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Fahrwerk 2018


Arthur

Empfohlene Beiträge

Nachdem ich vor ein paar Wochen dieses Moped gekauft und die komplette Technik im Bereich

Motor / Antrieb erneuert habe, schreit jetzt das Fahrwerk nach zeitgemäßer Überarbeitung. Beim

Vorbesitzer eckig gestandene Weißwandreifen und ein verschlissener hinterer Dämpfer wollen

unbedingt erneuert werden. 

 

IMG_0973.thumb.jpg.773aa7b0967889279bbf53a5db3c82a4.jpgIMG_0976.thumb.jpg.18c77777700fe59b49bcdcb28ec97967.jpgIMG_0982.thumb.jpg.fb35c2b5b7371fe51562d618df299060.jpgIMG_1005.thumb.jpg.e43dea5ac7123655c4ee412a743bf3f3.jpg

 

Es handelt sich um eine 74er Serveta, die ich hier im Westen übernommen habe, die aber aus der Gegend um München stammt. 

Etwas erschrocken bin ich, als ich eins der früheren Kennzeichen in den Unterlagen zum Roller gefunden habe. 

 

IMG_1015.thumb.jpg.f9162c5d8d0ae67f3136ca3cb2886e94.jpg  :-D

 

Ich würde gern den hinteren Dämpfer, und die Reifen tauschen sowie vordere Dämpfer ergänzen. 

In den einschlägigen Shops findet man z.B. in der Beschreibung der preiswerten Escorts für vorne

bei LTH die Aussage "derzeit bester auf dem Markt". Ich denke, dass das nicht mehr die allerneueste

Beurteilung ist. Kann man den trotzdem mit gutem Gefühl verbauen oder sind die einstellbaren

BGM Teile um so viele Lichtjahre besser, wie es der Preis suggeriert? 

Das gleiche hinten. Gibt es einen guten im Bereich 100.- € oder muss es ein Highend Teil für über

200.- sein?

Als letztes noch eine Frage nach den Gabelfedern. Woran merke ich, dass die erneuert gehören?

Ich schreib es hier auch nochmal rein. An den Roller gehören rot-weiße Candy Stripes. Wer welche

rumliegen hat, darf mir gern ein Angebot schicken.

 

Danke für sämtliche sachdienliche Hinweise zur Fahrwerkserneuerung! :-)

 

 

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vor 14 Stunden schrieb Arthur:

Nachdem ich vor ein paar Wochen dieses Moped gekauft und die komplette Technik im Bereich

Motor / Antrieb erneuert habe, schreit jetzt das Fahrwerk nach zeitgemäßer Überarbeitung. Beim

Vorbesitzer eckig gestandene Weißwandreifen und ein verschlissener hinterer Dämpfer wollen

unbedingt erneuert werden. 

 

IMG_0973.thumb.jpg.773aa7b0967889279bbf53a5db3c82a4.jpgIMG_0976.thumb.jpg.18c77777700fe59b49bcdcb28ec97967.jpgIMG_0982.thumb.jpg.fb35c2b5b7371fe51562d618df299060.jpgIMG_1005.thumb.jpg.e43dea5ac7123655c4ee412a743bf3f3.jpg

 

Es handelt sich um eine 74er Serveta, die ich hier im Westen übernommen habe, die aber aus der Gegend um München stammt. 

Etwas erschrocken bin ich, als ich eins der früheren Kennzeichen in den Unterlagen zum Roller gefunden habe. 

 

IMG_1015.thumb.jpg.f9162c5d8d0ae67f3136ca3cb2886e94.jpg  :-D

 

Ich würde gern den hinteren Dämpfer, und die Reifen tauschen sowie vordere Dämpfer ergänzen. 

In den einschlägigen Shops findet man z.B. in der Beschreibung der preiswerten Escorts für vorne

bei LTH die Aussage "derzeit bester auf dem Markt". Ich denke, dass das nicht mehr die allerneueste

Beurteilung ist. Kann man den trotzdem mit gutem Gefühl verbauen oder sind die einstellbaren

BGM Teile um so viele Lichtjahre besser, wie es der Preis suggeriert? 

Das gleiche hinten. Gibt es einen guten im Bereich 100.- € oder muss es ein Highend Teil für über

200.- sein?

Als letztes noch eine Frage nach den Gabelfedern. Woran merke ich, dass die erneuert gehören?

Ich schreib es hier auch nochmal rein. An den Roller gehören rot-weiße Candy Stripes. Wer welche

rumliegen hat, darf mir gern ein Angebot schicken.

