Zum Inhalt springen

Steuermann

Members
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Alle Inhalte von Steuermann

  1. Das wiederum halte ich für recht arrogant. Bisher hat mir noch keiner ohne Anglozismen und ähnlichen Marketing-Sprech und ohne gehörigen Anstrich der Selbstbeweihräucherung nachvollziehbar erklären können, was das Unternehmer-Gen sein soll. Denke, das hilft hier nicht weiter.. Von Selbständigkeit wissen die genau, wie es geht. Hab mich auch mal mit jemandem vom Arbeitsamt übers Arbeiten unterhalten..
  2. oder Wissenschaftler ohne Wissen, zum Beispiel. Nein, Scherz bei Seite: selbst mit den besten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen hat man wenig Einfluss auf den Zufall, aber ohne kaufmännische Grundkenntnisse ist Selbständigkeit eben noch schwieriger bzw. gefährlicher. Schlechte Planung ist ein möglicher Grund für gescheiterte Selbständigkeit, aber leider nicht der einzige. Hier braucht man gar nicht in den Kategorien verschuldet / unverschuldet zu denken, aber die Konsequenzen sind meist gravierender als nach einer betriebsbedingten Kündigung eines Anstellungsverhältnisses. ja, ist völlig richtig, aber das sehe ich auch so.
  3. Ups, naja, jedenfalls so hab ich's gemeint. Ich fänd's geil nen Hofladen zu haben, aber ich versteh davon einfach zu wenig, um mir selbst damit ein finanzielles Existenzminimum zu prophezeien. Ich zieh aber auch nich mein Selbstwertgefühl aus Titeln oder dollen Berufsbezeichnungen, obwohl ich mir den ein oder anderen davon erkämpft habe. Im Moment wünsch ich mir halt irgendwas ohne viel Menschenkontakt..
  4. Ich glaub, das war auch gar nicht die Aussage. Und Hofladen = Mittelmaß hab ich auch nirgendwo gelesen. Ich hab das eher so verstanden: Wenn Du als Notar plötzlich feststellst, dass eher Herzchirurg deine Berufung ist, wird's schwer exzellent in dem Gebiet zu werden. Zum anderen gibt's leider auch sehr viele Menschen, die mit ein bis zwei Vollzeitjobs kaum über die Runden kommen. Oder die, die im Shutdown von einem Tag auf den nächsten Null Euro Einnahmen bei weiterlaufenden Betriebsausgaben (von in einem mir bekannten Beispiel 6.000 Euro pro Monat ohne vorher die Möglichkeit gehabt zu haben, Ersparnisse aufzubauen). Vermutlich würde es für diese Leute eher arrogant klingen, ihnen zu sagen "Scheiß doch aufs Geld, gönn Dir Lebensqualität!". Und ja, hab auch schon Hofläden zumachen sehen..
  5. schade. Mmmh, bei mir: zeitlich parallel ja, ursächlich eher nein.
  6. Ja, die gibt's auch noch, sonst hätt ich längst aufgegeben. Blöd ist nur, dass ich denen dann hinterher ne Rechnung schreiben muss, sonst brauch ich selbst irgendwann Hilfe. Die anderen sind aber leider nicht einfach nur Nervtöter, sondern verlangen gleich eine Garantie für die sofortige Vergebung all ihrer Sünden und zwar zum Nulltarif, weil Sie Dich sonst nämlich sofort verklagen, wenn die versprochene Erlösung nicht schon morgen erste Früchte trägt. Hab in letzter Zeit sehr oft den Rat erteilt, nach einem Dienstleister zu suchen, der sie sympathisch findet.
