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Janus

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  1. Der einseitig "umzubördelnde" Bolzen ist original. Wahrscheinlich hat Luigi auf der Gegenseite einen schweren Hammer gegengehalten und dann die andere Seite mit einem konischen Aufsatz so breitgehauen, dass der Bolzen nicht mehr rausfallen konnte...
  2. Passt grundsätzlich schon halbwegs, aber man sollte die mittlere Befestigungsschraube der Seitenverkleidung nicht im Rahmen arretieren, weil sonst mit der Zeit die Seitenverkleidung an der Stelle, wo sie auf die Zündspule gedrückt wird, einreißen kann.
  3. Auf Bild 1 ("Piaggio") sieht man eine originale Kupplung. Die drei Bolzen sind sauber vernietet. Auf Bild 2 ("Nachbau 1") ist eine der besseren Nachbau-Kupplungen zu sehen. Sie orientiert sich zumindest am originalen Muster, auch wenn die Ausführung im Detail weniger solide ist als beim originalen Piaggio-Teil. Möglicherweise ist das Blech der Grundplatte, das die Bolzen hält, hier auch etwas dünner, da es beim Nieten sichtbar nachgegeben hat. Dieser Nachbau-Typ funktioniert in der Praxis ganz ordentlich, aber es kann vorkommen, dass sich die im Vergleich zum Originalteil weniger solide befestigten Bolzen lockern. Bild 3 ("Nachbau 2") zeigt, dass offenbar selbst der Hersteller seiner Konstruktion nicht richtig traut, weshalb er auf den irgendwie festgequetschten Bolzen lieber noch einen Schweißpunkt gesetzt hat, der aber auch schon zu reißen beginnt. Bild 4 ("Nachbau 3") ist dann die absolute Low Budget-Version. Hier wurde überhaupt nicht mehr genietet, sondern stattdessen wurden die Bolzen direkt festgebrutzelt. Dass das nichts taugt, sieht man schon daran, dass die Schweißpunkte bereits nach recht kurzem Gebrauch einreißen. Gefahren wurden die Nachbau-Kupplungen nicht mit irgendeinem "High-End-Rennmotor", sondern mit einem ganz braven, sanft modifizierten Moped-Motor.
  4. Bei der alten Ausführung (links) verglasen die alten Asbest-Beläge häufig, was dann recht hohen Schlupf verursacht und auf Kosten des Anzugs geht. Dafür sind diese alten originalen Piaggio-Klumpen ansonsten ordentlich verarbeitet und gut haltbar. Der neuere Typ (rechts) hat unempfindlichere Kupplungsbeläge, die die Kraft besser übertragen. Wenn diese neuere Ausführung original von Piaggio kommt, ist sie auch ordentlich verarbeitet und gut fahrbar. Die Nachbauten von Olympia sind auch ganz anständig, während die Noname-Nachbauten, die man u.a. bei ebay bekommt, zum Teil echt miserabel verarbeitet sind. Da lösen sich die drei Bolzen, die die Beläge halten sollen, oft schon nach kurzer Zeit und auch die Aufnahme für die Sicherungsscheibe sowie das Gewinde für die abschließende Mutter, die die feste Scheibe fixieren soll, sind nicht wirklich maßhaltig.
  5. Hallo Christian, ich fahre schon viele Jahre Vespa Mopeds und Mofas, vor allem Ciao, aber auch die übrigen Modelle. In dieser Zeit haben sich neben all den persönlichen Erfahrungen auch zahlreiche Händlerunterlagen angesammelt, denen man solche Infos entnehmen kann.
  6. Gab's, hab hier beide Ausführungen - links und rechts - rumliegen. Mit Rechtsgewinde ging's los, ab Fahrgestellnummer 212541 haben sie auf Linksgewinde umgestellt, bevor dann später die Kranzgetriebe kamen.
  7. Grundsätzlich solltest du bei gleicher Übersetzung immer die Variante mit dem größeren Durchmesser der beiden Keilriemenscheiben wählen, da mit größerem Durchmesser automatisch auch die Fläche wächst, auf der der Keilriemen aufliegt. Das hat zur Folge, dass du den Keilriemen weniger stark spannen musst, um ein Durchrutschen zu verhindern. Bei kleineren Durchmessern musst du den Keilriemen stärker spannen, um ein Durchrutschen zu verhindern, was Leistung kostet. Wenn du - wie in deinem Beispiel - eine große "30km/h"-Kupplung in Verbindung mit der originalen italienischen Ciao-Scheibe (94mm) mit einem gezahnten Keilriemen fährst, musst du den Keilriemen nur vergleichsweise leicht spannen, viel leichter als bei kleiner Kupplung in Kombination mit kleiner Scheibe. Das ist nicht nur von akademischem Wert, sondern macht sich auf der Straße tatsächlich bemerkbar.
  8. Auf den ersten Blick sehen die beide ganz ordentlich und weitgehend unverbastelt aus, wobei man den Zustand nur vor Ort wirklich beurteilen kann. Die Substanz scheint aber relativ gut zu sein, da kann man sicher was draus machen. Vor 20 Jahren hätte man gesagt "400 für beide", aber die Zeiten sind natürlich lange vorbei. 1.500 für beide ist aus meiner Sicht kein Megaschnäppchen und auch sicher keine Gelegenheit, die nie mehr wieder käme. Bedenken solltest du auch, dass keine deutschen Papiere dabei sind, was zusätzliche Kosten und Aufwand bedeutet. Es ist aber auch immer eine Frage der Perspektive: Wären es meine, würde ich sie wahrscheinlich überhaupt nicht verkaufen und wenn doch, dann vermutlich nicht unter 1.500. Aber kaufen würde ich sie für 1.500 nicht, liegt aber auch daran, dass ich keine weiteren Boxer mehr brauche. Langer Rede kurzer Sinn: Wenn du auf der Suche nach einem oder zwei Boxern in vergleichsweise gutem Zustand bist und dir das Pärchen 1.500 wert ist, dann kauf sie. Für verrückt wird dich deshalb hier sicher niemand erklären, ich auch nicht.
  9. Find ich gut, dass du von "ein Ciao" sprichst. Die meisten hier und auch ich selbst wählen eher die weibliche Form ("eine Ciao", "die Ciao"), aber "historisch korrekt" ist eigentlich eher "das Ciao". So hat auch Vespa die Ciao zu Beginn in Deutschland bezeichnet und viele Vespa-Händler haben das damals dann häufig in ihren Sprachgebrauch übernommen.
  10. Es gab auch in Deutschland ein Ciao Moped ohne Variomatik, genannt "Moped L".
  11. Die Ausführung mit Starrgabel und Felgenbremse gab es in Deutschland ab Werk nicht als Moped.
  12. Sehr schöne originale Substanz und offenbar weitgehend unberührt, das ist selten.

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