 

Danke für sämtliche sachdienliche Hinweise zur Fahrwerkserneuerung! :-)

 

 

Geputzt hast du die ja schon ein:-Dmal 

 

Bezüglich der Federung ist von den Vorredner alles gesagt.

 

Das mit dem M- Kennzeichen verstehe ich nicht ... Poquahntas ?

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vor 19 Stunden schrieb Blue Baron:

Bzgl. Federn, solange die gerade und ca. gleich lang sind, ist da allea gut. Die Gabel drum herum muss halt auch fit sein. 

das sehe ich anders...

federn sind auch verschleißteile und werden nach über 40 jahren nicht besser, da nützen dir dann schöne "schwingungsdämpfer" alleine herzlich wenig.

du solltest halt testen wie ausgelutscht die dinger sind...

 

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vor 9 Stunden schrieb Rollerbube:

Geputzt hast du die ja schon ein:-Dmal 

 

Bezüglich der Federung ist von den Vorredner alles gesagt.

 

Das mit dem M- Kennzeichen verstehe ich nicht ... Poquahntas ?

 

Frank, ich staune. Rainer hat sofort verstanden worauf ich anspielte. :sigh:

Wäre auf dem Wisch nicht das Gutachten für einen 123er Zylinder, hätte ich das wohl nie erfahren.

Übrigens hab ich bis heute null geputzt. Nur Aufkleber abgeknibbelt und eigene hingeklebt. Eine meiner

ganz schlechten Angewohnheiten. :rotwerd:

 

Danke für die Erfahrungen zu den Fahrwerksteilen! :cheers:

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Was Ihr Füchse so alles erkennt  :-P ich sehe das immer noch nicht  :wacko:

Ist aber auch wurscht :sigh:

 

Ich hatte sie schmutziger in Erinnerung... das mit dem Aufkleber ist mir auch aufgefallen, wollte aber nicht auf deiner schlechten Angewohnheit rum reiten  :-D

 

Keep on Running :cheers:

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  • hinten bgm schwarz verstellbar.
  • vorne bgm verstellbar.
  • forklinks trommel casa oder sacchi
  • federn neue originale. länge messen, ob gleich. auf keinen fall härtere, dass macht das fahrwerk nur unruhig und verkleinert den federweg.
  • keine kunststoffbuchsen verbauen, sondern die aus messing. lth oderich hätte noch neue rumliegen.
  • neue gummipuffer oben und unten, nur casa.
  • obere anschläge in originalgröße, nicht doppelt.
  • forklinkschraube prüfen, ob der teil ohne gewinde lang genug ist. ist bei servetta normalerweise der fall. wenn nicht stark verdaddelt, dann weiter benutzen. neu ist schon immer ein problem, da innen immer nur das gewinde aufliegt und dann die bohrung in der lenksäule im laufe der zeit ausschlägt.
  • forklinks immer erstmal ohne feder einbauen und prüfen, ob die leicht laufen. wenn nicht, ist die innere stahlbuchse ggf. zu kurz. kann mann mit den unterlagscheiben für die schaltklaue spacern.
  • federn und federstangen mit viel viel fett verbauen. dass muss eine riesen sauerrei sein, dann ist richtig
  • forklinkwerkzeug bauen, damit geht es ohne 3. hand 20150607-forklinkwerkzeug.PDF
  • Thanks 2
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Am 12.8.2018 um 20:22 schrieb menke:
  • hinten bgm schwarz verstellbar.
  • vorne bgm verstellbar.
  • forklinks trommel casa oder sacchi
  • federn neue originale. länge messen, ob gleich. auf keinen fall härtere, dass macht das fahrwerk nur unruhig und verkleinert den federweg.
  • keine kunststoffbuchsen verbauen, sondern die aus messing. lth oderich hätte noch neue rumliegen.
  • neue gummipuffer oben und unten, nur casa.
  • obere anschläge in originalgröße, nicht doppelt.
  • forklinkschraube prüfen, ob der teil ohne gewinde lang genug ist. ist bei servetta normalerweise der fall. wenn nicht stark verdaddelt, dann weiter benutzen. neu ist schon immer ein problem, da innen immer nur das gewinde aufliegt und dann die bohrung in der lenksäule im laufe der zeit ausschlägt.
  • forklinks immer erstmal ohne feder einbauen und prüfen, ob die leicht laufen. wenn nicht, ist die innere stahlbuchse ggf. zu kurz. kann mann mit den unterlagscheiben für die schaltklaue spacern.
  • federn und federstangen mit viel viel fett verbauen. dass muss eine riesen sauerrei sein, dann ist richtig
  • forklinkwerkzeug bauen, damit geht es ohne 3. hand 20150607-forklinkwerkzeug.PDF

Kannst du bitte mal die Handhabe dieses Forklinkwerkzeuges demonstrieren?

