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Vespa Reisen! Feuchtes Inselhopping (1998 NL GB GBM IRL)


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#1 CDI

    Voyager 3


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Geschrieben: 31. Dezember 2010 - 21:37

1. Tag
Ich habe es doch tatsächlich geschafft, mich gegen Mittag auf die Reise zu begeben! Nach 500m habe ich angehalten, um mir die "Regenhose" anzuziehen. Auf der ganzen Fahrt war es stark bewölkt bis 20km Regenschauer. In Hamburg Stillhorn habe ich ein finnisches Pärchen mit einem einrädigen Anhänger an der Vespa getroffen. Zusammenfahren ging nicht, denn sie waren viel schneller als ich. Aber sie mußten dauernd ihre Vespa betanken, so dass ich lange vor ihnen in Groningen war. Dort findet dieses Jahr die Eurovespa, ein Treffen aller europäischen Vespafahrer (der europäischen Vespaclubs), statt. Groningen hat zwar 170000 Einwohner aber nur 13 Hotels. Nach ausführlicher Stadtrundfahrt hatte ich um 18:15 Uhr ein Hotel in der Innenstadt für knapp 40DM gefunden. Natürlich habe ich ein Zimmer unterm Dach bekommen und die Treppen entsprechen eher fest installierten Leitern, weil so steil und mit so schmalem Auftritt. Auf der Suche nach dem Abendessen habe ich dann noch ein wenig die Altstadt durchstreift, aber es scheint hier nichts Besonderes zu geben.

Straßenkarte
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Haare sind geschnitten, der Rasen ist gemäht; die neue Shoshoni Jeans mit Protektoren sitzt, die Vespa ist gesattelt. Also los geht's.

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Das erste Hotel. Dieser Reise.

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2. Tag
Trotz des verwirrenden Straßensystems - um die Autostraßen sind Fahrad-/ Mopedstraßen, durchsetzt mit Busspuren, getrennten Ampeln und Fahrbahnmarkierungen - bin ich - an Marktkauf vorbei - in 10 Minuten zur Eurovespa gelangt. Die Eurovespa ist nicht ausgeschildert und die Hoteliers wissen von nix. Die Eurovespa findet in einem Sportzentrum statt. So ist der Zutritt zum Schwimmbad kostenlos und gestern gab es dort sogar eine "Caribien Beach Night". Heute Vormittag gab es eine große Ausstellung zum Thema (Vespa) Roller, viele Händler und Clubs hatten Verkaufstände aufgebaut, es gab eine Werkstatt und vieles mehr... Mein Club war schnell gefunden (um dort die Essenbons abzuholen) und den Nachmittag habe ich dann in der Innenstadt verbracht. Um 16:30 Uhr folgte der Korso durch die Stadt, den ich von einem Kirchturm aus verfolgt habe. Der Korso reichte von den Sportanlagen zur Kirche und zurück und war somit 20Minuten "lang". Das Gehupe und Gesumme war in der ganzen Stadt zu hören, aber bei dem guten nordeuropäischen 2-Takt öl fehlte die sonst typische blaue Abgaswolke. Dennoch fühlten sich die Groninger eher belästigt, als dass sie Begeisterung zeigten.
Um 20:00 Uhr war Ballabend und das Essen war hervorragend, aber es gab nur Wasser und ein Glas Wein kostenlos, so dass sich viele durch das rhythmische Schlagen mit dem (Metall!) Besteck/ Geschirr auf die Holztische abreagierten. Leider weiß ich nicht, wie die Eurovespa ausgegangen ist. Es gab 2400 Gäste, von denen 1000 aus Deutschland gekommen sind, aber auch Amerika, Kanada und Singapur waren vertreten. Ich hatte den Ball kurz vor Mitternacht und vor dem Dessert verlassen. Die Pokalverleihung (Dauer ca. 4h!) hatte noch nicht angefangen und mir dröhnten die Ohren. Auf der Heimfahrt stellte ich dann fest, daß temporär kurz der Scheinwerfer ausfällt. Vor dem Hotel konnte ich nicht parken. Dort stand jetzt eine Bühne, auf der sich lautstark bis 1:30 Uhr eine Mädchengruppe austobte.

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Bei südeuropäischen Eurovespa Veranstaltungen sieht man immer eine Abgaswolke, die zusammen mit einem Summen, durch die Gassen wandert. Wegen des mittlerweile besseren öls ist nur das Summen geblieben. Hier der Anfang des viele hundert Vespen umfassenden Corsos.

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Vespaclubs konnten sich immer nur an bestimmten Schaltern anmelden und dort bereitgelegte Ausweise, Plaketten... entgegen zu nehmen; hier ein Beispiel

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Vespa und die der Zeit entsprechende Kunst gehörten schon immer zusammen.

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Damit (der englische) Opa nicht zu Fuß in den Krieg mußte: Zuerst hing er selbst als lebendige Zielscheibe ohne Deckung am Himmel, dann landete neben ihm - ebenfalls an einem Fallschirm - sein Roller. Dann mußte sich der Feind nur noch taub stellen und die Tankstellen geöffnet halten... In Action sieht man das heiße Gefährt ab ca 1:28 HIER.

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So lieben es die Amis: Groß, stark, komfortabel.
Vielleicht hätte man dem Erbauer sagen sollen, daß Straßen auch Kurven haben können?

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Uropas Traum für den Stadtverkehr in den 1920er Jahren (und damit 30 Jahre bevor sich das Wort "Motorroller" überhaupt etablieren konnte!) von Krupp: Ein 200cm³ Viertakt Motor im und um das Vorderrad herumgebaut. Je weiter man die Lenkstange nach vorne drücken konnte, desto schneller (maximal 35-40km/h) fuhr er. Zog man die Lenkstange zu sich heran, wurde erst ausgekuppelt und auf Leerlauf (Gas und Getriebe) geschaltet und dann gebremst. Legte man die Lenkstange flach, rastete sie ein und diente als Tragegriff, damit man den Roller zB im Keller oder auf dem Balkon abstellen konnte!

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Die britische Variante a la Kinderroller mit Motor auf Gepäckträger.


