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Rund um den Bau von Kurbelwellen, auf was muss geachtet werden, was wird verkehrt gemacht


powerracer
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Gerade eben hat berlinwestside folgendes von sich gegeben:

wie sieht das genau aus?

 

An der Wange bleibt ein Kragen stehen,

der verbreitert die Wange pro Seite um 0,9-0,95mm dann werden die 1mm AS innen auf den Aussen Ø des Kragens ausgedreht.

So kann eine 1mm stabile AS verbaut und beide Wangen gesamt um 1,8- 1,9mm verbreitert werden:inlove:

ganz geniale Idee:thumbsup:

 

 

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eine originale nicht geschweißte welle mit 6/100 werden sich verdrehen.. 

hat es bei mir gemacht.. die welle war original und mit eine meceur pleuelsatz renoviert.

hat alles passier im stand beim trocken gas geben.. 

das ist auch der grund warum ich alle meine wellen wig schweißen.

 

kann mich nicht vorstellen das eine falc welle mit 6/100 lange fährt bevor er sich verdreht.. 

wie kann das halten? die motoren haben ja auch bis 50 ps

 

 

 

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vor 2 Minuten hat Truls221 folgendes von sich gegeben:

das ist auch der grund warum ich alle meine wellen wig schweißen.

irgendwie finde ich es frappierend wie genau ihr mit pressmaßen hantiert und dann "wig schweißen" schreibt.
als wären es nicht welten zwischen lasern, mag punkten und wiggen.

fleisch:
die rindfleischstreifen für rindercarpaccio sollten 0,5mm haben..., nein 0,3, "ich mach immer 0,25"..., dann schmeckt es besser.
käse:
irgendeinen, schabletten oder 10jahre alten parmesan, blauschimmel geht auch...

mein ich nicht als angriff :*
 

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24 minutes ago, berlinwestside said:

irgendwie finde ich es frappierend wie genau ihr mit pressmaßen hantiert und dann "wig schweißen" schreibt.
als wären es nicht welten zwischen lasern, mag punkten und wiggen.

fleisch:
die rindfleischstreifen für rindercarpaccio sollten 0,5mm haben..., nein 0,3, "ich mach immer 0,25"..., dann schmeckt es besser.
käse:
irgendeinen, schabletten oder 10jahre alten parmesan, blauschimmel geht auch...

mein ich nicht als angriff :*
 

es wird auch kein angriff wenn du 100 m über ziel schießt

 

wenn du es so liest hast du den kontext auch nicht verstanden

 

nicht böse gemeint:cheers:

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Mich wundert auch das Truls WIG schweissen lässt, oder selbst geschweisst hat.

 

Ich finde das mit WIG vielzuviel Wärmeeintrag passiert:???:

Ich vermute ein reiner Übersetzungsfehler

Edited by powerracer
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On 2/11/2022 at 1:44 PM, berlinwestside said:

....und dann "wig schweißen" schreibt.
als wären es nicht welten zwischen lasern, mag punkten und wiggen.
 

 

Aus meiner beruflichen Erfahrung her, würde mir persönlich nicht die Idee gefallen, ein Bauteil mit durchaus vorhandener Aufhärtungsgefahr, ohne zumindest einen Hauch von feinkornbildenden Zusatzmaterial und mit, sofern mir bekannt, rasanten Abkühlungsgeschwindigkeiten, geschweißt zu bekommen.

 

Von daher kann ich mir vorstellen das Truls durchaus Wig-schweisen meinte.

Der Wärmeeintrag ist relativ (langatmige Erörterungen erspare ich Euch und auch mir da sie den Rahmen deutlich sprengen würden) sekundärer Natur wenn korrekt vorgegangen wird.

 

Rlg Christian

 

Edited by Yamawudri
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da gehts auch irgendwie ein wenig um das wie..., ich meine nicht es besser zu wissen, aber das warum interessiert mich eben schon

also weshalb entscheidet man sich für wig, weil das ohne zusatz läuft und nicht wie bei mag?

setzt man alle 90° nen punkt und zieht dann ne naht, oder punktet man einfach öfter?

