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Rote PV

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  1. Geld ist gefrorene Freiheit. Während meiner Ausbildung habe ich aufs Studium gespart, nach dem Studium für die Fortbildungskosten meines Berufsexamens, dann auf die eigenen vier Wände und damit ich mich mit Familie nicht an mehr "verfügbares Geld" gewöhne, habe ich diesen Monat nahtlos wieder in "graues Gold" investiert. Vermutlich ist bei mir das berufliche Denken so sehr mit den Tiefen meiner Seele verwoben, dass ich meinem Job schon gar nicht mehr entkommen könnte, selbst wenn ich wollte Die Diskussion hier ist wirklich spannend, denn sie zeigt, dass zwar einige die finanziellen Möglichkeiten ihres Jobs sehr wohl zu schätzen wissen, aber den Job selbst doch nicht so sehr lieben, dass sie nicht eher für ein paar Euro weniger lieber was anderes tun würden. Alles im Leben hat seinen Preis und ein Job der Spaß macht, kann im Zweifel auch ein Stück finanzielle Freiheit kosten. Die eigentliche Frage lautet daher wohl, auf wie viel der einzelne zu verzichten bereit ist, um in einen anderen Job zu wechseln, von dem er sich erhofft, dass ihn dieser langfristig glücklicher machen würde.
  2. Stell Dir vor, Du wärst Dein eigener Berater. Was würdest Du Dir dann selbst raten? Ich weiß nicht wo Du ansässig bist, aber bei uns übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot. Mit anderen Wort kann man es sich sogar fast leisten nur mit "netten Menschen" zusammenzuarbeiten. Unser Fachwissen hat eine Halbwertszeit von einem Jahr oder weniger. Wir haben aber gelernt schnell umzudenken und uns auch effektiv schnell neues Wissen anzueignen. Der Job ist wie ein tägliches Gehirntraining, bei dem man in komplexen Sachverhalten jedes Detail im Blick behalten muss, wenn ein Plan aufgehen soll. Der Grund, warum Du gefühlt zum genügsamen Imker wurdest, war ja wohl nicht der Beruf, sondern wohl eher oder eindeutig ein Berufskollege. Du hast mit Sicherheit ein saftiges Lehrgeld bezahlt und ich bin diesem Schicksal bisher immer nur entgangen, weil ich dieser Form der Zusammenarbeit von Anfang an weit aus dem Weg gegangen bin. Aber Du schreibst auch, dass Du zuvor ein erfolgreicher Broker warst. Wir wissen aber beide, dass Synergieeffekte dem Leverage-Effekt unterliegen. Ob Du das Handtuch wirfst oder jetzt nochmals alleine durchstartest bzw. versuchst mit künftigen Gewinnen das Verlorene wieder wett zu machen, ist sicherlich eine schwere Entscheidung. Wenn es doch aber früher gut lief und es nicht der Job selbst ist, warum willst Du dann den Teil Deines Lebens ändern, der Dir doch hoffentlich auch immer wieder Spaß bereitet hat. Wir sind Lotsen, die stellenweise die großen Pötte über die gesetzlichen und betriebswirtschaftlichen Untiefen manövrieren dürfen und somit dafür sorgen, dass möglichst kein Mann über Board geht. Davon abgesehen gibt es wohl kaum einen Job, wo die Kunden ein derartiges Vertrauensverhältnis zu einem aufbauen. Und jeder Kunde ist anders und jedes Mal tauchen wir mit dem Kunden in eine völlig andere Welt ein. Die Kehrseite ist der Stress durch die Fristen und die ständigen Fortbildungen. Ich würde mich aber jedenfalls freuen, wenn Du dabei bleibst.