3. Tag
Heute bin ich dann über Leeuwarden, Harlingen (beide sehr sehenswert) und Alkmaar (öffentliche Käsewaage) nach Haarlem gefahren. Zu sehen gibt es hier eigentlich nichts, aber es gab einen Wettbewerb von Showbands. Auf der ganzen Fahrt hatte ich so starken Gegenwind, daß ich nicht einmal 80km/h erreichte. Die Städtchen sehen irgendwie alle gleich aus. Die Straßenschilder verweisen fast nur auf Autobahnen und die Verkehrsdichte hat drastisch zugenommen. Dafür gibt es sehr viele Tankstellen (wo man in DM bezahlen kann oder zumindest die Frage kommt: Darf das Wechselgeld in DM sein?)

Straßenkarte HIER

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Mein Hotel nicht in New York, aber trotzdem in Haarlem.

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4. Tag
Eine Zwischenstation war heute Scheveningen bei Den Haag, wo ich mir - wie schon vor ca. 35 Jahren - Madurodam angeschaut habe. Ich mußte dort keine Parkgebühr bezahlen (zweirädiger Tourist). Da Porzellan zerbrechlich ist, ging es ohne Einkauf in Delft durch einen Stau nach Rotterdam, wo es ebenfalls kaum Hotels gibt. Die Stadt wurde 1940 so nieder gebombt, dass hier alles wie bei einem Architekturwettbewerb des 20. Jahrhunderts aussieht.

Straßenkarte HIER

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In Madurodam sind die wichtigsten und schönsten Bauten Hollands zu sehen.

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Und? Schon den Käsemarkt gesichtet?

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In Madurodam gibt es auch eine Halle, in der die Sandworld stattfindet.

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Niederländische Sage: Große Teile des Landes liegen untehalb des Meeresspiegels. Wenn bei einem Sturm Wasser durch den Deich dringt (zB Mäusegang), löst sich der Deich auf und die ganzen Niederlande saufen ab. Dieser Held hat - statt Finger im Po, Mexico - seinen Finger in den lecken Deich gesteckt, bis Hilfe kam und somit die ganzen Niederlande gerettet...

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Und? Jetzt endlich den Käsemarkt von Alkmaar gefunden?

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Mein Hotel in Rotterdamm mit eigener Vespa auf Kanal 36 im Fernsehen.

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Museumshafen mit Museumsschiffen

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Hier geht's: An die Wand lehnen und einschlafen.


5. Tag
Nachdem ich gestern Abend noch bei Sonnenschein durch Rotterdam gelaufen bin, habe ich es heute gerade noch geschafft ein paar Fotos zu machen, bevor ich mich "nur" im T-Shirt, aber ohne Regenschirm, fast trocken ins Hotel geflüchtet habe. Aufgrund des Regens bin ich dann sofort über Schnellstraßen zum Europort(knapp 30km westlich von Rotteram) gefahren. Ich weiß, daß der Autobahnring zum Europort führt, aber ich habe eine Stelle getroffen, wo sich drei Ringe kreuzen und der Europort war natürlich nicht ausgeschildert. Ganz Südholland besteht aus Autobahnen und in Rotterdam gibt es nur wenige km ohne Auf- oder Abfahrten. Die Gischt auf den nassen Autobahnen war höher als die LKWs und Windböen gab es von vorne, dass ich die ganze Fahrbahnbreite brauchte und Angst hatte, einen Salto rückwärts zu machen. Dennoch war ich viel zu früh im Fährhafen und sitze in einer Gruppe aus einem dutzend tropfenden Motorradfahrern. Nix wie weg hier.

Straßenkarte HIER

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Und falls einmal eine Fähre kieloben schwimmen sollte: Leerpumpen, Reederei und Schiff umbenennen, Schiff in anderen Farben anmalen...


6. Tag
Heute bin ich um 8:00 Uhr in Kingston upon Hill (Hull,GB) angekommen. Dann gings im Linksverkehr sofort nach York, eine schöne alte Stadt mit einer sehr großen Kathedrale, die keinen Eintritt kostet, voller Schlulklassen ist, und die nicht von meinem Fotoapparat komplett eingefangen werden kann. Nachdem ich mich mit zwei Fährtickets versorgt hatte, ging es weiter nach Leeds (ziemlich häßlich und wilde Verkehrsführung). Dort fing es dann an zu regnen, so daß ich den Yorks Sculpture Park (Henry Moore) ausgelassen und in den Gischtwolken der LKWs sofort über Manchester nach Liverpool gefahren bin. Ein B&B hatte ich schnell gefunden, aber dort durfte man nicht parken, also weitersuchen. Das Hotel kostet nun 100DM, aber ich konnte dafür eines mit eigener Dusche heraushandeln (Hotelpreise sind nie fest). Liverpool hat auch schon bessere Tage erlebt; der Hafen ist ziemlich tot. Die Kaufhäuser schließen - wie in den NL - zwischen 17:30 und 18:00 Uhr und 18:30 Uhr ist die Innenstadt absolut tot.
Ich weiß jetzt, warum die Vespa während der Fahrt so komische Geräusche machte; der Rasierer hatte sich eingeschaltet.

Straßenkarte HIER

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Kathedrale von York

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Liverpool

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7. Tag
Tja, die Postkarte für heute ist leider nie bei mir angekommen. Aber auf jeden Fall ging es mit Kapitän Murphy und seinem Schnellkatameran "seacat" ganz fix zur Isle of Man. Leider muß der Kapitän Gas wegnehmen, sobald ein anderes Schiff sichtbar wird, anstatt sich wie eine Vespa hurtig durch den Stadtverkehr zu schlängeln, aber die überfahrt war schnell und sehr angenehm. Das B&B habe ich sofort gefunden, demm am anderen Ende der Pier ist jedes Haus ein B&B. Man ist hier bestens auf viele preisbewußte Kunden eingestellt. GBM ist übrigens mein 30. Auto Nationalitätskennzeichen, aber es werden in den nächsten Jahren noch gut ein dutzend folgen...