  7. Ich hatte mal einen Chef, der mir ausdrucksstark versichert hat, man dürfe ihn auch ein Arschloch nennen, wenn man es nur gut begründen könne. Schon meine Antwort, dass sich sicher Gelegenheit finden wird, dies unter Beweis zu stellen, kam nicht so gut an und sein Gesichtsausdruck hat seine Behauptung widerlegt. Ein Angebot, bei dem betont werden muss, wie gut und selten es doch ist.. Vertragssitz teilen eine Option? Kenne aber auch Leute, die nur den KV-Vertrag gekündigt haben und fortan nur noch privat und Selbstzahler behandeln. Als Angestellter im MVZ zeitlich kürzer treten? Ist das möglich? Ich kenne nur den umgekehrten Weg von der Anstellung zur Niederlassung. Verkürzt zwar nicht die Arbeitszeit, aber die Mehrarbeit dient einem dann wenigstens höchst persönlich. Aber auch als Selbständiger kenne ich das Gefühl dass bei jeder "Überstunde" die Frage "Warum" dumpf von einer Seite der Schädeldecke zur anderen pendelt. Die staatliche Pflicht zu Verlustgeschäften gibt's übrigens nicht nur in Deiner Branche. Hast halt keine Lobby dagegen.
  8. Wenn Du nicht der Eigentümer des Ladens bist, stimmt das ja nur bedingt. Meine Erfahrung in allerdings kleineren Einheiten war: Kann eine feine Sache sein, muss es aber nicht. Ich tu mich ja immer schwer mit dem Begriff "Verantwortung". Bist Du dann der, der zahlen muss, wenn etwas schief geht oder ist die Position eine solche wie der vielen "Compliance Manager" und "Datenschutzbeauftragten", die einfach nur für die Ängste der Eigentümer herhalten sollen und medienwirksam gehängt werden, wenn etwas passiert ohne eine wirkliche Entscheidungsbefugnis zu haben? Das würde ich auch ablehnen. Sandwich-Positionen sind immer gefährlich, wenn der Aufgabenbereich und die Befugnisse nicht von vornherein klar definiert sind. Dann ist häufig der Vorgesetzte für die Lorbeeren verantwortlich und Du für die Fehlschläge. Der Auftrag lautet dann z.B. "Mach alles besser ohne etwas zu verändern." oder "Alles soll transparent werden, aber so, dass man nicht alles sieht." Wenn Du unsicher bist, frag den, der Dir das Angebot macht.
  9. Jep. Meine Großtante hat gesagt, sie musste unbedingt 103 werden, weil sie solange gebraucht hat, um erwachsen zu werden. Für ein Burnout hatte sie einfach keine Zeit, gab einfach immer zuviel Besuch von ausländischen Truppen. So gut hätt ich's auch gern gehabt.
  10. Statistisch ist Midlife bei mir schon durch.
  11. und sagte vor einer Weile mal zu mir, ich hätte damals so bubihaft ausgesehen. Das weiß ich ja jetzt viel besser einzuordnen. Insofern: Danke für das Foto.
  12. Bist Du schon lange 39? Ich bin ja schon bald seit 19 Jahren 30 und muss sagen, während Party, Saufen, Frauen kennenlernen früher mein eigentliches Berufsziel war, hab ich Frauen jetzt genug kennengelernt. Der Rest käme als Broterwerb immer noch in Frage. Entgegen den Behauptungen der Senioren, soll Sparen auch deutlich leichter sein, wenn man genug verdient. Nach meiner Erinnerung war das im besagten Zeitraum nie der Fall..
  13. Auch wenn völlig ab vom Thema, muss ich hier dringend mal kurz einhaken, weil Du Dich gut auszukennen scheinst: Hab grad nur die Rentenmitteilung und nicht den Verlauf da, aber ich hab seit der Ausbildung, während des gesamten Studiums (arbeitsbedingt nicht gerade wenig Semester) und noch ne Weile danach eingezahlt, bis ich in ein Versorgungswerk gewechselt bin und bei rund 30.000 gezahltem Beitrag kommen nur 4,75 Rentenpunkte und 110 Euro Rente raus. Stimmt da was nicht im Verlauf? Bundeswehr, Arge und Krankenversicherung haben da schließlich auch noch ne Weile eingezahlt..
  14. Ob sein eigenes Scheckheft mit dabei ist, schreibt er nicht. Dann würd das mit der Geldanlage ja wieder sinn machen. Vielleicht meint er, dass er irgendwo ne Geldablage hat.. Dolce Vita fehlt noch.