 

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Basierend auf meiner (auch tlw in diesen Bereichen) Erfahrung, würde ich Lasern meiden da mEa bei den oftmals verwendeten Stahlen die Aufhärtungsgefahr (und weiterführend ua Spannungsrissproblematik) deutlich zu hoch wird bei der mit Lasern meist ohne vorwärmung und ohne bzw sehr wenig zusatzmaterial gewählten vorgangsweise.

Von der o.a. Problematik ausgehend würde ich derartige Stähle nur unter irgendwie noch "hinreichender" Vorwärmung (T8/5 Zeit) schweißen und unter Verwendung von hoch feinkornbildenden Zusatzmaterial oder wie gern in den USA verwendet, unter Verwendung von austenitischen zusatzmaterial (wenn man es pedantisch sieht müsste/könnte man wahrscheinlich sogar das Schäfflerdiagramm heranziehen).

Weiters würde ich versuchen mit gerade noch möglicher Vorwärmungstemperatur das Teil unter möglichst geringer Streckenenergien zu punkten.

Persönlich würde ich meinen sollten 4 schöne gute Heftpunkte genügen, sofern für diese nicht zu viel Zusatzmaterial verwendet wird das eine deutliche lageveränderung des hubzapfens verursachen könnte.

 

Bei den großen Einzylinder und V-twin Wellen, relativ einfach, es werden 4 ca 1-1.5mm tiefe fräsungen als nahtvorbereitung gesetzt und dann um 180 Grad versetzt gepunktet und das war's dann meist schon biss auf dragsterwellen und die wurden meist seitlich versetzt quasi im pilgerschrittverfahren geschweißt.

 

Ich hoffe das ich nix vergessen habe und das es die Problematik ein bissl erklären konnte.

 

Herzliche Grüße Christian

 

Edited by Yamawudri
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,,@berlinwestside

 

Freut mich das es half, jix zu danken, sofern ich Zeit habe, stets gerne.

Mir fiel noch ein wahrscheinlich wäre es auch sehr gut möglich mit Alubronze WIG hart zu löten aber da sollte man dann unbedingt die handfertigkeit und das know how (Mischkristallgefahr) dafür haben.

Vorteil kaum größere Wärmebeeinflussung und wahrscheinlich (noch nie bei kW gemacht) noch in Grenzen nachrichten sowie wenig bis kein Verzug.

 

Rlg Christian

Edited by Yamawudri
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Beim Schweissen gilt halt quasi :

 

Wissen macht unglücklich !

 

in dem Sinne, dass man nichtmehr so schön unbeschwert reinbruzzeln kann.

Der Christian hats ja schon angerissen :

Wenn es funktionieren soll, muss man rauskriegen, wie man den Wärmeverlauf auf minimalen Schaden trimmt. = sich Zwischen Riss und allzuviel Grobkorn/weichgeglühtem Gefüge durchmogelt.

 

Scheinbar funktioniert es ja bei manchen.

Wäre natürlich toll, wenn wir die erfolgreichen Tricks in einem Topic ausbreiten könnten

Alte Wellen für Tests müssten sich ja finden lassen.

 

gegen Riss hilft Vorwärmen - dafür wird die weiche Zone dann größer.

Nitrierten Bolzen und härtbare Wange würde man normal massiv vorwärmen nach der Lehre. Nach der reinen Lehre gilt eigentlich garnicht schweissen.

 

Welche Werkstoffe für Bolzen u Wange nehmen wir hier mal an, Helmut ?

Edited by BerntStein
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vor 15 Stunden hat BerntStein folgendes von sich gegeben:

Beim Schweissen gilt halt quasi :

 

Wissen macht unglücklich !

 

in dem Sinne, dass man nichtmehr so schön unbeschwert reinbruzzeln kann.

Der Christian hats ja schon angerissen :

Wenn es funktionieren soll, muss man rauskriegen, wie man den Wärmeverlauf auf minimalen Schaden trimmt. = sich Zwischen Riss und allzuviel Grobkorn/weichgeglühtem Gefüge durchmogelt.

 

Scheinbar funktioniert es ja bei manchen.

Wäre natürlich toll, wenn wir die erfolgreichen Tricks in einem Topic ausbreiten könnten

Alte Wellen für Tests müssten sich ja finden lassen.

 

gegen Riss hilft Vorwärmen - dafür wird die weiche Zone dann größer.