Straßenkarte HIER

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8. Tag
Obwohl das Wetter bis Mittag sehr schlecht aussah, habe ich mich einfach für eine Inselrundfahrt auf meine Vespa geschwungen (Isle of Man ist nur 50km*20km groß). Wegweiser gibt es nur auf den Kreuzungen selbst und die Kreuzungen selbst sind nur schwer zu erkennen, wirken die abbiegenden Straßen fast immer wie eine Grundstücksausfahrt! So bin ich an dem Lexi Wheel zuerst voll vorbei gerauscht. Höhenunterschiede gibt es bei den Straßen bis 17%, aber einige sind so steil, daß der Roller bei stehenden Rädern abwärts rutscht! Die Hügel sind fast immer nur mit Gras bewachsen und die Wolken sind hier fast auf Meereshöhe, so dass alles feucht, grün und saftig bleibt, was bei Sonnenschein besonders toll aussieht. So habe ich alle Sehenswürdigkeiten locker an einem Tag abgehakt. übrigens gibt es hier auch Palmen und Katzen mit Stummelschwanz (Manx cat).

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Landschaft um Laxey

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Das Laxey Wheel wurde am 27.9.1854 in Betrieb genommen. Das Rad hat einen Umfang von knapp 70m und leistet 2000 (britische) PS bei 2,5/min. Dabei werden 750 Liter aus 550m Tiefe gepumpt.

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Das nenne ich einmal Pleuel!

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Das Wasserrad dreht sich entgegen des Uhrzeigersinns.

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Das wasserfrei gehaltene Bergwerk. Ursprünglich hatte sogar Deutschland Kohle aus England bezogen!

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Das ganze Jahr über finden irgendwelche (Fahrrad-, Roller-, Oldtimer, Dampfmaschinen...) Rennen statt. Am berühmtesten ist wohl das Motorradrennen (Isle of Man Tourist Trophy). Aufgrund der abgesperrten Straßen kommt man dann zu einer kleinen Fahrpause.

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Diese Verbundenheit mit den Rennen ist selbst auf den Münzen zu finden.

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Sandstrände gibt es hier überall. Blondinen in Strandwäsche nur höchst selten.

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9. Tag
Vormittags war ich am Hafen und Einkaufen, nachmittags im sehr empfehlenswerten Inselmuseum. Zum Abendessen bin ich die ca. 7km lange Promenade einmal hin und her abgelaufen; dabei war es heute richtig warm, aber Badegäste konnte ich nicht sichten. Die Luft schein gut gegen Husten zu wirken.

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Das rote ist mein Hotel (von der Haustür immer geradeaus). Die vorderen vorgeschobenen Räume des Erdgeschosses dienen als Frühstücks-, TV- und Aufenthaltsraum.

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Bei dem nur wenige Kilometer langen Schienenstrang entlang der Küste lohnt sich nichts Neueres.

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10. Tag
Heute morgen ging es ohne Frühstück mit Kapitän Murphy und seiner seacat von Douglas nach Belfast in Nordirland. Da es in Belfast nichts zu sehen gibt (oder so sehenswert ist, daß man dafür ein Bomenattentat der IRA riskieren würde) und es wieder zu regnen anfing, ging es nach einer kurzen Stadtrundfahrt weiter nach Armagh, wo sich auf einem der sieben Hügel rund um die Stadt eine protestantische und eine katholische Kirche gegenüber stehen und man sich die Schlüssel zur Besichtigung aus Sicherheitsgründen selbst besorgen muß. Weiter ging es im Regen nach Enniskillen, am längsten See Nordirlands gelegen. Auf der Autokarte des ADAC ist Enniskillen zwar als sehr sehenswert markiert, aber Text steht, dass es dort nicht gibt als Hausboote zum Mieten. Ich habe ein B&B in einem Hotel bekommen und bin dort wohl seit längerem der erste Gast. Die Geschäfte schließen auch hier um 18:00 Uhr, aber sonntags haben einige Supermärkte geöffnet, so daß man auch dann frisches (Weiß-) Brot bekommt.

Strapenkarte HIER

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Von der Isle of Man...

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schnell mal eben mit Kapitän Murphy nach Belfast.

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Mein Hotel. Die Vespa hat im Nebenhaus in einer geschlossenen Garage übernachtet.

11. Tag
Kaum hatte ich den Roller gestartet, schon fing es an heftig zu regnen. Gott sei Dank regnet es immer nur für kurze Zeit. über die Hochmoore und Berge von Donegal und Letterkenny in Irland ging es zurück nach (London-) Derry und Coleraine nach Nordirland. Zwischen Nordirland und Irland gibt es keine sichtbare Grenze! Meistens bekommt man in Irland auf Pound Sterling von Nordirland 15% Rabatt, was dem Währungsunterschied entspricht. Da Leben ist hier sehr teuer: Nutella 5DM, Marmelade 280g 5,70DM, Philadelphia Käse 5DM, O-Saft 1l 2DM; Harribo 25g/ Schokolade 100g 3DM... Die übernachtungen mit Frühstück (B&B) sind mit 45 bis 60DM tragbar. Sehr viele Tankstellen haben einen Supermarkt richtig ein Einkaufswagen. Das geht so weit, dass man an diesen Tankstellen kein öl bekommt. Luftdruckgeräte für die Reifen sind fast immer unbrauchbar. Irgendwie merkt man Nordirland seine Vergangenheit an; nicht alle Taxen fahren in alle Gebiete. Und weil es in Derry nur eine alte Stadtmauer, aber keine Hotels gibt, habe ich mir ein B&B in Coleraine genommen, um die letzte Etappe genießen zu können.

Straßenkarte HIER

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Noch immer sind in Derry viele Fenster mit Maschendraht überspannt.

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Mein B&B und gleichzeitig ein britisches Haus fast ohne Außenleitungen!


12. Tag
Auf der letzten Etappe habe ich für zwei Stunden eine steinige Laune der Natur besucht. Weiter ging es immer entlang der Küste, an weißen Felsen und Buchten mit feinstem, leuchtendem Sandstrand vorbei, über unzählige Hügel und Täler mit vielen Kurven bis nach Larne, wo ich aufgrund falscher km-Angaben auf der ADAC Straßenkarte schon kurz nach 14:00 Uhr eintraf und ein hervorragendes B&B gefunden habe. Meine Fähre geht erst morgen früh, aber so habe ich Zeit zur Entspannung.
Gott sei Dank hatte ich mir an meinem letzten Arbeitstag noch eine wasserdichte, aber atmungsaktive Jacke und eine wasserdichte Hose gekauft, sonst wäre ich dauernd durchnäßt oder im eigenen Schweiß gebadet (wäre ich sowieso, bis ich den orangenen PVC Einteiler angezogen bekommen hätte). So bleibe ich trocken wie im Auto und die Wintereinlage in der Jacke funktioniert hervorragend. Es fehlen nur die langen Unterhosen, die es hier nicht zu kaufen gibt.

