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80 Tage um die Welt auf 3 klassischen Blechrollern


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Am 30.06.2018 startete ich nach ca 3 Jahren Vorbereitung auf das allergrößte Abenteuer meines Lebens.

Ich hatte im Vorjahr eine Stella Genuine 150 (LML/PX-Lizenz) von Virginia Beach 10.000 km an die Westküste nach San Diego gefahren und sie dort platziert. Im Mai hatte ich noch einen weiteren Roller mit 177ccm in Utrecht bei einer Freundin eingestellt. Danach fuhr ich mit meinem 3ten Roller im Van nach Pamplona und ließ den Van dort stehen, um mich an den Start nach Madrid zu begeben auf meiner Bajaj 177.

Dort stand ich nun am 30.06. um 10 Uhr Morgens am Kilometro 0 der spanischen Straßen und startete mit einer Gruppe spanischer Rollerfahrer aus der Stadt, um die Welt ostwärts in 80 Tagen zu umrunden wie damals Phileas Fogg in der fiktiven Geschichte von Jules Verne. Ich hatte mich wirklich auf vieles vorbereitet, aber man kan bestimmte Dinge nicht planen:

 

Wenn man in 80 Tagen allein mit einer klassischen Vespa mit 10 Zoll Rädchen, Handschaltung und einem 2-Takt-Motor aus den 70gern um die Welt fahren will, muss man jeden Tag und jede Stunde, die der Roller funktioniert, fahren.
Man wird in viele Nächte hineinfahren.
Man wird fahren, wenn es regnet.
Man wird fahren, wenn es heiß ist (bis zu 46-48 Grad Celsius)
Man wird fahren, wenn es kalt ist ( 0-7 Grad Celsius )
Man wird möglicherweise fahren, wenn ein Gewitter ( Montenegro-Gebirge bei Nacht ), ein Taifun ( Wladiwostok ), ein Hurrikan ( Hawai und Virginia ) oder ein Tornado ( Kansas ) auf einen zukommt.
Man wird durch Überschwemmungen, Sandpisten, Baustellen und andere Hindernisse fahren.
Man wird wahrscheinlich fahren, wenn man krank ist (Durchfall, Erkältung, schlechter Magen, blutende Hämorrhoiden)
Man wird vielleicht nach einem Unfall verletzt fahren (verschobenes Schlüsselbein nach einem Reifenplatzer)
Man wird vielleicht fahren, nachdem die Regenkleidung bereits kaputt ist.
Man wird fahren, wenn der ganze Körper von 500 oder 600 oder 700 km am Vortag schmerzt.
Man wird bis zu 16 Stunden fahren.
Man wird fahren, nachdem man kaum geschlafen hat.
Man wird fahren, wenn der Roller nicht richtig funktioniert.
Man fährt und fährt und fährt, auch wenn es dunkel wird und deine Lichter nicht mehr funktionieren.
Man mus immer fahren und versuchen, den Durchschnitt von 350-450 Kilometern zu schaffen, oder man scheitert!
Und warum?
Weil man wahrscheinlich viele Pannen haben wird und Tage für Reparaturen oder das Warten auf Ersatzteile verlieren wird ( 6 in der Türkei )
Man wird möglicherweise bis 5-7 Tage im Hafen von Baku am Kaspischen Meer warten, weil der Fährhafen keinen Fahrplan hat und die Fähre von Wladiwostok nur alle 7 Tage fährt.
Man muß 2-4 Flugzeuge nehmen und könnte eines verpassen oder es wird gestrichen.
Man wird unvorhersehbare Grenz- oder Polizeikontrollen haben, bei denen man Stunden oder sogar Tage verliert (4, 5 und 12 Stunden).
Man wird kein Tourist sein und Sehenswürdigkeiten besichtigen können.
Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und all die unvorhersehbaren Dinge, die vor einem liegen, zwingen einen dazu, sich ständig zu bewegen.
Vielleicht hast Du auch sehr, sehr viel Glück und nichts davon passiert. Dann hast du immer noch das Risiko, dass Dich ein Tier angreift, ein Auto in deinen geparkten Roller kracht, dir das Benzin ausgeht, ein betrunkener Fahrer dich fast überfährt oder du den voll beladenen Roller einfach fallen lässt, weil du todmüde bist.
Genauso gut könntest du abends fast mit Tieren zusammenstoßen (Kamel, Hunde und Kojoten).
Es kann auch passieren, dass du unterwegs Teile oder Ausrüstung verlierst, die du unbedingt brauchst, und du rennst, um sie zu reparieren oder zu ersetzen.
Vielleicht passieren noch viel mehr Dinge und das war nur der Anfang der Liste.
Oder es ging einfach nur mir so ;-) .
Aber hey, es ist alles Teil eines Abenteuers, alles Teil der Geschichte und man wird eine Menge davon haben 😉 . Hier nur ein paar Beispiele für die Dinge, die Mir passiert sind auf der verrücktesten meiner bisherigen Reisen.