  3. Die ganzen Überlegungen hier bezüglich mehr Lebensqualität kann ich bei jedem einzelnen absolut nachvollziehen. Beim Blick aufs große Ganze kommen mir aber Zweifel, wie das wirtschaftlich funktionieren soll. Wenn einzelne für sich Lösungen finden, geht dies in der Bandbreite unter, aber wenn ich mir jetzt vorstelle, dass eine ganze Generation so denken würde, hätte dies wohl andere Auswirkungen als nur lineare Gehaltsminderungen. In meinem Job gilt oft hinter vorgehaltener Hand der Grundsatz, dass jemand der 60 Stunden pro Woche arbeitet auch 50% mehr Erfahrung besitzt als jemand, der nur 40 Stunden im Job ist bzw. dass eine Teilzeitkraft mit 20 Stunden im Zweifel sogar 50% zu wenig Erfahrung mitbringt. Außerdem muss man sich ja in vielen Jobs laufend fortbilden. Hier lohnen sich die Kosten für Vollzeitkräfte mehr als für Teilzeitjobber. In der Verwaltung begegnet man dem Problem bereits damit, dass die Vollzeitkräfte den Teilzeitkräften die Essentials von Fortbildungen nur noch aus zweiter Hand vermitteln, was teilweise zu deutlicher Inkompetenz der Betreffenden führt. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch bzw. möchte ich auch für mich nicht ausschießen, dass ich vielleicht in ein paar Jahren ebenfalls meine Arbeitszeiten stärker begrenzen und vielleicht sogar reduzieren werde. Dennoch wollte ich auch mal diesen Gedanken loswerden, weil ich den Eindruck habe, dass wir uns hier gerade wirklich sehr offen miteinander austauschen.
  4. Rote PV antwortete auf heizer's Thema in Blabla
    Heute war geil, weil ich den halben Tag für eine kleine Rollertour (ca. 160 km) durch den Nordschwarzwald blau gemacht habe und mich dort auch mit Freunden im Biergarten einer Berghütten am Waldrand getroffen habe. Selbst das Wetter hat bis auf ein paar Regentropfen mitgespielt. Nachtrag: Die Kurven waren mega geil!
  5. Respekt, obwohl ich mich da fast frage wer hier die Gefangenen und wer hier die sind, die privat in Freiheit leben.
  6. Durch meinen Wechsel in die Selbständigkeit vor vielen Jahren, habe ich weniger Geld für mehr Arbeitszeit getauscht, was aber wohl nicht Deine Frage war Aber im Ernst, ich habe wirklich bewusst auf mehr Gehalt verzichtet, um "im" Job die Freiheit zu haben, die mir wichtig ist. Ich kann mir zwischenzeitlich meist aussuchen, für welche Kunden ich arbeite und für welche nicht. Für mich hat dies etwas befreiendes bzw. bin ich halt nicht mehr fremdbestimmt. Wenn der Job grundsätzlich Spaß macht, verliert der Faktor Zeit auch etwas an Bedeutung.
  7. Eigentlich kommen einem doch diese Gedanken meist ab Dezember bis in den Frühling hinein. Und wenn dann alle Altfälle mit erheblicher Verspätung und Zwangsgeldandrohungen abgearbeitet sind, freut man sich doch wieder seines Lebens, obwohl man genau weiß, dass es keine 12 Monate mehr dauert, bevor das Hamsterrad wieder auf Hochtouren dreht. Ich habe noch nie eine Zusammenarbeit mit Kollegen gewagt, verstehe aber gut was Du meinst. Die Halbwertszeit liegt ja leider oft bei 2-3 Jahren und einer zahlt in den meisten Fällen darauf.
