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schoggiswiss

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  1. Ich hatte vor ca. 3 Wochen eine Begegnung an der Tanke mit einer Dame in etwa meinem Alter: oh, die (alten Blechroller) sieht man ja nur noch so selten. Ein nettes Gespräch. Ich hab wärend 42 Jahren Vespafahren nie sowas gehört. Bestätigt das, was ich das eine oder andere Mal schon dachte: fahren tut ich meine Roller ca. 600 km in der Woche. In den 80- und 90zigern war keine Frage, sind Blechroller auf der Strasse ja oder nein: natürlich waren sie. Sie sind bereits während den letzten Jahren hier (Nordschweiz, Freude aus der Genferseeregion bestätigen das aber auch für dort) selten geworden, sehr selten: wenn ja, dann PXen, mal ne Sprint. Das wars. Ich will mal in die Runde fragen nach Euren Eindrücken. Was sich hier auf den Strassen bewegt sind Automaten, viele Vespa Automaten (das sind die, die ich erkenne, die anderen Plastikprodukte, keine Ahnung, wie die alle heissen, interessieren mich nicht wirklich) Man kann es doch von ver. Richtungen versuchen zu verstehen. Als Lauf der Geschichte (der ganze Wulst an möglichem Zubehör zum pimpen war vor 40 Jahren schon da, das war damals nicht anders und es wurde fleissig aufgehübscht. PX mit Radio im Fach...war ja doch geil, ihr wisst. Heute ist das nix anderes, insofern, just normal. Die Jungen pimpen heut ne GTS, so what. Ich war damals nicht volle Pulle, aber auch so drauf. Es gab das Angebot, man hat gekauft. Folgert die Frage: was erwartet man eigentlich, was beklagt man eigentlich? Ne Zeit, die man selber erlebt hat. Wohl auch, natürlich. Und da gehts ums Ganze, nicht nur um den Roller. Mir war das lange Zeit auch wichtig integrativ zu sein. Ich hab defacto nichts dagegen, wenn sich halt jemand ne Automatenvespa kauft. Ich hatte mich da leihweise mal nen Monat auf ne 300er draufgesetzt. Technisch schick und man muss bei Fahren gar nichts mehr "tun". Zum Glück war überall "Vespa" angeschrieben - der Reminder auf welchem Fahrzeug man sitzt. Langweilig..."das ist KEINE Vespa", würd ich deshalb nicht kaufen, auch nicht für den Alltag - da nehm ich dann lieber den ÖV. Von "damals" nach "heute", also nach vorne, "sieht" man die Geschichte, automatisch. Von heute nach zurück - sich umdrehen bedeutet Anstrengung...lieber doch den Hype nach vorne, nach dem nächsten Modell, nach der gleichen Scheisse, nur anderst braun und mythisch behaucht. Ein ehemaliger Clubkollege: GTS300 Besitzer, GTS300 sei Giorni Besitzer. Kein Sinn fürs Bewahren, kein Sinn für ne Beziehung, kein Interesse mehr von der Geschichte überhaupt zu erfahren. Was wohl als nächstes von Piaggio kommt war die Diskussion. Wie vermessen zu erwarten, dass da jemand merkt, dass dieses Retromodell verbauter und lächerlicher ist als der Beetle, Cooper und Fiat500 zusammen. Vor der Geschichte der SeiGiorni ist es ganz einfach nur das: eine sehr dreiste Marketingmasche. Da gehts eher nur am Rande um die "technischen Notwendigkeiten/Entwicklung", spätestens ab der ET4 bedient sich diese Firma an ihrer Geschichte nur noch aus reinem Geldgedanken. Ja, wirkliches Interesse halt. Wieso bemühen um die Fahrer der alten Kacke, die sind eh bald unter dem Boden, es gibt bessere Zielsegmente. Nun, die ewiggestrigen kommen dann auf solche Ideen: ich war Anfang des Sommer mit meiner Wanderdüne unterwegs, im Rückspiegel, eine alte Vespa, ne 180 Rally, oh wie geil (war dann ne 175er, siehst ja erstmal nicht unbedingt). Er hatte etwa die gleiche Strecke und wir haben spontan die Roller getauscht. Fand ich echt stark und wieder jemanden kennengelernt. Ich seh die Gemeinsamkeiten zu der Automatenfraktion kaum mehr oder der Verständniszug ist längst vor mir abgefahren. Das ist die Sache mit diesen schrillen, farbenfrohen Restaurationen. Siehst auf jedem Treffen, overkillartig und immer mehr. WENN es dann doch nur die braune Sitzbank wäre.... Unbemerkt, dass man den Mythos nicht kaufen kann. Zum Exzess getrieben mit diesen abartigen Christian Dior oder Louis Vouitton Modellen. Und es geht immer noch schlimmer. Das ist Verkauf heute, mit entsprechenden Käufern. "Schlimmer" als damals? Brutaler durch Digitalisierung und grösser Durchdringungs-/ Manipulationsmöglichkeiten auf jeden Fall. Lange geworden, aber einfach mal paar Gedanken in den Raum geworfen. Aussterbende Art, die Blechteile. Don't care. Fahren und Spass haben, wie seit jeher. Das strahlt man dann auch aus und merkt man. Und noch was cooles an der ganzen Geschichte: ich muss mir wahrscheinlich keine grossen Gedanken mehr machen über welchen hippen E-Roller, E-Auto, E-Trottinette wohl jetzt wohl, eher über die Suche nach nem legendären, mythischen, schönen alten Rollator, natürlich mit Stil. en schöne Abig zame