Nitrierten Bolzen und härtbare Wange würde man normal massiv vorwärmen nach der Lehre. Nach der reinen Lehre gilt eigentlich garnicht schweissen.

 

Welche Werkstoffe für Bolzen u Wange nehmen wir hier mal an, Helmut ?

Ich fertige meine HZ aus 1.6587 18CrNiMo7 / 17CrNiMo6 gibt hier aber bestimmt ein halbes Dutzend Alternativen

Die Wangen meiner und der Vorserienwellen sind und waren aus 42CrMo4

bei diesem Material wird allerdingd dringend vom schweissen abgeraten!!:???:

 

Die Wellen müssen aber nicht geschweisst werden.

Bei anderen Herstellern der Wangen geht es querbeet, vom Nitrierstahl über die verschiedensten Einsatzstähle usw.,

hier würde ich wenn ich aussuchen könnte, mind. auf geschmiedete Wangen zurückgreifen.

 

Wie Bernt erwähnt hat,

das beste wäre "nicht" zu schweissen!

Sehr viele Wellen hätten schweissen gar nicht nötig, denn oft sind die Bauteile dieser Wellen nicht penibel sauber verbaut worden.

 

D.h., entweder nicht perfekt entfettet,

gereinigt, Handschweiss vom berühren z.B. des HZ, usw.

 

Hier liegt noch Potential im verborgenen.

Hier ein Vergleich der Einpresskraft,

z.B. mit Bremsenreiniger und Aceton entfetteten Bauteilen liegt der Unterschied bei 2-3to 

 

Zu oberflächlich gereinigt und entfetteten Bauteilen, wie oben beschrieben,

nochmal vielfach mehr an Einpresskraft möglich.:thumbsup:

 

pr

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Am 9.2.2022 um 14:06 hat ganja.cooky folgendes von sich gegeben:

Hier wäre sonst ein passendes Topic zum Thema -->

 

 

Welche Hämmer verwendet ihr zum Richten? Kupfer ist klar, aber wie schwer sollte dieser sein? 1kg? 2kg?  Würde mich gern mal darin versuchen...

Hierzu ist mir noch etwas interessantes dazu eingefallen,

Kollege von mir hat nem wirklich alten Meister beim Wellen richten über die Schulter geguckt.;-)

Der hat nicht mit dem 1000g Kupferhammer auf die Wange geschlagen,

sondern die kplt. Welle auf nen riesen Aluklotz, schätze 500-750mm Quader, mit der richtigen Wangenposition auf den Aluklotz gedroschen.:inlove:

Zweimal geschlagen, und schon lief die Welle, klar 50Jahre nach dieser Methode gearbeitet, da ist dann natürlich die Übung da.

 

Das hat den Vorteil, z.B. bei Vespas Wellen bis 3000g im Umlauf sind, zumindest deutlich schwerer wie der 1000g Hammer, eine ganz andere Masse am wirken ist.

 

Sobald ich mal in den Besitz eines solchen Aluklumpens komme, steht das bei mir auf der Agenda ganz oben.

 

pr

Edited by powerracer
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Hallo Burschen,

 

Es tut zwar nur bedingt zur Sache aber ltmW ist 42CrMo4 ebenso wie C45 "bedingt" schweißbar, also net im allgemeinen Sprachgebrauch "eh nur bedingt also eigentlich net", sondern nur unter Bedingungen, dann aber sehr wohl.

Sowohl C45 als auch einige Andere (4T Kipphebelumbau auf mehr Hub bzw Rollenabnehmer)  habe ich bisher ohne bereits ohne größere Probleme geschweißt, allerdings ist es net unbedingt trivial.

 

1. Einigermaßen adequates Vorwärmen (so um die 150-180).

2. Möglichst wenig Streckenenergien einbringen 

3. Langsam auskühlen lassen.

4. Vorzugsweise mit austenitischen Zusatzmaterial.

 

Siehe hiezu auch:

 

The preheating temperature ... may be reduced by 50-75°C if austenitic stainless steel or nickel based electrodes are used.

 

herzliche Grüße

 

Christian

 

ps: es ist ein oftmals vorherrschender Irrglaube das bedingt schweißbare Materialien net schweißbar waren.

passendes Beispiel, die exquisiten aufgepanzerten Gußnockenwellen amerikanischer Provenienz.