 

Nach 76 Tagen fuhr ich dann wieder in Pamplona über die Grenze und verbrachte dann noch 4 Tage bei gutem Wein und gutem Essen mit Freunden und auf der Hispanovespa.

Meine Freunde vom SC MAdrid hatten mir eine Überraschung am Tag 80 versprochen - ich wusste nicht was. Am 17.09.2018 bin ich schließlich wieder zurück an den Kilometer 0 am Plaza del Sol gefahren - dem belebtesten Platz Spaniens. Der Platz wurde kurz gesperrt und ich rollte mit einer Eskorte mt Polizeimotorrädern und dem Nationalfernsehen dort ein und erfüllte mir einen Lebenstraum. Seit ich als Teenager die Bücher von Jules Verne gelesen hatte wollte ich auch mal so ein Abenteuer bestehen.

 

 

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Start in Madrid

 

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Kamele in Kasachstan

 

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Nationalstraße in Sibirien (3 Tage komplett ohne Empfang )

 

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Mit Roller Nummer 2 auf dem HWY 50

Einsamste Straße Nordamerikas

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Höchster Punkt der Reise 

Doof war nur, daß ich ohne Düsenwechsel da hinkam ;-)

 

 

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Ziel in Madrid am Kilometer 0

 

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Vorbereitung 2017

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Route 2018

 

Ein wenig Statistik für die Freunde blanker Zahlen und Fakten :


Tage : 77+3 auf der Hispanovespa
Kilometer: 27.113
Tagesdurchschnitt: 399 km
Fahrzeit pro Tag 8-16 Stunden
Länder: 18
Kontinente: 3
Roller: 3
Sprit: ca 1100l
Öl: ca 24l
Reifen: 12
Flüge: 4
Fähren: 2
Zugfahrt 1
Sprit ausgegangen 2 mal trotz 7l extra
Unfälle: 2
Verletzungen: Schlüsselbein raus
Krankheiten: Erkältung und Durchfall
Verluste: 1 Motorradjacke, 1 Powerbank, 1 Cap
Tierangriffe: 4 ( 1 mal Stier und 3 mal Hunde )
Beinahe Crashs: 1 Kamel, 1 Coyote und ein Betrunkener Fahrer 200km vor Vladivostok
Schäden: 1 Zylinder, 2 Kupplungen, 3 CDIs, 2 Reifen geplatzt, Bremse komplett hinten, 2 Zündkerzen, 2 Zündkerzenstecker, Gepäckträger gebrochen, Dämpfer verschlissen .
Stürme: 1 Gewitter Montenegro, 1 Taifun Sibirien, 2 Hurricanes Hawai und Virginia, 1 Tornado Kansas
Gewicht Gepäck : ca 40-50 kg

 

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Und weil ich für das Abenteuer Meine Wohnung, den Job und die Freundin

aufgeben mußte habe ich dnach erst mal paar Monate in Faro im Van gelebt.

