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Zu wenig Spannung DC am BGM Regler

Featured Replies

Geschrieben

Laderegler von Vape (vor beispielsweise ca. 20 Jahren) zogen überdurchschnittlich hohe Ruheströme und machten nach längeren Ruhezeiten kleinere Batterieen völlig leer, deshalb wurde damals auch empfohlen die Batterie über das Zündschloss zu schalten!

 

Ein Elko alleine zur Glättung der pulsierenden Gleichspannung, funktioniert bei niedrigen Motordrehzahlen und zusätzlicher Belastung wie Fahrlicht und Blinker mehr schlecht als recht. So ungefähr sieht das an einem 100 Watt Generator mit ausreichend hohen Leerlaufspannungen aus.

 

https://motelek.net/andere/scooter/suzuki/lido_50sl/?file=lido50sl_limapower.png

 

Bei hoher Belastung nach dem Gleichrichter bzw. Laderegler, muss auch die Motordrehzahl entsprechend hoch sein. In diesem Zusammenhang hat es sich damals die Marketing Abteilung von Vape viel zu leicht gemacht, was das fahren ohne Batterie betrifft!

 

PS: Für DC Bordnetze an kleineren Generatoren würde ich schnelladefähige LiFePO4 Energiespeicher empfehlen, dann aber zwingend einen ausreichend großen Elko zum Laderegler parallelschalten! Denn wenn das integrierte BMS wegen einer vollgeladenen Zelle vom LFP Energiespeicher beispielsweise schon ab 14,4 Volt Klemmenspannung abschaltet, dann hängt das Bordnetz praktisch ohne Glättung in der Luft. Dann wäre bis zu schweren Fehlfunktionen von BMS und am Bordnetz angeschlossenen Komponenten alles möglich, was unter anderem auch zur Zerstörung einzelner LFP Zellen führen könnte!  

Geschrieben
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Was ist denn eine geeignete Dimension für einen solchen Elko? Farad ist eine Einheit, die ich (ähnlich wie Ohm) überhaupt nicht einschätzen kann. Du erwähnst z.B. 4700 mikroF. Ein sog. Batterieeleminator mit 10000mikroF und 12V ist 30x32 mm groß (https://www.kedo.de/pme-mini-batterie-eliminator-komplett-inkl-schelle-anschluss-mit-beiliegenden-japansteckern-buchsen-ersetzt-die-batterie-30mm-x-32mm-33074.html).

 

Andererseits gibt es im Versandhandel die von Dir empfohlene Dimension mit 18x30 mm. 

Ist das nicht etwas filigran mit diesen Lötfüßchen für so ein Moped?

 

 

Geschrieben
  • Autor

Heute war Messtag an der Lince. Erstmal die ZGP rausgenommen. Kabelbruch war nicht erkennbar, die Lötstellen sahen soweit gut aus, allerdings mit der Einschränkung, dass Schutzlack drauf ist. Der war überall intakt. Das gelbe Kabel hat keinen relevanten messbaren Widerstand. Gelbes Kabel über alle 4 Spulen hat 5 Ohm. Spule 1 und 2 von Anfang bis Ende jeweils 2 Ohm. Nr. 3 und 4 sind so gewickelt, dass es für Nr. 4 keinen Anfang oder Ende gibt. Gemeinsam haben die beiden 3 Ohm. In der Summe ist das dann schlüssig. Der Vergleich mit einer intakten Vespa-Zündung ergab identische Ergebnisse. Also schien die ZGP in Ordnung. Sie ist übrigens gekennzeichnet mit 652 2017. Ein bisschen Recherche hat dann noch ergeben, dass es einen sog. weichen Masseschluss geben kann, der aber nur mit Megaohm-Messgeräten gefunden werden kann. Also hab ich mich auf einen Neukauf eingestellt, da ich trotz Fehlfunktion keinen Defekt finden konnte und das weitere nur unnötig Zeit und Geld kostet.