  2. Mir ist letzte Woche so ein Teil von dort unter die Augen gekommen...nun denn... Hatte die HP vorher gar nicht gekannt. Tja, tatsächlich alles "authentisches" .... Marketinggebrabbel. Viel Hochglanzzeug, trendy, zum Erblinden. "GESUCHT: Vespa Super Sprint SS 50 und SS 90, SS 180, Rally 180 und 200, Hoffmann Vespas, Lampe Unten / Faro Basso 's, Bachetta, Vespa U und natürlich alle sonstigen Roller in jeglichem Zustand!" Ach, wer hätte das gedacht, variabel, genau die, die momentan den grössten Reibach versprechen. "Bachetta" - wohl ne sizilianische Zitronensorte? - Qualität, Fruchtigkeit und bissfest. En Guete. Wer um Himmels Willen verkauft ausgerechnet diese Modelle an nen....Händler? Der Kaufmann kauft tief und verkauft möglichst hoch, egal was, hier halt Roller. Hier hat "Wertzuwachs" und möglichst "profitabel" echt noch Hand und Fuss. Alles irgendwie auch kalter Kaffee. Ich würd dreist behaupten, alles was es dort gibt, gibt es woanders echter und "preisgünstiger". Und liebevoller. Preis und Aufwand: den Finger mal ein bisschen rausziehen und suchen, nicht diese grassierende Ex und Hopp Shice. Und warten können. Es sind Flugtiere und die, die bleiben sind die, die genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen sind. Es hat auch was philosophisches, schon immer. Nö, nix gegen Dealer an sich, aber der fährt mir bauchmässig nicht gut ein. Ich würd dort nix kaufen. "Grosses Angebot" als - gemäss heutigem Verständnis - Wettbewerbsvorteil? Portemonnaie aufmachen und der Luxus aus zig Teilen das schrillste rauspicken zu können, als kostenpflichte Option gerne noch mit per Käuferschutz abgesichertem Internetclick. Nun denn, wer möchte, klar. Steht und fällt halt auch mit der eigenen Definition von "seriös". schöne Abig zäme
  3. Beobachtest du die verdächtigen Onlineportal ist meistens der Wunsch der Vater des Gedanken. Die grosse Kohle soll in 90% der Fälle mit Zuckergussrestaurationen gemacht werden. Die "top restaurierte" CH-125 Sprint (im Vergleich ja "seltener" als die 150er) in Falschfarbe und mit top brauner Sitzbank präsentiert für 12'000 Franken kauft dann auch kein Hipster mehr. Und auf wen sonst zielen solche Offerten ab? Die bis auf die Knochen abgeranzte Olack VS4 für 10'000 ist dann aber auch einem "Sammler" zu teuer. Schöne Olack ET3 - ich kenn den Roller, makellos, wie aus dem Laden - seit Jahren zum Verkauf für 14'000 Franken. Das zahlt, wenn, dann wohl nur der absolute ET3 Freak. Eine Olack TS für 5500 geht sofort, eine Olack 200 Rally für 8500 auch. Das Ding hat ja auch die Dynamik: ok, ich gucke mal was die anderen wollen, ich hab das selbe Modell, also will ich auch soviel oder ganz schweizer Mentalität: am liebsten noch 2000 mehr. Wenn ich so die letzten 40 Jahre überlege. Ich hab glaub tatsächlich hier noch nie eine eingelöste deutsche GS auf der Strasse/Treffen, irgendwo gesehen. Vielleicht trifft da einer ne "Marklücke", zumal auch das Theater mit Papieren und MFK wegfallen würde. Wer hat den Motor gemacht? Tut nicht viel zur Sache. Aber für 8000 oder gar mehr würd ich da nicht anbeissen. Deutsches Modell (liebt jemand diesen Blinkerkram hier?), selten hier, hin oder her. Viel Glück und en Gruess
  4. fairerweise korrigiere ich mich: ist doch kein Mülleimer sondern ne Hundebox. Madre! Oder: dank Viertakter Abgasen bleibt Fiffi am Leben....😎 Es kommt Musik aus der Retorte, 80er, Nena, Village People, Modern Talking und solches Zeug. Die Bar ist gut bestückt, Alk hilft
  5. 🙈 (Gebärstuhl und Mülleimer. In der Tat klassisches Zubehör) -lästermodusaus-
  6. ein GTS Tsunami 💩🙈(vollbehangen - Mensch und Maschine - mit allem möglichen Zubehörkram. Aber das kennen wir auch von damaligen nur Schaltrollerzeiten...), würde schätzen 70%. Sonst röhrende Tuningkisten - auch scheinbar ohne Ende. Geschmacksache. Gesehen: restaurierte 180 Rally, restaurierte 200 Rally, paar GTRs, paar Sprints. Nicht wirklich viel für Auge und Seele. Zeiten ändern sich. Aber halt: scheinbar sollen viele GTS Piloten den Stall voll mit Schaltrollern haben. Glaub ich halt mal, empfindungsmässig ist das für mich ein anderer Schlag Leute. Letztendlich auch egal. Niemand wird gezwungen sich auf so nen furzenden Automaten (tönen für mich so) zu setzen - und umgekehrt. 😀2023 sind dann die Alp Days - leider kein Automaten "Reset" - ohne mich/uns.