 

 

Markus Andre Mayer on Vespa in front of Golden Gate Bridge.jpg

Edited by Vespista X
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  • Vespista X changed the title to 80 Tage um die Welt auf 3 klassischen Blechrollern

Monster Trip: Respekt!

 

Die große Frage ist natürlich noch was hat dich das Ding insgesamt an Euros gekostet?


Wie hast du das mit den 12 Reifen logistisch gelöst? Zwischendurch gekauft oder irgendwo deponiert?

Hast du ein spezielles Fabrikat was besonderes lange hält?

 

Was waren das für Kupplungen? 
Wenn du in jedem Roller eine Superstrong verbaut hättest (teuer, klar!) dann dürften da keine Ausfälle zu vermelden gewesen sein

Nqch 15-20tkm Beläge tauschen und weiter geht die wilde Fahrt mit den Dingern

 

 


Und schön dass du dich im gsf hiermit verewigst: bei Fb versinkt das doch einfach im Nirvana

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vor 8 Stunden hat Crank-Hank folgendes von sich gegeben:

Monster Trip: Respekt!

 

Die große Frage ist natürlich noch was hat dich das Ding insgesamt an Euros gekostet?


Wie hast du das mit den 12 Reifen logistisch gelöst? Zwischendurch gekauft oder irgendwo deponiert?

Hast du ein spezielles Fabrikat was besonderes lange hält?

 

Was waren das für Kupplungen? 
Wenn du in jedem Roller eine Superstrong verbaut hättest (teuer, klar!) dann dürften da keine Ausfälle zu vermelden gewesen sein

Nqch 15-20tkm Beläge tauschen und weiter geht die wilde Fahrt mit den Dingern

 

 


Und schön dass du dich im gsf hiermit verewigst: bei Fb versinkt das doch einfach im Nirvana

 

Danke - Wenn ich alles inklusive der Coast2Coast USA und dem gekauften Roller in den USA und Flüge und alles zusammenrechne komme ich auf die zwei großen zusammenhängenden Touren mit gesamt 37.113 km bei ca 25K raus. Teuer ist es einfach wenn Du irgendwo auf der Welt spontan an nem Flughafen n Ticket oder ne Fähre adHoc brauchst. Hatte 2 Logistikpunkte : 1 mal in Thessaloniki und 1 mal in San Diego. Dort habe ich vorher schon Reifen und Ausstattung hingesendet.

Reifen waren Heidenau K58, da mich Heidenau bei der Reise unterstützt hat, aber ich die davor schon gefahren bin. Ich war damit sehr zufrieden, weil die auch mal bei schlechteren Straßen und sogar auf Sandpisten und Schotterwegen gut funktioniert haben.

Kupplung war erst mal n Standard Dingens von ner Cosa , aber die zweite war ne verstärkte aus Italien, die aber genauso bis Thessaloniki hopps ging. Habe aber den Motor auch nicht geschont, weil ich bis IStanbul schon Vorsprung reinfahren wollte und somit bei 35-28 Grad quasi den ganzen Tag voll geballert bin. soweit ich mich erinner waren das bis Istanbul über 6000 km in 11 Tagen...

Edited by Vespista X
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Fairer Kurs für die Erfüllung eines Lebenstraum.

Habe mir einmal eine Kupplung zerlegt mitt der PX 80 bei 90km/h Plus im Windschatten auf der AB vor >30jahren. Seit ca. 150tkm auf drei noch fahrenden 200'ern (Original) keine Ausfälle.  

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vor 23 Minuten hat ard_2 folgendes von sich gegeben:

Fairer Kurs für die Erfüllung eines Lebenstraum.

Habe mir einmal eine Kupplung zerlegt mitt der PX 80 bei 90km/h Plus im Windschatten auf der AB vor >30jahren. Seit ca. 150tkm auf drei noch fahrenden 200'ern (Original) keine Ausfälle.  