  15. Ich hab das anders gemeint: Nur weil ich von meinem Job (Business-Scheiße) grad die Schnauze voll hab, heißt nicht, dass ich dort viel Geld verdienen würde, auf das ich zugunsten von Lebensqualität verzichten könnte. Ganz im Gegenteil war letztes Jahr eins mit sattem Verlust. Allerdings hab ich mit kaum noch zählbaren Fort-Weiterbildungen und Zusatzqualifikations-Mist soviel Zeit und Geld aufgewendet, dass ich mich mit einem endgültigen Zeltabbruch ins Ungewisse gerade schwertue. Für Tipps und Erfahrungsberichte bin ich schwer dankbar. Ist halt nur nicht einfach die Metamorphose vom "erfolgreichen Broker" zum "genügsamen Imker". Andernfalls les ich erstmal weiter in dem hervorragenden Buchtip von oben..
  16. Blöd is halt nur, wenn Deine Mitarbeiter recht haben und Du als Führungskraft liegst falsch. Dann machste Dir mit Sarkasmus mal schnell einiges kaputt im Betrieb. Unschön ist aber auch, wenn á la Trump Überheblichkeit mit Kompetenz und Selbstreflexikon mit Unsicherheit verwechselt wird. Dann entsteht schnell ungesundes Rudelverhalten.
  17. Ich denke, dass das nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch ist, sondern eine Besonderheit in PV's und meiner Branche ist, die sich nicht ohne weiteres auf andere übertragen lässt. Da hat das Wissen sowieso nur eine Haltbarkeit von einem Jahr zum nächsten. Böse Zungen sagen, dass Erfahrung schon keinen Eigenwert besitzt. Habe Leute getroffen, die eine (bedeutende) Sache schon seit zwanzig Jahren falsch machen, aber sicher sind, ihre geballte Erfahrung sei Gold wert. Allerdings haben in der Steuerberatung auch viele Mitarbeiter die Auffassung, einmal gelernt reiche für die Ewigkeit. Ob es dann Führungsversagen ist, in diesen Menschen nicht die Leidenschaft und Leistungswillen wecken zu können, manche wegen unverschuldeter Überforderung resigniert haben oder woher auch immer es kommt, dass man manche Sachen in unserem Bereich einer Teilzeitkraft mal lieber nicht anvertraut, weiß ich auch nicht recht. Wie gesagt, glaube, das lässt sich nicht verallgemeinern.
  18. Das wird zwar gern behauptet. Die praktische Anwendung wäre aber dennoch gerade revolutionär. Fragt sich bloß, ob tatsächlich in Richtung Verkürzung der Arbeitszeit. Wenn andere Länder auf soziale Absicherung und Mindestlöhne verzichten, stellt sich die Frage nach der Konkurrenzfähigkeit. Und dass Digitalisierung und KI zu Arbeitserleichterungen bis hin zum prophezeiten Wegfall von ganzen Berufssparten führt, kann ich speziell in meinem Bereich klar widerlegen. Was an vermeintlicher Erleichterung oder Beschleunigung erreicht wurde, wurde durch (unnötige) Verkomplizierungen der Prozesse und Regelungen mindestens wieder wettgemacht.
