Die Fährgesellschaft hat nicht auf meine E-Mail reagiert, aber sie lebt noch im Internet. Also die Vespa gesattelt und ab nach Kiel. Und tatsächlich, im Hafen kann ich ein Ticket kaufen, und den Kabinenschlüssel erhalten. So stand ich zwar schon ab 14:00 Uhr im Hafen 'rum (Eincheckzeit 17:00 Uhr für Abreise um 20:00 Uhr), aber so konnte ich andere Motorradfahrer durch die ganze Prozedur, inkl. Bestätigung der Polizei, daß ihr Fahrzeug ihr Fahrzeug ist, durch schleusen, denn die Fähre ist eigentlich nur für LKWs gedacht. Die Fähre ist Baujahr 2000 und so sind die Kabinen gut und nichts dröhnt oder scheppert.
2. Tag
Ein Kabinenmitglied (LKW Fahrer) hat geschnarcht, als wenn er dafür bezahlt würde. Da es nur eine Kantine, Bar und Alkoholverkauf gibt, habe ich den Schlaf nachmittags nachgeholt. Das Essen auf der Fähre ist preiswert und gut, wobei in der ersten Schicht immer die LKW Fahrer und in der nächsten die anderen Reisenden abgefertigt werden. Dabei gibt es auch interessante Speisen, wie mit Hack gefüllte Pfannkuchen zum Frühstück. An der Rezeption liegen Zettel. Einer hat meinen Namen und das Kennzeichen meiner Vespa; ich nehme ihn an mich. Am Abend kommt die Fähre in Klaipeda (Memel) in Littauen an. Schon von Weiten ist der leuchtende Sandstrand der Kurischen Nehrung zu sehen. Nach dem Verlassen der Fähre muß man viermal an Beamten vorbei. Dabei wird sehr genau auf das Fahrzeug geachtet und bei einem Beamten muß ich den Zettel abgeben. Hätte ich ihn nicht mitgenommen, hätte ich zur Fähre zurück gemußt! Im Hafengebiet waren die Straßen sehr schlecht und alle Gullideckel fehlten und so fahre ich vorsichtig in Kleipeda ein. Ein Hotel (209Lit) ist schnell gefunden und auch nach 19:00 Uhr kann ich im benachbarten Einkaufszentrum mit Kreditkarte einkaufen und Geld abholen.
Einfahrt zwischen der Stadt links und der Nehrung rechts.
Immer trockene Handtücher, dank mit Heißwasser durchflossener Riesenheizschlange.
3. Tag
Am nächsten Tag geht es nach Kaunas, wo ich nur eine Privatunterkunft finde, die teurer als das Hotel in Klaipeda ist. Aber es ist Wochenende und vor dem alten Rathaus im schönen alten Altstadtkern mit vielen kleinen Geschäften stehen Stretchlimos, Hochzeitsgesellschaften und Brautpaare schlange. Ich will mich vor all dem Trubel retten und werde beim Besichtigen einer benachbarten Kirche prompt vom Pfarrer als Fotograf engagiert. Nach dem dritten Brautpaar kann ich entfliehen und mir den Boulevard und die restlichen Sehenswürdigkeiten anschauen.
Kaunas wirkt etwas morbide, aber dafür sind die Straßen frei.
Teurer als ein Hotel: mein Zimmer rechts oben.
Garnisonni Kathedrale (Michaelis Kirche) leider geschlossen
Promenade vor den Geschäften
Renoviertes Altstadtgebiet mit vielen interessanten Lädchen.
Hier im barocken Rathaus (Schwan von Kaunas) und in den umstehenden Kirchen wird geheiratet.