 

Es war sehr viel Geld für mich, aber egal wie ich es rechne waren die 25K n Schnapper. Das waren mehr als 20 WOCHEN insgesamt Fahren, Abenteuer und eine Erinnerung fürs Leben äh 1000 Erinnerungen. Das auf 3 Kontinenten.

20 Mal ne Woche an Gardasee wäre deutlich teurer gewesen ;-).

Und da wäre auch kein Roller und wenig Neues inklusive gewesen. :wheeeha:

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Ich sage nun nicht was unsere Einbauküche gekostet hat,  aber genau so Typen wie Du lassen mich mal inne halten und mich daran erinnern,  was eigentlich das Wesentliche ist.  

Also meine Verblasste Idee von der großen Tour ( nein keine Welrumrundung) bekommt wieder Farbe.

 

Danke

Edited by ard_2
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Hallo, echt krass, Glückwunsch und natürlich meinen Respekt!

Bin 2009 die "Route des Grandes Alpes" gefahren, leider nicht mit einer Vespa, war aber auch sehr schön, da auch nur mit "Bordmitteln", also kein Hotel oder sonstigen Komfort.

Startpunkt lag/liegt am Genfer See, was von meinem Standort (Recklinghausen,NRW) ca.800 Km waren, die am ersten Tag abgerissen wurden.

Da war ich dann auch richtig platt und bin fast aus dem Sattel gefallen, weshalb mir Deine Leistung nahezu unmöglich/unmenschlich erscheint. 

Also nochmal den allerhöchsten Respekt! Und ja, ein bisschen Neid kam in mir, beim durchlesen Deines Berichtes, auch auf.

 

 

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Edited by -Festus-
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vor 47 Minuten hat -Festus- folgendes von sich gegeben:

Hallo, echt krass, Glückwunsch und natürlich meinen Respekt!

Bin 2009 die "Route des Grandes Alpes" gefahren, leider nicht mit einer Vespa, war aber auch sehr schön, da auch nur mit "Bordmitteln", also kein Hotel oder sonstigen Komfort.

Startpunkt lag/liegt am Genfer See, was von meinem Standort (Recklinghausen,NRW) ca.800 Km waren, die am ersten Tag abgerissen wurden.

Da war ich dann auch richtig platt und bin fast aus dem Sattel gefallen, weshalb mir Deine Leistung nahezu unmöglich/unmenschlich erscheint. 

Also nochmal den allerhöchsten Respekt! Und ja, ein bisschen Neid kam in mir, beim durchlesen Deines Berichtes, auch auf.

 

 

40.thumb.JPG.1e20897b4e59a84229eaaca07aecd093.JPG

 

 

 

Mein letzter Satz beim ersten interview nach der Fahrt war: "Ich würde niemals irgendwen auf diese Fahrt schicken, den ich halbwegs mag!"

Nach 12 Tagen und mehr als 6600 km schmerzt es, nach 3 Wochen tut es richtig weh das Tagesminimum von min. 350 km und bis zu 600 km  zu fahren, nach ca 40 Tagen hört es auf, weil man nach 16 Std im Sattel nur noch vibriert beim Einschlafen und der Körper einem morgens im Zelt einfach "Neeeeieen" entgegenbrüllt und man ca 1-2 Stunden braucht um aus dem Zelt zu kommen, zu packen und zu fahren. An manchen Tagen rollst Dich einfach irgendwo in Sibirien neben dem Roller auf ner Tanke ein, weil Du ned riskieren willst Dein Zelt aufzugeben, wenn irgend n besoffener Ivan Dich mit ner Waffe bedroht oder n Bär (kein Witz) in den Mülltonen der Tanke wühlt.  Nach 60 Tagen bin ich in einem Motel nach einem Sturm aufgewacht mitten in der Nacht schweißgebadet auus einem Alptraum und wußte nicht mehr in welchem Land ich bin und bin vor die Zimmertür in den Regen, um klar zu werden. Ab Tag 70 bettelst Du einfach nur noch , daß es bald endet. Da war dann der 4te Sturm.Dazwischen ist man verletzt, krank, hat Unfälle oder schraubt irgendwas an der Kiste oder koordiniert Fähren, Flüge und Pitstopps. Dann kommt man wieder auf europäischen Boden und man bekommt Rückenwind, weil man endlich nicht mehr 3-5 mal täglich in Lebensgefahr ist und man endlich die letzten 2200 km machen kann. Ich bin ganz ehrlich:

Das war weit jenseits meiner persönlichen Grenzen - mental psychisch und körperlich. Aber hey, sowas macht man ja auch ned jedes Jahr im Sommerurlaub ;-)

Busstop Siberia with Vespa.jpg

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Edited by Vespista X
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Posted (edited)
vor einer Stunde hat ard_2 folgendes von sich gegeben:

Ich sage nun nicht was unsere Einbauküche gekostet hat,  aber genau so Typen wie Du lassen mich mal inne halten und mich daran erinnern,  was eigentlich das Wesentliche ist.  

Also meine Verblasste Idee von der großen Tour ( nein keine Welrumrundung) bekommt wieder Farbe.

 

Danke

 

Ich weiß was manche Leute für Ihre Autos, Häuser, Küchen oder die Malediven ausgeben. Alles nicht so meins! Wenn ich könnte würde ich einfach NonStop nur mit der Reuse um den Planeten zirkeln. Das wäre sogar billiger als zuhause zu sein...

Edited by Vespista X
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Hi Markus,

Ich beobachte Deine Aktivitäten - aus der Ferne - immer mal wieder und seit längerem. Ich würde mir wünschen, Du schriebst auch ein Buch - ähnlich wie das von Alex Eischeidt.

Was ist denn aus den Vespas geworden? Steht die eine jetzt " einfach" in Sibirien rum? Dort verkauft? 

Viele Grüße 

Thomas 

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vor 27 Minuten hat Terex75 folgendes von sich gegeben:

Hi Markus,

Ich beobachte Deine Aktivitäten - aus der Ferne - immer mal wieder und seit längerem. Ich würde mir wünschen, Du schriebst auch ein Buch - ähnlich wie das von Alex Eischeidt.

Was ist denn aus den Vespas geworden? Steht die eine jetzt " einfach" in Sibirien rum? Dort verkauft? 

Viele Grüße 

Thomas 

 

Hallo Thomas, ich arbeite bereits am Buch - aber musste feststellen, daß ich mehr der Gashahn als der Füllertyp bin. Zieht sich etwas, auch weil ich es ja 100% korrekt abliefern will - ist ja kein Rollerlatein.

Eine Vespa ( Nummer 3 steht bei mir, Nummer zwei aus Russland wurde nach Ankunft in Vladivostok nach Moskau zu einem Bekannten geschickt und erreicht einen Freund von mir in St.Petersburg in einigen Tagen. Er musste aus Amerika weg und sitzt da grad ohne Roller und somit hab ich ihm eine Vollmacht gegeben den Roller zu nutzen und sobald sich die Situation mit Russland und EU entspannt treffen wir uns in Riga oder Talinn auf Vodka und Abholung meines Rollers. Der Roller nummer 3 ist in den USA- ein lieber Freund hat ihn mir "abgekauft" und er wartet dort auf Rückkauf, sobald ich Alaska Feuerland fahren will plus Australien.

Ich habe mit all meinen Fahrzeugen ein emotionales Dilemma - die kann man ned einfach nach zig tausenden Kilometern auf Reisen zurücklassen oder verkaufen. ;-)

 

Lieben Gruß aus dem Allgäu

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vor 12 Stunden hat Vespista X folgendes von sich gegeben:

 

Hallo Thomas, ich arbeite bereits am Buch - aber musste feststellen, daß ich mehr der Gashahn als der Füllertyp bin. Zieht sich etwas, auch weil ich es ja 100% korrekt abliefern will - ist ja kein Rollerlatein.