  8. Genau diese Gedanken gingen mir auch vor einigen Jahren durch den Kopf, aber der Reihe nach. Ich finde es unglaublich spannend und interessant zu lesen, dass hier so viele mit Ü40 über einen beruflichen Neuanfang nachdenken. Um das Thema Entlohnung und Zufriedenheit nicht erneut aufzuwärmen, möchte ich nur noch kurz auf Herzberg verlinken: https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Faktoren-Theorie_(Herzberg) Bei mir war es seinerzeit die Ausbildungszeit, die mich zum Schritt in die Selbständigkeit "gedrängt" hat. Unser Chef stauchte uns als Azubis regelmäßig zusammen, wenn wir nicht tausend Mark abrechenbare Arbeitszeit pro Woche vorweisen konnten. Mit Ü30 bzw. nach bestandenem Berufsexamen war ich Alleinverdiener und mein Konto näherte sich nach Begleichung der Lehrgangsgebühren dem Limit. Daher entschied ich mich seinerzeit für eine finanziell überschaubare Selbständigkeit als "Einzelkämpfer". Der Vergleich von "Steuermann", dass man beim Schritt in die Selbständigkeit Gefahr läuft eine Durststrecke nur schwer vom Beginn des Absaufens unterscheiden zu können, kann ich nur beipflichten. Der Preis für meine Selbständigkeit als "Krauterer", besteht jedoch darin, dass ich weniger verdiene als berufsüblich. Dafür bin ich mein eigener Chef und trage auch keine finanzielle Verantwortung für Arbeitnehmer. Anfang 40 begannen dann auch meine "Wechseljahre" und ich beschloss für mich, dass doch jetzt der Zeitpunkt sein müsste, an dem ich mir endlich alles leisten könnte, was ich mir schon immer für "später" aufgespart habe. Dieses Vorhaben scheiterte schon schnell am noch offenen Immobilienkredit in Kombination mit meinem Kontolimit Gleichzeitig kam in mir auch der Gedanke auf, dass ein beruflicher Neubeginn neben einem höheren Einkommen doch die Routine durchbrechen würde und dem Leben neue Würze geben könnte. Ich überlegte also ob ich eine Zusammenarbeit mit Kollegen beginnen sollte oder vielleicht sogar ins Anstellungsverhältnis wechseln sollte. Selbst über den Wechseln in einen berufsnahen Job dachte ich seinerzeit nach. Durch Gespräche mit verschiedenen angestellten Kollegen, wurde mir aber schnell klar, dass ich mir diese Arbeitsbedingungen in keinem Fall mehr freiwillig antun möchte. Heute bin ich froh, dass ich keinen Rundumschlag gemacht habe. Auch meine Sinnfrage habe ich vom beruflichen in den außerberuflichen Bereich verschoben. Oder mal direkt gesprochen, wird doch jedem irgendwann klar, dass wir alle sterben werden und unsere Zeit somit endlich ist. Natürlich kann ein Beruf hier ein Stück Sinn vermitteln, aber mir alleine war und ist dies zu wenig. Davon abgesehen werde ich wohl in weniger als zwanzig Jahren in Rente gehen und was gibt mir danach noch einen Sinn. Fazit: Ein Berufswechsel mit Ü40 kann viele Gründe haben, aber wenn man den Thread so durchliest, ist es doch meist eher der Wunsch aus dem Hamsterrad auszubrechen oder sich eines zu suchen, dass einem weniger Beschwerlichkeit verspricht. Solange wir aber noch im Hamsterrad laufen, stehen wir voll im Leben, egal wie wir hier im Alltag immer wieder aufs neue Verletzungen, Kränkungen oder Enttäuschungen hinnehmen müssen oder anderem Stress ausgesetzt sind. Ich versuche mir immer wieder mit dem Titel eines Schlagers selbst zu sagen: "Heute beginnt der Rest Deines Lebens" und ich möchte von der mir noch verbleibenden Zeit möglichst viel so verbringen , dass ich beim Abgang nicht bereuen muss etwas verpasst oder falsch gemacht zu haben.
  9. Ich weiß nicht, ob das technisch so einfach möglich ist, aber frag doch einen Lackierer, ob er Dir hier über den Originallack einen anderen darüber lackieren kann, so dass der Alte unberührt bleibt Aber mal im Ernst, vielleicht könnte man es ja mit folieren versuchen. Alles andere wird ja hinsichtlich der Grundfarbe keine Veränderung bringen, worum es Dir ja wohl eigentlich auch selbst geht.
  10. Mal eine andere Überlegung, die man aber wohl auch erst rechtlich sauber abklopfen müsste. Was wäre, wenn Dein Motor in Polen oder einem anderen osteuropäischen Land bei einem Benziner eingebaut und dieser dann dort neue Papiere bekommen würde, die nach Möglichkeit EU-tauglich wären. Ich könnte mir vorstellen, dass dort auch die Arbeitszeit für den Einbau günstiger wäre.
