustand zu versetzen versucht. Natürlich, mit der Zeit lassen die Leiden des jungen Vespafahrers nach. Er gewöhnt sich daran, die Meiste Zeit zwischen den Ausfahrten in der Garage zu verbringen. 3 Erotik und Sexualität Vespisti sind liebenswert ... finden die meisten Vespisti. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Üblicherweise wird die Panne der letzten Ausfahrt noch am selben Tage analysiert. Üblicherweise zehn Minuten bevor die Lebensgefährtin zu Bett geht. "Kommst Du jetzt auch?" - "Ja, sofort, ich muss nur noch den Vergaser wieder draufschrauben." - Eingeweihte wissen natürlich, dass gerade diese Tätigkeit mit besonderer Obacht und oftmals wegen vergessener Dichtungen mehrmals hintereinander ausgeführt werden muss. Bedeutet dies, dass man dem Vespafahrer ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität nachsagen muss? Dass er am Ende vielleicht gar zum Aussterben verurteilt ist? Nichts weniger als das. Gerade der Vespafahrer zeichnet sich durch eine besondere Sensibilität und ein ausgesprochenes Taktgefühl aus. Weiß er doch aus Erfahrung, dass er hierdurch seiner Partnerin eher entgegenkommt: bis er seine allabendlichen Reparaturarbeiten beendet hat, beginnt die Migränetablette zu wirken, hat die BH hinreichend Zeit, sich für die Nacht fertig zu machen, die Tages- gegen die Nachtmaske zu wechseln, die Schlafräume aufzuräumen usw. 4 Schlussfolgerung: der Autismus des Vespafahrers Kommen wir nun zum Ende unserer Betrachtung und fassen unsere Beobachtungen in der These zusammen: "Freunde italienischer Blechroller sind chronische Autisten." Einige verallgemeinernde Eigenschaften des Autisten sind: zwanghaft wiederkehrende Handlungsabläufe, starke Konzentration auf bestimmte Objekte, unbedingtes Festhalten an fixierten Ritualen, partielles Ausblenden von dabei störenden Einflüssen von Außen. Diese Beschreibung ist bei weitem nicht vollständig, soll jedoch in diesem Kontext ausreichen. Wie oft beobachtet man beim Blechrollerfan eine fast zwanghafte Folge von Ritualen. (Der Rollerfahrer selbst spricht allerdings von "Zeremonien".) Beim Auswählen der gerade passenden Vespa, der typischen letzten Kontrolle vor dem Anlassen, das Öffnen des Benzinhahns, das Antreten, schließlich das schier endlose Nachhauseschieben mit anschließender Nachtschicht in der Garage handelt es sich um immer wiederkehrende Handlungsmuster, die gerade durch ihre Gleichförmigkeit einen zwanghaften Charakter haben. - Solange der Vespafanatiker sch mit dem Objekt seiner Begierde befasst, wird die Umwelt nahezu völlig ausgeblendet. Gerade bei Runs oder auf Teilemärkten wird häufig ein Phänomen beobachtet, das sich sonst selten wiederfindet: In tiefer Konzentration auf die Roller und die Umstehenden Gleichgesinnten wird ist jede Ablenkung von Außen ausgeblendet. Ist die Veranstaltung vorüber, bricht die Realität in voller Härte über den Rollerfan herein. Die solches bereits gewohnte, psychologische geschulte Ehefrau und Partnerin wird sich mit den Kindern zu ihm begeben: "Das ist unser Sohn Helmut, er ist 18 Jahre alt und studiert im 3. Semester; Doris hier wird nächsten Monat 20, ist verheiratet und lebt jetzt in ...". Nur so können schwerwiegende psychische Schäden verhindert werden. Den besten Therapieansatz für den Vespafahrer formulierte meine BH sehr treffend: "Immer noch besser, er schraubt an seinen Rollern, als daß er sich mit irgendwelchen Leuten herumtreibt, Geschäfte unsicher macht, ständig im Internet rumhängt oder gar zu irgendwelchen Treffen fährt." Gruß Dirk.
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Wo bekomme ich so eine "mooncap"?
