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Kinderschänder ermordet


Skadi
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Mir macht das Thema Angst.

Angst vor der Tat, dem Menschen,

dem Strafmaß,

der marodierenden Horde,

der Stammtischparolen,

dem daraus resultierenden Anstieg an Gewalt z.B. gegen völlig Unbeteiligten aufgrund derer Meinung,

Dem daraus resultierenden Anstieg der Angst/Gewalt...

Und schon ist das ein selbststabilisierendes zirkuläres System.

Durch meine Angst bin ich bei diesem Thema so unsicher, dass ich keine sichere Meinung habe,

Ich würde lieber den Kindern sagen dass ich auch Angst habe und zuhören wie sie damit umgehen,

vielleicht kann man dann noch was lernen.

Edith schiebt nach: ich hab keine Kinder, wobei ich denke, dass die Frage auch wieder eine Schublade aufmacht,

damit man den einen oder anderen da reinstecken kann.

Edited by Castellano
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Moin zusammen, mich würde bei dem ganzen Pro und Contra mal interessieren wer hier Kinder hat und wer nicht. Vielleicht kann ja jeder mal seinen Beitrag editieren und einfügen ob er Kind/ Kinder hat oder nicht.

Ich hab eine Tochter.

Gruß

Micha

Spielt das eine Rolle? Auch wenn ich keine Kinder habe, kann ich mich in die Angehörigen der Opfer reinversetzen. Ich denke, jeder normale Mensch empfindet dabei nur Hass und Ohnmacht. Daher finde ich die verbalen Ausfälle einiger GSFler nicht soooo überraschend und - Achtung! - nicht so schlimm! Mich überraschen eher die Moralapostel. Glaubt Ihr wirklich, daß Ihr in dem Augeblick damit einverstanden wärt, daß der Täter mit einem (oder auch 5 Jahren) Jahr Knast davon kommt? Würdet Ihr keine Mordphantasien hegen? Ganz emotionslos? Respekt! Nur, ich glaube das nicht wirklich. Schreibt man sich den "Dampf" von der Seele, ist vielleicht auch wieder Platz für rationales Denken, Moral und Zivilisation. Diese müssen in unserem System AUCH Tätern entgegengebracht werden. Eine angemessene Strafe gehört IMHO dazu. Bei einigen Urteilen habe ich letzteres allerdings stark vermißt...

Übrigens: Wichtig ist auf'm Platz! Im Ernstfall muß man/fra den Mob/die Rächer zurückhalten! Von den Eltern der Opfer kann man da keinen kühlen Kopf erwarten...

P.S.: Ich finde es nach wie vor erschreckend, daß von der Öffentlichkeit eine "normale" Vergewaltigung als nicht so schlimm und eine Art "Kavaliersdelikt" hingenommen wird. Für *mich* sind die Täter dieselben und machen keinen Unterschied. Das wäre so, als würde man versuchen Scheiße nach Geschmack zu unterscheiden...

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Auch verbale Entgleisungen sind schlimm, denn auch wenn viele, die hier auf "harten Rächer" machen in der Realität den Schwanz einziehen würden, so signalisiert diese vorherrschende Meinung den Kaputten, die beim mordenden Mob tatsächlich dabei sind, daß sie eine breite Rückendeckung haben.

Das Vergewaltigungen in jeder Form abschäuliche Verbrechen sind, darin sind sich hier wohl alle einig. Das aber genau diese Spirale von Gewalt und Gegenwalt der Nährboden sind, aus denen diese Auswüchse hervorwachsen, scheinen viele nicht zu begreifen. Wahrscheinlich ist es eh eine Illusion, diese Spirale je komplett stoppen zu können, aber es ist Aufgabe jedes zivilisierten Menschen es zumindest zu versuchen.

Das ist auch keine Frage verschiedener Meinungen, wer tatsächlich meint, Gewalt mit dumpfer Gegengewalt zu begegnen, hinkt evolutionsmäßig gewaltig hinterher.

Ich will gar nicht wissen, wieviele von denen, die z.B. bei so einer Hetzjagd nach einem (vermeintlichen) Kinderschänder in vorderster Front dabei sind, selber derartige Verbrechen auf dem Kerbholz haben, denn es ist ja eine 1A-Tarnung und lenkt von sich selber ab, wenn man augenscheinlich ohne Gnade gegen solche Deliquenten vorgeht.