  11. Sieht bei mir ähnlich aus, aber das habe ich auch gar nicht anders erwartet. Meine "besten" Monate sind zum Glück eher in den ersten Monaten des Jahres, so dass mich das ganze jetzt noch nicht völlig aus der Bahn wirft. Bezüglich Sportwagenpreise habe ich nicht den Schimmer einer Ahnung. Da bei uns aber völlig außerplanmäßig ein neuer Zweitwagen fällig wurde, haben wir zu einer Tageszulassung gegriffen, denn auch mich konnten die Gebrauchtwagenpreise nicht wirklich überzeugen. Davon abgesehen kann ich aktuell keine ungeplanten Reparaturkosten brauchen, weshalb mir feste monatliche Raten und Garantie lieber sind. Wegen der Immobilien gehe ich auch davon aus, dass die Preise noch fallen werden, bevor sie dann wieder richtig steigen. Im Moment wird wenig angeboten, aber auch etwas weniger nachgefragt. Die Verkäufer wissen nicht was sie mit dem Geld tun sollen und viele Käufer haben Angst vor der Zukunft. Tendenziell ist aperiodisches Handeln sehr riskant, aber sinnvoll. Wenn die Unsicherheit wegfällt, werden plötzlich viele Investitionen nachholen wollen, die sie aktuell aufgeschoben haben. Immobilien wachsen aber nicht auf den Bäumen und ich fürchte, dass ich in dieser Phase keine Chance mehr gehabt hätte mit Besserverdienern preislich mitzuhalten. Daher lieber jetzt das Risiko etwas mehr bezahlt zu haben, als später den Zug ganz zu verpassen, wenn dieser dann wieder richtig losrollt. Normalerweise hätten ja die Preise aktuell er fallen müssen, weil wohl viele auch finanziell Probleme bekommen haben, aber hier sieht man dann auch, dass es doch eine nicht unbeachtliche Anzahl von Leuten gibt, die aktuell noch ihr Geld in Sicherheit bringen wollten. Jedenfalls war es fast ein Kampf überhaupt etwas zu finden und da der eigentliche Termin noch bevorsteht, muss ich hoffen, dass jetzt endlich alles wie geplant verläuft. Oder anders gesagt scheint gerade bereits eine kleine Zwischenphase entstanden zu sein, wo die Zahl der potentiellen Käufer wieder zugenommen hat. Das wird sich wohl im Herbst wieder ändern, aber aktuell haben wohl gerade vorübergehend die Verkäufer wieder etwas Oberwasser. Den besten Zeitpunkt für einen Kauf ist übrigens eher eine theoretische Illusion. VWL-Bücher liefern Erklärungsansätze wie den Fisher-Effekt und ähnliches, aber in der Praxis warten die anderen nicht, bis man für sich selbst den richtigen Zeitpunkt gefunden hat.
  12. Die Spielregeln wurden wohl überall mehrfach während des Spiels geändert. Die letzte "stille" Änderung ist wohl die Vorläufigkeit der Zuschüsse innerhalb vieler Bescheide. Aus "nicht rückzahlbar" wurde plötzlich "vorläufig nicht rückzahlbar". Und genau hier setzen jetzt wohl auch die Ermittlungen an. Dennoch dürfte vielen spätestens ab Mai bewusst gewesen sein, dass sie hier ein "Geldgeschenk" in voller Höhe auf ihrem Festgeldkonto geparkt haben, das mit dem Begriff "existenzbedrohend" nicht in Einklang zu bringen war. Ich hatte und habe Verständnis für die schnelle Beantragung innerhalb der panischen Phase, wo keiner wusste, wie lange der Irrsinn dauern wird und ob man diesen Puffer vielleicht noch dringend brauchen würde. Und wir dürften auch nicht vergessen, dass Helge Braun von der CDU die "odre de mufti" verkündete, dass vor dem 20.04. noch nicht mal über Lockerungen diskutiert würde. Dies zu einem Zeitpunkt, wo intelligente Menschen mit Excelkenntnissen bereits wussten, dass die 1. Welle bereits seit dem 4./5. April deutlich abflachte. Unsicherheit ist für die Wirtschaft aber Gift und die Regierung / Kanzlerin hat hier entgegen der öffentlichen Meinung massive Fehler begangen. Dennoch werden es vorwiegend (Ex-)Kleinstunternehmen und Arbeitnehmer sein, die nun diese Fehler ausbaden dürfen.