ähm Andre...Wo Du doch gerade mit der Digicam vor meiner PX stehst...kannst Du nicht ein paar Pics für die HP schießen? Und das mit den Deckeln da sieht richtig gut aus. Würde echt gut zu Deiner "Smoothie"-SchLampe unten passen. Gruß Dirk
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Kupplungsverstärkungen
@madman: Wie temperaturbeständig sind denn die Matrixmaterialien heute? Ist schon ne weile her, daß ich mich mit Faserverbundwerkstoffen beschäftigt habe. Ach ja, war nicht eine der Grundregeln für den Einsatz von FVW, daß die Fasern immer in Richtung der angreifenden Lasten liegen sollen? Wie bewerkstelligst Du das bei deinem Zahnrad? Gruß Dirk
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Kupplungsverstärkungen
@gravedigger: Kommt auf die Abgastemperaturen an. Schätze aber, Du wirst kein Matrixmaterial finden, daß außreichend temperaturbeständig ist, um einen kompletten Puff daraus zu fertigen. Evtl. ab dem Konus... Gruß Dirk
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PV Elektrik
...und wenn Du schon vor der PV sitzt und Lämpchen kontrollierst, bzw. tauschst würde ich noch alle Kontakte mal nachschauen, ggf. reinigen. Ein korrodierter Kontakt erhöht ebenso den Widerstand des Systems und es kommt teilweise zu auf den ersten Blick unerklärlichen Phänomenen. Gruß Dirk
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Baustellen?
:heul: Mein (Alb-)Traum. Meine Baustelle. Mein Baby. Ach Scheiße. Zu verkaufen bei eBay :heul: Aber was sein muß....Verdammter Kapitalismus. Gruß Dirk.
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*Heul* Hab grad meinen Knudsen Taunus
So jetzt geht auch meine Autobaustelle raus...in 6 Tagen und 23 Stunden und ich bereue alles jetzt schon. :heul: Gruß Dirk
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Kupplungsverstärkungen
Das klingt für mich fast schon wieder vernünftig Tommy. Ich glaub' da käme es auf einen Versuch mit anschließender StahlFix'schen-Material-Vernichtungsprüfung Das sollte eigentlich gut gehen, und in Glasfaserausführung auch schon halten.
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Kupplungsverstärkungen
So seh' ich das auch Stahli. Obwohl....Aerodynamik- und Gewichtstuning mittels Elementaren einsatzes von Kohlefaservebundwerkstoffen :love: Obwohl...das wäre ja dann schon fast wieder als würde ich Plastik fahren :puke: Gruß Dirk
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Kupplungsverstärkungen
Von der Idee her schon, dürfte aber schief gehen. Da CFK nunmal nicht sonderlich hart ist (gerade was Druck an geht), dauert's nicht lange, bis die Nasen an den Belägen prima Kerben da in den Korb geschnitten haben. Nur mal so zum Überdenken. Gruß Dirk
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Wenn meine Frau vor Wut kocht...
..zur Kenntnis genommen. Meine Freundin fährt ja auch gerne mit meiner V50. Und ich darf tatsächlich überall schrauben. Nur nicht in der Wohnung. Und ich liebe sie. :love: Mich darf man eben nicht immer ernst nehmen. Dachte spätestens seit dem "Alien auf der Autobahn" weiß das jede®. Also an alle, die sich angegriffen fühlen ein dickes "Sorry". Und ein "Danke" an Dich Stef, daß Du nochmal darauf hingewiesen hast, das es auch andere Frauen gibt. Gruß Dirk
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Wenn meine Frau vor Wut kocht...
Unlängst wurde hier im Forum die Frage laut, wie man seine Lebensgefährtin für das geliebte Rollerhobby begeistern könne. Dies ist natürlich etwas missverständlich formuliert; möchte man seine Angebetete dazu bringen, selbst Roller zu fahren, oder ist man bestrebt, ihr ein höheres Maß an Toleranz dem eigenen Hobby gegenüber zu vermitteln? Ersteres erscheint recht schwierig und - sollte es gelingen - auch noch ziemlich kostspielig. Ganz schlimm wäre es, wenn man es schaffen sollte, auch ihre beste Freundin zu bekehren. Es könnten sich Dialoge abspielen wie der folgende: B(este)F(reundin): "Sieh mal was ich für einen entzückenden Roller gefunden habe!" B(essere)H(älfte): "Zeig mal... Bezaubernd, hast Du den billiger gekriegt?? BF: "Wo denkst Du hin? Das ist eine original Gucci-Designer-Sitzbank. Ich weiß jetzt nur nicht, ob die gut zu meinen neuen Schuhen passt..." BH: ?Du...Schatz..hast Du schon gesehen was die Gabi da montiert hat..so was brauche ich auch unbedingt...? Andererseits gäbe es wahrscheinlich bald Vespas im Schlussverkauf und Zweitaktöl bei Aldi. Wie gesagt: nicht einfach zu erreichen, aber vielleicht doch nicht uninteressant in den Auswirkungen... Einfacher hingegen wäre es, die Einstellung dem blechlastigen, zeitintensiven Hobby gegenüber wenigstens rudimentär ins Positive zu verkehren. Der klassische Weg hierzu führt über die Konditionierung. Vor einiger Zeit unterhielt ich mich über dieses Thema mit einem Raubtierdresseur, der einige interessante Techniken erläuterte. Aber das würde hier zu weit führen... Vielleicht kann ich ganz kurz schildern, wie ich es schaffte zu erreichen, dass meine bessere Hälfte nicht nur akzeptiert, daß ich Vespafahrer bin, sondern es geradezu verlangt. Wie unlängst, als wir nach einem erfrischenden Spaziergang in der Werkstatt einkehrten. Es gelang mir ein kleines Mädchen zu beobachten, das aufgeregt am Ärmel des Vaters zupfte und auf uns zeigte "Warum haut die Frau den Mann?" "Ich kann jetzt nicht gucken, Kleines, sonst trifft die Mama mich" - Man sieht, wir sind mit unserem Problem nicht alleine. Das zu erreichende, zugegebenermaßen idealisierte Ziel wäre es, meine Freundin dazu zu bringen, dass sie möchte, dass ich Vespa fahre. Nichts liebt meine BH mehr, als mir ins Wort zu fallen. Versuche ich beispielsweise, eine elegante, ausgereifte und rhetorische feingeschliffene Analyse der weltpolitischen Finanzsituation zu geben, wird ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einfallen mich daran zu erinnern, dass ich vergessen habe, ihr eine Blankovollmacht zu geben. Andererseits mag sie es gar nicht, wenn sie in Ihrem Redefluss unterbrochen wird. BH: "Eben bin ich beim Friseur vorbeigegangen. Da sitzt doch die Frau X (Anm.: ich nenne sie hier Frau X, obwohl ich natürlich genau weiß, das ist die Schmitt von gegenüber; einfach um ihre Anonymität zu schützen) im Sessel und lässt sich von der Rita die Haare machen. Von der RITA! Also wenn ich mir überlege, wie die das bezah..." ? "Hier Schatz, hast Du 200 Euro und lass' Dich noch schöner machen." Dass ich keine Prügel bekommen habe, ist schon alles. "Als ob ich das nötig hätte!", und sie wendet sich abrupt und mit Effet um. Nebenbei bemerkt haben wir in der ganzen Wohnung Löcher im Parkett, die durch ihre abrupten Wendungen auf Absatz entstanden sind. Also: Meine Frau mag nicht, wenn ich sie inswortfallenderweise unterbreche. Ich mache ihr also klar, dass ich mit dem Schraubenzieher im Mund nur gebrochen und langsam sprechen kann: Beispiele gibt es zur Genüge. "Hätte ich jetzt gerade nicht den Schraubenzieher im Mund gehalten, dann hättest Du aber Kontra bekommen..." Oder "Wenn ich gerade dabei bin an der Vespa zu basteln, komme ich gar nicht mehr richtig zu Wort" (ist natürlich geschwindelt, ich werde grundsätzlich nur in Ausnahmefällen zu Wort gelassen, und auch dann nur, um ihr Recht zu geben). Nach einigen Wiederholungen ähnlicher Art kommt es zu neuen synaptischen Verbindungen, "Vespafanatiker" wird mit einem angenehmen Zustand assoziiert, ein Lernprozess setzt ein. Wir sind mittlerweile so weit, dass meine Freundin zu mir in die Garage kommt, wenn sie diskutieren möchte. Ich bin gerade dabei, ihr den Zusammenhang zwischen größerem Rollerbestand und längerer Redezeit zu verdeutlichen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass man sehr geduldig und ausdauernd sein sollte, bis die ersten Ansätze einer Wirkung sichtbar werden und eventuell sollte man sich eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit antrainieren. Aber ein geschulter Verstand, eine zupackende Intelligenz wird diese Schwierigkeiten mit vornehmer Zurückhaltung bewältigen. Ich darf mittlerweile schrauben, wo immer ich will, im Keller, im Garten, auf dem Speicher, in der Garage... Moment, ich muss den Drehmomentschlüssel weglegen und Euch jetzt verlassen, im Wohnzimmer klingelt das Telefon... Gruß Dirk.
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Anhänger für meine PX
Material sammeln ist ne gute Idee...kannst Du mir vielleicht schicken, was Du noch hast? Würde mir schonmal helfen. Gruß Dirk.