  7. Ciao zame der Thread hat ja schon ein Alter, aber gleichwohl noch aktuell. Die 200 Rally gab es in der CH nur in Azzurro Cina 402, "Zürichblau", das ist ein Mythos. Das Azzurro Cina 402 ist allerdings sehr ähnlich dem Blau im Wappen des Kantons Zürich. Gemäss Aussagen eines Vespa Dealers, der in den 70gern schon aktiv war, wurden damals die Piaggio Händler im Kanton ZH zuerst beliefert. Schätzungsweise 60 bis 80 Modelle für die ganze CH insgesamt. Eher selten, ich kenne ausser meiner nur noch 2 andere. Preis? Keine Ahnung. Keine Angebote. Hier sollen mittlerweile restaurierte 1. Serien PXen schon für 12.000 gehen...halt je länger je mehr Spekulantenmarkt...🤑🤮 so long und en Gruess
  8. Ciao miteinander ich bin bisher stiller Mitleser - wenn ich denn mal die Zeit habe. Und stosse jetzt auf diesen Thread (ups, ein Bild, mein Roller (hoi Jan): nun, ich will ihn auch nach 17 Jahren nicht so stehen lassen. Wenn schon (Vespa) Historie, dann bitte korrekt. Pietät bitte, beide, Giorgio und Patrick ('elbanani') leben nicht mehr. Ich fahr seit 81' Vespa und kenne Giorgio seit '84, ein sehr guter Freund von mir. Die VS1 kam '86 als Rostlaube, aber komplett, gegen nen Eintausch einer 1. Serie 160 GS aus der Nähe von Napoli in die CH. Mit dem original Kaufvertrag und dem Dokument der 1. Inverkehrssetzung. Patrick hatte damit überhaupt nichts zu tun (ob er selbst dieses Modell je besass sei dahin gestellt. Ich weiss von nix) So stand die Gute bei Giorgio bei seinen anderen Schätzchen, von denen auch noch paar andere bei mir gelandet sind. Giorgio hatte damals in Pontedera die GSen montiert und kam Mitte der 60er in die CH. Der Rahmenprefix war zwar auf den Unterlagen da. Ich werde sein Gesicht, als die Rahmennummer unter dem Rost tatsächlich zum Vorschein kam, nie mehr vergessen. Das ist echt Geschichte. Wie das Leben so schreibt, mann wird älter, gebrechlicher, macht sich Gedanken (die Fragen kommen tatsächlich, ich sags euch). Mann will die Kisten ja auch "weitertragen" - sie können - und sollen! - besser überleben als man selber. Wenn ein zweistelliger Betrag "verkauft" ist, dann halt. Für mich - und denke auch für ihn - hatte das damit nix zu tun. Viel mehr mit "bewahren", pflegen und vor allem fahren. Nix widerlicher als diese Sammlergier, alles haben müssen, möglichst für nix und über Leichen dafür gehen. Aber kaum eine der Kisten kommt effektiv auf die Strasse, landet in Glassärgen und Museen, das alles noch zu eigenen Lebzeiten. Nun, Hauptsache man hat das Blech und kann es zumindest anglotzen. Es sind bei mir in all den Jahren einige mehr geworden, alle mit irgend ner kurligen Geschichte. Alle sind fit, eingelöst und werden bewegt. Der Arsch wird mit dem Alter zwar immer dünner, der übelst unbequeme VS1 Sattel deshalb immer unbequemer, so what. Ich fahr sie und das mehr als 100 km am Stück Dafür wurden die Kisten ja gebaut. Und was sie nie wird - irgend ein Spekulationsobjekt. Legal, klar, jeder kann machen was er will, kein Problem. Ich werd die Geschichte so weitertragen, wie ich sie selbst erfahren habe. Das find ich cool und auch angemessen. Seelenloser, zusammenhangsloser, nichtssagender GTS und Plastikrollerscheiss (und auch Oldi Profitscheiss) gibt es ja genug. en schöne Abig wünsch ich euch
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