 

PPS: @powerracer

 

das mit dem kW auf die wange hinwerfen kenne ich, allerdings vom großen single Wellen, aus Erzählungen auch von einem meiner Instandsetzerkollegen.

Die Übung muss man aber erst einmal haben.

Edited by Yamawudri
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Am 10.2.2022 um 09:32 hat powerracer folgendes von sich gegeben:

Wenn ich manche Wuchtböcke sehe,

wo teilweise der Aufnahmedorn für das Polrad auf "vier" RiKuLa abrollt wundern mich die 9 & 14g Unwucht nicht besonders.;-)

 

Da ja diese vier RiKuLa's zusammen ein dermassen hohes Losbrechmoment haben,

das dafür ca. 20g Gewicht benötigst, das ein sauber gewuchtetes Polrad losmarschiert.

 

pr


Spät aber doch noch eine Antwort darauf (hab ich verschwitzt), damit andere auch eine Vorstellung davon bekommen:

 

1. Zum Abdrehen und Wuchten verwende ich einen extra dafür angefertigten Konusdorn aus VHM der auf der Rundschleifmschine gefinisht wurde! Gespannt wird mit Spannhülse (nicht mit Backenfutter) und Mitlaufspitze. 

 

So wie die meisten Polräder daherkommen, wurden die mit dem Abzieher gespannt! :shit::wallbash:

 

2. Mein neuester Wuchtbock hat 220mm Messerscheiben aus CrNi-Stahl (nicht magnetisch), die ebenfalls gewuchtet sind und auf Keramik-Leichtlauflagern laufen!

 

Das Losbrechmoment ist jetzt so klein, dass ich eine bessere Feinunzenwage

brauchen würde um das zu bestimmen!:inlove:

 

Ebenso ist der ganze Wuchtbock nicht mehr magnetisch, da ich gemerkt habe dass die Magnete vom Polrad sonst das Ergebnis verfälschen!

 

 

Das zum Thema „Unwucht“ & „kannst mir das schnell für nen zwani in die Kaffeekasse abdrehen“ …

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  • 1 month later...
Am 20.2.2022 um 20:59 hat Han.F folgendes von sich gegeben:

2. Mein neuester Wuchtbock hat 220mm Messerscheiben aus CrNi-Stahl (nicht magnetisch), die ebenfalls gewuchtet sind und auf Keramik-Leichtlauflagern laufen!

wo bekommt man sowas?

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Posted (edited)

Um hier mal auf den "geilen" Wuchtbock vom @Han.Fzu kommen.

Wenn man das Glück hat mit solch feinem Gerät arbeiten zu können,

muss derjenige, der mit 4 Stück 30mm Ø oder oft noch kleineren Lagern mit Stahlkugeln an seinem Wuchtbock arbeitet, sehr aufpassen mit welch hohem Losbrechmoment  gearbeitet wird.

 

Wenn ich da das Anhängegewicht (AHG) für den Wuchtfaktor einer Kuwe bestimmen will und hab hier eine Ungenauigkeit oder Wiederholungenauigkeit durch das hohe Losbrechmoment von teils bis 20g und mehr, kann ich keine genauen Schlüsse auf den Wuchtfaktor ziehen.

 

Dann addiert sich dazu zum auspendeln oder ausbalancieren der Welle mit dem angebrachten AHG, denn dies wird ja auf gleichem Wuchtbock getätigt und hat auch das gleich hohe Losbrechmoment.

Ich würde behaupten, das hier locker 15-20% Wuchtfaktor als Fehlerquelle auftreten können!:???:

Ich werd da immer hellhörig wenn ich lese, "hab die Welle mit dem Faktor verwogen"!

Sollte immer rückgefragt werden, wie und mit was wurde der Faktor ermittelt.;-)

 

Noch kritischer wird das ganze, wenn nach "Apfelbeck" Methode mit den einzelnen Wangen der Wuchtfaktor ermittelt und evtl. geändert wird.,

denn hierzu ist nochmals ne spezielle Vorichtung nötig,

denn bei den meisten DS Wangen ist das abrollen auf Haarlinealen leider nicht möglich.

 

pr

 

Edit. Dieser Beitrag würde auch gut ins "Wucht- Topic" passen.

Edited by powerracer
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