4. Tag
Heute Vormittag geht es erst auf der Autobahn und dann über Land zum Wasserschloss von Trakai. Dort wimmelt es von Touristen und es gab eine Prozession, die die einzige Straße lahm legte. Geschmunzelt habe einige Einheimische, als ich kurzerhand fünf Meter auf dem Gehweg, dann zur Eingangstür der Post, dort ohne zu füßeln elegant wendete, vor dem Briefkasten hielt, meine Postkarte von gestern einwarf und wieder zurück und auf die Straße fuhr. Und so bin ich dann, trotz preiswerter Bernsteinangebote in den vielen Buden der Uferpromenade, um 14:00 Uhr in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, angekommen und habe dort das erste große Hotel an der Hauptstraße genommen. Das Hotel kostet hier 69€. Der Nachmittag reichte locker um die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Hier gibt es enorm viele Kirchen (fast wie Kneipen im "Ruhrgebiet") und so bin ich hier in eine Prozession mit "Karnevallmusik" geraten. Eine "Backsteinkirche" ist so faszinierend, daß Napoleon sie mit nach Paris nehmen wollte, aber irgendwie war es ihm wohl doch zu mühsam.
Trakai und seine Touristen.
Fußgängerzone, die vor einer
Kirche im Tempellook endet.
Mini Tivolie wie in Kopenhagen, Warschau, Budapest...
Einmal auf den Hügel l-/schnaufen und
die herrliche Aussicht vom Gedeminasturm über Vilnius genießen und
das Zählen der Kirchen nicht vergessen.
Basilius Kloster
Und schon ist man Mitglied einer Prozession
beim Tor der Morgenröte.
Stadtmauer
Synagoge
noch mehr Stadtmauer
St. Anna Kirche links und Kirche des Bernhardiner Klosters (Gotischer Winkel)
Der Fels des Nordens: Backstein.
Gott sei Dank ließ Napoleon sie hier stehen
5. Tag
Heute ging es von Vilnius nach Riga, der Hauptstadt Lettlands. Einfach auf die Schnellstraße vor dem Hotel und schon war ich auf der richtigen Autobahn, wo mich manchmal für 10 Minuten keien Auto überholte! Die Landschaft ist wie immer leicht hügelig. An der Grenze bestaunt man unauffällig meine Vespa und interessiert sich für meinen Führerschein (grauer Lappen, wohl zu Lehrzwecken, weil nachträglich erweitert und komplett beschrieben) und auf der anderen Seite der Grenze merkt man sofort, daß die Menschen mehr Geld haben: Größere Traktoren (statt teilweise sogar noch Pferd und Wagen), weniger Pferde, etwas bessere Straßen. Was dann tierisch nervt, auch weil es enorm bremst, ist das ewig wiederholende 2km fahren, Ampel, 2km Baustelle. Oder es gibt eine Ausweichstelle/ Umleitung über die Dörfer, auf der wie irre gefahren wird, um die Zeit wieder aufzuholen. So sieht man dort umgestürzte Baufahrzeuge und LKWs neben der Straße oder ehemalige Einschlagstellen; im Schnitt drei LKWs pro Umleitung. In Riga komme ich in den Feierabendverkehr und in einem Kreisverkehr gibt es gleich drei voneinander unabhängige Unfälle. Ein Hotel mit Parkplatz finde ich nur direkt an der Südseite des Flusses Daugava in einem Gewergebiet, aber man kann mit der Straßenbahn fahren oder zu Fuß in die Altstadt laufen. Und mit etwas Verhandlung ist es nicht nur ein schönes, sondern auch ein preiswertes Hotel...
Hotel mit Speisen auf der Terasse bei angenehmen Temperaturen, Gästen und Personal.
6. Tag
Nachdem ich gestern Abend noch einmal in der Innenstadt war, wo sich dann der Rückweg über die gegenüberliegende Brücke als weitaus längerer Weg erwiesen hatte, habe ich nun heute entspannt die obligatorischen Sehenswürdigkeiten auf Agfachrome gebannt. Leider hat das moderne Auto- und Motorradmuseum, in dem zB Stalins Panzerlimousine gezeigt wird, geschlossen. So war noch Zeit für drei Stunden Internet. Frikadellen heißen hier Kotlett und so gab es ein Brötchenkotlett als große Mahlzeit. Abends habe ich dann im Hotel einen 55 jährigen deutschen Industrieelektriker getroffen, der als Außendienstler durch das Baltikum reist und dementsprechend viele Erlebnisse hat und die Straßen für gemeingefährlich hält, was ich genauso sehe, wenn ich zB an einen Kreisverkehr mit drei Unfallstellen denke...