  19. Ich glaub, ich weiß genau was Du meinst und beneide Dich um dieses Gefühl. Bei mir hat es sich leider eingeschlichen, dass die Kundschaft es in Ordnung findet, mich auch spät nachts oder am Wochenende für Nichtigkeiten zu besuchen oder anzurufen und im inneren Streit zwischen Serviceorientierung und Selbsterhaltungstrieb muss ich mir dann meinen Feierabend immer öfter mit ziemlich ausdrücklicher Wortwahl erkämpfen. Der Weg in die Behörde ist mir leider altersbedingt versperrt. Komisch: wenn ich früher als Ausbildungsbestandteil in Behörden gearbeitet hab, fand ich das Klima dort ziemlich träge und ambitionslos. Letzteres hat mich im Berufsleben schon immer grandios genervt, wenn Menschen ohne jegliche Leidenschaft nach dem Minimalprinzip versucht haben, mit maximaler Bequemlichkeit ihre Lebenszeit hinter sich zu bringen. Heute stelle ich mit Erschrecken fest, dass ich Verständnis habe, wenn Menschen sagen, "Es dankt Dir ja eh keiner" und völlig resigniert in ihrer Routine verharren. Mag sein, dass diese Leute dann nerven, wenn sie in der Freizeit meckern und doch nichts gegen Ihre Unzufriedenheit unternehmen. Aber seht's ihnen doch nach, wenn sie einfach noch nicht so weit sind oder helft ihnen auf die Sprünge mit dem Rat, um den sie betteln und ihn doch nicht hören wollen: "Unternimm was dagegen!" Das ist es doch, was den guten Freund vom Saufkumpan unterscheidet: Er macht sich die Mühe, Dir auch unangenehme Wahrheiten zu sagen.
  20. Danke für die offenen Worte. Hilft schon bei der Neuorientierung. Das da hab ich nämlich grad hinter mir und dabei ne mächtige Stange Geld verloren. Aus "Nachfolge" wurde ganz schnell "Untermiete mit Hausmeisterservice" und Corona gab sein übriges. Da mach ich doch erstmal wieder allein weiter, was dann zwar auch zu "berufsuntypischem" (wobei ich mir da auch nicht mehr so sicher bin) Einkommen aber auch zu völliger Freiheit und all ihren Konsequenzen führt. Da denkt man halt schon mal drüber nach, ob die Sicherheit von A8 bis A13 nicht auch ne feine Sache wäre..
  21. Respekt für die Leidensfähigkeit. So lange hätt ich's nie ausgehalten. Ist in meiner Branche in mindestens jedem zweiten Betrieb so. Da es in den meisten Fällen nur einen Häuptling und sonst nur Indianer ohne weitere Zwischenebenen gibt, hat man meist direkten Kontakt zu einem Chef, der seit Jahrzehnten keine Kritik mehr gehört oder geduldet hat. Ein entsprechend verzerrtes Selbstbild ist dann der Normalfall. Meist sind die Hemmungen vor cholerischen Ausbrüchen schon vor Jahren gefallen. Von geworfenen Ordnern bis Prügelei der Senior-Partner hab ich wirklich schon alles erlebt. Das dumme ist nur, wenn Du dann in Vorstellungsgesprächen bei Branchenfremden Deine häufigen Arbeitgeberwechsel erklären willst, glaubt's Dir (verständlicherweise) niemand. Einen Wechsel in die Berufsschule hab ich auch schon mal versucht, aber nur weil im Norden (auch) Mangel herrscht, heißt das noch lange nicht, dass man sich interessierte Quereinsteiger überhaupt nur ansehen würde. Da heißt es immer "schlimmer Fachkräftemangel, aber Abstriche bei der Bewerberqualität kämen nicht in Frage." In meinen Augen wie so oft pure Selbstbeweihräucherung selbstgefälliger Personalentscheider. Die Folgen ausbaden müssen natürlich andere. Ich kenne mehr Lehramtsabsolventen, die sich was ausserhalb der Schule gesucht haben, als andersrum.
  22. Steuermann antwortete auf Martin76's Thema in Blabla
    War ich in SH wirklich der einzige Rollerfahrer, der mit den Herkuleszündapp und RD-Kollegen vom Land unterwegs war? Die konnten wenigstens schrauben, während die Geschniegelten auf der Pastell-PX schon bei der Sturzbügelmontage das halbe Beinschild demoliert haben.
  23. Ich bitte darum, davon auszugehen, dass bei mir alle immer eng sind. Du hast da was braunes an der Kerze..

Wichtige Information

Diese Website nutzt Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben. Einige dieser Verfahren sind technisch unerlässlich, andere kommen nur mit Ihrer Zustimmung zum Einsatz, eine Anpassung ist in den die Cookie-Einstellungen möglich. Für Details siehe die Datenschutzerklärung

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.