Grundsätzlich mußt Du das nicht. Aber (möglichst untechnisch beschrieben): Diese Tests basieren leider sehr oft "nur" auf sog. "ICMP-Probes" oder "Anklopfpaketen", d.h. sie sind zunächst reichlich unintelligent, sofern sie eh nur den Router auf "inserierte Dienste" testen. Im (reichlich schrägen) Bild gesprochen: Mit dem bloßen Klopfen an die Türe, finde ich vielleicht heraus, ob sie bloß angelehnt ist, aber ob sie wirklich verriegelt ist? Kann man die Scheibe des Fensters daneben nicht einfach zerdeppern? Allein den Griff zur Klinke, also die tatsächlichen Verhältnisse zu überprüfen, d.h. eine tatsächliche Daten-Verbindung zum Port XY aufzubauen, um zu sehen, ob da womöglich an den hinter dem Router sitzenden Rechner X mit dem Dienst Y "weitergeleitet" wird, das machen diese eher trivialen Tests (meist) nicht. Zudem wird ein bestimmtes "auffälliges" ICMP-Aufkommen bisweilen schon beim Provider ankommend (zeitweilig und dann auch nur für die spezielle "Anfragequelle") verworfen, wenn da entsprechend restriktive Filter vor Deinem Gateway sitzen. Die Pakete laufen somit in ein Timeout. "Keine Antwort" heißt für solche Tests "alles bene". Ist es aber nicht zwingend bei Dir. Diese Tests simulieren somit "Einbruchsvorbereitungen", die in etwa dem Versuch gleichkommen, am Sonntagmittag um 14 Uhr vor der Villa Grünwald aufzulaufen, unmaskiert in die Kameras zu winken, und via Megaphon zu Paukenschlag und Blasmusik auf das Anwesen zu brüllen, ob es etwas zu holen gibt. Keine Antwort? Aha. Die Villa ist wohl sicher. Alarmanlage läuft ganz bestimmt. Nix zu holen. Ein "echter" Bösewicht wird das anders angehen. Intelligente oder "stealthed" Scans testen das, was Du da nach 20 sec am Monitor als Ergebnis siehst (und einiges mehr ) im Verlauf von Stunden und Tagen. Hier mal ein "verirrtes Datenpaket", da mal ein "Messageprobe". Nur nicht auffallen. Und solche Leute wissen auch, daß die Nachricht "keine Antwort" bzw. der Zettel an der Tür mit der Aufschrift "keiner da" nicht heißt "alles dicht". Zugegebenermaßen treibt kaum jemand diesen Aufwand für einen Einzelplatzrechner mit dynamischer Adresse. Deswegen sind allerdings auch so tolle integrierte Auto-DOS-Schutz- oder Dynamic-Filtering-Funktionen (heißt auf Werbeblättchen und in Powerpoint-Präsentationen bei Verkaufsveranstaltungen immer "stateful inspection") typische buzz-words der Werbezettelindustrie. Diese Funktionen bieten meist nur "Sicherheit" gegen ein "Bedrohungsszenario", das entweder faktisch nicht existent ist, oder schlimmstenfalls auf jemanden zurückgeht, der "voll krassen Scanner" aus dem Internet geladen und - jetzt endlich mal "Hacker sein" - ausprobiert hat, aber meist nichtmal die Funktionsweise seines tollen Tools deuten kann und kurz davor ist, sich vor lauter Ungeschicklichkeit mit dem Tastaturkabel zu erwürgen. Genau auf solche "Trends" reagieren im übrigen auch sog. "PersonalFirewalls" a la ZoneAlarm etc. (Und sie sind nicht nur deswegen Quark.) Auf allen Seiten Placebo pur. Ich würde darum - unabhängig davon, daß ein Router eine gute Sache sein kann und richtig konfiguriert mit einem guten (statischen) Paketfilter einen Teilaspekt eines wirksamen Sicherheitskonzepts abdecken kann - immer und zu allererst dafür sorgen, daß da schlicht nichts läuft, was man nicht braucht. Aber eben noch bevor ich irgendwelche Paketfilter installiere oder einen Router voranstelle. All diese Addons machen es ja erstmal komplexer. (Und damit auch anfälliger für Fehler, sei es bei der Konfiguration, bei der Bedienung etc.) Wo hingegen nichts läuft, brauche ich grundsätzlich auch keine "Sicherungsmaßnahmen". KISS gilt auch bei Computern. Und die Methode der Komplexitätsreduktion ist einfach durchzuführen, kostet nichts und steigert die "Sicherheit" augenblicklich wirksam. Zudem läuft der Rechner danach meist auch noch schneller, da weniger Speicher und Rechenzeit für irgendwelche dubiosen Systemdienste draufgehen.