Funkturm von Riga
überschaubarer Weg vom Hotel in die Altstadt
Das kleine Gildehaus (=Handwerker) und
große Gildehaus (Kaufleute).
Freiheitsdenkmal von 1931, stand, damit es die Russen nicht auf die Schutthalde warfen, weil angeblich baufällig, zeitweise in der Fußgängerzone.
Schloss von Riga, eigentlich Ordenssitz, der mit den Kaufleuten der Hanse über hunderte Jahre um die Vorherrschaft kämpfte und heute Sitz des Staatspräsidenten.
Dom St. Maria von Riga
Jede Hauptstadt des russischen Gebiets bekam einen Wolkenkratzer (damals vergleichbar zu New York) wie zB auch Warschau. Sitz der Akademie der Wissenschaften.
Diese orthodoxe Jesus Kirche ist aus Holz,
was man den anderen Häusern im russischen Viertel leichter ansieht.
Ein Viertel bei den Markthallen aus Holzbuden für alles, was man benötigt, egal ob Brautkleid oder Zahnpasta.
Schwarzhäupterhaus (Neues Haus der großen Gilde) am Rathausplatz, 1999 neu aufgebaut und astronomischer Uhr.
Petrikirche, von den Käufleuten errichtet und höher als die Kirche des Ordens...
6. Tag
Heute habe ich fast eine Stunde gebraucht, um Riga zu verlassen; Straßenschilder sind hier sehr selten; Kilometerangaben fast unbekannt! Nach Sonnenstand gefahren war ich dann erfolgreich. Bis zur Grenze nach Estland - fast immer an der Ostseeküste entlang und durch Feriengebiete - gab es wieder das nervige zwei Kilometer lange Baustelle, zwei Kilometer fahren Wechselspiel. Und es gab auch wieder einen Währungswechsel. In Estland ist alles noch reicher (sehr große Geräte für sehr große Traktoren, keine Arbeitspferde...) und an der Grenze interessierte man sich dieses Mal für den Fahrzeugschein! Ein Hotel in Tallin (noch teurer 80€) war schnell gefunden.
Novell kenne ich eigentlich nur in rot.
7. Tag
Heute sollte es zu 90% regnen, aber es ist nur stark bis sehr stark bewölkt. In der Altstadt gibt es weniger Geschäfte als in Riga, aber umso mehr zu sehen. Kirchen kosten hier, wie oft in Lettland, Eintritt, nur die orthodoxe Kirche ist kostenlos. Viele Stände bieten traditionelle Wollsachen an, die sich bei gut 30°C natürlich nicht so toll verkaufen. Preiswerten Bernsteinschmuck gibt es auch hier, aber auch hier keine Manschettenknöpfe! Am Abend verlängere ich meinen Aufenthalt um einen Tag, weil es morgen in Riga und Tartu höchstwahrscheinlich regnen wird.
Aus Bernstein kann man vieles machen, nur meine Manschettenknöpfe waren nicht aufzutreiben.
Verkaufsstände mit Wollsachen auf der Innenseite der alten Stadtmauer
Rathaus von Tallin
Schwarzhäupterhaus und sein
Eingang.
Dacharbeiten auf der Olaikirche.
Kanonenturm "Dicke Margarethe"
Stadttor zur Oberstadt
Dom und
Alexander-Newski Kathedrale und
der Sitz des estnischen Parlaments auf dem Domberg.
Die Aussicht(splattform) vom Domberg nennt sich "Kiek in de Kök", weil man von hier aus quasi in Küche der Einwohner gucken konnte.