Eine Vespa ( Nummer 3 steht bei mir, Nummer zwei aus Russland wurde nach Ankunft in Vladivostok nach Moskau zu einem Bekannten geschickt und erreicht einen Freund von mir in St.Petersburg in einigen Tagen. Er musste aus Amerika weg und sitzt da grad ohne Roller und somit hab ich ihm eine Vollmacht gegeben den Roller zu nutzen und sobald sich die Situation mit Russland und EU entspannt treffen wir uns in Riga oder Talinn auf Vodka und Abholung meines Rollers. Der Roller nummer 3 ist in den USA- ein lieber Freund hat ihn mir "abgekauft" und er wartet dort auf Rückkauf, sobald ich Alaska Feuerland fahren will plus Australien.

Ich habe mit all meinen Fahrzeugen ein emotionales Dilemma - die kann man ned einfach nach zig tausenden Kilometern auf Reisen zurücklassen oder verkaufen. ;-)

 

Lieben Gruß aus dem Allgäu

Hi Markus,

Danke für Deine Info, ich glaube - so wie Du hier schreibst- musst Du Dir wenig Sorgen um Dein Buch machen. Und Deine Aktivitäten mit der Vespa sind für alle Vespisti mega interessant. Das, was Du mit Australien, Rollerabholen in Tallin etc. andeutest, lässt auf weitere Abenteuer hoffen.

Und ich kann gut verstehen, dass Du an die Vespas emotional gebunden bist, bei den Erlebnissen, die Du damit gesammelt hast

Ich bin total gespannt - und froh, dass Du hier schreibst und nicht nur auf F*Book, was viele - so wie ich - nicht nutzen. 

Beste Grüße ins Allgäu ( meine gefühlte Heimat, fahre seit Ewigkeiten nach Bolsterlang in den Urlaub)

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vor 6 Stunden hat Terex75 folgendes von sich gegeben:

Hi Markus,

Danke für Deine Info, ich glaube - so wie Du hier schreibst- musst Du Dir wenig Sorgen um Dein Buch machen. Und Deine Aktivitäten mit der Vespa sind für alle Vespisti mega interessant. Das, was Du mit Australien, Rollerabholen in Tallin etc. andeutest, lässt auf weitere Abenteuer hoffen.

Und ich kann gut verstehen, dass Du an die Vespas emotional gebunden bist, bei den Erlebnissen, die Du damit gesammelt hast

Ich bin total gespannt - und froh, dass Du hier schreibst und nicht nur auf F*Book, was viele - so wie ich - nicht nutzen. 

Beste Grüße ins Allgäu ( meine gefühlte Heimat, fahre seit Ewigkeiten nach Bolsterlang in den Urlaub)

 

Vielen Dank Thomas, ich habe mich hier die letzten Jahre fast immer sehr bedeckt gehalten, weil es hier meiner Meinung nach wenig ums Rollerfahren geht sondern eher 90% Schrauben und Bier und 10% Fahren. Das ist auch ohne Wertung, aber nun mal so von mir wahrgenommen. Schrauben ist ja auch wichtig und dafür ist das Forum hier klasse. Und n Bierchen trink ich auch gern mal. :-D Mit einer Tour nach Spanien oder Griechenland biste hier schon ganz weit gefahren und mit Nordkap schon fast n Held :-D .

Ich war bisher eher auf den Overlander Plattformen und auf meiner Seite im FB und bei den Jungs mit den großen Reiseenduros, um sie aufzuziehen ;-). Ich habe erst kürzlich auf Wunsch hier mal was geschrieben, aber glaube auch ned wirklich ,daß es für die Mehrheit hier recht spannend ist, weil es weit weg ist von dem was sie kennen. Und wenn se was wissen wollen, dann eher ob irgendwas kaputtging wegen dem Schrauben :-D! Viele glauben bestimmt eher ich sei ein reicher Snob wegen meiner Touren, weil se mich ned kennen, oder sie halten mich für  nen Spinner, weil ich für meine Reisen zwei mal den Job, Zwei Frauen und meine Wohnung aufgegeben habe. 

