Anfrage kam heute über unser Internetseite:
Betreff: Hilfe vom Vespa Club benötigt
Hallo Lieber Vespa-Club,
mein Name ist .......... und ich bin seit kurzem stolzer Besitzer meiner ersten Vespa.
Als Teenie war die Vespa immer mein großer Traum welcher finanziell jedoch unerreichbar schien. Diesen habe ich dann im Erwachsenen Alter durch die täglichen Herausforderungen im Job und in der Familie irgendwie vergessen. Bis ich im Dezember für 2 Wochen in Thailand war und dort fast ausschließlich Roller gefahren bin. Zurück in Deutschland machte ich mich sofort auf die Suche nach dem passenden Model.
Ein Oldtimer wäre optisch ein Traum, aber da ich technisch wenig Kenntnisse habe war mir der Kauf etwas zu heikel…ich kenne mich ja nicht aus!
Bei der weiteren Suche nach den schönsten Vespen fand ich meinen Traum. Die Vespa 946 Armani Sondermodel. Ich war sofort begeistert und musste also nur noch einen entsprechenden Verkäufer finden. Das war dank moderner Verkaufsportale schnell erledigt. Dass der Traum Roller in Österreich war hielt mich nicht ab und so wurde kurzerhand ein Sprinter vom Kumpel geliehen und das Objekt der Begierde bezahlt und eingesammelt.
Immerhin 23% über dem damaligen Listenpreis musste ich hinlegen. Dieser lag 2016 bei 9999.- €. Der Roller war streng limitiert als er 2015-2016 auf den Markt kam und nach jeder Auslieferung rasch ausverkauft. Als Jugendlicher konnte ich mir aber meinen Traum nie erfüllen deshalb sollte Geld erstmal keine Rolle spielen.
Der Roller hatte 11km Tachostand, alles an Boxen und Zubehör vorhanden und hatte noch keine Erstzulassung. Ich war begeistert!
Bis ich letzte Woche an der Zulassungsstelle das böse Erwachen erlebte. Denn mein 140 Jahre Vespa und 40 Jahre Giorgio Armani nummeriertes Sondermodell (Nr.334 von 500 glaube ich) ist ein EURO3 „Abgasverbrecher“ und da er, aus Gründen der Wertsteigerung, noch nie zugelassen war kann er seit 2017 nicht mehr zugelassen werden! Man könne beim RP (Regierungspräsidium ...............) eine Sondergenehmigung beantragen, telefonisch wurde mir jedoch gesagt, dass ich auf eine solche Genehmigung wenig bis keine Chancen hätte.
Nun steht die Vespa in meiner leeren Halle und ich weiß nicht was ich mit so einem teuren Möbelstück anfangen soll. Der Verkäufer lehnt jede Rücknahme ab und behauptet er habe keine Kenntnis von dem Problem gehabt. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt Sie ebenfalls einfach weiter zu verkaufen aber da würde ich wahrscheinlich nur den nächsten Vespa-Enthusiasten auf´s Glatteis führen.
Nun hat mich ein Freund auf die Idee gebracht beim Vespa Club nachzufragen ob Ihr:
A) Eine Idee habt wie wir meine Vespa nun doch auf die Straße bringen? ZB durch unterstützen bei der Anfrage einer Sondergenehmigung ans RP.
B) Oder jemanden unter den Mitgliedern kennt der mir meine Vespa zum original Kaufpreis von 12.300€ abkaufen würde.
Varianta A wäre mir deutlich lieber, aber bevor ich gar keine Vespa fahren kann würde ich diese Lieber verkaufen und mir dann doch einen Klassiker mit etwas mehr Geschichte zulegen!
Sorry für den langen Text, aber die Story lässt sich nur schwer abkürzen ☺
Anbei noch ein Foto des „Problemkindes“
Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Zu a) habe ich ihn an eine kompetente Person aus der Region verwiesen
Zu b) ihm mitgeteilt, dass wir an solchen Fahrzeugen kein Interesse haben
Das Foto war in irgendeinem Gurkenformat, das ich lieber nicht öffnen wollte ...