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Am 12.8.2018 um 20:22 schrieb menke:
  • hinten bgm schwarz verstellbar.
  • vorne bgm verstellbar.
  • forklinks trommel casa oder sacchi
  • federn neue originale. länge messen, ob gleich. auf keinen fall härtere, dass macht das fahrwerk nur unruhig und verkleinert den federweg.
  • keine kunststoffbuchsen verbauen, sondern die aus messing. lth oderich hätte noch neue rumliegen.
  • neue gummipuffer oben und unten, nur casa.
  • obere anschläge in originalgröße, nicht doppelt.
  • forklinkschraube prüfen, ob der teil ohne gewinde lang genug ist. ist bei servetta normalerweise der fall. wenn nicht stark verdaddelt, dann weiter benutzen. neu ist schon immer ein problem, da innen immer nur das gewinde aufliegt und dann die bohrung in der lenksäule im laufe der zeit ausschlägt.
  • forklinks immer erstmal ohne feder einbauen und prüfen, ob die leicht laufen. wenn nicht, ist die innere stahlbuchse ggf. zu kurz. kann mann mit den unterlagscheiben für die schaltklaue spacern.
  • federn und federstangen mit viel viel fett verbauen. dass muss eine riesen sauerrei sein, dann ist richtig
  • forklinkwerkzeug bauen, damit geht es ohne 3. hand 20150607-forklinkwerkzeug.PDF

 

Gute Anleitung!

 

Nur zwei kleine Anmerkungen von mir. Vorne würde ich keine originalen Federn fahren, sondern progressive, zB von Scootopia. Erhöhen das Fahrvergnügen. Und die verstellbaren BGM für vorne halte ich für reine Geldverschwendung. Außer man steht auf die Technik-Optik. Meiner Meinung nach sind Escorts vollkommen ausreichend. Und wer doch mehr Geld ausgeben soll, sollte sich halt dann die silbernen BGM kaufen. Nicht verstellbar, aber dafür ansehnlicher als die verstellbaren.

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vor 8 Stunden schrieb benji:

 

Gute Anleitung!

 

Nur zwei kleine Anmerkungen von mir. Vorne würde ich keine originalen Federn fahren, sondern progressive, zB von Scootopia. Erhöhen das Fahrvergnügen. Und die verstellbaren BGM für vorne halte ich für reine Geldverschwendung. Außer man steht auf die Technik-Optik. Meiner Meinung nach sind Escorts vollkommen ausreichend. Und wer doch mehr Geld ausgeben soll, sollte sich halt dann die silbernen BGM kaufen. Nicht verstellbar, aber dafür ansehnlicher als die verstellbaren.

hinten dann sicher auch mec oder escort?

 

das ist quasi die buchhalterversion?


 

 

Bearbeitet von gravedigger
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Aus rein optischen Gründen bevorzuge ich aber auch die nicht verstellbaren von BGM. Zieht man noch die passenden Faltenbälger drüber ist es dann eigentlich auch nicht mehr wirklich nennenswert günstiger, als die verstellbaren (von wegen buchhalter und so), passt aber definitiv besser zu einem Moped aus den 60ern. Den Infos nach, die ich vom Scooter-Center bekommen habe sind die Dämpfer von Qualität und Technik gleich, nur das halt einmal die Einstellung fehlt, und mal ehrlich: der weitaus größte Teil derer, die an ihren Mopeds einstellbare Stoßdämpfer verbauen, stellen da eh nix mehr ein, wenn die Dinger einmal dran sind.

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vor 19 Minuten schrieb Champ:

der weitaus größte Teil derer, die an ihren Mopeds einstellbare Stoßdämpfer verbauen, stellen da eh nix mehr ein, wenn die Dinger einmal dran sind. 

 

Ich musste die Vorderen schon verstellen, bei zu hart mit original Federn fing das Rad an zu hüpfen.

Felgen werden die SIP mit K80 gefahren.

 

Etwas weicher fährt sich perfekt und federt top.

Jetzt noch Anti Dive und alles ist bestens.

