In der ersten Juli Woche 2026 stand die alljährliche Sommertour der "Altherrenfraktion" der Ortenauer wieder an. Dieses Jahr stand unter dem Motto "Tour de Swiss". Unser Pietro @Propellerle musste leider krankheitsbedingt absagen. So starteten wir am Montag in der Frühe in Friesenheim zunächst Richtung Freiburg, dann über das Glottertal, St. Märgen, Tititsee-Neustadt, Wutachschlucht, Bondorf in Richtung Schaffhausen. In der Schweiz gings über Frauenfeld-Wil auf der Rückseite des Säntis durch bis Buchs und dann rüber nach Liechtenstein. Runter bis Landquart und dann nach Davos, Flüelapass, Ofenpass, Val Müstair und über die Grenze nach Italien wo wir in Prad am Stilfser Joch nach rund 400 km für die erste Nacht eincheckten. Das Hotel Astoria empfing uns super freundlich, die Kisten durften alle zusammen für 6 Euro auf einem TG Platz übernachten. Am Tag 2 führte uns dann die Strecke nach einem super Frühstück über die absolute Königsetappe der gesamten Tour. Ich nehms vorweg.....wir kamen abends nach 10h nahezu ohne Geradeausstrecken am Comer See wie unter Drogen an. Das war mit Abstand die schönste Tagesetappe, die wir je gefahren sind. Zunächst gings von Prad hoch zum Stelvio, dann runter nach Bormio, dann die SS301 wirklich über eine Traumstrecke über den Foscagno nach Livigno, links ab über die via Forcola wieder in die Schweiz auf den Bernina Pass. In Livigno noch für unglaubliche 1,33 € pro Liter im zollfreien Gebiet randvollgetankt. Den Bernina runter nach St Moritz und rechts ab hoch auf den Julier Pass. Krass steil zu Beginn. Dann wieder runter nach Albula und dort links ab in Richtung Thusis/Via Mala Schlucht. Die Vial Mala Schlucht ist einfach nur unbeschreiblich schön zu fahren. Aus der folgenden Rofflaschlucht führten dann die nächsten Serpentinen in Richtung Splügen und von dort auf den gleichnamigen Splügenpass. Die Rampe runter nach Italien haben wir mehrfach angehalten, weil die Bilder dort oben runter einfach unfassbar sind. Am Nordufer des Comer Sees angekommen übernachteten wir dann in Gravedona, wo abends zur Pizza einige Ichnusa dran glauben mussten. Tag 3: Zunächst nach Menaggio, von dort rüber an den Luganer See. Die tolle SS340 bis Lugano und von dort zunächst auf die Landstraße Richtung Bellinzona. Hier mal leider 40 km nicht sehr schönes Industriegebiet gefahren. Ab Giornico wurde die STrecke dann Richtung Airolo wieder netter, interessant wie die Gotthardautobahn von unten dort mehrfach über die Strecke führt. In Airolo gings dann über die Pässe des 3. Tages.......die alte Tremola hoch auf den Gotthardpass.....muss!!!! man gesehen haben. Geil !! Dann von Andermatt hoch auf den Furka. Der Blick von oben rüber auf den Grimsel und auf Eiger, Mönch und Jungfrau ist ebenso atemberaubend. Das klassische Foto am Hotel Belvedere war Pflicht. Der Rhonegletscher war leider im Gegensatz zu meinem letzten Besuch vor 30 Jahren so gut wie nicht mehr vorhanden. Traurig! Rüber ging unsere Strecke dann auf den Grimselpass. Von dort eine wirklich mega tolle Abfahrt runter nach Meiringen und an den Thuner See. Was ich zuvor nicht wusste....Brienz und der gleichnamige See sowie der Thuner See sind offensichtlich das Schweiz Eldorado für tausende Touristen aus der arabischen Welt. Glitzernde Rolexläden, GrandHOtels mit teils arabischer Beschriftung, gemischt mit schweizer Almbuden im Freizeitparkstil.......liebe (übrigens sehr sehr nette Schweizer was unsere Begegnungen anbelangt) Schweizer.....hier prostituiert ihr euch über Gebühr...schade für so ein eigentlich stolzes Volk....liesen uns jedenfalls fluchtartig diese Gegend verlassen obwohl wir dort gerne übernachtet hätten. Die Hotelpreise im Bereich dieser beiden Seen waren allerdings nicht finanzierbar. So fanden wir im Naturpark Gantrisch einen alten, zur Pension umgebauten, Metzgereigasthof. Am 4. und letzten Tag starteten wir dann in Richtung französisch sprechende Schweiz...nach Westen an den Murtensee mit der mittelalterlichen Stadt Murten. Über den Neuchateller See führte uns die Route westlich am Bieler See vorbei und in Biel in den Schweizer Jura nach Delmont und von dort durch den Kanton Solothurn nach Basel. Aufgrund der mittlerweile brennenden Ärsche und einer Hitze im Bereich 35Grad im Schatten verzichteten wir am Nachmittag die letzten 100 km über den SChwarzwald zu fahren und beschlossen über die A5 in Richtung Heimat durch zu brettern. Mit dem Brettern war es jedoch noch vor Freiburg zu Ende......zuerst streikte der 210er Polini Motor nach 40 km Autobahn zwar ohne direkten SChaden aber ganz offensichtlich mit Spritproblemen....er rollte auf dem Standstreifen einfach aus. Anschließend fuhren wir in einen 10 km Stau und filterten diesen auf dem Mittelstreifen einfach komplett durch....Danke an die vielen Autofahrer, die uns bereitwillig die Bahn frei machten. (Bestimmt aus Mitleid....auf dem Asphalt hatte es bestimmt 50 Grad) So warens dann dieses Jahr unvergessliche rund 1400 km und 21.000 Höhenmeter über 14 Alpenpässe. Einfach brutal geil
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weissbierjojo , · Geschrieben vor 4 Minuten 4 Min