  13. Jetzt mach Du mich nicht auch noch kirre Hatte am Freitag einen Banktermin, weil Schuldenmachen doch gerade so in Mode ist und ich insgeheim doch irgendwo darauf wette, dass die Immobilienpreise bald wieder richtig steigen werden. Jedenfalls hat mir der Banker auch etwas ins Gewissen geredet, dass ich im Notfall wenn´s eng wird besser die Investition wieder mit Verlust sausen lassen soll, statt daran zu kleben und das zu gefährden, was ich mir bisher aufgebaut habe. Das Verrückte in dieser Krise ist aus meiner Sicht, dass sie zwar die ganze Welt betrifft, aber dennoch nicht alle gleich betroffen sind. Das deckt sich leider auch mit Deiner vollkommen berechtigten Kritik, dass diejenigen, die besonders betroffen waren, nicht fair entschädigt wurden. Auch jetzt sind ja von der Prostitution bis zu den Schaustellern und vieles mehr noch viele stark von den Maßnahmen betroffen, während andere Branchen Einschnitte hinnehmen mussten, aber auch bereits wieder Licht am Horizont sehen. Die einen werden also mit Wumms aus der Krise kommen und die anderen durch die Krise ihre Existenz verlieren. Außerdem geht gerade die Angst bei vielen um, weil die Soforthilfen überprüft werden und hier böse Überraschungen lauern. Der § 264 StGB kennt keine strafbefreiende Selbstanzeige, aber wie viele Selbständige haben in ihrer berechtigten Panik den Strohalm gegriffen, der ihnen seinerzeit großzügig gereicht wurde.
  14. Und die anderen scheint Deine Frage nicht wirklich zu interessieren
  15. Kennst Du den Begriff Karma? Stell Dir vor, Du bräuchtest für die Reparatur Deiner Vespa ein schwer zu bekommendes Teil und der Verkäufer wäre ein Landi-Fahrer, der sich nicht entscheiden kann, wie hoch er den Preis dafür maximal ansetzen kann, ohne zu riskieren, dass Du heulend und schreiend von dannen ziehst. Ich persönlich würde die Teile daher eher über Ebay versteigern und auf einen guten Preis hoffen.
  16. Was beinhaltet hier der Begriff "Rendite"? Gehört hier im Zweifel auch der (steuerfrei) Veräußerungsgewinn dazu, wenn man die Immobilie (nach 10 Jahren) veräußert. Ich sehe hier ein ganz anderes Problem. Irgendwann werden Mieter nur noch mit Taschenlampe ihre Wohnung verlassen können, weil dann die Vermieter aus Kostengründen wohl nicht mal mehr die Glühbirne im Treppenhaus wechseln lassen. OK., das war jetzt zu negativ gedacht. Vielleicht stellen dann auch einige Vermieter nur Münzautomaten im Treppenhaus auf, wo man für 10-20 Cent das Licht für 3 Minuten einschalten kann ;-)
  17. Ich glaube Dein "Gefühl" täuscht. In den Zeiten des Neuen Markts haben viel mehr Leute gezockt (mich eingeschlossen) und heute werden sogar vermehrt ETF-Fonds statt gemanagten Fonds gekauft. Oder anders gesagt habe ich den Eindruck, dass es vielen schon zu viel wird die Fonds regelmäßig zu überwachen oder zu tauschen, was bei Index-Fonds und ähnlichem ja mehr oder weniger entfällt. Was Du aber wohl vermutlich meinst, ist eine sehr kleine Gruppe von hochagilen Zockern, die hier einen solchen Eindruck entstehen lassen. Davon abgesehen habe ich den Eindruck, dass es mengenmäßig vorwiegend Leute mit "wenig Geld" sind, die in Fonds oder Aktien investieren. Die Betuchteren "sammeln" nach meinem Eindruck gegenwärtig schwerpunktmäßig eher Immobilien, die dann auch gerne mal komplett fremdfinanziert werden bzw. lediglich mit vorhandenem Vermögen abgesichert werden. Sehr beliebt sind ETW mit Hausverwaltung, bei denen der Zeitaufwand auf ein Minimum reduziert ist.