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Ich habe nur den Verdacht dass die "Moralapostel" zumindest zum Teil selbst keine Kinder haben und dementsprechend mögliche Reaktionen von "Betroffenen" nicht nachvollziehen können. :-D

Ich habe selber Kinder und genau darum wünsche ich mir halt eine Gesellschaft, in der Gewalt in jeder Form, nicht zum Alltag gehört.

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Abseits der Frage wer was mit den Tätern machen darf sollten alle, die so viel Energie darauf verwenden dem Rechtsstaat die ARbeit abzunehmen mal darüber nachdenken, wie man den von diesen scheußlichen Taten betroffenen helfen kann. Kein missbrauchtes Kind hat abgesehen von der relativen Gewissheit, dass der eine Täter ihm (vorerst) nichts mehr antun kann, etwas davon, dass dieser wie auch immer gequält oder umgebracht wird. Das gilt übrigens großteils auch für alle anderen Vergewaltigungsopfer.

Macht die Blagen stark. Zeigt ihnen, dass sie jemand sind mit dem Recht" nein "zu sagen. Sorgt für Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse. Baut mit ihnen einen Roller auf...

Letzteres führt alleine warscheinlich nicht zur Kompensation eines derartigen Traumas. Aber es könnte dazu beitragen.

Ich hab selbst einen Sohn und könnte niemals dafür garantieren in einem solchen Fall keine Rachegelüste zu haben.

Verständlich.

Aber genau deshalb ist es gut, dass uns VadderStaat diesen Job aus der Hand nimmt und Selbstjustiz unter Strafe stellt.

Auch wenn das Verständniss dafür in solchen Fällen nicht groß genug sein kann.

Ein Lynchmob hat mit Selbstjustiz jedoch nichts zu tun und sollte immer ein (vor der Justiz) nicht relativierbares Verbrechen bleiben.

Sonst haut mich irgendwann nochmal die Nachbarschaft meiner Garage mit der Basekeule vom Bock weil ihnen der Zweitaktmief auf den Sack geht.

In diesem Sinne, schöne Weihnachten...

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Ich habe nur den Verdacht dass die "Moralapostel" zumindest zum Teil selbst keine Kinder haben und dementsprechend mögliche Reaktionen von "Betroffenen" nicht nachvollziehen können. :-D

Bullshit!

Ich habe durchaus ein Verständnis für die Reaktion von Betroffenen auch wenn ich deren Schicksal nicht persönlich nachempfinden kann (letztendlich können das auch die Eltern hier nicht).

Darum geht es aber nicht. Das wäre so, als dürfte hier auch keiner eine Meinung über blaue Roller äußern, wenn er keinen blauen Roller besitzt.

Einigen geht es hier scheinbar immer noch (und das nach 6 pages) um das postulieren von persönlichen Rachevorstellungen.

Da mag eine Elternschaft sicher eine gewisse Relavanz haben. Wenn ich Kinder habe, bin ich natürlich beim Thema Kinderschänder viel emotionaler engagiert.

Da es hier aber auch um Ethik und Moral geht, ist es vollkommen unerheblich, ob ich Kinder habe, meine Tochter vergewaltigt wurde, ich selbst pädophil bin, oder sonst was. Ethik kann sich nur über ein Gesamtgesellschaftliches Verständnis entwickeln und etablieren. Da helfen z.B. religiöse Codices ("Du sollst nicht töten") aber natürlich auch (viel sinnvoller) interlektuelle, aufgeklärte Codices ("Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.?). Für das Entwickeln von Regeln, die immer und für alle gelten ist es unerheblich, wer, oder was man ist.

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Hallo,

Lynchjustiz ist doch viel zu gut für solche Typen!

Mich würde es dann auch nicht mehr interessieren, ob es richtig oder falsch ist. Wer bestimmt das schon, Du, Ich, oder die Bundesregierung?

Würde jemand meinen Söhnen sowas antun, oder sie gar ermorden, dann würde ich auch nur noch tun was ICH für richtig halte.

Da wäre nämlich erstmal das Wegsperren!