Straßenkarte HIER

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Von Coleraine immer an der Küste entlang bis nach Larne.

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Dunluce Castle

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Giant's Causeway

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Pflastersteine made und gestapelt by Mutter Natur!

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Wahnsinnsstrände! Wenn nur der Regen und die niedrigen Temparaturen nicht wären...

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Ein nettes B&B betrieben von einer älteren Dame, die sich so ihre Rente aufbesserte und nie alleine war.


13. Tag
Heute hat mich doch tatsächlich die Sonne geweckt und es wurde bis zu 21°C warm! Alles lief im T-Shirt herum, schleckte Eis und die Autofahrer ließen die Scheiben unten. Um 9:00 Uhr ging es rüber nach Glasgow in Schottland. Dank Jetliner war die Fährzeit nur gut eine Stunde. Aus Sicherheitsgründen hatte die Besatzung doch glatt meine Vespa an einen gepolsterten Pfahl gefesselt!Bis Glasgow waren es nur 80km und die Autobahn führt direkt bis in die Innenstadt. Zu sehen gibt es leider nix und die Museen (Transportmuseum, Kunstmuseum) schließen schon um 17:00 Uhr, wofür mir der Eintritt doch zu teuer ist. Irgendwie sehen die Städte und Ortschaften alle gleich aus, aer da neue Häuser stets im Stil der Alten sie umgebenden gebaut werden, ist das auch kein Wunder. Nur zum Wasser hin, gibt es immer ein paar neue Glask(l)otzbauten. Außerdem gab es in Irland und Groß Britanien viele extrem junge Mütter. Und so viele T-Shirts mit Ausschnitt hatte ich auf meinen Reisen bisher auch noch nicht...

Straßenkarte HIER

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Vespa am Marterphal? Jede Fähre hat ihre eigene Technik zur Sicherung von Zweirädern.

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Das schöne an englischen Hotels ist, daß man sich auf dem Zimmer immer einen Tee zubereiten kann

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Der Typ mit dem Thermometer, der herausfand, daß es irgendwann (-273,15°C) nicht mehr kälter geht/ gibt.

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Dieses durchaus ...

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... durchaus imposante Gebäude ...

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... ist lediglich die Kelvingrove Art Gallery (Kunstmuseum)

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14. Tag
Nachdem ich heute Morgen mein Gästehaus in Glasgow verlassen habe, bin ich so schnell auf der Autobahn gelandet, daß ich nicht einmal die Postkarte von gestern einwerfen konnte. Nach 80km war ich dann in Edinburgh; im Stau. Nach einer halben Stunde hatte ich mich dann in die Innenstadt vorgequält. Hotels sind in der Hauptstadt Schottlands teuer und ein B&B konnte nicht gesichtet werden. So bin ich in einem "Jugendhotel" untergekommen und dort fast der älteste. So werde ich die Nacht in einem Vierbettzimmer verbringen. Toiletten und Duschen werden von Männlein und Weiblein gemeinsam benutzt.
Ich habe mich gleich auf den Weg in die Innenstadt gemacht und eine Auszubildende eine Stunde damit beschäftigt mir die letzten drei Fähren zu Buchen. Sehenswertes konnte ich auf dem ersten Rundgang nicht ausmachen.

Straßenkarte HIER

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Das ist kein mittelalterlicher Knast, sondern die Jugendherberge in Edinburgh.


15. Tag
Die Nacht habe ich gut überstanden. Um 22:30 Uhr gingen alle ins Bett und um 8:30 Uhr sind wir gemeinsam aufgestanden. Ab 6:00 Uhr gab es Baulärm, aber ab 8:00 Uhr war Ruhe. Beim Zähneputzen hatte ich links eine zarte Asiatin und rechts einen 2m großen Kanadier. Frühstück kostete extra, aber war bezahlbar. Seinen Abwasch muß jeder selbst erledigen. Die Innenstadt besteht aus schwülstigen viktorianischen Bauten, alle zwischen 1800 und 1900 erbaut. Kirchen sehen nicht nur von außen grau und wie Festungen aus; sie sind es auch von innen und dementsprechend dunkel und muffig. Sehenswert sind nur drei Orte: Aussichtsplateau, Schloß (geschlossen, weil königliche Familie da) und die Burg. Die Burg selbst hat außer der Aussicht nichts sehenswertes und so spare ich mir die 18DM Eintritt. Ein halber Tag reicht für Edinburgh also allemal. Aber Morgen geht's eh weiter und diese Stadt hat nicht nur große Parks, sondern auch sehr viele Sitzbänke auf denen immer steht, wer sie warum gespendet hat. Auch eine Art "unsterblich" zu werden...

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Schloß von Edinburgh, bzw. Blick von diesem; wer hätte das gedacht?

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zwischen Altstadt mit Schloß und Geschäftspromenade mit vielen Parkbänken ein grünes Tal bis zur See: für die Eisenbahn!

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Auf vielen Postkarten, jedoch in keinem Reiseführer...


16. Tag
Heute habe ich die Touristenhochburg Edinburgh verlassen und es waren dort zwei trockene ca 20°C warme Tage. Erst beim Verlassen habe ich ein paar B&Bs entdeckt. Anschließend mußte eine große Brücke über den "Firth of Forth" benutzt werden. Zweiradfahrer müssen dafür keine Gebühren zahlen! Nach einigen Kilometern Autobahn wollte ich den "Seone Palace" besichtigen, aber 6 bis 20GBP waren mir für eine Stunde doch zu viel. Weiter ging es in einer Landschaft wie in der Holsteinischen Schweiz und endete in Pitlochry. Dort sieht es fast wie in den Voralpen aus. Der Himmel war sehr finster und es gab ein paar Regenschauer. Hier herrscht reger Tourismusbetrieb und so war es ein Leichtes auch am Sonntag etwas zu Essen zu bekommen. Berliner (Krapfen) heißen hier "jam donuts", aber für Engländer ist süße Orangenmarmelade und alles andere einfach jam. Auf filzähnlichem (kurz und sehr dicht) Rasen spielt man hier auch im Regen Bouling. Und der "Ball" hoppelt dabei nicht im geringsten. Die Teppiche sind hier übrigens sehr dicht und tief.