  18. Offen gesagt habe ich ohnehin wenig Erfahrung mit Polizeikontrollen. Bei mir wurden in 30 Jahren einmal die Papiere als Autofahrer kontrolliert, weil ich pfeiff "kreativ" geparkt hatte. Eine Beifahrerin versuchte die Situation zu retten und erklärte den Polizisten, dass kein Verkehrsvergehen vorliegen würde. Man erklärte der Dame, dass sie sich raushalten solle, weil sie nicht rechtskundig sei. Es handelte sich hier um eine Arbeitskollegin, die von Beruf Rechtsanwältin war, aber zugegebener Maßen in diesem Zeitpunkt auch nicht selbst fahrtauglich gewesen wäre Und das zweite Mal war letztes Jahr mit der Vespa, weil mein Rücklicht auf der Autobahn bei Nacht offenbar durch keinen Kabelbruch immer wieder ausging und einige Autofahrer die Polizei alarmiert hatten. Bis ich meine Vespa legal auf 125ccm umgebaut habe, bin ich davor rund 30 TKm gefahren und wurde niemals angehalten, was wohl auch besser für mich war. Aber hier sind wir dann bei dem Punkt, ob 50ccm legal wirklich sinnvoll sind bzw. warum soll mal illegal mit 50ccm schneller fahren, wenn man was größeres fahren dürfte?
  19. Ich spekuliere ja nur gediegen mit ETF´s, aber gab es da nicht die Metapher von Kostolany, dass die Börsenkurse wie ein Hund beim Gassi gehen mal vorauseilen oder mit Verzögerung hinterherrennen.
  20. [Ironie on:] Genau so sehe ich das auch. Früher war sogar die Zukunft noch besser!!! [Ironie off] Nichts dauert ewig, noch nicht mal eine Krise
  21. Ich würde hier sogar noch einen Schritt weiter gehen. In den 90´er Jahren waren Roller nicht so verbreitet wie heute. Wenn man abends mal aus der Kneipe heimgefahren ist, wurden eher die Mopeds und Autos kontrolliert als ein "braver Vespafahrer". Heute fahren so viele "moderne" Plastikroller herum, die nicht ganz original sind, dass die Ordnungshüter heute auch mal schneller eine Vespa anhalten würden. Davon abgesehen bringen 125ccm oder mehr mal von den regelmäßigen Pflichtbesuchen beim TÜV ja kaum finanzielle Nachteile mit sich. Bei meiner Vespa ging der Versicherungsbeitrag sogar runter, nachdem ich sie seinerzeit von 50ccm auf 125ccm umgemeldet habe.