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  • Beiträge

    • Fahr ich auch seit Ewigkeiten, 10 BGM grün in der Lido (V2) auf M210 mit 26PS. ÖL MTX.
    • Hoffmann HB Restauration Beitrag 3:   Diesmal etwas mehr zu lesen...  🙂 Nachdem ich also alles optisch festgehalten und das Schlumpfmobil in Teile zerlegt hatte, ging es an das freilegen. Da ich an einigen Stellen damals schon Probestellen hatte, wusste ich, dass es Erstlack gibt, und dass es mehrere Farbschichten darüber gab. Ich sag jetzt bewusst Erstlack, da O-Lack auch der Original Farbton sein kann..., wie es auch noch vorkommt. Zu diesem Zeitpunkt ging ich von folgendem Lackaufbau von aussen zum Erstlack aus. - Hellblau - Türkisblau/dunkelblau - weiß ->Erstlack Hoffmann Grün Wie ich später feststellen musste, kam es doch anders. Etliche Teile wurden aufgrund von Unfallspuren wohl wenige Monate/Jahre nach der Erstzulassung (1953 by the way) mit dem ansich korrekten Originalfarbton nochmals überlackiert. Da es ein Einschichtmetallic ist, ist dieser Farbton quasi nie gleich. Dazu gibt es sogar alte wie auch neuzeitliche Erfahrungsberichte, dass der Abstand zum Objekt beim lackieren mit ein und derselben Farbe schon Unterschiede erzeugen kann. Bei den damaligen Lacken zumindest. Zurück zum Roller hieß das, dass unter dem Weiß, was ich als letzte falsche Farbe zuerst deutete das falsche Hoffmanngrün war, was man aufgrund einer geringen Farbnuance erkennen konnte. Punktuell hätte man es auch lassen können,...an kleineren Stellen wie an der Kaskade ist es zT noch vorhanden, und kaschiert so zB eine nicht rausdrückbare kleinere Beule. Unter diesem Ü-Lack Hoffmanngrün war je nach Stelle nochmals rote Grundierung oder eben das Erstlackgrün. Bei Stellen mit der falschen roten Grundierung kam dann eben das erste, originale Hoffmann Grün, gefolgt von einem originalen taubenblau/grau als Zwischengrundierung und einem originalem Rot. An Stellen wie dem Beinschild rechtsseitig, wie auch an der Gepäckfachseitenhaube wurde zudem gespachtelt. Mit teils unterschiedlichen Materialien. „Normaler“ alter Spachtelmasse...ähnlich heutigem Feinspachtel..., wie auch vor allem am Beinschild mit einer Spachtelmasse, die mir bis heute unbekannt ist. Eine Art Graphitspachtel, quasi wie Flüssigmetall. Auch wie eine Bleistiftmine/Graphit ähnlich vom Glanz und der Konsistenz, so dass man regelrecht dort reinschnitzen konnte. Um es kurz zu sagen...es gab verschieden dicke und von der Anzahl falsche Farbschichten, die man erst einmal Stück für Stück zuordnen musste, um sie dann ebenso Stück für Stück...bzw Fläche für Fläche freizulegen. Im günstigsten Fall: 1.Schicht :Ü-Lack Hellblau 2.Schicht: Ü-Lack Türkisblau 3.Schicht: Ü-Lack Weiß ->Erstlack Oder Mittelmaß: 1.Schicht :Ü-Lack Hellblau 2.Schicht: Ü-Lack Türkisblau 3.Schicht: Ü-Lack Weiß 4.Schicht: Ü-Lack Hoffmann Grün (5.Schicht): Ü-Lack Grundierung Rot → Erstlack Worst Case: 1.Schicht :Ü-Lack Hellblau 2.Schicht: Ü-Lack Türkisblau 3.Schicht: Ü-Lack Weiß 4.Schicht: Ü-Lack Hoffmann Grün 5.Schicht: Ü-Lack Grundierung Rot 6.Schicht: verschiedene Spachtelmassen ->Erstlack Da kein Ü-Lack gleich ist, gibt es nicht das Eine Mittel zum freilegen....auch wenn das Netz sofort Abbeizer und Co schreit. Da ich beruflich mit alten Sachen handel,...Möbel, Interieur, Kunst, Designobjekte..., die je nach Material ebenfalls oftmals restauriert oder zumindest aufgearbeitet werden müssen hat man natürlich auch mal schlechte Erfahrungen gesammelt, wenn es um Lacke und Oberflächen geht. Vieles hat Vor-wie auch Nachteile. Und wie bei historischen Gemälden, welche ich auch oftmals restauriere, muss man sich an das Mittel der Wahl rantasten, kleinere Versuche machen. Und das bestenfalls nicht mittig auf dem Beinschild. Aus ersten damaligen Versuchen mit Verdünnung und Aceton wusste ich, dass das Hellblau sehr einfach abzuwaschen ist. Aceton klappt perfekt, aber auch die weniger agressive Verdünnung klappt ebenso, wäre also schonender.  