8. Tag
Als ich gestern zu Bett ging, fing es an zu regnen und zwar bis heute zum Frühstück um 10:00 Uhr! Dann habe ich mir eine City Hopper Karte besorgt und bin in alle Linien teilweise mehrfach abgefahren. So konnte ich auch entspannt die Sehenswürdigkeiten (wie zB den Sängerplatz) außerhalb der Stadt besichtigen. Heute und Morgen ist hier Feiertag. Einkaufen kann man trotzdem, aber die Straßen sind doch sehr leer. Umso mehr Krach machen die Seemöven vor meinem Fenster auf dem fünf Meter entfernten gegenüberliegenden Haus.
Schloss Katharinental (Kadriorg)
Russalka (Nixe) Denkmal
Sängerbühne für riesige Sänger/ Chorwettbewerbe
Sowjetischen Ehrenmal
Blick zurück zur Stadt/ zum Haven von Tallin
Blick auf das St. Brigitten Kloster
Friedhof mitten im Wald (wie immer man die Särge zwischen die Baumwurzeln bekommt)
9. Tag
Heute Morgen habe ich erst einmal Fotos von einem Friedhof (bei den Balten im Wald mit kleinem Grabstein) gemacht. Bei erfrischenden 22°C und leicht bewölktem Himmel ging es dann auf den beim Hinweg benutzten Straßen über Cesis in das im baltischen Urlaubsgebiet gelegene Segulda. Trotz des Nationalfeiertags ist Einkaufen kein Problem! Der Liter Sprit kostet im ganzen Baltikum nur knapp 1€/Liter. An der Wegstrecke wurde schon reichlich in der Ostsee gebadet, aber Touristen gibt es noch relativ wenige. Sehenswürdigkeiten sind in Lettland nur schlecht ausgeschildert.
Neues Schloß und
Reste der alten Ordensburg von Cesis.
10. Tag
Vor der Abfahrt vom Hotel habe ich mir noch von der Vespa aus ein wenig den Naturschutzpark (Gauja Nationalpark) rund um das Hotel angesehen (hügellig wie die holsteinische Schweiz, im Winter mit Langlaufloipen). Dann ging es an Riga vorbei auf einer Staumauer zum Schloß von Mezotne mit barockem Kuppelsaal und dann zum barocken Schloß von Randale mit seinen 138 Räumen. Jetzt habe ich mein letztes Geld in lettische Limonade getauscht und schreibe auf der Vespa eine Karte, damit die lettische Briefmarke nicht verfällt. Weiter geht es bis kurz vor Siauliai zum Berg der (ca. 15000) Kreuze in Litauen, wo Einheimische für jeden nach Sibirien Verschleppten ein Kreuz aufstellten und der KGB diese gelegentlich wieder über Nacht entfernte. übernachtet hatte ich dann in Siauliai. Dort gab es, außer meiner Vespa auf Kanal 36, nichts zu sehen und so kam ich, nach einem Parkbesuch mit Eiskauf, früh ins Bett.
Schlosshotel Mezotne
Schloß Rundale (Ruhenthal) bei Bauska
Keine Bange, der Garten ist mittlerweile fertig.
Berg (eigentlich zwei Grabhügel) der Kreuze
Wer kein Kreuz oder eine Gebetskette dabei hat, kann es hier erwerben.
Als der Papst 1993 zu Besuch war, stand sein Pavillion noch gerade.
Die Kamera sorgt für Vespa auf Kanal 36.
11. Tag
Heute ging es erst über Dörfer und dann über die Autobahn nach Klaipeda in mein erstes Hotel.
Es war interessant zu sehen, wie viele Leute auf den kleinen Feldern arbeiten. Selbst ein Pferd habe ich beim Pflügen gesehen (im Salatacker!). überall auf dem Land - auch auf freiem Feld - gibt es Bushaltestellen. Fahrräder gibt es, aber keine Mopeds/ Motorräder. So gucken sich alle ersteinmal meine Vespa an. Abends hat es dann gewittert, aber vom 7. Stock sieht das ganz lustig aus.