  22. Mein PV war mal eine 50 Spezial. Als ich den Führerschein gemacht habe, hatte ich mich gleich für beide Scheine angemeldet. Aus finanziellen Gründen wurde es dann aber doch nur ein PKW-Führerschein. Ich bin sehr lange mit 50ccm unterwegs gewesen und habe in dieser Zeit rund 30.000 km Stadtverkehr gefahren, aber auch oft längere Touren mit meiner Vespa unternommen. Ich war damals jung, hatte wenig zu verlieren und die Vespa schaffte es schon kurze Zeit nach dem Kauf trotz Originalzylinder auf rund 60 km/h auf dem Tacho. Mich nervte es aber tierisch, dass ich beispielsweise bei jeder Tour oder selbst im Stadtgebiet noch nicht mal eine Schnellstraße nutzen konnte und oft sehr umständlich immer Verkehrsverbindungen suchen musste, die für 50 km/h zugelassen waren. Ich holte also den Motorradführerschein nach und baute meine Vespa legal auf 125ccm um. Diesen Schritt habe ich nie bereut. OK., wenn mich alle zwei Jahre der TÜV nervt, denke ich schon an die Zeiten zurück, wo ich quasi mein eigener TÜV war ;-) In Bezug auf "Ehefrau anfixen", würde ich bei meiner nur ein verächtliches Lächeln bekommen. Sie findet selbst meine PV schon eher "niedlich" und würde eher einen Tretroller fahren, statt einer 50´er. Oder anders gesagt hatte sie sogar mal eine 125´er TPH und fand diese ziemlich lahm. Frauen gehören nur in den verschrobenen Gedankengängen einiger Männer per se zum "schwächeren Geschlecht".
  23. Aktuell finde ich es persönlich gut, dass der Staat / Europa / die Welt so viele Schulden macht. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich mich bald auch mal wieder neu verschulden und darauf hoffen, dass die Verschuldung der Staaten für niedrige Zinsen sorgt
  24. @Steuermann Wir können es ja auch wie die Banken machen, die gerade am Anfang der Corona-Krise die Kleinstunternehmen an der langen Leine verhungern ließen und nur mit denen Termine machen, deren Existenz nicht wirklich gefährdet ist ;-) Es gab mal irgendwo so eine Satire, wo gefragt wurde, warum die Lufthansa 9 Mrd. Finanzhilfe bräuchte. Die Antwort lautete dann: Für die Abfindungen. Unternehmen, die jetzt unter 60% Umsatz machen und vom Staat nur halbherzige bis eigentlich keine ausreichende Unterstützung bekommen, brauchen eigentlich keinen Steuerberater, sondern einen Insolvenzverwalter. Corona verschwindet nicht von heute auf morgen und die wenigsten werden diese extrem lange Durststrecke tatsächlich überstehen. Schon klar, dass der Staat hier einen Sündenbock sucht, dem er dann die Schuld geben kann, wenn auch dieses Geld nur sinnlos in den Sand gesetzt wurde.
  25. Bei uns wird Anfang Juli von der Kammer ein Webinar zu diesen Themen angeboten. Sehe das aber wie Du. Warum sollen wir jetzt quasi für die Verwaltung die Kohlen aus dem Feuer holen bzw. die Haftung für diese Hilfen übernehmen, nachdem mit der Soforthilfe Krethi und Plethi den Staat maßlos abgezockt hatten. Auch frage ich mich, was mit den unberatenen Steuerpflichtigen passieren soll. Ich werde doch jetzt nicht mit Rundstempel die Haftung für all jene übernehmen, die ich zuvor aus gutem Grund als Mandanten abgelehnt oder gekündigt habe. Davon abgesehen stellt sich ja auch die Frage, wie viel dieser Mandanten am Ende überhaupt die Krise überstehen werden. Oder anders gesagt muss ja am Ende auch einer die Zeche bezahlen und ich werde einen Teufel tun, wenn hier der Staat den Banken 100%ige Bürgschaften "schenkt" und unser Honorar hier nur mit 40-80% für diese Tätigkeiten übernehmen würde, wenn der Mandant diese Zuschüsse überhaupt für die Zahlung unserer Rechnungen verwendet! Der größte Witz ist aber die Klausel, dass die Zuschüsse vollständig zurückbezahlt werden müssen, wenn die jeweiligen Unternehmen bis August das Handtuch werfen. Wie viele werden hier einfach Insolvenz beantragen und von welchem Geld sollen dann die Zuschüsse zurückbezahlt werden. Passt mal wieder zum Thema Bürokraten und Politiker basteln sich ein Gesetz und vergessen hier die eigenen Fachleute ins Boot zu nehmen. BTW, die Buchhalter fordern doch ständig mehr Kompetenzen. Sollen die doch die Anträge unterschreiben *** duck weg ***

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