Das is ok. Ich lese hier eher so mit, freu mich gelegentlich an nem schönen Foto oder nem Setup und wenn mal was dabei ist was mich interessiert lass ich auch n "Like" da. 

Schön, daß es ne Hand voll Leute interessiert und se was mit Abenteuer anfangen können und vielleicht gibt es den ein oder anderen, dem die Tipps fürs Planen oder packen weiterhelfen. dann ist supi! Werde hier aber eher wenig über meine Aktionen schreiben und maximal ne kurze Zusammenfassung, weil ich letztens erst darauf hingewiesen wurde, daß ich zu viel Bilder gepostet habe. ;-)

Wünsche Dir allzeit gute Fahrt und geniß das Allgäu! Bleib gesund

Vespa in death Valley 2.jpg

Edited by Vespista X
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vor 28 Minuten hat Vespista X folgendes von sich gegeben:

weil es hier meiner Meinung nach wenig ums Rollerfahren geht sondern eher 90% Schrauben und Bier und 10% Fahren.

 

Das stimmt so nicht!

 

Hier geht es ausschließlich ums Fahren, nur dazu muss manch einer eben 90% schrauben und die restlichen 10% mit Bier therapieren wenn mal wieder alles zu Tode konfiguriert ist. :-D

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vor 2 Minuten hat alfonso folgendes von sich gegeben:

 

Das stimmt so nicht!

 

Hier geht es ausschließlich ums Fahren, nur dazu muss manch einer eben 90% schrauben und die restlichen 10% mit Bier therapieren wenn mal wieder alles zu Tode konfiguriert ist. :-D

hahahaha - na denn nehme ich natürlich alles zurück :-D und ziehe mich in den Schatten zurück für Therapie!

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vor 4 Stunden hat alfonso folgendes von sich gegeben:

 

Das stimmt so nicht!

 

Hier geht es ausschließlich ums Fahren, nur dazu muss manch einer eben 90% schrauben und die restlichen 10% mit Bier therapieren wenn mal wieder alles zu Tode konfiguriert ist. :-D

Und ich hatte schon den Eindruck gewonnen, daß hier einige einfach Dinge bauen, auseinanderreißen und wieder neu bauen, weil sie es auf dem Weg zum Eiscafe kaputtgeballert haben, in Ihrer Kindheit nicht genug Lego hatten oder einen Fetisch für Getriebe und Zweitaktöl ausleben. Mein Fehler. Die schrauben also wirklich, weil sie wohin fahren wollen und nicht einfach, um nochmal 0,03 km/h für 299 Euro mehr in Ihrem Roller zu verbauen? Versprochen? Die fahren? :-D

Fassssziniiiierend!

Edited by Vespista X
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Naja, geht halt jeder individuell mit dem Thema Blechroller um. 

Ich hab ne Bastelkarre, bei der ich quasi unendlich Zeit, Mühe und Kohle rein stecke, um dann mit einem fast-Eigenbau Motorräder zu ärgern, schnell zu fahren(+160) und die Grenzen des Konzeptes auszuloten. Das Ding ist dann garantiert nicht für die große Reise gebaut, dafür fordert einen der Hobel auch zu sehr. Aber wie sagte schon Burt Munro: "man erlebt auf so einer Maschine in wenigen Minuten Vollgas mehr, als viele andere Menschen in ihrem gesamten Leben!" 

Dann baue ich mir ein auf Zuverlässigkeit getrimmtes Gespann, um zur Arbeit zu fahren. Da ist meine Vorgabe aber, das der Gerät schon 100kmh dauerhaft hält. Und dann eben noch ne Lambretta fürs Herz und auch größere Touren, die soll aber auch 100kmh minimum von Tank zu Tank halten. 