Straßenkarten HIER

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Der Unterschied zwischen einer Eisen- und ...

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... einer Stahlkonstruktion.

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Hier habe ich eine Neuerung eingeführt: Holzbretter unter den Ständerfüßen, damit alles stabil steht/ stehen bleibt. Der Vermieter war verblüfft. Ich nannte es Vorsprung durch Technik.


17. Tag
In ganz England scheint es keine vernünftigen Waschbecken zu geben, denn immer gibt es zwei Wasserhähne. Unter dem kalten bekommt man die Brille nicht sauber und unter dem heißen drohen die Brillengläser zu zerspringen.
Von Sonnenschein bis Wolkenbruch gab es wieder volles Programm und es war gut, dass ich gleich die Regenhosen übergestreift hatte. Durch Schafherden und über viele Gipfel ging es über einen östlichen Umweg nach Nairn, wo es nichts außer einem schönen kilometerlangen Sandstrand gibt. Der Umweg führte mich nicht nur zum "Balmoral Castle der Royals, sondern auch in eine Whisky Brennerei (2,50GBP Eintritt). Leider mußte man die drei verschiedenen Jahrgangsstufen vor Ort kosten und konnte sie nicht mit nach Hause nehmen. In Elgrin konnte ich dann noch bei Regen eine große Kirchenruine bestaunen. Der Wind war heute dermaßen heftig, dass ich große Mühe hatte, 10% Gefälle im 4. Gang (ab 40km/h) zu bewältigen. Dafür waren in den 20% Steigung der Windschutz eingebaut. Viele Berge haben nur Gras. So können die Menschen im Winter gut Ski laufen, aber die Schafe müssen sich mangels Bäumen an den Vekehrsschildern kratzen, was sie auch ausgiebig tun.

Straßenkarte HIER

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Eine Molkerei oder ein Bauernhof?

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Nein, die Glenlivet Single Malt scotch Whiskey Destillerie!

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Wieder einmal ein B&B.

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18. Tag
Meinen ersten Stop habe ich heute im Culloden Moor eingelegt. Hier gab es die letzte Schlacht zwischen Engländern und Schotten, wobei die Schotten verloren hatten. Weiter ging es durch die Stadt Inverness zum Loch Ness, wo einem das Nessi Informationszentrum auch nicht sagen kann, ob es Nessi (Ungeheuer von Loch Ness) wirklich gibt. Handfeste Infos gab es dagegen für 17DM in der Ruine von "Urquart Castle". Weiter ging es nach Dornoch, wo ein Stein mit der Jahreszahl in einem Vorgarten an die letzten (hier stattgefundene) Hexenverbrennung in Schottland erinnern soll. Für 15DM gab es dann in Dunrobin Castle das übliche zu sehen; für den Garten war leider keine Zeit. Den Rest des Tages ging es nordwärts; zuerst immer am Wasser entlang, dann senkrecht (nur auf der Landkarte) nach Norden bis nach Thurso. Dort habe ich schnell ein gutes B&B gefunden. Nur die wenigsten B&B bieten übrigens ein Einzelzimmer an und die Betten sind selbst für mich überraschender Weise zu kurz. Auch hier schließen die Geschäfte schon um 17:30 Uhr und beenden somit das öffentliche Leben des Tages.

Straßenkarte HIER

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Museum zur letzten kriegerischen Schlacht zwischen Engländern und Schotten

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Das Schlachtfeld. Im Gegensatz zur Verdun wachsen hier wieder Pflanzen.

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Nasses Loch: Loch Ness

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High Tech Schubkarre!

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Der Witch's Stone. Frau / Hexe in Faß mit öl stecken und dieses Anzünden. Sollte Frau das überleben, ist sie keine Hexe. Gottseidank aus der Mode gekommenes Verfahren, aber vielleicht liegt es nur an den ölpreisen?

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Dunrobin Castle

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Leider reichte die Zeit nicht für den Garten.

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Vielleicht sollte ich einmal einen Kalender aus meinen Tankstellenfotos machen?

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Das B&B, wo alles kaputt ging, was ich anfaßte: Licht, Fernseher...


19. Tag
Ich habe gestern Abend noch herausgefunden, daß man hier Geld von seinem Postsparbuch bekommen kann und habe das gleich ausgenutzt. Außerdem mußte der B&B Besitzer noch eine Sicherung wechseln (Fernseher defekt) und eine Glühbirne wechseln (hatte wohl keine Lust mehr für ihren heißen Job noch weiter 'rumzuhängen). Glühbirnen gibt es hier nicht nur mit Edisongewinde, sondern auch mit Bajonettfassung.
An der Fähre war ich mehr als rechtzeitig, wurden 2-Räder hier fast als letzte Fahrzeuge eingeladen. Mit einem fröhlichen Wellenritt ging es dann zwei Stunden lang nach Stromness auf den Orkney Inseln. Dort war keine vernünftige, preiswerte Unterkunft zu finden und so ging es zur größten Stadt "Kirkwall". Dort fand ich meine Unterkunft und ich habe es gerade noch rechtzeitig geschafft Postkarten zu besorgen. Da es in Kirkwall ein paar Sehenswürdigkeiten geben soll und das Wetter sich verschlechtern kann, habe ich diese noch aufgesucht: Eine öde Kirche und zwei Ruinen.

Straßenkarte HIER

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Eine Fähre wird kommen...

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Orkney, wir kommen...
Was wohl von Orkney bleibt, wenn hier bei Stürmen 10m Hohe Wellen anrollen?

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Mein B&B mit Zimmer oben links.

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Irgendwie hatte der Bischof keinen Bock auf Wiedraufbau.

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Schwer und massiv, aber nicht schnörkellos. Kirche St. Magnus.