Ich hab sie wieder eingebaut, vorher noch das Bougierrohr entfernt, mehr aus Neugier, ob da trotz des regulären Widerstands nicht doch etwas gequetscht ist. War aber nicht.

Also genervt wieder eingebaut, noch mal gemessen und siehe da: alles funktioniert wie es soll:der Motor dreht perfekt hoch, 20-55 V AC an Gelb, je nach Drehzahl, 12,2 V AC nach dem BGM-Regler und 2,9 V DC an Rot. Mit Batterie (Ruhespannung 12,9V) dann 14,5 V DC zwischen den Batteriepolen. 

Keine Ahnung, woran es gelegen hat. Da ist nichts gravierendes verändert worden ausser dem Bougierrohr und etwas Lack abkratzen um an den Lötstellen besser messen zu können. Die Werte o.g. konnte ich aber auch ermitteln, ohne den Lack abzukratzen. Ich wollte nur ganz sicher sein, dass die Messespitzen guten Kontakt haben. 

Das Polrad ist von der Magnetkraft praktisch identisch mit dem der Vespa. 

Ich werde die Kabel demnächst wieder ordentlich einpacken, die Zündung final montieren und abschließend noch mal messen. Alles sehr seltsam. Aber es scheint jetzt zu funktionieren. 

Geschrieben

Ein unüberlegter Neukauf von Stator, Regler, Batterie usw. verursacht unnötige Kosten und wird in Deinem Fall kaum Probleme lösen, deshalb fachgerecht nach möglichen Fehlerursachen suchen.

 

Bevor ich einen von der Funktion unbekannten Laderegler an einen Energiespeicher anklemme, kommt zwingend die Erstprüfung mit einem ausreichend goßen Elko. Nur so kann man nachweislich überprüfen ob der Laderegler funktioniert und wie viel Ladestrom mamimal zum Energiespeicher fließen kann!

 

Ich kenne auch zahlreiche Leute, deren Kabelbäume und Sicherungshalter an ihren Mopeds und Motorrädern überwiegend aus Kontakfehlern und hohen Übergangswiderständen bestehen. Um solche schwerwiegenden Fehler einzugrenzen sind gute MilliOhmmeter eine schlaue und vor allem sehr zeitsparende Investition, die bekommt man übrigens bei "Aliexpress" schon für kleines Geld!

 

https://de.aliexpress.com/item/1005007345566298.html?

 

Vor allem kann man damit auch den Innenwiderstand von Sicherungen, Akkus oder Batterien uvm. messen und es ist auch möglich den Gesamtwiderstand aller Leitungen samt angeschlossenen Energiespeicher, bis zu einer Betriebsspannung von max. 100 Volt am Bordnetz damit zu prüfen. Beispielweise Massefehler wo das Bremslicht mit den Blinkern mitblinkt oder ähnliche Fehler an Steckverbindungen. An handelsüblichen Multimetern ist kleinste Widerstandsmessbereich 200 Ohm, nicht selten werden schon alleine beim überbrücken der beiden Messstrippen Werte zwischen mehreren zehntel Ohm bis über 1 Ohm angezeigt. Mit einem YR-1035 Milliohmmeter, kann man (dank Vierleiter Kelvin Messtechnik) problemlos 1 MilliOhm (1 tausendstel Ohm) reproduzierbar nachmessen!

 

https://motelek.net/allgemein/info/messtechnik/1-milliohm.jpg

 

Beispielsweise sagt die unbelastete Leerlauspannung an einem Energiespeicher absolut nichts über dessen Qualität aus, misst man allerdings einen Innenwiderstand von üppigen 497 MilliOhm (beinahe 0,5 Ohm), dann kann es sich naturgemäß nur um eine unbrauchbare Leiche handeln!

 

https://motelek.net/allgemein/info/messtechnik/alter_nicd.jpg

 

 

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