Arschloch steht umgangssprachlich für den Anus. Das Wort wird hauptsächlich als Schimpfwort für Personen gebraucht.
Inhaltsverzeichnis
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1Etymologie
2Fingerzeichen
3Verwendung in der Literatur
4Bühne
5Zitat
6Einzelnachweise
7Weblinks
Etymologie
Der Wortbestandteil Arsch findet sich in allen germanischen Sprachen (alts., altn., schwed., ahd, mhd. und frnhd. ars; altenglischærs, neuenglisch arse, vor allem im amerikanischen Englisch auch ass; Niederländisch aars; niederdeutsch ors, auch nors, mors) und erlaubt die Rekonstruktion der gemeingermanischen Wurzel *ars-az. Wahrscheinlich ist eine Verwandtschaft mit (griechisch ὄρρος) orros „Schwanz“, das ebenfalls als Kraftausdruck für das Gesäß gebraucht und daher in gehobener Sprache vermieden wurde. Zu einer möglichen gemeinsamen indogermanischen Wurzel *ors werden auch air. err „Schwanz“ und hethitischarrash „Gesäß“ gerechnet.
Der Begriff Loch ist althochdeutschen Ursprungs und bedeutet Öffnung. Die Kombination dürfte frühmittelalterlich sein, da sie inhaltsgleich sowohl im Englischen als auch im Deutschen vorkommt. Im Althochdeutschen ist für den Anus dagegen primär der Ausdruck Darm, Derm zu finden, der später auf das Intestinum übertragen wurde.
Fingerzeichen
Fingerzeichen für „Arschloch“
Ein Fingerzeichen für Arschloch ist ein aus Daumen und Zeigefinger gebildeter Kreis. Dies wird beispielsweise als Beschimpfung unter Autofahrern und in vielen Regionen der Welt (z. B. Brasilien) verwendet.[1] Das gleiche Zeichen kann auch als ok verstanden werden, z. B. als normiertes Tauchzeichen.
Verwendung in der Literatur
Belletristik:
In Charles Bukowskis Werk Der Mann mit der Ledertasche (1971) beginnt ein Absatz mit: „What’s wrong with assholes, baby?“ („Was hast du denn gegen Arschlöcher, Baby?“)[2] und auch sonst setzt er das Wort nicht eben sparsam ein.
Roland Topor schrieb 1975 Mémoires d’un vieux con, deutsch: Memoiren eines alten Arschlochs – eine fiktive Autobiografie.[3]
Das Kleine Arschloch von Walter Moers ist eine bekannte Comicfigur.
Sachliteratur:
Der Philosophieprofessor Aaron James von der University of California schrieb das Buch Assholes. A Theory, in dem er eine Untersuchung über die Charakterzüge typischer Arschlöcher anstellt.[4]