Landschaft, soweit das Auge blicken kann und nicht so beschränkt, wie in den Bergen...
Zufallsfund auf Nebenstrecke
12. Tag
Heute Morgen war es zwar bedeckt, aber ab 10:00 Uhr gab es kein einziges Wölkchen mehr. Ich habe die kurische Nehrung besucht und bin bis an die russische Grenze (51km!) gefahren! Um auf die Nehrung zu kommen, bedarf es einer Fährüberfahrt. Die Kassiererin brauchte sehr lange und wäre fast aus ihrem Häuschen gefallen, weil sie sich nicht schlüssig war, welche Fahrkarte für eine Vespa richtig ist. Nach der Fährüberfahrt und wenigen Kilometern und noch bevor man in die Fischerdörfer mit ihren Pensionen kommt, erreicht man den offiziellen Nationalpark (90% der Nehrung) und darf eine Straßenbenutzungsgebühr von 5 Litas bezahlen. Parallel zu den Straßen und Querfeldein gibt es viele Radwege und während ich auch an verbrannten Abschnitten vorbeifahre und Schilder mit Grenze/ Zoll/ Polizei sehe, fällt mir ein, das ich ohne jedliche Papiere unterwegs bin. Leider kommt man nicht auf den russischen Teil der Nehrung, ohne mindestens einen Monat vorher ein teures Visum beantragt zu haben. Somit bleibt meiner Vespa ihr 43. Land verwehrt. Verkehr von der Russischen Seite nach Lettland gibt es durchaus, wobei es sich hauptsächlich um Neureiche mit ihren SUVs und nicht um zB Händler oder Handwerker, zu handeln scheint. Auf dem Rückweg, kurz vor der Fähre, besuche ich einmal den Strand. Die Ostsee hat hohen Wellengang und man mußte den Mund geschlossen halten, damit es nicht zwischen den Zähnen knirschte. Beim Verlassen der Düne lerne ich eine deutschsprechende Familie kennen, dessen Enkelchen sich sehr erschrickt, als der Motor der Vespa anspringt. Wieder auf dem Festland habe ich Briefmarken gekauft, was ziemlich dauerte. Das Mädchen am Schalter konnte zwar kein Englisch, aber Deutsch; in der Schule kann man nämlich seltsamerweise zwischen Englisch und Deutsch wählen. Wieder auf der Straße angekommen betrachte ich den Verkehr: Es fahren Busse aus Gelsenkirchen und Süddeutschland quer durcheinander, d.h. sie wurden in Deutschland günstig eingekauft und dann nicht einmal neu lackiert! Außerdem gibt es hier massenweise die in Deutschland vermißten Audi 100 mit verzinkter Karosserie. Andere (häufig Opel) sind dermaßen verrostet, daß man nur hoffen kann, daß der Besitzer nie eine Vollbremsung machen muß, weil sein Auto sonst wohl in Einzelteilen weiter flöge. Dann ging es zum Pizza essen in das riesige Einkaufszentrum Akropolis, in dessen Mitte sich, umgeben von Restaurants der verschiedensten Art, eine Eislaufbahn befindet. So kann man (oftmals die Eltern) zusehen, wie sich die (fast nur) Jugend auf dem Eis vergnügt, während im Restaurant mehr oder weniger wichtige Gespräche geführt werden.
Die Ostseeseite der Kurischen Nehrung.
Feuer ist immer auch ein Neuanfang.
Promenade am Parkplatz (Bitte Ticket kaufen) eines Fischerdorfes.
Eines der letzten Schilder vor der russischen Grenze und bereits auf dem Rückweg.
Blick von der höchsten Düne der Nehrung auf Klaipeda.