Und dafür schraube ich dann halt lustig vor mich hin... Und das ist mir auch wichtig, einfach, weil ich gerne schraube! 

Ich hab aber eh nicht die Möglichkeit, mal alleine für mehrere Monate rum zu juckeln, dafür liebe ich nämlich meine Verlobte, meine Hunde und meinen Job zu sehr! Da will ich auf nix verzichten,stört mich aber nicht im geringsten. Mir reicht meine Woche Auszeit im Jahr, alleine aufm Roller. 

Edited by Humma Kavula
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vor 2 Stunden hat Humma Kavula folgendes von sich gegeben:

Naja, geht halt jeder individuell mit dem Thema Blechroller um. 

Ich hab ne Bastelkarre, bei der ich quasi unendlich Zeit, Mühe und Kohle rein stecke, um dann mit einem fast-Eigenbau Motorräder zu ärgern, schnell zu fahren(+160) und die Grenzen des Konzeptes auszuloten. Das Ding ist dann garantiert nicht für die große Reise gebaut, dafür fordert einen der Hobel auch zu sehr. Aber wie sagte schon Burt Munro: "man erlebt auf so einer Maschine in wenigen Minuten Vollgas mehr, als viele andere Menschen in ihrem gesamten Leben!" 

Dann baue ich mir ein auf Zuverlässigkeit getrimmtes Gespann, um zur Arbeit zu fahren. Da ist meine Vorgabe aber, das der Gerät schon 100kmh dauerhaft hält. Und dann eben noch ne Lambretta fürs Herz und auch größere Touren, die soll aber auch 100kmh minimum von Tank zu Tank halten. 

Und dafür schraube ich dann halt lustig vor mich hin... Und das ist mir auch wichtig, einfach, weil ich gerne schraube! 

Ich hab aber eh nicht die Möglichkeit, mal alleine für mehrere Monate rum zu juckeln, dafür liebe ich nämlich meine Verlobte, meine Hunde und meinen Job zu sehr! Da will ich auf nix verzichten,stört mich aber nicht im geringsten. Mir reicht meine Woche Auszeit im Jahr, alleine aufm Roller. 

 

Genau das habe ich auch in nem anderen Post schon gesagt. Das Thema ist bunt, aber im Forum seh ich eben doch ne gewisse Richtung, und deswegen halte ich mich hier zurück. Meine Philosophie: Wenn es läuft reiß ich nix auf ;-) sondern fahr lieber nochmal 10.000 damit.

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Ich habe das Buch von Eischeid gelesen, eine Tour nach Südafrika zum Kap, Deinen Bericht, viele kleine Touren, auch mit dem Kajak um Europa etc. Coole Nummern, die einen gedanklich mit auf Reise gehen lassen. Immerhin, das kann ein Anfang sein. Es gibt m.E. Immer mehr, die Mut, Geld und Zeit zusammen bringen. Dafür ist auch Dein Bericht Gold wert. Mir würde die Woche alleine mit Gespann oder smallframe oder was auch immer in der Garage auf Fertigstellung wartet reichen. Kommt aber bestimmt. Noch ein paar Reiseeindrücke auch von Dir und Humma und anderen und die nächsten machen sich auf den Weg. Das ist es doch, was zählt.

LG und danke

Dirk

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  • 2 weeks later...

Ich bin dafür dir mehr Bilderspeicher zu spenden.

 

Gerade solche Reiseberichte sind die absolute Ausnahme und eine willkommene Abwechslung zu all den  Tuning Steckspiel Setup Themen. 
 

Lass dich da mal nicht irritieren bzw. Lass es kein Grund sein dich zurückzuhalten.

 

Mich würde zum Beispiel Bärenbegegnung und psychische Grenzerfahrung interessieren.

 

Auch natürlich wieviel Zylinder drann glauben mussten oder was an Teilen am meisten aufgegeben hat ;-)
 

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  • 1 month later...

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