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20. Tag
Schien gestern noch fast die Sonne und gab es nur einen Regenschauer, so ist es heute nur am Regnen und Regenschirm ist nicht, weil der Wind viel zu stark bläst. Also packe ich am Vormittag meine Gepäcktaschen neu, zähle Filme und saubere Wäsche und errechne, weiviel Geld ich bereits ausgegeben habe und wieviel mir noch bleibt. Gegen Mittag habe ich dann sämtliche Geschäfte besucht und mich für eine Stunde in der Kirche zum Touristen gucken gesetzt. Am Nachmittag habe ich dann "Safeway" gefunden und kräftig eingekauft und dann alles 5km den Berg hinauf zu meinem Zimmer geschleppt. Dann gab es anständig Abendbrot und zum Nachtisch die Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen. So ging der Tag auch um und man kann einmal so richtig entspannen. Und außerdem soll morgen wieder die Sonne scheinen. Es war übrigens der erste komplett verregnete Tag!


21. Tag
Um 10:00 Uhr gab es zwar ein wenig Regen, aber seit dem scheint die Sonne. Das habe ich gleich zu einem 150km Inselrundtrip ausgenutzt. Sensationelles gab es zwar nicht, aber Schiffwracks, Fahrdämme, eine italienische Kirche und Siedlungen aus vorchristlicher Zeit konnten bewundert werden. Mit dabei waren natürlich auch die "standing stones". Und ich konnte austesten, warum die Lämmer hordenweise vor mir und der Vespa weglaufen: Sie kennen nichts Rotes mit so komischem Sound, das sich bewegt. übrigens sind die Kühe immer sehr daran interessiert, was auf der Straße vor sich geht (und laufen manchmal ebenfalls vor mir weg). Und obwohl ich auf der Höhe Norwegens bin, gibt es hier Dank des Golfstroms nicht nur Fischotter, sondern sogar Delfine! Aber bei diesen Temperaturen geht es morgen wieder etwas südlicher.

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Scheint die Sonne, schon leuchten die Farben.

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Die italienische Kirche (oder Kapelle) auf Lamb Holm von italienischen Kriegsgefangenen 1945 aus Nissenhütten nur aus Beton, Gipsplatten, Schmiedeeisen, Farbe und viel Engargement gebaut.

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Dämme und Schiffwracks dienen heute der Erschließung, früher sollten sie vor deutschen U-Booten schützen.

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Kirkwall von oben

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Innenland

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Küste bei Rendall

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dovecot Ausgrabungen bei Rendall

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Brough Head

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Earl's Palace, Birsay

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Standing Stones of Stennless

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Maeshowe, Hügelgräber der Wikinger


22. Tag
Heute habe ich nach 30km Fahrt um 9:00 Uhr die Orkney Inseln wieder verlassen. Das Wetter war bis ungefähr 12:00 Uhr sehr feucht, aber so konnte man wenigstens als Erster auf die Fähre. Dann ging es immer die Küste entlang westwärts. Die Straße ist einspurig (Single Track Road, viele Ausweichstellen, aber trotzdem lustig, wenn plötzlich ein großer Bus die Straße versperrt) und man muß immer auf die vielen Schafe acht geben. Und ist irgendwo ein zottiges Hochlandrindviech zu sehen, so stehen gleich ein paar (meist deutsche) Touristen drumherum um Fotos zu machen. Gegen 14:30 Uhr habe ich dann Durness erreicht. Hier gibt es ein paar große Kalksteinhöhlen. Mein B&B ist direkt daneben, wo beim Duschen das Warmwasser ausfiel. Wie erfrischend! Es gibt hier nicht nur tolle Sandstrände, sondern angeblich auch Hitzewellen (und nicht nur 15°C wie zur Zeit).

Straßenkarte hier

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Fahrt von Scrabster nach Durness

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Es gibt hier nicht nur tolle Sandstrände, sondern angeblich auch Hitzewellen, sagt man...

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Durness/ Kalksandsteinhöhle Smoo Cave in Durness und seine Quelle

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B&B ind Durness

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Neubauviertel von Durness


23. Tag
Aufgrund der kurvigen hügeligen Bergwelt mit ihren Single Track Roads kommt der vierte Gang nur noch sehr selten zum Einsatz und so zieht sich die Fahrt etwas hin. Das Etappenziel war heute das Städtchen Ullapool und außer schöner Landschaft gab es nichts besonderes zu sehen. Ein B&B war schnell gefunden, aber ein Tisch zum Schreiben der täglichen Postkarte war schwer aufzutreiben! Die Besitzerin klagte mir ihr Leid, welch hohe Gebühren sie an die Tourismusbehörde abführun muß (hat Recht), wie wenig sie dafür erhält und das es dieses Jahr besonders wenig Touristen gibt. Morgen erwartet mich wohl ein vegetarisches Frühstück. Hoffentlich werde ich dann nicht vom Roller fallen. Er hatte heute übrigens seinen 50.000sten Kilometer!

Straßenkarte HIER

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Ort Balnakeil Sandstrand und Friedhof (ob da die Leichen nach dem Sturm baden gehen?)

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Panorama von Kinlochbervie

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Ich liebe idyllische Tankstellen. Diese gehört zu einem größeren Hotel.

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Bucht und Campingplatz von Ullapool

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B&B in Ullapool

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Mums-to-be kannte bei mir bisher noch kein Englisch Lehrer oder Lehrerin!

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Fährhafen von Ullapool


24. Tag
Nach einem Tankstop ging es zu den Measach Wasserfällen, über dem eine Brücke (max. sechs Personen gleichzeitig!) so angebracht ist, das man das Wasser nich fallen sehen kann! Weiter ging es zu den Inverewe Gardens. Auf dem selben Breitengrad wie Moskau wachsen hier dank des Golfstroms auch exotische Pflanzen, aber selbst Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln sind zu sehen. Am Viktoriawasserfall bin ich irgendwie vorbeigefahren. Zum Schluß habe ich noch ein Schloß besucht, auf dem der Film "Highlander" gedreht wurde. Auf den letzten 20km mußte es dann natürlich zu Regnen anfangen. In Plockton gibt es eine Insel (verschönert durch Stromleitungen inkl. Masten) und eine Promenade mit Palmen, aber ich mußte ein B&B 5km vorher nehmen. Es ist hervorragend.