Wenn der jetzt aber so ein Schnuffi-Urteil bekommt wie z.B. 2 Jahre Psychatrie und dann muter weiter ins Leben, dann würd ich den zum Krüppel prügeln.

Wie gesagt wenn ich betroffen wäre, wär mir das sicher egal, was andere dazu sagen. Hauptsache ich hätte die Gewissheit, der ist nicht in der Lage das zu wiederholen!

Ist doch auch kein Wunder, die Leute bekommen etliche Jahre Knast für ein paar Millionen, die sie der Steuer hinterziehen, aber Kinderschänder/Mörder kommen oft schnell wieder raus, weil irgendein Professor-Hastig der Psychatrie meint nu isser harmlos!

Bei uns in Lübeck läuft jetzt sogar einer wieder frei rum, weil die Behörde den Antrag auf Sicherheitsverwahrung (Verfahrensfehler) zu spät gestellt hat! :-D

Egal ob richtig oder falsch, menschlich ist die Reaktion schon, wenn man von Regierungen in Stich gelassen wird!

Gruß, André

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Einigen geht es hier scheinbar immer noch (und das nach 6 pages) um das postulieren von persönlichen Rachevorstellungen.

Du kannst Dich salopp gesagt auch in 6 Monaten wieder einloggen, und wirst hier keine "Entwicklung" ausmachen können.

Auch mit Argumenten wirst Du nicht wirklich was erreichen, weil beschränkt und verbohrt oft Hand in Hand gehen.

:-D

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@Nr 4a: ich war vielleicht etwas aufgebracht. Deine Idee mit dem Arbeitslager, und sei sie auch nur überspitzt, stieß mir vor den Kopf und ich habe wohl zuviel hereininterpretiert. Falls ich da zu weit gegangen bin, möchte ich mich entschuldigen.

Ist gar kein Thema! :-D

Wie schon geschrieben, das Thema ist sehr emotionsgeladen und daher muss man sich generell sehr am Riemen reissen, nicht die ersten Gedanken, die einem hochkommen herauszuplärren.

Geht mir genauso!

Aber ich zolle Dir wirklich Respekt aufgrund Deiner Entschuldigung hier! :-D

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Mich würde es dann auch nicht mehr interessieren, ob es richtig oder falsch ist. Wer bestimmt das schon, Du, Ich, oder die Bundesregierung?

Richtig Du und ich, wir sind der Staat. Die Bundesregierung ist "nur" unser gewählter Repräsentant.

Du kannst Dich salopp gesagt auch in 6 Monaten wieder einloggen, und wirst hier keine "Entwicklung" ausmachen können.

Auch mit Argumenten wirst Du nicht wirklich was erreichen, weil beschränkt und verbohrt oft Hand in Hand gehen.

Nur mit sachlichen Argumenten kann man was erreichen. Emotionale Argumente sind notgedrungen rein persönlich und damit können immer nur die Betoffenen etwas anfangen.

Wenn es tatsächlich so ist, wie du schreibst, dann solte ich meinen Nick vielleicht in Don Quichote ändern :-D

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Mich würde mal interessieren, wieviele von denen, die sich hier für ganz tolle Väter halten, weil sie sich gegenseitig mit der Unnachgibigkeit ihrer Racheschwüre überbieten, schon mal irgendwelche Anstrengungen unternommen haben / Zeit investiert haben, was man präventiv machen kann / wie man seine (und andere) Kinder bestmöglichst schützen kann und wie man Anzeichen frühzeitig erkennt.

Ich für meinen Teil denke, daß meine Kinder mehr davon haben, wenn ich versuche, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, als mich hinterher an einem Täter zu vergehen.

Auch dieses vermeintliche Argument, daß der Täter, wenn man denn mit ihm fertig sei, keine neue Tat mehr begehen kann, ist sehr dumm. Kommt halt ein anderer.

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Spielt das eine Rolle? Auch wenn ich keine Kinder habe, kann ich mich in die Angehörigen der Opfer reinversetzen.

Sorry, das kannst Du eben nicht. Kann niemand. Denn wenn Du keine Kinder hast, handelst Du das auf einer intellektuell sachlichen Basis ab. Was Du mit Kindern nicht mehr kannst. Glaub mir, ich kenn den Unterschied - man verändert sich wenn man Vater wird.