Das dunklere Blautürkis ist definitiv härter und nicht so leicht zu knacken. Das Weiß wiederum ist leicht zu lösen...mit Aceton im schnellen Schwung, so dass es nicht zu nass wird, wie auch mit Verdünnung. Selbst Spiritus mit feinster Stahlwolle klappte...sofern nicht zu lange , so dass der Erstlack ggf zu soft wird/wurde. Abbeizer ist bei dem sensilblen Hoffmannlack schwer zu regulieren und schied aus. Vor allem, wenn man ihn über Stunden einwirken lassen soll bin ich kein Freund davon. Zurück zu den alten Gemälden.., denn hier war eine Idee aufgekommen, die man beim Roller zum freilegen u.a. nehmen kann..., bzw war es eine erste Idee. Alte Gemälde haben i.d.R eine Schutzschicht, Firnis genannt , der aus Harz besteht. Im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte vergilbt dieser und verfälscht oftmals komplett ein Bild. Zusammen mit Nikotin, Dreck usw ist das wie ein dunkler Schleier. Etliche Gemälde restauriere ich selbst und entferne mit verschiedenen Mitteln diese Schichten. Nach ggf zu erledigenden Retuschen wird es dann neu gefirnist mit neuen Mitteln. Aber es gibt auch Schichten oder Bilder, die mir zu riskant sind. Für diese Fälle kann ich auf das Wissen und die Hilfe eines befreundeten akademischen Gemälderestaurators zurückgreifen der in der Nähe wohnt. Hier und da war er auch mal bei Bares für Rares zu sehen, wenn er ein Bild wiederbelebt hat...könnte der ein oder andere mal gesehen haben.  Als ich mal bei ihm war, und er an einem Bild des 18.Jahrhunderts war (um 1750) und ich ihn fragte wie er die Firnis abnimmt , sagte er , er würde sie abstrahlen. Quasi wie Sandstrahlen. Ich kenne Feinstrahlen bei Stein/Holzobjekten, aber bei Gemälden war es mir neu, so dass ich weiter nachhakte und er mir das Gerät und das Strahlmittel zum testen auslieh. Das Feinstrahlgerät kommt aus dem Dentalbereich und das Strahlmittel ist im kleinsten My Bereich....trägt wirklich dosierbar eine Schicht ab. Bei den Gemälden klappte das sogar....mit wenig Druck und etwas Übung, ohne dass die eigentliche Malschicht Schaden annahm. Im Endeffekt ähnlich einer modernen Zahnreinigung beim Zahnarzt, wo auch immer öfter gestrahlt wird. Daraufhin hab ich mir 3 Teile zum testen geschnappt. -Kotflügel V50 in Olack orange und grau überpinselt (70er Jahre) -Gepäckfachklappe GS3 in Silber und rot überpinselt (60er Jahre) -Hoffmann Felge in grün und bläulich überpinselt (50er Jahre) Erster Test am V50 Koti und es ging super. Der Olack blieb heile,...etwas matt...aber easy zu polieren. Die GS Klappe klappte auch gut...aber man musste schon aufpassen, sonst ist man schnell durch. Die Hoffmannfelge war ggf etwas falsch zum testen, da hier der Olack wohl am dünnsten aufgetragen wurde und auch keine große Grundierung verwendet wurde. Es ging aber etwas. Dennoch angefixt von dem Ding war die Überlegung damit den Roller komplett freizulegen, oder zumindest an verwinkelten Stellen. Da es ein mobiles Handgerät ist, muss man es draussen machen, da das Strahlgut nicht aufgefangen wird. So habe ich mir über Kleinanzeigen so ein Gerät gebraucht gekauft, und durch mein Gewerbe extra beim Dentalzulieferer das passende Srrahlmittel bestellt. Bis alles dann hier war, hatte ich aber bereits an einigen Stellen am Roller schon angefangen und war eingegroovt...und alles im Keller in der Werkstatt,....so dass es letztendlich gar nicht zum Einsatz kam bei dieser Kiste. Aber es wartet so eben auf die