Straßenkarte HIER

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Wasserfälle von Measach inkl. Hängebrücke und Sicherheitshinweisen

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Inverewe Gardens

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Der "Rhabarber" ist locker mannshoch!

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Eilean Donan Castle, leider bei Ebbe. Hier wurde der Highlander gedreht.

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B&B wenige Kilometer oberhalb von Plockton

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Plockton mit tropischem Klima (Palmen auf Promenade und Insel)

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25. Tag
Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Nachdem der Motor der Vespa gestern schlecht ansprang, wenn er am Abkühlen war (geht hier schnell, da kalt und windig), konnte ich heute immer nur ein paar hundert Meter fahren. Funken gab's, aber das Zündkerzenbild war sehr hell. Also habe ich in einer Buswerkstatt (Glück muß man haben) alle Vergaserdüsen kontrolliert, alles OK. Alle Kabel kontrolliert, OK. Zündkerzenstecker getauscht; Probefahrt nicht OK! Werkzeug gebastelt (hier sind viele Muttern noch Zoll und Schraubenschlüssel für Busse größer) und einen Blick in die Schwimmerkammer geworfen; OK! Zündkerze getauscht. Probefahrt OK!!! Ist mir doch nach 3200km (im Auto ca. 12000km) die Zündkerze verreckt! So ging es dann mit Verspätung auf die beliebteste der Hybrideninseln "Skye". Die Auffahrt ging über eine Brücke (Maut), die Rückfahrt mit einer Fähre von Armadale nach Mallaig (vorletzte Fähre um 17:30Uhr!), wo ich auf Anhieb eine sehr gute Unterkunft fand. Auf Skye wechseln sich in bewohnten Bereichen an der Hauptstraße B&Bs und Geschäfte ab. Die Insel ist trotzdem sehr schön und hat zwischen hügelig und Bergen alles zu bieten inkl. Schafen und Highlandrindern.

Straßenkarte HIER

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Hybriden/ Brücke in Kyle of Lochalsh, man bezahlt für Hin- und Rückfahrt!

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Felsobelisk Old Man Storr (Name des Ortes)

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Kilt-Rock-Küste

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Innenseite der Insel auf der Höhe der Kilt-Rock-Küste

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Innenseite der Insel auf der Höhe von Kilmaluag

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B&B in Mallaig

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Hafen vor B&B mit Blick auf die Hybriden

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26. Tag
Nachdem ich heute nach dem Frühstück keine Postkarte mehr schreiben durfte, weil der Frühstücksraum aufgeräumt werden mußte, bin ich etwas früher in Mallaig losgekommen. Knapp 10km gab es dann die flachen Ufer "Sands of Morar". Einige Kilometer weiter diente ein "gestrandeter" Kutter als Wohnung. Bei Fort William versuchte ich dann einen Blick auf den höchsten Berg Schottlands - Ben Navis (1343m) zu werfen, aber der Gipfel hüllte sich in Wolken. Später folgte das liebliche Orchy Taal und den Abschluß sollte Inveraray werden, aber dort fand ich keine Ein-Personen- Unterkunft. Also habe ich das Segelschiff im Hafen und die Einkaufsstraße fotografiert, das alte Gefängnis besucht und bin dann 30km Richtung Glasgow gefahren. Hier sieht es (bei Flut) wie am Rhein aus. In einem Spiritousengeschäft informiere ich mich dann noch über die verschiedenen Eingruppierungen der Geschäfte, die derartiges verkaufen.

Straßenkarte HIER

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"The withe sands of Morar" leider bei Flut, so daß vom weissen Sand kaum etwas zu sehen ist

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Ben Nevis, der höchste Berg Groß Britaniens 1343m vom Nevis Tal aus

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Blick aus dem Orchy Taal auf die Gebirgsgruppe mit dem Ben Navis

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Inveraray/ Inveraray Gefängnis

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Wer ist echt, wer Tourist?

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Die Tretmühle wurde für das Gefängnis erfunden, damit sich die Häftlinge körperlich verausgaben konnten, weil sie sonst wegen ihres unterdrückten Bewegungsdrangs im Gefängnis nicht beherrschbar wären und randaliert hätten.

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über die Brücke von Inveraray zum B&B bei Arrochar

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B&B in Arrochar...

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...gelegen am Loch Long.

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27. Tag
Heute ging es einfach weiter auf der restlichen Strecke nach Glasgow. Dieses Mal komme ich nicht nur aus einer anderen Richtung, sondern fahre auch auf einer Nebenstrecke in die City und nehme das selbe Hotel "Guest House" wie bei meinem ersten Besuch. Als erstes besuche ich das "Museum of Transport", aber das hätte ich mir auch schenken können. Danach ging ich in das richtige Zentrum (und nicht wieder in ein Nebenzentrum), aber auch hier schließen die Geschäfte zwischen 17:30 und 18:00 Uhr! Dabei stoße ich auf einen großen PC-Supermarkt, aber die Preise sind hier viel zu hoch. Interessant sind die alten Schopping-Center mit Geschäften von ca. 8m² Größe: Erst Filzschreiber und Lippenstifte, dann bedruckte T-Shirts und Lätzchen, dann eine Spielhalle, gefolgt von einem China Restaurant neben Gardinen und Elektrowaren. Kaufhäuser mit Komplettsortiment sind kaum zu finden.

Straßenkarte HIER

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Das selbe Hotel in Glasgow

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Transportmuseum Glasgow; Dreiräder waren führerscheifrei, aber leider auch lebensgefährlich.

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Milchwagen mit Elektroantrieb; er war bis Anfang der 90er in Betrieb!

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Blick zum Fluß

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Renovierter Bahnhof

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jetzt richtige City von Glasgow

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Glasgows Hauptcity um 17:50 komplett leer!