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Wenn der jetzt aber so ein Schnuffi-Urteil bekommt wie z.B. 2 Jahre Psychatrie und dann muter weiter ins Leben, dann würd ich den zum Krüppel prügeln.

Wie gesagt wenn ich betroffen wäre, wär mir das sicher egal, was andere dazu sagen. Hauptsache ich hätte die Gewissheit, der ist nicht in der Lage das zu wiederholen!

Dem ist nichts hinzuzufügen. Nicht ist bitterer als Opfer eines Wiederholungstäters oder deren Angehöriger zu sein.

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ich bin vater von zwei mädchen. zusätzlich bin ich in der lage zwischen emotionell und interlektuell zu unterscheiden. ich für meinen teil kann es mir nicht vorstellen, wie von diversen harten männern in den vorherigen postings mehrfach beschrieben, die sache selbst in die hand zu nehmen, denn selbstjustiz wiederspricht meiner auffassung einer zivilisierten gesellschaft und meinem rechtsempfinden. dies heißt nicht, dass ich ggf. im affekt nicht zu einer handlung fähig wäre, die ich nach gründlicher überlegung sicherlich nicht unternommen hätte. es besteht aber ein riesen unterscheid zwischen handlung im affekt und mit vorsatz. es ist unheimlich schwer seinen kindern zu erklären, warum sie einen nur noch einmal die woche im besucherzimmer einer strafvollzugsanstallt sehen können.

frohes fest

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@Nr 4a: ich war vielleicht etwas aufgebracht. Deine Idee mit dem Arbeitslager, und sei sie auch nur überspitzt, stieß mir vor den Kopf und ich habe wohl zuviel hereininterpretiert. Falls ich da zu weit gegangen bin, möchte ich mich entschuldigen.

Top! :-D

Ist gar kein Thema! :-D

Wie schon geschrieben, das Thema ist sehr emotionsgeladen und daher muss man sich generell sehr am Riemen reissen, nicht die ersten Gedanken, die einem hochkommen herauszuplärren.

Geht mir genauso!

Aber ich zolle Dir wirklich Respekt aufgrund Deiner Entschuldigung hier! :-D

Ebenso! :-D

Mir gefällt..... ;-)

H.

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Klar lass ich mir hier nicht den Mund verbieten oder mich als Trottel hinstellen.

Aber die Eier, dann mal was einzugestehen muss man auch haben.

Und das gilt nat. auch für mich.

Daher habe ich meinen Seelenfrieden wiedergefunden und muss mich keinen Hass-Phantasien hingeben in denen ich Brianjones die Eier abschneide! :-D:-D:-D

Grüße! :-D

Edited by Nr_4a
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Auch dieses vermeintliche Argument, daß der Täter, wenn man denn mit ihm fertig sei, keine neue Tat mehr begehen kann, ist sehr dumm. Kommt halt ein anderer.

Hallo,

achso deswegen macht man lieber nix und läßt die munter weitermachen, statt dafür zu sorgen, dass andere Kinder vor denen geschützt sind?

Ich bitte Dich Deine Aussage ist dumm. Egal wieviel es noch gibt, deswegen kann man die, die man "erwischt" doch nicht laufen/weitermachen lassen!

Und glaub mir präventiv sind Eltern eh immer tätig, abgesehen von den schlauen Sprüchen wie "Geh nicht mit Fremden mit, steig nie ins Auto, etc..." haben wir ein kindgerechtes Buch, was das Thema behandelt.

Desweiteren passen wir natürlich auf wann unsere Kinder wo was mit wem machen.

Man kann aber seine Kinder ja nun auch nicht einsperren und erst mit 18 rauslassen! Egal wie sehr man Kinder dafür sensibilisiert, ein Restrisiko bleibt leider immer!

Bleibe bei meiner Meinung, dass man diese Typen stoppen muss, auf welchem Weg auch immer!

Da wäre eben unsere Bundesregierung gefragt entprechende Strafen/Maßnahmen zu verstärken, damit das Thema Selbstjustiz gar nicht erst zur Debatte kommen muss.

Gruß, André

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