Moin zusammen, ich bin relativ neu hier und brauche mal eure Einschätzung zu einem T5-Patienten (Baujahr '89). Kurze Vorgeschichte: Hatte bei ca. 70 km/h einen massiven Klemmer. Vollbremsung auf Landstraße konnte es als relativ unerfahrender Fahrer aber gut abfangen... nächstes mal Kupplung ziehen. Nach dem Zerlegen kam das Grauen zum Vorschein: Das obere Nadellager hat sich komplett zerlegt. Hat mein Schrauber so auch noch nicht gesehen. Verbaut war (entgegen meiner Vermutung T5 Original) ein Polini 152ccm (Guss). Der Kolben und die Laufbahn sehen nach dem "Stahlnadel-Beschuss" aus wie ein Schlachtfeld. Da ich nur den B196-Schein habe, ist der Polini für mich eh keine Option mehr – ich muss zurück auf legale 125 ccm. Der Motor wurde zerlegt aber auf Nachfrage zum Schiber kam entweder läuft er oder nicht. Wenn er halt kein Standgas annimmt hat es sich so und so erledigt. Das aktuelle Dilemma: Ein langjähriger Schrauber-Kollege hat mir jetzt ein originales T5-Set gebraucht (Alu-Zylinder & Kolben) für 150 € besorgt. Problem: Der Zylinder hat eine fühlbare Riefe. Er meinte, der Zylinder sei "leicht ausgeschliffen". Soweit ich weiß, hat der T5-Zylinder aber eine Nikasil-Beschichtung. Mein Bauchgefühl sagt mir: Wenn die Schicht einmal durch ist, sitze ich auf einer Zeitbombe (Abplatzen der Beschichtung, Ringbruch etc.). Er ist der Meinung, das passt schon und will ihn verbauen und dann schauen wir mal. Meine Fragen an euch: Wie riskant ist eine fühlbare Fehlstelle in der Nikasil-Laufbahn beim T5-Zylinder wirklich? (Thermische Belastung auf Langstrecke vs. Kurzstrecke). Sind 150 € für ein Set mit fühlbarem Schaden nicht etwas "ambitioniert" eingepreist? Hat zufällig jemand von euch noch ein brauchbares, legales 125er Kit (VNX5T) im Regal liegen, das nicht unmittelbar vor dem Exitus steht? Der Motor ist bereits gespalten und wird gerade penibel von den Lager-Nadeln gereinigt. Wäre für euren Input (besonders zur Haltbarkeit von "bearbeiteten" Nikasil-Schäden) sehr dankbar! Beste Grüße, Axel