nächste Kiste, dann aber draußen und nicht im Keller. Zudem ist das Strahlmittel nicht günstig. Aber das nächste Projekt wird mit Sicherheit darauf warten. Ggf ja auch, wenn es jetzt hier nicht zum Einsatz kam für jemanden interessant als Technikmittel. Meine Mittel zur Wahl waren für die grobe Freilegung letztendlich: -Feine Stahlwolle -Spiritus -Verdünnung -Aceton -Opinel Messer -Lappen -Wasser zum neutralisieren Die erste hellblaue Schicht konnte ich wie gesagt easy mit Aceton wie auch Verdünnung und Papiertüchern abwischen. Der Olack war durch die drüber liegenden Schichten noch bestens geschützt. Das dunklere Blau habe ich erst mit einem feuchten Schwamm aus Stahlwolle (feucht-nicht triefend nass) etwas „geschrubbt“. Optisch wurde das Blau dadurch erstmal sauberer, aber es hatte auch nach 1-2 Minuten die Eigenschaft von einer sehr harten Oberfläche etwas weicher zu werden. Dann kam das Mittel zur Wahl. Das Opinel. Das einfache französische Klappmesser . Mit seiner Klinge, die ich immer wieder nachschleifen musste, schnitzte ich das dunklere blau bis zum weiß und teilweise auch inkl.dem Weiß weg. Bzw war es ein ziehen/schaben....wie eine Ziehklinge bei der Holzrestauration.  Nach einer Zeit hatte man die beste Stelle und Kante an der Klinge gefunden und auch den passenden Move, ohne die gute Schicht zu zerstören. So ging es dann Stück für Stück weiter....Stunden über Stunden...so dass man zwischenzeitlich quasi trance-artig an dem Ding saß, die Zeit vergaß und einfach weitermachte. Die weißen Reste, die noch oberflächlich zuhauf vorhanden waren , konnte ich mit feinster Stahlwolle der Feinheit 0000 und Spiritus...oder bei härteren Stellen mit Aceton im schnellen Schwung wegwischen. Erst einmal ging es um das Grobe. Restliche weiße Nebel gingen mit einem nochmaligen Wischen mit Spiritus/Verdünnung/Aceton und Papiertüchern nahezu weg. 2000er Naßschleifpapier kam hier und da ebenfalls zum Einsatz. So war der Lack dann erstmal sauber und frei, wenn auch matt und scheckig zT. Auch habe ich ihn nach der Chemiekur auch erst mal wieder wirklich durchtrocknen lassen. Am Beinschild und der Gepäckfachbacke war wie gesagt einiges an Spachtelmasse. Hier genau zu entscheiden, ob es schon Erstlack oder Ü-Lack Grün über Spachtel ist war zT schon eine Sissifußarbeit wo man sich rantasten musse. Oft entdeckte ich an für mich ansich fertigen Stellen doch noch beim dritten und vierten Durchgang überlackierte Stellen. Dieses Graphitzeug schmierte zudem , so dass es einfach eklig war. Die falsche rote Grundierung löste sich mittels Lösungsmitteln auch, und so sah es oftmals aus, als wenn ich am verbluten bin. Irgendwann aber hatte man sich durch das Zeug durchgekämpft. So hieß es bei der Backe und Beinschild erstmal diese auszubeulen. Erste Arbeiten hab ich noch selbst durchgeführt, bin dann aber doch noch kurz zu Marc (Blech Raum) in die hoffmannsche Heimat gefahren, damit er mit seinem Können und dem English wheel die Backe und das Beinschild nochmals feinbügeln konnte. Da die Geburtsklinik der Kiste ja dann grad einmal nur 2-3 km entfernt ist, musste sie zwecks Heimatluft schnuppern mal kurz zuhause vorbeischauen. Das Freilegen erfolgte natürlich bei allen Teilen. Die Gabel hatte ich zwischenzeitlich zerlegt, die Felgen demontiert usw.
    • Merci. Das sollte dann die hier sein:   Dann hab ich auf gut Glück die richtige bestellt. Ich denke aber gelesen zu haben, dass man, um diese zu tauschen, das Handschuhfach ausbauen muss? Da man nur von innen rankommt?
    • hab eine 15€ billo Plastikhaube vom SC drauf. Kerzenloch zugemacht und neues gebohrt. Die untere Verschraubung geht etwas streng.
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