13. Tag
Leider regnet es heute Vormittag. Und der Fahrstuhl ist nach dem Frühstück defekt. Aber ich nutze die Zeit mit Surfen im Internet. Dann habe ich die Sachen für die Fähre gepackt, um dann das Zimmer zu räumen und mein Gepäck beim Empfang einzulagern, um dann in einem Bau- und einem Supermarkt mein Restgeld auszugeben, wobei ich spätestens um 16:00 Uhr im Hafen sein muß. Aber die Zeit reicht sogar noch, um das zuviel erhaltene Wechselgeld bei dem Mädchen in der Post zurückzugeben; sie hat sich sehr gefreut.
14.Tag
Die Rückfahrt auf der Fähre nach Kiel war angenehm; ich war der einzige, der in der Kabine schnarchte...
Sieht irgenwie blöd aus, wenn man vergißt, den obersten Knopf zu öffnen, aber mein allerletztes Bild auf Agfachrome Diafilm; die Zukunft ist digital...
Es war eine schöne Reise und bis auf einen Morgen immer trocken! Die Straßen außerhalb der Städte sind rau und gut, aber innerhalb von Ortschaften muß man fürchterlich aufpassen, um seinen Roller nicht in einem Loch zu versenken. Abseits der Hauptstraßen auf dem Land habe ich die Straßen fast für mich alleine; ein Paradies für Radfahrer und Fuffis! Selbst auf der Autobahn kann es einem passieren, daß man 10 Minuten lang weder überholt wird, noch Gegenverkehr existiert!
Je südlicher man kommt, desto althergebrachter wird es. In Estland sieht man auf den äckern neue riesige Maschinen wie zB in Mecklenburg Vorpommern, in Lettland kleine Traktoren und in Litauen noch Pferd und Wagen.
An den Straßen zwischen den Feldern gibt es in Litauen sehr viele Bushaltesstellen, weil viele Familien einen Acker vor der Stadt haben, auf dem Kartoffeln und Gemüse angebaut werden, weil es im Supermarkt zu teuer ist.
Das hat den Vorteil, daß die Nahrungsmittelchemie hier noch nicht angekommen ist. So ist man nach einem Essen normaler Größe bis zum späten Abend satt! Und das russiche Eis enthält hier noch weniger Zucker, als bei uns. Deutsche Zuckerkranke kontrollieren ihre Insulinwerte hier nur einmal pro Woche und die Werte sind immer OK!
Die baltischen Staaten zeigen nicht nur sozialistische Baukunst, sondern sind auch extrem modern. So bieten die meisten Telefonhäuschen die Möglichkeit per WLAN ins Internet zu gehen und die Busfahrkarte per Handy ist schon lange selbstverständlich.
Wie geht es weiter?
1992 . Mit der Vespa reisen? Ja, von Hamburg bis in die Lüneburger Heide (NL B F L D CZ)
1993 . Vespa Reisen! Tour der Kirchen (CH FL F MC I V RSM A SK H PL)
1994 . Vespa Reisen! Iberische Halbinsel; fahren satt (F AND E GBZ P IRL GB)
1995 . Planet Erde- ganz oben (DK FI S N)
1997 . Bei Griechen und Türken (I GR TR)
1998 . Vespa Reisen! Feuchtes Inselhopping (NL GB GBM IRL)
1999 . Vespa Reisen! Links des Stiefels (I F TN M)
2000 . Vespa Reisen! Olé und Tee! (F E GB GBJ GBG B NL)
2001 . Mit der Vespa reisen! Bis irgendwie nach Amerika! (DK N IS FO)
2006/1 Vespa Reisen! Berge, Meer, Stuten, Pizza wie Zuhause! (A SLO HR I)
2006/2 Vespa Reisen! Schlittschuhlaufen im Juni! (LT LV EST) <--> Du befindest dich HIER!
2009/1 Mit der Vespa reisen? Kurztrip Südskandinavien! (DK N S)
2009/2 Kleine Brückentour! (DK S)
Aber prinzipiell ist die Reihenfolge des Lesens egal.
Kommentare, Fragen, Anregungen bitte HIER.
Bearbeitet von CDI, 7. Dezember 2011 - 14:30,

