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Rathaus von Glasgow

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von der Innenstadt zum Hotel


28.Tag
Ich bin wieder gut aus Glasgow herausgekommen. Erste Station war New Lanark, eine kleine Stadt rund um eine Baumwollspinnerei und Weberei. Hier wurden erstmals soziale Ziele wie 10h Arbeitstag, Sonntags arbeitsfrei, äztliche Versorgung verwirklicht. In einem Teil setzt man sich in eine Hängekabine und wird an verschiedenen "Bildern" vorbei gefahren, während ein 10jähriges Mädchen die Unterschiede zwischen vorher und nacher erzählt. Die Ausstellung zum fast gleichen Thema im Deutschen Museum ist viel besser. Nächste Station war Sweetheart Abbey, wo eine Frau begraben liegt, die das einbalsamierte Herz ihres verstorbenen Mannes 21 Jahre bei sich trug. Nächste Ziel war Gretna Green, wo man sich nach schottischem Recht beim Schmied trauen lassen konnte (und heute in ähnlicher Form wieder kann). Man glaubt hier, dass es Glück bringt, sich die Hände über dem Amboß zu reichen. Ursprünglich fanden hier insbesondere Trauungen mit nicht erwachsenen Adeligen statt, um sich zB Rechte zu sichern. Ein paar Kilometer weiter beginnt England und dahin bin ich auch Richtung Newcastle gefahren und habe mich in einer kleinen Jugendherberge (einer ehemaligen Kirche) einquartiert, um mir morgen den Hadrianswall (Schutz der Engländer vor den Barbaren des Nordens, d.h. vor den Schotten) anzuschauen, bevor es dann auf die letzte Fähre geht.

Straßenkarte HIER

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New Lanark

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Drumlanrik Castle (leider geschlossen...)

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Sweetheart Abbey

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Hochlandrinder bei Gretna Green

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Gretna Green (fotografieren verboten!)

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Jugendherberge Greenhead in einer ehemaligen Kirche an der Hadrians Wall

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29.Tag
Heute Morgen mußte es natürlich bis zum Mittag regnen, so daß ich keine Fotos von dem Hadrian Wall machen konnte. Dieser Wall nutz übrigens sehr clever die Landschaftlichen Gegebenheiten aus.
Die Fähre geht genausownig von NewCastle, wie die von Rotterdam, aber sie ist Gott sei Dank schon ab der Ringstraße ausgeschildert. Auf der Telefonkarte habe ich noch 1,60GBP, aber niemand den ich anrufe, nimmt ab. Direkt vor dem Fähranleger gibt es ein Einkaufszentrum, aber leider keine Lebensmittel. Dafür stehe ich im Sonnenschein und warte auf die Fähre. Ein ziemliche neues BMW Motorrad mit deutschem Kennzeichen wird auch angeliefert und zwar auf einer Palette. Der Fahrer ist zwar völlig OK, aber von dem Motorrad wird nicht viel zu retten sein.

Straßenkarte HIER

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Roller selbst verzurrt auf Fähre von "Newcastle" nach Hamburg


30. Tag
Nachdem ich aufgestanden bin, stelle ich fest, daß wir uns schon seit einiger Zeit auf der Elbe befinden; schön Hamburg einmal aus dieser Perspektive kennenzulernen. Beim Festmachen bemerke ich die schwarzen Regenwolken über mir und richtig, beim Ausschiffen tröpfelt es. Leider geht es dann nicht vorran, weil auf änhängern irgendwelche "bekifften" Jugendliche am herumhüpfen sind. Wie sich am folgenden Tag herausstellt, war es eine Demo zur Legalisierung leichter Drogen. Also nehme ich den Fuß- und Radweg und mache mich auf den Heimweg, wo mich der Regen noch einmal voll erwischt, so daß ich vor meinem Haus nicht einmal den Helm abnehmen will.

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Willkommhöft in Schulau (Schiffsbegrüßungsanlage an der Elbe)

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Campingplatz bei Blankenese

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altes Kühlhaus, heute Altenheim, Teufelsbrück

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schwimmende Asylantenwohnungen, övelgönne

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Blick auf Köhlbrandbrücke

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Bus auf dem Wasser: die HADAG Fähre

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angelegt in Hamburg

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Ankunft bei starkem Regen in Zuhause (fotografiert von einem Zimmermann des Nachbarn; noch rechtzeitig, um bei Penny einzukaufen...)

p.s.:
Die Englandfähre nach NewCastle gibt es schon lange nicht mehr, so hatte ich den Zeitpunkt richtig getroffen.
Die 31tägige Reise erstreckte sich über 4100km, wofür gut 140 Liter Benzin und knapp 4,5 Liter öl benötigt wurden. Die Kosten betrugen 50€ pro Tag (Benzin, öl, Fähren, Maut, Unterkunft).
Wer eine große übersichtsstraßenkarte dieser Reise erwartet, den muß ich leider enttäuschen. Google Maps ist nicht einmal in der Lage den Teil Schottlands auf einmal darzustellen!


Wie geht es weiter?

1992 . Mit der Vespa reisen? Ja, von Hamburg bis in die Lüneburger Heide (NL B F L D CZ)

1993 . Vespa Reisen! Tour der Kirchen (CH FL F MC I V RSM A SK H PL)

1994 . Vespa Reisen! Iberische Halbinsel; fahren satt (F AND E GBZ P IRL GB)

1995 . Planet Erde- ganz oben (DK FI S N)

1997 . Bei Griechen und Türken (I GR TR)

1998 . Vespa Reisen! Feuchtes Inselhopping (NL GB GBM IRL) <--> Du befindest dich HIER!

1999 . Vespa Reisen! Links des Stiefels (I F TN M)

2000 . Vespa Reisen! Olé und Tee! (F E GB GBJ GBG B NL)

2001 . Mit der Vespa reisen! Bis irgendwie nach Amerika! (DK N IS FO)

2006/1 Vespa Reisen! Berge, Meer, Stuten, Pizza wie Zuhause! (A SLO HR I)

2006/2 Vespa Reisen! Schlittschuhlaufen im Juni! (LT LV EST)

2009/1 Mit der Vespa reisen? Kurztrip Südskandinavien! (DK N S)

2009/2 Kleine Brückentour! (DK S)

Aber prinzipiell ist die Reihenfolge des Lesens egal.


Kommentare, Fragen, Anregungen bitte HIER.

Bearbeitet von CDI, 7. Dezember 2011 - 15:01,






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